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Geschlechterpolitik

„Unauflösbarer Verdacht von Quotenfrauen“: Berliner Theatertreffen schafft Parität wieder ab

Das Berliner Theatertreffen wird 2027 die Beiträge nicht mehr nach einer Frauenquote auswählen. Als eines der Argumente wird angeführt, die aktuelle Trans-Politik würde den Gleichstellungsansatz unterlaufen.

Das Theatertreffen schafft die Frauenquote ab. (IMAGO/Funke Foto Services)

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Das Berliner Theatertreffen wird ab dem nächsten Jahr ohne Frauenquote auskommen. Das wurde am Sonntagabend zum Ende des diesjährigen Treffens kommuniziert. „Die neue Jury hat sich nach ausgiebiger Beratung entschieden, für die Festivalausgaben 2027 und 2028 ohne Frauenquote zu sichten und einzuladen“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung vom Sonntag.

Die Frauenquote wurde 2019 erstmals für die Festivalausgaben 2020 und 2021 eingeführt und danach für jedes weitere Sichtungsjahr von der jeweils amtierenden unabhängigen Jury neu beraten und beschlossen. Das Treffen, das jährlich die zehn bemerkenswertesten Theaterproduktionen aus dem deutschsprachigen Raum vorstellt, wurde dann so besetzt, dass mindestens die Hälfte der eingeladenen Stücke von Frauen oder überwiegend weiblichen Teams stammen musste.

Jury-Mitglied Jakob Hayner verteidigte gegenüber der Welt die Abkehr von dieser Praxis mit mehreren Argumenten. Die Quote habe der Jury „eine zwiespältige Rolle zugemutet, die sie nur erfüllen konnte, indem sie ihre eigenen zentralen Maßstäbe torpedierte“, sagte der Publizist. Außerdem nähre sie einen „unauflösbaren Verdacht von Quotenfrauen“, der bereits „über allen eingeladenen Arbeiten von Regisseurinnen“ liege.

Zudem verwies Hayner auf die aktuelle Trans-Politik: Mit der gesetzlich garantierten Selbstbestimmung der Geschlechtsidentität sei ein „konkurrierendes geschlechterpolitisches Paradigma etabliert worden, das den als binär geltenden Gleichstellungsansatz von Quoten unterläuft“. Im kommenden Jahr werde es daher „wieder uneingeschränkt um das künstlerisch Bemerkenswerte gehen, egal von wem“, so Hayner.

Das Berliner Theatertreffen 2027 findet vom 6. bis 23. Mai statt. Die eingeladenen Inszenierungen werden voraussichtlich im Januar bekannt gegeben.

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24 Kommentare

  • „Ohne Frauenquote“, das klingt verheissungsvoll.
    Wird dann überall wieder nach Qualifikation entschieden, so, wie das in der Zivilisation zu fulminanten Erfolgen geführt hat (vor 2005)?

  • Es steht zu befürchten, das sich eine künftige Migrantenquote in diesen Positionen manifestieren könnte.

    • Sie meinen bestimmt, eine Quote für indigene Germanen (bio deutsche).

    • Man fragt sich in dem Kontext, was die dort dann umsetzen sollten…

  • Herrlich! Sowas kann man sich überhaupt nicht ausdenken;-)

  • Super. Ein tolles Signal!

  • Wenn der Name „Berliner Theatertreffen“ nicht täuscht, wird es eh ein Treffen von Linken mit Ganzlinken und Nochlinkeren mit Stücken, die außerhalb der Woke-Blase null Relevanz haben. Wer die heiße Luft dann produziert, ist doch egal. Und wer zahlt, steht fest: Berlin direkt, Bayern über den Länderfinanzausgleich.

  • Dann wird es eine Frauenquote durch die „HinterTüre“ geben. Garantiert !

  • Endlich werden die Menschen wieder vernünftig – oder irre ich mich?

    • Nicht den Tag vor dem Abend loben.

  • Mal sehen, wann das erste „Enz“ dagegen klagt…

  • Manchmal lernen sie es von alleine. Ich befürchte aber schon eine kommende Transquote. – Übrigens: Auch hier sollte man diese Linke-vs.-Linkeste-Veranstaltung umgehend von Steuergeld befreien.

  • Jetzt haben sie es endlich kapiert.

  • Zu spät.
    Konsequenterweise müssten alle weiblichen und queer Einstellungen der letzten Jahrzehnte nochmal annuliert und neu nach LEISTUNG ausgeschrieben werden.

    Ansonsten müssen sich alle jetzigen Frauen und Queeren dort lebenslang anhören, dass sie nur wegen der Quote dort arbeiten und das absolut nichts mit Skill zu tun hat.

  • Das ist sowas von typisch DEUTSCH! Es ist beschämend!
    Es kommt doch nicht auf ein Ergebnis mit Frauenquote an — sondern ob die Auswahljury paritätisch besetzt ist! :-))

    • Seit ca. 36 Jahren wird eine Politik um die Frauenquote entfaltet, mit bescheidenen oder schlimmen Ergebnissen! Ich bin der Einzige in Deutschland, der eine paritätische Besetzung von Bewerberauswahl-Ausschüssen empfiehlt! Notfalls muss eben die Putzfrau mit abstimmen! —Und bei Jurys muss es auch so sein!

  • Theater+Frauen
    Ein recht interessanter Artikel heute bei Nius:
    https://nius.de/politik/frauen-aus-diesen-laendern-krimineller-als-deutsche-maenner
    Frauen aus diesen Ländern sind krimineller als deutsche Männer
    Die Zahlen des Bundeskriminalamts beweisen, dass Ausländer deutlich häufiger tatverdächtig sind als Deutsche. Besonders bemerkenswert: Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik von 2025 sind selbst Frauen aus Ländern wie Syrien, Irak, Serbien, Rumänien oder Bulgarien krimineller als deutsche Männer. Heißt das Problem also doch nicht Mann, sondern Migration?

    Vor diesem Hintergrund erscheint das ganze links-feministische Geschwafel von „toxischer Männlichkeit“ wie ein Schmierentheater.

  • Wird auch Zeit das Können, Qualifikation und Kreativität wieder über Amateure gestellt wird! Das Geschlecht hat mit Können gar nichts zu tun! Zahlende Kunden sollen wieder Qualität bekommen, anstatt eine Quote. Aber mal schauen ob hier standhaft geblieben wird, oder bei linken Shitstorm und Demos eingeknickt wird.

  • Genau. Kaum sind die Feministinnen in der Mehrheit, kommt man damit, um die Macht nicht wieder abgeben zu müssen…

  • Welche bahnbrechende Erkenntnis.
    Qualität statt Quote.
    Oder hatte er Angst, das am Ende nur Personen mit Penis (davon 50% Frauen) eingeladen werden?

  • Vielleicht geht ihnen ja auch nur das Auszeichnungsmaterial aus, wenn man sich nicht dauerhaft lächerlich machen will und einen für jeden erkennbaren Mist auszeichnet oder es gibt schlichtweg nichts.
    Manchmal ist die Wahrheit einfacher als man denkt.

  • Hayners Satz zur Trans-Thematik würde ich direkt mal mit einer von diesen 10.000€-Strafen belegen. Die Verklausulierung ändert nichts daran, dass nach Hayers Dafürhalten Transidentitäten nicht ernstzunehmen sind.

  • …. alles total Bekloppte, intellektuell unterste Schublade.

  • Weg mit dem Quoten-Emanzen!

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