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Kleine Anfrage

Wegen Schutzanlage für Amphibien: Radweg in Baden-Württemberg kostet eine Million Euro

Tierschutzwahn beim Radwegebau: Die Kosten für einen Radweg in Baden-Württemberg explodierten, weil Tierschutzgesetze Schutzanlagen für Amphibien vorsehen. Die entstandenen Mehrkosten sind laut der Landesregierung gerechtfertigt.

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Amphibienschutzmaßnahmen treiben die Kosten für den Radweg in die Höhe (imago images/Shotshop)

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Das Land Baden-Württemberg beteiligte sich an der Finanzierung einer dauerhaften Amphibienschutzanlage im Zuge des Radwegbaus im Landkreis Rhein-Neckar-Kreis. Aus einer Kleinen Anfrage des Abgeordneten Dr. Albrecht Schütte (CDU) geht nun hervor, dass sich die Gesamtkosten für das Projekt auf eine Million Euro belaufen. Ursprünglich waren für das Konzept rund 650.000 Euro eingeplant.

In der Antwort heißt es konkret, dass die Schutzmaßnahmen für Amphibien beim Straßen- oder Radwegebau auf den Vorgaben des europäischen als auch des nationalen Natur- und Artenschutzrechts beruhen. Der Abschnitt der Kreisstraße, wo sich der neue Radweg befindet, ist Teil des Landeskonzepts zur Vernetzung von Amphibienlebensräumen, was die Maßnahmen rechtfertigt und rechtlich begründet.

Die Amphibienschutzanlage wurde gemeinsam mit dem Radweg geplant und gebaut. Ursprünglich wurden die Kosten auf ungefähr 650.000 Euro geschätzt. Beim Baugrubenaushub für die Amphibiendurchlässe stießen die Arbeiter jedoch auf eine tiefliegende, teerhaltige Straßenbefestigung, die aus der durchgeführten Baugrunderkundung nicht bekannt war, was die Kosten für den Bau anhob. Daraus ergaben sich zusätzliche Kosten in Höhe von 200.000 Euro. Hinzu kamen Baunebenkosten in Höhe von rund 150.000 Euro, die in der Kleinen Anfrage jedoch nicht konkret benannt werden. Die Gesamtkosten beliefen sich demnach auf insgesamt eine Million Euro.

Konkret gebaut wurden unter der Kreisstraße mehrere feste Unterführungen für Amphibien, damit sie die Straße sicher überqueren können. Weiter wurden vor den Eingängen Leiteinrichtungen, Zäune errichtet, damit die Amphibien von der Straße weggehalten und gezielt in die Tunnel geleitet werden. Auf die Frage, wie viele Amphibien die Korridore jährlich benutzen, belief sich die Antwort auf ungefähr 2.500. Alternative Maßnahmen wie Tempolimits oder Sperrungen seien nicht gegeben, da sie als nicht gleichwertig wirksam gelten.

Den Großteil der Kosten trug der Rhein-Neckar-Kreis selbst; über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beteiligte sich jedoch die Landesregierung Baden-Württemberg an den Gesamtkosten des Projekts.

rs

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60 Kommentare

  • Ich finde das völlig ok, allerdings gibts da gar kein Licht in dem Tunnel, Die armen Kröten müssen da im Dunkeln durch und könnten sich ernsthaft verletzen!

    • Wie ich sehe fehlt da auch komplett der Brandschutz.

    • das war auch mein erster Gedanke: Will da nicht mal einer ein paar lämpsche da rein montieren? Die stoßen sich doch die Nase, oder hauen sich ‚de Zähne aus, wenn da Gegenverkehr kommt

    • Sieht so aus, als sei der Tunnel wenigstens kulturell—gendergerecht–invasiv-einheimisch-gerecht unterteilt.
      Das rechtfertigt dann natürlich die Kosten.

  • Wenigstens ist der Radweg in BaWü und nicht in Peru.

    • Das war auch mein Gedanke dazu.

    • Warte ab, er führt bestimmt dort hin. Die Planungen dafür laufen bestimmt schon.

  • Ach ja und die glauben ernsthaft das sich in Deutschland Kröten nachts alleine in einen Tunnel wagen…..

  • Also mir ist die Million lieber in so etwas investiert , als in den Krieg in der Ukraine

    • @Pit3304
      NEIN Weder/Noch – Beides teurer Bullshit !

      • Nein, haben sie schon mal eine Straße gesehen auf der zigtausende zermantschter Kröten rumliegen?

        • @thomas monk
          Nein, habe ich noch nie gesehen ! Dank an die vielen freiwilligen Helfer !Könnte es vielleicht sein, das Sie „Fahrradweg“ überlesen haben – nur so eine Idee.

          4
        • Was ist eine Kröte?😜🤣🤣🤣🤣

          -2
    • auf jeden fall.
      wenn jeder nach dem st. floriansprinzip vorgeht ( sollen die andern die bloeden kroeten schuetzen, wir nicht), wird es am ende eben keine kroeten mehr geben.
      sie gehen den meisten menschen eh nicht ab.
      aber im natuerlichen verband wird sich das fehlen einer art irgendwann doch auswirken.

  • Schützt die Kröte, schützt den Lurch, die Kaulquappe und den Urzeitkrebs.

  • die Igel freuen sich für die ist das wie ein McDrive

  • Da ist das Steuergeld besser investiert als Entwicklungshilfe für China usw. Aha, eigentlich benötigt doch Deutschland selbst Entwicklungshilfe.

  • Der Steg in der Mitte ist etwas störend für Alligatoren,Anacondas und Wölfe. Außerdem fehlt Beleuchtung und eine Bedarfsampel. Vielleicht könnte man die Fehler noch für 1.000.000€ entfernen lassen.Ansonsten ist das sehr gut angelegtes Steuergeld …- für das linksgrüne Paralleluniversum.

    • Ich bin immer für den Tierschutz. Und 100% nicht linksgrün!

      • @ Mayer
        Erinnern Sie sich auch noch an die vielen Milliarden Feldhamster, die täglich auf den deutschen Radwegen starben, bevor der grüne Wahnsinn in Form von (N)GO’s fröhliche Urständ feierte ? Kosten/Nutzen ? NaBu etc. Erpressung von Steuergeld ?

        • Kosten und vor allen Dingen NUTZEN sehe ich ganz woanders im Argen liegen. Im Zweifelsfall bin ich immer für Tiere.

          1
  • Ein engagierter Journalist könnte gerne mal recherchieren, was allein die Deutsche Bahn so im Laufe der Zeit an Geld zum „Schutz“ für allerlei Kriechtiere, Fledermäuse etc. investiert.

  • Sehr gut. Wer schon mal gesehen hat wie eine Straße aussieht wenn zigtausende zermantschte Kröten rumliegen weis wovon ich schreibe.

    • @thomas monk
      Nein, habe ich noch nie gesehen ! Dank an die vielen freiwilligen Helfer !Könnte es vielleicht sein, das Sie „Fahrradweg“ überlesen haben – nur so eine Idee.

  • Sind das geschlechtergetrennte Tunnel? Falls ja, warum nur 2?

  • Wildtierbrücken sind wenigstens was Vernünftiges. Ja, und sie kosten Geld.

  • Das ist doch ein richtiges Schnäppchen, wenn man an die Fahrradwege in Peru denkt! …Ironie off.

  • Finde ich sehr gut, endlich mal etwas für den Tierschutz.

    • @Mayer
      Endlich mal….im Ernst ?

      • Todernst

  • Konnte man keine Ampeln bauen für die Amphibien?🤣🤣🤣
    Ich frag mich nur was das für Amphibien sind🤔

  • Für dasselbe Geld hätte man eine Person beschäftigen können, die die Amphibien über die Straße trägt und ihnen dabei etwas vorsingt. Und das 20 Jahre lang.

  • Ein paar Weißbleche und ein Loch
    Lieber Rhein -Neckar Landkreis wenn ihr nochmals so etwas benötigt ,ruft mich an.
    Ich mache das Ganze für die Hälfte.
    Wäre mal zu prüfen ob nicht zufälligerweise der Erbauer dieser Konstruktion
    der Schwager von der Schwester des Auftagvergebers ist.
    Ohne in diesem Fall jemanden etwas unterstellen zu wollen.

    • ein aehnlicher verdacht kam mir auch.
      irgendjemand hat da wohl mitgeschnitten.

    • „Ich mache das ganze für die Hälfte“

      Fossilfrei?–Mindestlohn?–Lieferkettensorgfaltsgesetz?
      Grüner Strom? Wärmepumpe?
      Ohne soziale Medien-Nutzung?
      Ohne Schwarzarbeit?
      Vesper vegan-zuckerreduzierter Kaffee mit Hafermilch?
      Bereit bis 70 zu arbeiten?
      Unisex-Toiletten in der Werkstatt?
      Flinta-Rückzugsräume für Frauen?
      Zivilgesellschaftliches Engagement?

      Bullshit !
      Das schafft man nicht für die Hälfte …….

      • Danke für Ihre sicht der Dinge.

  • Finde ich sehr gut. Endlich mal etwas für die Tierwelt!

    • @Mayer
      Niemand hat etwas gegen Tierschutz, wenn er vernünftig gemacht ist. Aber einen Millionenbetrag für einen Hamstertunnel / Betonrohr unter einem Radweg ???
      Ist da nicht ein wenig was verrutscht ?

      • da ist ganz sicher was verrutscht.
        der tunnel ist ja nicht das problem.
        die frage ist doch, warum das derart teuer ist.
        in welchen taschen versickert das geld ?
        wer oder welche NGO verdient sich da wieder ein zubrot ?

      • Ja ist es, zweifellos. Trotzdem, lieber für Tiere als für……

  • Ich glaube hier sind nicht viele Tier-und Naturfreunde unterwegs. Allerdings ist Apollo News ein politisches Online Magazin und darum verständlich.

  • Kröten wandern wie sie wollen dafür muss kein Geld verpulvert werden.

  • Solche Projekte sind kein Einzelfall.
    für das Geld hätte man ein Mehrfamilienhauses bauen können.
    Aber dann wären die Taschen der Beteiligten leer geblieben.

  • Werden da die EU Würmer angesiedelt?

  • Amphibien sind vom Aussterben bedroht, ganz anders als Rechtspopulistische Empörungs-Süchtige.

    • Der Name ist Programm und da meine ich nicht Rainer.

      • hast dich wohl angesprochen gefühlt Schmidtchen?

  • … und wie immer, kein einziger Radfahrer muss dafür bezahlen. Radfahrer bekommen alle Wege, Straßen, Brücken und Parkhäuser für umsonst. Wenn jeder Radfahrer 900,- Euro/Jahr zahlen würde, dann könnten wir bereits in zehn Jahren alle Straßen komplett umbauen und den Radverkehr vom restlichen Verkehr, vor allem den Bürgersteigen!!!, trennen.
    Das alles setzt voraus das die Fahrräder endlich amtlich erfasst werden und mit Nummernschildern versehen werden. Aber man will das asoziale Verhalten der Radfahrer nicht gefährden. Erst gestern kam mir so ein Fahrradn… unter. Zuerst parkte er sein Fahrrad auf dem Fahrweg, dann missachtete er ein Durchfahrt verboten Schild und fuhr mich fast um, um dann Konsequent entgegen der Fahrtrichtung zu fahren, obwohl groß (mit drei Schildern u.a. 237) ausgeschildert ist das die andere Straßenseite zwingend zu nutzen ist.

    • Ich finde zu Fuß gehen sollte auch endlich was kosten. Versicherungsschutz, Kennzeichen hinten und vorne und Besteuerung wegen diese methane. die Ausstoßmenge wird jährlich über den Bräunungsgrad des hinteren Kennzeichens ermittelt. Berufliche Geher benötigen aber einen Fartschreiber

      Und rennen in Fußgängerzonen muss endlich verboten werden – das könnte man dann auch gleich blitzen…

      • Danke für ihren hoffentlich ironisch aber unterirdischen Kommentar. Seit wann hat ein Fußgänger Räder und bewegt sich auf einer Fläche die extra nur für ihn geschaffen wurde? Wo haben Sie jemals einen Fußgänger gesehen, der wie ein Panzer andere Verkehrsteilnehmer platt fährt? Nach Ihrer Logik müsste man die KfZ-Kennzeichen und Versicherungen sofort abschaffen. Aber danke für den Hinweis, TüV und Versicherungspflicht kennen die Radfahrer auch nicht.

        • Die Fußgänger verursachen durch den Abrieb ihrer Schuhsohlen exremen Feinstaub und machen die Sohlen dünn, was wieder bedeutet neue Schuhe mit Plastiksohlen, und dann geht das mit der Mikroplastik immer so weiter.

          3
    • Ach, wie langweilig.

      Der übliche „Radfahrer zahlen keine Steuern“ -Pawlow.
      Was schon sachlich nicht stimmt, weil fast jeder Radfahrer mitbezahlt, denn die haben fast alle auch ein Auto, sofern volljährig. Und zahlen, selbst wenn sie ihre Karre kaum nutzen, genauso viel für die von Dauerautobewohnern massiv mehrgenutzten Autobahnen. Wie ungerecht…

      Aber wie sagte schon Pispers: wenn das Feindbild stimmt, bekommt der Tag Struktur, gelle ?

      • Danke, dass Sie an Volker Pispers erinnern! Mein Lieblingskabarettist.

    • schleich dich Schmidtchen!

    • Stimme Ihnen insoweit zu, dass ich das Verhalten vieler Radfahrer oft als rücksichtslos empfinde, als gälten keinerlei Regeln für sie. Und hier sind VOR ALLEN ANDEREN diese elendigen Lieferdienste zu nennen, die seit einigen Jahren den Leuten ihr Fressen nach hause bringen. Diese sind hier in der Stadt mit brutal aussehenden, dick bereiften Elektrorädern unterwegs, die in Größe und Beladung eher an Motorräder erinnern, und für die anscheinend keine, aber auch wirklich keine Regeln zu gelten scheinen: Bürgersteige, rote Ampeln abkürzen, gegen den Verkehr, Fußgängerzonen, alles ganz egal.

  • Pffff- Peanuts

    In Hessen in Gustavsburg wurden für die Untertunnelung einer vormaligen Gleisüberquerung alleine für den separaten Rad-und Fußweg laut allwissender Müllhalde so um 45 Mio € verbuddelt. Und das Beste daran: die Unterführung unterführt nur den ersten Schienenstrang und endet unmittelbar vor einer 2ten (Güterzug-)Gleisüberquerung. Wo man aber nur gelegentlich mal 15 min verharren muss….

    Aber hey. wir sind doch bekanntlich ein reiches Land, wir können es uns leisten, Geld säckeweise aus dem Fenster zu werfen.

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