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Teils nur 18 Euro

Milliarden für Netzentgelte: Ersparnis bleibt deutlich hinter Versprechen der Bundesregierung zurück

Die Bundesregierung will die Netzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro bezuschussen. Dadurch sollen Privathaushalte rund 100 Euro bei den Stromkosten sparen. Doch eine neue Berechnung der Verbraucherzentrale zeigt: Die Einsparungen betragen teilweise nur 18 Euro.

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Die Grünen-Politikerin Ramona Popp leitet die Verbraucherzentrale Bundesverband. (imago/snapshot)

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Die Bundesregierung wollte die vier größten Netzbetreiber mit 6,5 Milliarden Euro bezuschussen. Dadurch sollten Privathaushalte mit einem Verbrauch von 3.500 kWh rund 100 Euro Stromkosten im Jahr sparen, kündigte die Regierung an. Doch eine neue Berechnung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt, dass diese Ankündigung wahrscheinlich nicht eingehalten werden kann.

Denn laut der Berechnung des Verbands werden im Durchschnitt lediglich 56 Euro eingespart. In einigen Regionen lag das Einsparpotenzial sogar bei nur 18 Euro. „Die Bundesregierung kommt ihren eigenen Zusagen nicht nach. Für die meisten Haushalte bleibt die versprochene Entlastung beim Strom ein leeres Versprechen“, kritisiert die Vorständin Ramona Pop in einer Pressemitteilung.

Bei der durchschnittlichen Einsparung werden die Netzentgelte um 15 Prozent oder 1,6 Cent reduziert. Lediglich bei einem der 25 untersuchten Netzbetreiber gab es Einsparungen von über 100 Euro. Davon würde zum Beispiel Mainz profitieren. In Rostock würden hingegen nur 18 Euro eingespart werden. Angesichts dieser regional ungleichmäßigen Verteilung und der geringen Einsparung spricht sich die Verbraucherzentrale für eine Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß von 0,1 Cent pro Kilowattstunde aus. In Deutschland beträgt die Stromsteuer 2,05 Cent pro Kilowattstunde.

Die Absenkung würde dazu führen, dass Haushalte bundesweit bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden 68 Euro einsparen könnten. Würden zusätzlich die Strompreisumlagen gesenkt, könnte es für einen Durchschnittshaushalt Einsparungen von 171 Euro geben. Die Bundesregierung wird ermahnt, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zu erfüllen, wonach die Stromkosten um mindestens fünf Cent pro Kilowattstunde für Unternehmen und Verbraucher gesenkt werden sollen.

Für 600.000 Unternehmen in der Industrie und Landwirtschaft wurde die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß herabgesenkt. Dadurch sollen große und mittelständische Unternehmen entlastet werden. „Die Bundesregierung will die Energiepreise weiter senken, muss aber auch den Haushalt konsolidieren. Um die Stromsteuer ebenfalls für private Haushalte zu senken, wären also entsprechende Spielräume im Haushalt erforderlich“, schreibt die Regierung auf ihrer Webseite.

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8 Kommentare

  • „Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter.“

    • Das ist Jammern auf höchstem Niveau

      -15
      • das verstehen die Wenigsten hier – es geht uns doch wirklich gut in Deutschland

  • Die Haushalte sollen ja auch nicht wirklich sparen.
    Sie müssen nur glauben, das sie sparen würden.

  • Energieversorgung gehört in staatshand! Also wenn ein richtiger Staat existiert.

  • Was will man von dem größten Lügenverein der Welt auch anderes erwarten.

  • Werden wir denn nur noch verarscht?
    Wann jagen wir diese Staatsversager zum Teufel?

    • Wenn es Karten für den Bahnsteig gibt. Also nie

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