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Antisemitismus bei den Demokraten

Wegen arabischer Wählerschaft: Senatorin in Michigan muss sich für Israelreise entschuldigen 

Nach einer Israelreise muss eine Politikerin aus Joe Bidens Partei bei ihrer Basis um Vergebung bitten: Ihre muslimische Anhängerschaft war entsetzt darüber, dass sie den jüdischen Staat besuchte.

Während sich viele deutsche Medien gerne auf alle vermeintlichen Anzeichen von Extremismus bei den US-Republikanern stürzen, wird gerne ausgeblendet, dass es bei den regierenden Demokraten einen hart israelfeindlichen Flügel gibt, der immer wieder durch Antisemitismus auffällt. Ein jüngster Fall aus Michigan zeigt nun, wie tief der Israelhass in manchen Teilen der Anhängerschaft sitzt.

Die demokratische Senatorin Sylvia Santana aus Michigans Staatsparlament bekam das nun zu spüren. Eine Reise mit dem Zweck, die Region besser kennen zu lernen, brachte die arabisch-muslimische Gemeinde in Dearborn, einer Stadt in der Metropolregion Detroit, so in Rage, dass sich die Senatorin um Vergebung dafür bitten musste, überhaupt nach Israel gereist zu sein. 

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Sie wollte „keine Gefühle verletzen und hatte keine böse Absicht”, entschuldigt sie sich. Eine Reise nach Israel ist nun also nicht nur verletzend, sondern auch böse in den Augen ihrer Wählerschaft. Das lässt tief blicken. Es zeigt sich ein auch in Deutschland bekanntes Problem: Muslimischer Antisemitismus. 

Die größte Kritik an der Reise kam vom Herausgeber der Arab American News, ein Medium, das seit 1984 existiert und nach eigenen Angaben die größte arabisch-amerikanische Zeitung der USA ist: „Die Nachricht über Santana´s Reise nach Israel hat die arabisch-amerikanische Gemeinschaft, gelinde gesagt, geschockt und verärgert”. Der Herausgeber Osama Siblani fiel schon öfter mit offenen Antisemitismus auf. 

So organisierte er antiisraelische Kundgebungen und sprach sich offen für die Hamas aus. Die Terrormiliz Hisbollah bezeichnet er gar als Frieden- und Freiheitsbringer. Ebenfalls ist er der Vorsitzende der Congress of Arab American Organizations (CAAO), ein Dachverband der arabischen Gemeinden in den Vereinigten Staaten. Für Siblaini offenbar eine Bühne um seinen Judenhass kundzutun. Aus der arabischen Community in den Staaten erhält er dafür Applaus. 

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Antisemitismus-Problem ist in Partei nicht neu

Bei den US-Demokraten ist all das aber nichts neues. Gerade der linke Flügel der Partei im Kongress fällt immer wieder mit Antisemitismus auf. Die Abgeordnete Ilhan Omar sprach etwa davon, dass Israel die Welt „hypnotisieren“ würde. Es sind Wörter, die man sonst aus Zeiten des Nationalsozialismus kennt. Omar und auch Linken-Star Alexandria Ocasio-Cortez stehen der israelfeindlichen BDS-Bewegung nah, die sich für Sanktionen gegen den einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten einsetzt. 

In Dearborn, wo Senatorin Santana nun um wegen ihrer Reise um Vergebung bitten musste, ist es wohl kein ein Zufall, dass die Stadt ebenfalls im Wahlkreis der Abgeordneten Rashida Tlaib liegt. Tlaib hat ebenfalls Kontakte zu Arab American News-Herausgeber Siblani. Auch sie fiel durch Antisemitismus und Anti-Israel Propaganda auf. Tlaib und Omar zählen nicht nur wie Ocasio-Cortez zum linken Flügel der Demokraten, sie wurden auch beide breit medial dafür gefeiert, dass sie die ersten Muslimas im US-Kongress sind. 

Dieser Beitrag ist im Rahmen der Apollo Sommerakademie enstanden. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

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