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Migrations-Bullerbü

„Toubab“: ZDF zeigt Film über homosexuelle Scheinehe krimineller Migranten

Im ZDF läuft ein Film, der von der Kritik gelobt wird - doch mit der Realität hat er nichts zu tun. Der Streifen benebelt seinen Zuschauer mit haarsträubendem Kitsch, der nicht nur die Folgen von unkontrollierter Migration verharmlost, sondern Ausländer-Kriminalität geradezu romantisiert.

Jung, dynamisch, aber nicht erfolgreich. Das ist Babtou. Der Protagonist des neuen Fernsehfilms „Toubab“ ist ein Krimineller. Frisch aus dem Gefängnis entlassen, wird er einem Polizisten gegenüber tätlich – diesmal droht ihm die Abschiebung. Die Ausländerbehörde hat absolut kein Mitgefühl für den in Deutschland geborenen Senegalesen übrig; generell wird alles, was irgendwie deutsch ist, ziemlich unrühmlich, spießig, teilweise gar abwertend und ausländerfeindlich dargestellt: Hupende Autofahrer – Babtous kriminelle Bekanntschaften hatten zur Feier seiner Entlassung kurzerhand die Kreuzung blockiert –, unliebsame Behörden und asoziale Freunde. Um in „Toubab“ gut auszusehen muss man entweder schwanger, farbig oder irgendwie Teil der queeren Szene sein. Paradoxerweise ist der Film nicht nur meistens total unlustig, sondern auch noch diskriminierend.

Babtous einzige Hoffnung ist nämlich eine Scheinehe. Nachdem er alle ehemaligen Liebhaberinnen abgeklappert hat, bleibt ihm nur noch Janine. Zuvor noch von Babtou und dessen besten Freund Dennis als „heavy weight“, also Schwergewicht, diskriminiert, verpasst Janine dem verzweifelten Babtou einen dicken Korb – und filmt das ganze auch noch. Ach ja, die unliebsamen Deutschen. Warum Babtou, der sich selbst als Deutscher sieht, keinen deutschen Pass besitzt, wird übrigens nicht geklärt. Seine Eltern kamen als Asylsuchende nach Deutschland, wo auch ihr Sohn das Licht der Welt erblickte. Warum der Junge sich während seines 25-jährigen Aufenthalts nicht mit deutschen Papieren ausstattet, ist ein Mysterium.


Kleinganoven werden homosexuell

Es folgt der absurde Plot der ganzen Komödie: die Scheinehe zwischen Babtou und Dennis. Dass kriminelle Kreise im arabischen Milieu oft homophob sind – egal. Aber absurd ist sowieso vieles am Film von Florian Dietrich. Es folgen drei Sequenzen, die fast schon verstörend aneinander gereiht sind. Denn auf den Kuss beim Standesamt zwischen Babtou und Dennis, die das Wort „Schwul“ zuvor nur als Beleidigung kannten, folgt in Sekundenschnelle die nächste Szene – im Stripclub. Denn wo sonst feiern homosexuelle Paare ihre Eheschließung? Weitere fünf Sekunden später dürfen wir Dennis nach einem unverhofften Szenenwechsel beim Erbrechen im heimischen Bad beobachten. Seine Freundin gesellt sich dazu, dass diese schwanger ist, weiß Dennis da noch nicht.

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Doch es scheint alles nach Plan zu laufen, Babtous Wohnung ist dekoriert wie die LQBTQ-Abteilung eines amerikanischen Supermarktes, die Befragungen der Ausländerbehörde bestehen die beiden mit Bravour und auch mit seiner Nachbarin, einer „Kampf-Lesbe“, wie Babtou selbst sagt, entsteht ein freundschaftliches Gefüge. Babtou wird selbst zum Regenbogenmann. Infolgedessen ist der Film von Partys und Drogengenuss gezeichnet. Jeder Durchschnittsbürger geht arbeiten – Babtou lebt aber in seiner Parallelwelt, gezeichnet vom Kampf ums Überleben und dazu ist ihm jedes Mittel recht.

Doch der Coup fliegt auf: Während seiner Passausgabe spielt die Ausländerbehörde Babtou den Mitschnitt von Janines Korb vor. Die Sache ist klar, Babtou wird verhaftet und abgeschoben. Dennis besucht seinen lethargisch gewordenen Freund im Senegal und überbringt diesem ein Geschenk der von Babtou liebgewonnenen „Kampf-Lesbe“. Ein Foto mit der Unterschrift „Shall we fuck the System again“ und einem Ring – passend auf den provokanten Mittelfinger. Hier schießt der Film den Vogel ab. Denn obwohl jeder eine zweite Chance verdient hat, verharmlost dieser von positiven Emotionen begleitete Teil des Films illegale Migration, spuckt auf die deutsche Bürokratie, den Rechtsstaat und all diejenigen, die hart für ihren Verdienst und Aufenthalt in Deutschland arbeiten.

Im ZDF läuft ein Film, der von der Kritik gelobt wird – doch mit der Realität hat er nichts zu tun. Der Streifen benebelt seinen Zuschauer mit haarsträubendem Kitsch, der nicht nur die Folgen von unkontrollierter Migration verharmlost, sondern Ausländer-Kriminalität geradezu romantisiert.

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