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Plötzlich zweitstärkste Kraft

Trotz oder wegen Flugblatt-Jagd auf Aiwanger: Freie Wähler gewinnen in Umfrage

„Schülerehre" und Nibelungentreue kommen in Bayern wohl gut an: Trotz Trommelfeuer aus Politik und Medien gewinnen Hubert Aiwanger und seine Partei in der Wählergunst. Die Freien Wähler sind jetzt zweitstärkste Kraft im Freistaat.

Im neusten INSA-Meinungstrend für Bild verlieren mehrere Parteien in der Wählergunst an Zustimmung. Nur eine Partei gewinnt – die Freien Wähler. Die Partei von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kommt aktuell auf 15 Prozent, legt damit vier Punkte im Vergleich zur letzten Erhebung zu. Damit ist sie jetzt zweitstärkste Kraft im Freistaat. „Die Vorwürfe gegen ihren Spitzenkandidaten und Vorsitzenden Hubert Aiwanger haben den Freien Wählern offensichtlich genutzt“, meint INSA-Chef Hermann Binkert zur Bild.

Grüne und SPD, die ganz maßgeblich die Kampagne gegen Aiwanger anstachelten, verlieren hingegen. Die SPD unter ihrem blassen Spitzenkandidaten von Brunn kommt auf schlappe neun Prozent und verliert am stärksten. Die Grünen pendeln sich mit 14 Prozent auf gleicher Höhe wie die AfD ein. Auch die CSU verschlechtert sich mit einem Punkt minimal auf 37 Prozent. Für Söder und die Christsozialen eine Klatsche: Mehr als 40 Prozent ist das erklärte Ziel der Dauer-Regierungspartei im Freistaat. Ein solches Ergebnis würde intern wohl als Niederlage gewertet werden.

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Klar ist: Die Flugblatt-Kampagne hat „Hubsi“ und seinen Freien Wählern nicht geschadet – wahrscheinlich haben sie ihnen sogar Sympathien eingebracht. Nibelungentreue und Schülerehre: Das kommt in Bayern wohl gut an.

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