Österreich
Wegen Pleitewelle: Lohnschutz-Fonds kurz vor finanziellem Kollaps
Der österreichische Insolvenz-Entgelt-Fonds, der Arbeitnehmer bei Unternehmensinsolvenzen absichern soll, rutscht wegen steigender Firmenpleiten und schwacher Konjunktur in eine Finanzierungslücke von rund 160 Millionen Euro.
Der österreichische Insolvenz-Entgelt-Fonds hat mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dem Kurier zufolge steht man vor einer Finanzierungslücke in Höhe von etwa 160 Millionen Euro. Der Fonds wird vor allem dann relevant, wenn Arbeitgeber insolvent werden und ausstehende Ansprüche von Beschäftigten – etwa Löhne, Urlaubsersatzleistungen oder Abfertigungen – nicht mehr bedienen können.
Hintergrund der aktuellen Entwicklung beim Insolvenz-Entgelt-Fonds ist insbesondere die schwache Konjunktur in Verbindung mit einer steigenden Zahl von Unternehmensinsolvenzen. Während zu Jahresbeginn noch ein Überschuss von rund 385 Millionen Euro ausgewiesen wurde, prognostizieren Berechnungen bis Ende 2026 einen Rückgang auf lediglich etwa 30 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt über einen Arbeitgeberbeitrag, den sogenannten IESG-Zuschlag zur Arbeitslosenversicherung.
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Dieser war Anfang 2022 unter dem damaligen Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) von 0,2 auf 0,1 Prozent der Beitragsgrundlage reduziert worden. Die Maßnahme wurde seinerzeit als Entlastung bei den Lohnnebenkosten bewertet, erweist sich nun jedoch als haushaltspolitische Belastung. Nach Angaben des Arbeitsministeriums, das derzeit von der SPÖ geführt wird, ist für das Jahr 2027 mit Ausgaben von rund 350 Millionen Euro zu rechnen. Dem stehen Einnahmen von lediglich etwa 162 Millionen Euro gegenüber.
Zur Deckung der Differenz kommen sowohl eine Kreditaufnahme als auch eine Anhebung des Zuschlags in Betracht. Eine Rückkehr zum früheren Satz von 0,2 Prozent würde nach aktuellen Schätzungen die fehlenden Mittel weitgehend ausgleichen. Vor allem die ÖVP und auch die Neos wollen eigentlich an der Senkung der Lohnnebenkosten festhalten. Derzeit beträgt der durchschnittliche Zuschlag etwa 54 Euro pro Arbeitnehmer jährlich und könnte sich bei einer Verdoppelung auf rund 108 Euro erhöhen.
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Wäre interessant zu wissen, wie viel von den Insolvenzen in Österreich auf die Welt-Konjunktur, auf EU-Gesetzgebung z.B. wegen des Green-Deals, auf den schwächelnden großen Nachbarn Deutschland oder auf die eigene österreichische Wirtschaftspolitik zurückzuführen sind.
folgende Reihenfolge beantwortet aus meiner Sicht Ihren Anspruch auf Analyse der Ursächlichkeiten:
die EU (GreenDeal),
Deutschlands Konjunktur,
österreichische Wirtschaftspolitik (etwas abgefedert durch günstige Energie und Subventionen aus Deutschland), Weltkonjunktur, die mit Blick auf China blüht;
Österreichs Wähler verhindern doch seit Jahrzehnten erfolgreich (analog zu Deutschland) die FPÖ. Jetzt bitte nicht beklagen daß die Wirtschaft am Boden liegt.
da kickl ich mir das Kinn raus…
Die hätten einen bekannten ehem. deutschen Wirtschaftsminister fragen sollen wie das funktioniert, dass die nicht gleich insolvent sind 💡
Klingt wie „Finanzkrise“ vor knapp 20 Jahren:
Heisst, entweder darf der Steuerzahler ran, oder die Fonds werden „systemrelevant“ und ihre Einzahler bekommen nix, oder die Fonds werden abgewickelt wie ihre Einzahler …..
Willkommen im Versicherungswesen.
In vielen Ländern Europas steigt die Arbeitslosigkeit, 23% der Finnen unter 25 sind arbeitslos.
Eine Statistik wo europäische Länder leider führend sind unter den OECD Ländern.
https://www.zerohedge.com/economics/finland-spain-have-highest-unemployment-rates-japan-lowest
Garkein Problem, sind ja noch Milliarden für die Ukraine da. Ach ja richtig, die sind von uns, aber nicht für uns.
Tja, auch Österreich ist genauso falsch unterwegs wie Deutschland. Statt Bürger und Wirtschaft zu entlasten, damit es erst gar nicht so weit mit dem Niedergang kommt, versucht man, den Niedergang zu verwalten.
Jedwede sozialistische Idee ist am Ende dumm und wird scheitern. Und hat trotzdem immer genug dumme Anhänger, die glauben, dass so etwas der richtige Weg ist und sie wählen ihren eigenen Niedergang.
Sie tauchen im jeden Forum und in jeder Kommentarspalte auf und faseln ihren Zersetzungskram von den reichen Kapitalisten herunter, denen man nur etwas wegnehmen muss, damit alles besser wird. Wenn sie nicht so unfassbar ungebildet wären (die Anitfa und die Omas lassen grüßen), wüssten sie, dass so etwas noch niemals in der Geschichte funktioniert, sondern immer in den Untergang geführt hat.
… bis dann nichts mehr geht, ging‘s den Sozialisten dann aber schon besser …
FJS: „… würden die Sozialisten die Sahara verwalten, geschähe 10 Jahre nichts, dann ginge ihnen der Sand aus.“
Erst wenn Beamte, Bürgergeldempfänger und der öffentliche Dienst kein Geld mehr bekommen, werden sie klug!
Der Tag bei dem auch bei uns die Kassen leer sind, ist nicht mehr weit weg!