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Kritik der Staatsanwältin

Untersuchungs-Bericht: Kommunikationsausfall während der Waldbrände in Hawaii 2023

Die verheerenden Waldbrände vom vergangenen August in Hawaii wurden angeblich vom Klimawandel verursacht. Tatsächlich war vor allem technisches und behördliches Versagen der Grund für die Verheerung. Jetzt kritisiert auch die Staatsanwältin Hawaiis das Krisenmanagement: Nach dem Kollaps des Funknetzes habe es keine Kommunikationsmöglichkeit gegeben.

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Ein neuer Untersuchungs-Bericht kritisiert das Notfallmanagement der Politik bei den verheerenden Waldbränden vom vergangenen August im US-Bundesstaat Hawaii. Nach der Katastrophe mit über hundert Toten waren viele Kontroversen entstanden: Ein führender Politiker hatte Löschwasser aus Umweltschutzgründen zurückgehalten, die Notfallsirenen blieben stumm und die Katastrophenwarnung per Mobilfunk blieb aus (Apollo News berichtete hier und hier).

Zu letzterem gibt es jetzt neue Erkenntnisse: Aus einem Untersuchungs-Bericht von Hawaiis Generalstaatsanwältin, Anne Lopez, geht hervor, dass ein Kommunikationsausfall das Handeln der Behörde stark erschwert.

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Lopez bemängelt, die Brände haben zum Zusammenbruch des Funknetzes geführt, die Einsatzkräfte und Sicherheitsbehörden konnten in der Folge nicht mehr über offizielle Kanäle miteinander kommunizieren und waren darauf angewiesen, den Austausch über persönliche Mobil- und Funkgeräte aufrechtzuerhalten.

Der Bericht kritisiert außerdem, dass nach dem Zusammenbruch des Funknetzes keine Alternative bestand, um Touristen und Anwohner vor den verheerenden Bränden zu warnen. Es war also schier unmöglich, Nachrichten oder Anrufe zu empfangen. Anderweitige Warnungen fanden nicht statt.

Bei den Wald- und Buschbränden auf den Inseln Hawaii und Maui starben im August des vergangenen Jahres 115 Menschen. Vor allem die Stadt Lahaina war fest in der Hand der Flammen. 900 Hektar Land verbrannten in und um Lahaina, auf Hawaii waren es weitere 600 Hektar. Tausende Menschen mussten fliehen, bis zu 2.700 Häuser wurden durch die Brände zerstört. Der Schaden beläuft sich auf circa sechs Milliarden US-Dollar (etwa 5,5 Milliarden Euro).

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