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München

Wegen „FC Bauern Hurensöhne“: Polizei durchsucht Wohnung eines Fußballfans

Wegen eines Schmähbanners gegen den FC Bayern München haben vier Kriminalbeamte die Wohnung eines Fußballfans durchsucht und elektronische Geräte beschlagnahmt.

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Wegen dieses Schmähbanners gegen den FC Bayern München wurde die Wohnung eines 1860-Fans durchsucht.

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Wegen eines Schmähbanners gegen den FC Bayern München haben Kriminalbeamte die Wohnung eines Anhängers des Stadtrivalen TSV 1860 München durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten Computer und elektronische. Zuvor hatte der FC Bayern München AG Strafantrag wegen Beleidigung gegen Unbekannt, wie die Bild berichtet.

Auslöser war eine Aktion von 1860-Fans bei der Meisterfeier des FC Bayern am 17. Mai. Anhänger des Klubs hatten eine 180 Quadratmeter große Plane auf den Münchner Marienplatz geschmuggelt. Darauf war neben dem Vereinslogo die Aufschrift „FC Bauern Hurensöhne“ zu lesen. Das Banner wurde vor laufenden Kameras zwischen den feiernden Bayern-Fans ausgerollt und sorge in den sozial Medien für Spott und Hohn.

Zunächst hatte der FC Bayern angekündigt, auf eine Strafanzeige verzichten zu wollen. Vereinspräsident Herbert Hainer sagte damals sogar: „Leider können sich unsere Fans nicht revanchieren, denn so schnell wird es bei 1860 keine Meisterschaft zu feiern geben.“

Erst keine Anzeige, dann Hausdurchsuchung

Im Juli stellte die FC Bayern München AG dann doch Strafantrag, wie der Verein gegenüber der Bild bestätigte. Auf Grundlage eines Eilbeschlusses des Amtsgerichts München durchsuchten daraufhin Kriminalbeamte die Wohnung eines verdächtigen 1860-Fans. Sie suchten unter anderem nach Chatnachrichten, Kaufbelegen und Überweisungen, die Rückschlüsse auf die Planung der Aktion ermöglichen könnten.

Zuvor hatten die 1860-Anhänger die Rückgabe des beschlagnahmten Banners verlangt. Die Fanorganisation „Blaue Hilfe 1860“ hatte die Herausgabe nach Informationen der Bild bereits mit den Behörden vereinbart. Doch vor der Übergabe stellte der FC Bayern den Strafantrag – laut Bild auch deswegen, um zu verhindern, dass das veränderte Logo erneut in Umlauf kommt. Zudem wolle man Verunglimpfungen des eigenen Vereinswappens grundsätzlich nicht hinnehmen.

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Anwalt kritisiert Münchner Justiz

Der Rechtsanwalt des Beschuldigten, Sebastian Wagner, hält die Ermittlungen für unbegründet. „Das geschilderte Verhalten erfüllt keinen Straftatbestand. Bei der FC Bayern AG handelt es sich auch nicht um ein beleidigungsfähiges Kollektiv“, erklärte er gegenüber der Bild. Auch die Hausdurchsuchung kritisierte Wagner scharf: „Man gewinnt den Eindruck, der FCB sagt ‚hüpf‘, und die Münchner Justiz fragt ‚wie hoch?‘“

Ob die Aktion tatsächlich eine strafbare Beleidigung darstellt, ist rechtlich umstritten. Juristische Personen können grundsätzlich beleidigungsfähig sein. Entscheidend ist unter anderem, ob sich die Äußerung gegen einen hinreichend abgrenzbaren Personenkreis richtet beziehungsweise die Voraussetzungen für den Ehrschutz der juristischen Person erfüllt sind.

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46 Kommentare

  • Bei Böhmermann werden Leute mit einem LKW überrollt und es passiert nix. Hier wird mal Satire wirklich gelebt und die Staatsmacht greift ein. Wo leben wir denn?

    • ICE ganz kurz geantwortet In einer Bananenrepublik

  • Die Anzeige von Bayern ist völlig überzogen, ganz zu schweigen von der Justiz. Wie viele Anzeigen müsste es in anderen Derbys aufgrund von Schmähplakaten geben. Souveränität seitens der Bayern hätte man hier eigentlich erwarten müssen.

    • Hausdursuchungen sind so inflationär wie Preisverleihungen, und haben den selben Wert, nämlich keinen. Beide sind missbräuchlich.

      • Selbstverständlich haben Hausdurchsuchungen einen Wert! Sie sind zwar meistens unverhältnismässig und daher ungesetzlich, aber dienen der Einschüchterung!

  • 1860 München ist der einzig wahre Fußballverein aus München

    • @TrachtlerSelbstverständlich – wer denn sonst???

      • @Toni wollte es nur nochmal klarstellen 😉

    • @Trachtler, gibt es noch einen höherklassischen Verein in München?
      Dynamische Grüße!

    • Mir ist die Spielvereinigung Unterhaching sympathischer.

  • Köstlich die 60er.

  • Uli H. fühlte sich wohl angesprochen.

    • Uli H. , wie, ist der etwa wieder aus dem Knast raus?

  • Einmal Löwe – immer Löwe!

    • einmal Tiger – immer Tiger

    • ja, immer schön vorsichtig. Unser Sodel Blödel passt gut auf🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

      • Der war, bevor er nach der Macht als MP griff, nachweislich Fan vom FC Nürnberg!

  • Eigentlich müsste dem Beschuldigten ein Orden verliehen werden!

  • Ich bin (noch) FCB Fan.
    Aber langsam und sicher entfernt sich der Verein von mir.

    Und diese Aktion der 60er war doch lustig! Da haben sich die blauen was einfallen lassen und eine logistische Meisterleistung vollbracht.

  • Der Spruch gehört doch im Fußball zum Kulturgut

  • Absolut übergriffig und unangemessen. Welcher Richter unterschreibt sowas.

  • Nix zu tun sonst für die Polizei?

  • Gilt die Meinungsfreiheit nicht in Söder-Land?

  • Staatsverein. Staatsmacht.

  • Es geht halt um sehr viel Geld, Werbeeinnahmen, Millionen, Milliarden. Da ist Rufschädigung teuer.

    Die Fußballspiele 1982 mit Karl-Heinz-Rummenigge und Paul Breitner waren noch andere Zeiten. Man bräuchte eine Zeitmaschine, um aus dem heutigen Albtraumland herauszukommen.

  • Kann alles nicht wahr sein. Bin früher zum FC gegangen. Die Fans mussten durch doppelte Polizei Phalanx getrennt werden. Auf dem Weg von Müngersdorf in die Stadt brachten die Fans Straßenbahnen zum Entgleisen. Ich sag Euch: Das war das Salz in der Suppe. Da wurden keine Wohnungen durchsucht.

  • Und Hoeneß ist ja auch kein echter Münchner, kommt aus Ulm und ist somit Schwabe 😉

  • Irgendwie hält mich die Vorstellung aufrecht, dass solche Richter einmal wegen 431 StgB unter Anklage gestellt und eingebuchtet werden.

    • Achtung, vorher fällste um, bumm, päng

  • FC Bauern sind wirklich Bauern, hätten sie Größe dann hätten sie einfach darüber gelacht wie die Meisten 😉

    • @Trachtler: Hoeneß ärgert sich schon seit Jahrzehnten, dass in der Stadt München die Löwen einfach beliebter als die Bayern sind. Und darüber, dass die Fans eine Bindung an den TSV 1860 haben, von der man beim FC Bayern nur träumen kann.

  • Als Bayern-Fan kann ich das nur begrüßen! Man muss sich als Verein nicht alles gefallen lassen.

    -25
    • @Curg4n: Sind Sie Uli Hoeneß?

      • Ups erwischt 😀

        • @Curg4n: War einfach … 😂

          3
    • Bist du auch ein Bauer?

      • Nein, die stolze bayerische Eiche, die es nicht im geringsten stört, dass sich das Borstenvieh dran wetzt!

        • Offensichtlich stört es die doch so stolze Eiche schon. Die Aktion der 1860er scheint gelungen.

          12
    • Ist das der Verein mit dem vorbestraften Knacki?

    • Was bist du Denn für Den Verein? Ein Zahlendes Mitglied, oder Ein Fan, der selbst sonst nichts im Leben zu Bieten hat?

  • Hurensöhne ist nichts ehrenrühriges.
    Es gibt der Ort Hure (https://de.wikipedia.org/wiki/Hure_(Gironde)) und dort werden auch sicherlich Jungen geboren, also Hurensöhne.

    Also warum sollte im FC Bauern nicht Söhne aus Hure spielen.

    Ach in dem Ermittlungsverfahren wäre ich gerne Anwalt des Beschuldigten. Ich würde mich kaputt lachen.

  • Ob das was damit zu tun hat, dass München von einem grünen Uhrensohn regiert wird?

  • „Wegen „FC Bauern Hurensöhne“; wieso sind gerade Bauernsöhne; Hurensöhne“? Meinen die vielleicht den FC Bayern? Man weiß ja nie woher die Söldner kommen; oder?

  • Das darf man nicht gegen die „Bayern-Sozen-Millionäre“ verwenden! Es darf aber gegen eine Frau einer anderen Partei, im Studio als „Nazi-Schlampe“ umschrieben werden. Aber wehe es geht gegen den „Tausend fachen“ deutschen Meister an! Ich kann mich nur noch erbrechen ob der Moral in dem Land.

  • im Namen aller Landwirte deren Mutter als Prostituierte gerabeiten hat ???

    • wie meinen Sie das ? im Namen der Mister und Melker ?

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