Gesundheitsminister
„Vorteil, von außen auf die Dinge zu gehen“: Linnemann will Zahl der Krankenkassen drastisch reduzieren
Gesundheitsminister Linnemann will die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen von derzeit 93 auf höchstens 20 reduzieren. Hiermit wolle er Doppelstrukturen und Bürokratie abbauen.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hält an seinem Vorhaben fest, die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen deutlich zu senken. Statt der derzeit 93 Kassen soll es künftig höchstens 20 geben. „Davon nehme ich nichts zurück. Und jetzt bin ich Bundesgesundheitsminister, und jetzt habe ich Ende des Jahres eine Kommission, die einen Endbericht vorlegt“, sagte Linnemann der Bild am Sonntag.
Die Zahl der Krankenkassen ist bereits stark zurückgegangen: Während es 1970 noch rund 1800 gab, sind es heute weniger als 100. Befürworter weiterer Fusionen erwarten dadurch weniger Verwaltungsaufwand, weniger Bürokratie und weniger Doppelstrukturen. Darüber hinaus will Linnemann die medizinische Versorgung stärker steuern. Deutschland verzeichne jährlich etwa 1,5 Milliarden Arztkontakte. Das seien pro Kopf mehr als in jedem anderen Land.
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„Das heißt nicht, dass wir zu häufig zum Arzt gehen. Das Problem ist meines Erachtens die Steuerung“, erklärte er. Künftig soll eine erste Einschätzung erfolgen – etwa durch den Hausarzt oder per Video- und Telefonsprechstunde. Auch die Notaufnahmen sollen durch vorgeschaltete „integrierte Notfallzentren“ entlastet werden. Linnemann bezeichnete das deutsche Gesundheitswesen als eines der teuersten weltweit, zugleich sei es nicht ausreichend effizient. „Ich bin Ökonom. Vielleicht schadet das nicht, ist sogar ein Vorteil, von außen auf die Dinge zu gehen.“
Zudem kündigte der Minister ein härteres Vorgehen gegen Angriffe auf medizinisches Personal an. Er unterstützt Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren und plädiert für beschleunigte Verfahren. Geplante Kürzungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger will Linnemann verhindern. Rentenpunkte sollten erhalten bleiben. Der GKV-Spitzenverband und die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßten diese Position.
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„Es gibt Dinge, für die es sich lohnt, eine kompromisslose Haltung einzunehmen.“
Dietrich Bonhoeffer
Die NGOs und die Entwicklungshilfe deutlich zu reduzieren, würde auch enormes Sparpotential bringen. Auch eine Auflösung des Entwicklungshilfeministerium sowie anderer Ministerien der Bundesregierung birgt weiteres Sparpotential. Merz nach dem „Herbst der Reformen“, jetzt „historische Reformen“ angekündigt. Es werden aber nur weitere Steuererhöhungen und Sonderschulden kommen. Und länger arbeiten sollen die Bürger dann dafür auch noch zusätzlich.
@Juerge. Und für die Reduzierung von 93 auf 20 Krankenkassen und dem hereingehenden Stellenabbau, reklamiert dann Pinocchio als seinen Sieg für den Bürokratie-Abbau der Bundesregierung.
Meine günstige Ersatzkasse wurde enteignet ,daß wurde mir vom Sachbearbeiter bestätigt,
Ein weiterer Schritt in den Vollsozialismus. Was fehlt ist eine Krankenkasse die das Geld der Versicherten effizient mit geringem Personaleinsatz dafür einspart, wofür es tatsächlich da ist: Die Behandlung der Versicherten. Mit Kapitaldeckung und schlankerem Personalstand, wie bei privaten Krankenkassen, wäre die Situation deutlich anders. Aber es ist in der Gesundheitspolitik, wie in allen Politikfeldern, die Brandmauerparteien können Ihr Versagen nur noch verlängern und nicht mehr beheben. Das System wird irgendwann trotzdem pleite sein. Unser Sozialstaat ist nun mal ein Ponzi Schema, welches auf den verherrlichenden Namen „Generationenvertrag“ hört. Dazu kommt die Problematik, daß bei diesem Pomzi Schema auch Auszahlungen an Mitspieler getätigt werden, die keine Teilnahmegebühr entrichtet haben. Der Knall kommt, selbst wenn am Ende nur noch eine Monopolkasse übrig ist.
Die DDR.2 vollendet sich mit Riesen Schritten.
Schon bald gibt es eine einzige Volkseigene Krankenkasse!!!
Herr Loeffel, das war und ist gar nicht so schlecht.
Dieser vermeintliche Konkurrenzkampf zwischen den Kassen treibt die Kosten für die Versicherten hoch, weil jeder meint, besser sein zu müssen, um noch mehr Kunden anzulocken.
Wenn Sie richtig vergleichen, unterscheiden sich die Kassen kaum, allerdings sinkt bei einigen der Service für die Versicherten drastisch.
Also erst nachdenken…
@Critica träumt auch vom Sozialismus und der Überwindung des Kapitalismus. Sozialismus führt immer in die Armut.
Das habe ich auch zuerst gedacht…