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Taktische Wahl

Totales Desaster für die Sozialdemokratie: Vier von fünf SPD-Wählern wollten nur die AfD verhindern

Der leichte Stimmengewinn der SPD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist auf die taktische Entscheidung vieler Wähler zurückzuführen. Eine Wählerbefragung von infratest dimap zeigt, dass nur jeder fünfte SPD-Wähler die Partei aus Überzeugung gewählt hat.

SPD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt: Armin Willingmann (IMAGO/Political-Moments)

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Die SPD hat sich bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit einem vorläufigen Ergebnis von 9,3 Prozent leicht verbessert und damit auf einstelligem Niveau stabilisiert. Doch Ausweis einer steigenden Beliebtheit ist das Ergebnis nicht. Denn gerade einmal jeder Fünfte SPD-Wähler hat die Partei aus parteipolitischer Überzeugung oder innerer Verbundenheit gewählt. Das geht aus einer repräsentativen Wählerbefragung des Forschungsinstituts infratest dimap hervor.

Demnach haben mehr als Dreiviertel der SPD-Wähler der Partei ihre Stimme überwiegend aus wahltaktischen Gründen gegeben. Konkret stimmen 78 Prozent der SPD-Wähler der Aussage zu: „Ich wähle meine Partei in Sachsen-Anhalt vor allem, um einen AfD-Ministerpräsidenten zu verhindern.“

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Im Umkehrschluss haben gerade einmal 22 Prozent derjenigen, die ihr Wahlkreuz bei der SPD gesetzt haben, die Partei aufgrund ihrer politischen Inhalte gewählt. Hätten nur diese Wähler für die SPD gestimmt, wären die Sozialdemokraten in Sachsen-Anhalt mit unter drei Prozent der Stimmen deutlich an der Fünfprozenthürde gescheitert.

Auch die Rolle der SPD als Arbeiterpartei ist dahin – kaum ein Arbeiter wählt noch die Sozialdemokraten. In Sachsen-Anhalt waren es gerade mal fünf Prozent aus dieser soziodemographischen Gruppe, die ihr Kreuz bei der traditionsreichsten und ältesten deutschen Partei machten. Zum Vergleich: Nur die FDP schnitt noch schlechter ab. 61 Prozent der Arbeiter bekannten sich am Wahlabend zur AfD.

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27 Kommentare

  • Die Wähler der SPD werden mit Turboeinbürgerung, Beamtenstellen und Pöstchen überzeugt. Deutschland ist diesen SPD Wählern völlig egal.

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  • Die SPD feiert 9,3 Prozent wie einen politischen Frühling – dabei klingt das Ergebnis eher nach betreutem Überleben. Wenn 78 Prozent der eigenen Wähler vor allem taktisch ihr Kreuz machen, ist das keine Begeisterung, sondern Leihstimmen aus Notwehr.

    Und die „Arbeiterpartei“? Ganze fünf Prozent der Arbeiter wählen noch SPD. Historisch fast schon eine Pointe.

    Wer daraus Rückenwind konstruiert, braucht weniger Analyse als Fantasie. Die eigentliche Bilanz ist brutal: Kaum eigene Bindung, kaum Vertrauen in der früheren Kernklientel, kaum zweistellig – aber Hauptsache, man verkauft das politische Sauerstoffzelt als Aufbruch.

    Die SPD ist damit nicht gewählt worden, weil die Leute sie unbedingt wollten – sondern vielfach, weil sie jemand anderen noch weniger wollten.

    Früher Arbeiterpartei, heute taktischer Notnagel. Das bleibt von der ehemaligen Volkspartei. Mehr nicht.

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    • Eine exzellente Analyse, die sich eins-zu-eins auf die CDU übertragen lässt. Die Parteien sind über die Jahrzehnte satt und faul geworden, weil ihnen die echte Konkurrenz fehlte. „Jetzt ist sie da“, möchte man sagen. „Jetzt ist es zu spät“ kommt noch hinterher. Hochmut und Stolz wachsen auf einem Holz, ihr fett gewordenen CDU- und SPDler. Es ging viel zu lange gut für das Kartell. Hoffentlich setzt eine Lawine ein. Warten auf Meck-Pom.

      12
  • Passt doch zur Partei SPD: Verhindern als Selbstzweck
    Wir die Partei, so ihre Wähler

    13
  • Endlich!

    „I’m blue
    Da ba dee, da ba daa“

    Eiffel 65 1998

    1
  • Ich hoffe in Berlin auf eine krachende Niederlage für deren Spitzenkanditat Krach

    14
  • Die SPD holt sich ein neues (Wahl-)Volk ins Land und will dafür von den alten, unliebsamen Wählern, die sie als „graue oder braune Masse“ beschimpft, gefeiert werden?

    20
    • Das bizarre ist, die SPD’ler sind so dumm, dass sie noch nicht mal merken dass das eingebürgerte Wahlvieh überwiegend noch linksradikalere Parteien wie die Mauerschützen oder dava wählen.

      1
  • Sie wählen also die mit denen sie unzufrieden sind, um die, die das ändern wollen, zu verhindern?
    Das ist diese seltsame Logik und das können nur die gleichen sein wie die, die sich sicherer fühlen, wenn es ihre Taschen sind, die auf Märkten kontrolliert werden!

    2
  • Es dauert lange, aber am Ende erkennen auch einfache Menschen das sie nur noch verarscht werden.

    30
  • Tja, muss Armin Willingmann jetzt bestimmt Harz Ⅳ beantragen und Pfandflaschen sammeln!

    0
  • Warum soll auch ein Weißer Deutscher Bürger seine Todfeinde wählen, die ihn durch 5 Islamisten und 5 Afrikanern ersetzen will!

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  • Wer wählt solche Subjekte, mit biederen Gesichtern, die während dem Sprechen die Zunge heraus strecken und niemals selbst in der Wirtschaft gearbeitet haben, sondern nur auf kosten der Steuerzahler, aber permanent gegen deren willen? Das zeigt doch eindeutig, die Bürger gehen denen am Arsch vorbei.

    15
  • Armin Willingmann, ein Wessi der nur noch im Osten Karriere machen könnte, wenn die Wende gerade vollzogen wäre. Das ist allerdings Jahrzehnte her.Aber auch das hat er nicht verstanden. Jura Studium an der berüchtigten Uni Bielefeld ist auch kein Prädikat….intellektuell vermutlich auf Augenhöhe mit Kevin Kühnert ? Für was also steht der Mann, und wovon soll Sachsen Anhalt mit dieser Personalie profitieren?

    Die sPD in 10 Sek. erklärt :

    https://youtu.be/Pe3mLAvE5YM

    8
  • Jetzt wäre genau der richtige Zeitpunkt, das Merzsche Trauerspiel zu beenden, mitsamt seiner Blckrockschen Kriegsgeilen Ausbeuter Vasallen Atlantiker Anhängerschaft.

    8
    • @ OldOstler
      …die „Transatlantiker“ gehen bereits seit Monaten auf Distanz zum Kanzlerdarsteller zweiter Wahl !

      1
  • Um 10.15Uhr ist die Pressekonferenz auf Phönix der AfD zu sehen. Dürfte spannend sein.

    Davor gab der Zappelphillip Amthor noch zum Besten: Diese Wahl war eine Wahl zwischen Stabilität und Chaos (AfD). Weiter führte er aus die AfD habe nur leere Versprechungen die sie nicht einhalten können.

    Wer ist für das Chaos seit IM Erika und seinem Lügenkanzler Pinocchio (der kein einziges Wahlversprechen eingehalten hat) verantwortlich und das Land in Instabilität und den wirtschaftlichen Untergang geführt hat?

    Das solche politischen Flachzangen immer noch Gehör finden zeugt nicht gerade von einer politischen Bildung der Mehrheit in Deutschland.

    12
  • Normalerweise wählt man , um jemanden zu bekommen.
    Wenn man jemanden wählt, nur um einen anderen zu verhindern, ist das das absolute Desaster für die gewählte Partei.

    4
  • Dann liegt die SPD also bei 9,3% * 22% = 2.046%
    Was für ein Geplärre wir uns anhören für 2% echte Wähler.

    1
  • Im Prinzip können SPD, Linke und Grüne ein Bündnis schließen als Einheitspartei gegen Deutschland. Strategisch ist es für die natürlich besser die alten Namen zu behalten, um noch einige unwissenden Altwähler auf ihrem neuen Kurs mitzunehmen.

    1
    • Das einzige Thema das sie trennt ist das der Aufrüstung und Waffenlieferungen. Das allerdings hat`s in sich.

      0
  • Die SPD will jetzt im Bund die Backen aufblasen…viel Spaß!

    1
  • Die Indoktrinationsmaschine läuft auf Hochtouren. Google liefert bei der Suche nach AfD Wahl auf den wichtigen ersten Seiten nur Propaganda. Wie zu den C-Zeiten.

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  • Die Brandmauer ist vor allem dazu da, damit die AfD nie den Beweis führen kann, dass unter ihr eben NICHT die Lager wieder aufgebaut und Ausländer durch die Straßen gejagt werden. Denn dieser Bullshit würde sich direkt bei der ersten AfD-Regierung in Luft auflösen.

    Geglaubt werden diese Schauergeschichten hauptsächlich bei der Generation, bei der sich das Hirn schon so weit aufgelöst hat, dass sie es auch glauben, wenn der nette junge Herr an der Tür sagt, er sei Zivil-Polizist und wolle Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände in sichere Verwahrung nehmen, weil Diebe in der Gegend unterwegs sind.
    Bitte keine Gegenrede, die Zahlen der Wahl von gestern sprechen da eine eindeutige Sprache.

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