Werbung:

Werbung:

Knochenanalyse

Studie macht Machtgefälle zwischen Geschlechtern für Fleischkonsum verantwortlich

Mehr Fleisch für Männer, weniger für Frauen: Eine neue Studie sieht darin ein historisches Machtgefälle zwischen den Geschlechtern. Die Grundlage sind chemische Spuren in Knochen.

Von

Mehr Fleisch für Männer? Eine neue Studie deutet Isotopenwerte aus Skeletten als Hinweis auf ungleichen Zugang zu tierischem Protein. (IMAGO/Zoonar)

Werbung

Männer hatten in Europa über viele Epochen hinweg offenbar häufiger Zugang zu tierischem Protein als Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie im Fachjournal PNAS Nexus. Die Autoren sehen darin nicht nur einen Ernährungsunterschied, sondern einen Hinweis auf ein historisches Machtgefälle zwischen den Geschlechtern.

Für die Untersuchung analysierte ein internationales Team um Rozenn Colleter Isotopen-Daten von 12.281 erwachsenen Individuen aus Europa und dem Mittelmeerraum. Die Daten stammen aus 673 Fundstellen in 40 Ländern und wurden zu 393 chronologischen Fundorten zusammengefasst.

Untersucht wurden Kohlenstoff- und Stickstoffwerte im Knochenkollagen. Hohe Stickstoffwerte gelten in der Archäologie als Hinweis auf einen höheren Anteil tierischer Proteine in der Ernährung – also Fleisch, Fisch oder Milchprodukte. Kohlenstoffwerte geben dagegen Hinweise auf pflanzliche Ernährungsbestandteile, etwa den Konsum von Hirse.

Das Ergebnis: In den obersten zehn Prozent der Stickstoffwerte fanden die Forscher 1.062 Männer und 492 Frauen. In den untersten zehn Prozent waren dagegen 862 Frauen und 678 Männer vertreten. Die Autoren schreiben: „Geschlechtsbezogene Unterschiede sind in allen Zeiträumen erkennbar.“

Aus diesen Zahlen leitet die Studie eine weitreichende These ab: Der unterschiedliche Zugang zu tierischem Protein sei nicht biologisch bedingt, sondern Ausdruck sozialer Ordnung. Fleisch und andere tierische Proteine seien in vielen Gesellschaften knappe Ressourcen gewesen und eher jenen zugefallen, die über Status, Besitz oder Einfluss verfügten – in der Regel Männer.

Lesen Sie auch:

Ganz so eindeutig, wie diese Deutung klingt, sind die Daten allerdings nicht. Die Studie misst keine Mahlzeiten und keine Verteilung am Tisch. Sie zeigt Isotopenwerte im Knochenkollagen. Daraus lassen sich Ernährungsprofile ableiten, aber keine konkreten Speisepläne. Sie sind zudem stark von lokalen Faktoren abhängig – etwa Düngung, Klima, Landwirtschaft oder Fischkonsum.

Die Studie räumt selbst ein, dass Unterschiede zwischen Individuen, Geschlechtern oder Fundorten „mit gebotener Vorsicht“ interpretiert werden sollten. Auch schreiben die Autoren, diese Ungleichheiten seien „nicht allgegenwärtig“. An anderer Stelle heißt es ausdrücklich: „Der IDC sollte jedoch nicht isoliert verwendet werden.“ Hinzu kommt eine Schieflage im Datensatz. Insgesamt wurden 6.854 Männer und 5.427 Frauen untersucht. Männer sind also stärker vertreten. 

cm

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

78 Kommentare

  • Es wird immer irrer.

    • Wurde wenigstens das
      Queer-Gen gefunden? 😉

    • Es wird immer irrer weil wir es zulassen.

    • @Schlümmmmm
      Ironisch wird wenn man dann andere Artikel ließt, bzw. die Studien dahinter, das Männer ja so früh sterben weil sie ungesünder leben als Frauen, vorallem was die Ernährung angeht.

      • Das Privileg der Frauen auf längeres Leben schrumpft. Für mich ein klares Zeichen, dass sie mehr Arbeiten und mehr Stress haben.

    • Vor allem nicht durchdacht.

      Wer leistet die körperlich anstrengendere Arbeit?
      Frauen ganz sicherlich nicht, deswegen benötigen Männer nun mal im Schnitt mehr energiereiche Nahrung.

      Und wer profitiert vom Wohlstand, geschaffen von Männern? Die jammernde und meckernde Frau…

      Jede Frau die einer körperlich anstrengenden Tätigkeit nachgeht, sei das Schnitzel gegönnt.

      Ansonsten dürfen die Maullheldinnen und Nutznießer gerne mal helfen ein Haus zu bauen

  • Ist Walfleisch hallal?

    • Lass Timmy in Ruhe 🤣

    • Wenn es waidmännisch erlegt wird, es es zumindest Halali!

    • Anstatt Kleintierärzte hätte ich mal ein paar kompetente Grönländer eingeladen, Die verwerten wenigstens wirklich alles von Ihm!
      Wenn Er geschwächt wieder in den offenen Ozean entlassen wird, dann kommen sowieso die Orcas!

  • Darauf erstmal ein gegrilltes Steak 😜

    • Ich bin dabei. 🙂

  • und gerade die ganz linken, progressiven Frauen essen gar kein Fleisch

    • Dafür haben die Männer die Macht am Grill!

    • Die essen nicht mal Ei, Milchprodukte oder Honig. Allerdings sieht man denen das auch an.

      • Man sieht es nicht nur, sondern merkt es. Pures Brainfood sind Fleisch und Fisch die die wichtigsten Komponenten für ein normal funktionierendes Hirn beinhalten: Fett, Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß, Eisen, Vitamin B12. Das kann man so einfach nicht supplementieren, daher gibt es nur eine Schlussfolgerung……

  • Ja, so war das in grauer Vorzeit. Es gab immer zwei Mahlzeiten, Hirsebrei für die Frauen, Mammut für die Männer. Und so ist es bis heute geblieben. Wenn wir grillen, nagen die Mädels am Bio-Maiskolben, während wir Männer schmatzend und grunzend über das halbrohe Fleisch herfallen. Es gibt seriöse Studien, die das belegen. Glaube ich.

  • Auf zum Metzger👍😃

  • Raucher, Fleischesser und Autofahrer sind mittlerweile beliebte Feindbilder während das in der Steinzeit wahrscheinlich noch anders war 🏞️

  • Bringt doch mal was über Jette oder Gretha.

  • Wenn man anhand der Knochen das Geschlecht bestimmen kann, dann ist das sowieso eine kontraproduktive Studie für das linke Lager.

  • Da werden aber die 789 anderen Geschlechter aber wütend sein das sie in dieser Studie nicht berücksichtigt worden.

    Ich widme mich jetzt dem Machtgefälle zwischen den Geschlechter und schmeisse mir heute Abend ein Fettes T-Bone Steak auf den Kohlegrill!

    • Sie wollen doch bestimmt keine Probleme bekommen mit „Unserer Demokratie“😉

    • versuchst Du gerade Lustig zu sein Löffelchen?

      -15
      • @Bärengrübchen versuchst du gerade sarkastisch zu sein?

        • Ja, sie versuchte, aber der Versuch ging daneben.

          5
  • 100 Punkte Hab mich aufgeregt, kommentar geschrieben.

  • ABLENKUNG nichts anders ist dieses Thema. Was sind sie gerade wirklich am aushecken?

  • Wissenschaftler mit neuen bahnbrechenden Forschungsergebnissen.
    Ich habe in der Schule, dass Frauen Beeren und Früchte gesammt haben und zubereiteten um festzustellen, welche Pflanzen in welchem Aggregatzustand am Besten wirkten, eine herausragende Aufgabe. Die Männer waren auf der Jagd, auf Spurensuche, häuteten die Tiere und sorgten für Fleisch und Kleidung, auch eine sehr herausragende Aufgabe. Arbeitsteilung, an die Geschlechter orientiert. Er war halt nicht möglich, mit einem Baby auf dem Arm auf die Pirsch zu gehen. Heute solche Erkenntnisse, was soll einem intelligenten Menschen dazu noch einfallen.

  • Wer es denn glaubt?

    Freue mich schon wieder auf kommenden Sonntag, bei Muttern zum Essen eingeladen.

    Zu Mittag soll es Zigeunerschnitzel mit Zigeunersoße geben.
    Als Nachtisch einen Mohrenpudding mit Vanillesoße.
    Der Abschluss bildet dann am Nachmittag der Mohrenkuchen und süße Negerküsse mit Vanillezusatz.
    Muttern weiß, wie zubereitet wird und was schmeckt und ist wie stets immer die Beste !!!

  • Tip an die Studienersteller:
    Da Männer in der Regel schwerer körperlich arbeiten, ist ihr Proteinbedarf deutlich höher. Weil Fleisch die proteinreichste Quelle ist, konsumieren Männer mehr Fleisch. Selbst ohne körperliche Arbeit benötigt ihre stärkere Muskulatur mehr Protein.

  • Eine Studie für die Tonne…wie ca. neunzig Prozent der Studien.
    (eigene subjektive Wahrnehmung)

  • Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Fleischesser einfach Mal sehen, wie ihr Steak produziert wird: https://www.farmtransparency.org/videos/hg8cyu393v

    -23
    • Kann mir vorstellen, was das für ein Video sein könnte.
      Würden sie auch abtreibungswilligen Frauen echte Abtreibungsvideos zeigen?

    • Die meisten Leser sind keine 5 mehr. Wer nicht komplett naiv ist weis was da passiert. Haben sie schon mal gesehen wie der Wolf, der Löwe oder jedes andere Raubtier sein Essen besorgt? Die halten sich deutlich weniger an die Vorschriften als die Schlachthöfe.

    • @Marc Damlinger du kannst gerne Mehlwürmer, Insekten und Käfer fressen für das sind meine Vorfahren nicht von den Bäumen gestiegen.
      Mir erklärt kein Grüner, kein Linker und schon gar nicht ein Klimahysteriker was ich essen darf und was nicht:

    • Was gibt es da zu schauen? Der intelligente Mensch weiß daß Tiere großgezogen werden, dann kommen sie zum Schlachthof oder Metzger, der Kund kauft dann die Produkte im Laden. Ist doch garnicht so schwer, oder?

  • Welche Männer hat man da wieder untersucht? So wie immer die oberen 10-2% der männlichen Bevölkerung, oder mal die unteren 90%?

    Kleiner Hinweis, wissenschaftlich Studien haben schon lange nachgewiesen das sich wahrscheinlich nur ~1/3 aller männlichen Menschen jemals fortgepflanzt hat, bei den Frauen über 80%. Woran liegt das? Es wird vermutet (wirklich beweisen kann man es halt nicht) das einfach die meisten Männer verreckt sind bevor sie überhaupt die Gelegenheit hatten sich Fortzupflanzen. Permanente Kriege, harte und gefährliche physiche Arbeit, Willkür, Sklaverei, etc etc etc…

    Es wird immer so hingestellt das Männer es immer besser hatten, bullshit! Ein paar Prozent hattes es immer besser, genau wie heute, die Masse der Männer hatte es schon immer schlechter, Frauen hingegen wurden systematisch über die Jahrtausende in allen Kulturen eingehegt und besonders behandelt, natürlich ging es von denen auch den meisten schrecklich (im Vergleich zu heute), dennoch besser als Männer.

    • „Frauen hingegen wurden systematisch über die Jahrtausende in allen Kulturen eingehegt und besonders behandelt, […]“

      Was ja genau auch der Grund ist, warum unsere Gesellschaft so krampfhaft nach Nachteilen für Frauen sucht, um diese dann eifrig abzustellen zu können wogegen wenn Männer Nachteile erleiden, der Gesellschaft nicht die Bohne interessiert.
      Ich wiederhole: Gynozentrismus. Das Wort kann man nicht genug wiederholen.

      PS: Dein drittes „o“ steht dir ganz gut.

  • Seit Ricarda abgenommen hat, habe ich keine Lust mehr auf Fleisch 🥲

    • Ja mit der Abnehmspritze

  • Ist eigentlich noch keinem aufgefallen, das Männer und Frauen nicht gleich sind?
    Und das meine ich keinesfalls abwertend, sondern rein biologisch.

    • Diese Ungleichheit muss zwingend bekämpft werden! Alles andere wäre ein Verstoß gegen Art. 3, Abs. 2 unseres Grundgesetzes! Heißt das dann aber auch, dass wer das nicht tut ein Verfassungsfeind ist?

    • Jetzt kommen Sie hier wieder mit „biologisch“……das ist schon lange nicht mehr „State of the Art“…….
      Männer bekommen heutzutage Kinder und Frauen zeugen diese……und wehe Sie zweifeln das hier an……ich sage nur, Meldestellen!

      • Bademantel bereitlegen

    • Sie wollen doch damit nicht etwa andeuten, dass es nur Frauen und Männer gibt?

      Wenn das die grünkommunistische Inquisition erfährt. Dann kommen Sie auf den drögen Scheiterhaufen.

    • Sie Nazi ;-))

  • Endlich mal eine ausnahmsweise männerhassende „Studie“. Mal ganz was Neues!

  • Achtung… Ich bin auch für Pralinen für die Frauen. Die gab es in der DDR am Frauentag. 🙂 🙂 🙂
    Gibt es eigentlich nichts anderes zum Schreiben?

  • Natürlich ist der Zugang zu tierischen Proteinen biologisch bedingt, da Männer aufgrund ihres Körperbaus und der größeren Substanz an Muskeln einfach mehr Protein benötigen als Frauen.
    Das hat nichts mit Status und Besitz zu tun.
    Diese ganze Studie ist absoluter Blödsinn – es geht doch wieder nur um Männer-Bashing und Spaltung.

    • Korrekt! Es geht um die Dämonisierung des Mannes an sich

  • Neulich, Spätsteinzeit, Faustkeile:
    Männer jagen … Fleisch.
    Frauen gärtnern … Gemüse.

    Die naschen halt ein bißchen vom jeweils vorhandenen, bevor sie den „großen“ Rest nach Hause/in die Wohnküche schleppen (Hinweis: Ich war NICHT dabei, ebenso wenig wie die „Forschendens:innen“).

    Die Zahlen 1062 … 678 kommen im Paper NICHT vor, evtl. in den „Supplements“. WAS man lesen kann: Der Unterschied zwischen den obersten und den untersten 10% betrug mal gerade max. 27% (IDC-Werte bis 1.27), wobei hier M und F gemischt sind (mehr M in den oberen, mehr F in den unteren vermutlich). Insgesamt überhaupt erheblich mehr M als F.

    Aus 27% so einen Terz zu machen … na ja: Gender gibt Forschungssteuergelder.

  • Die Männer brauchten damals andere Nahrung als die heutigen Milchbrötchen, deren körperliche Schwerstarbeit darin liegt Kugelschreiber zur Unterschrift zu heben.

Werbung