Amtsgericht Göttingen
Strafbefehl gegen Anabel Schunke: 9.750 Euro wegen Hakenkreuz in „American History X“-Meme
Wegen eines geteilten Memes mit einer Szene aus „American History X“ soll Anabel Schunke 9.750 Euro zahlen. Anlass ist ein Hakenkreuz-Tattoo auf dem Bild. Die Publizistin will gegen den Strafbefehl des Amtsgerichts Göttingen Einspruch einlegen.
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Die Journalistin Anabel Schunke soll wegen eines geteilten Memes 9.750 Euro zahlen. Das Amtsgericht Göttingen hat gegen sie einen Strafbefehl über 75 Tagessätze zu jeweils 130 Euro erlassen. Hintergrund ist ein Hakenkreuz-Tattoo, das in einer Szene aus dem Film „American History X“ zu sehen ist. Schunke kündigte am Donnerstag an, gegen den Strafbefehl Einspruch einzulegen.
Schunke hatte das Meme im April 2025 in ihrer Instagram-Story geteilt. Zu sehen ist ein Neonazi aus dem Film, der auf einem Stuhl sitzt und sich den Kopf rasieren lässt. Auf seinem Oberarm befindet sich ein tätowiertes Hakenkreuz. Über dem Bild steht: „liberal women after a long day of vandalizing teslas“ – sinngemäß: „Linke Frauen nach einem langen Tag, an dem sie Teslas demoliert haben“.
Das Meme bezog sich auf die damaligen Proteste gegen Tesla und dessen Eigentümer Elon Musk sowie die Beschädigung von Tesla-Fahrzeugen. Schunke erklärte am Donnerstag auf X, das Bild sei eine ironische Anspielung auf das aus ihrer Sicht „totalitäre Verhalten der Gegner von Elon Musk“ gewesen.
Wegen des sichtbaren Hakenkreuzes nahm die Staatsanwaltschaft Göttingen Ermittlungen wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf. Apollo News hatte bereits im August 2025 über das Verfahren berichtet. Damals bestätigte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage, dass gerade das Tattoo Anlass für die Ermittlungen war. „Das Hakenkreuz ist ein nationalsozialistisches Kennzeichen“, teilte die Behörde mit. „Die öffentliche Verbreitung ist verboten.“
Gemeldet worden war Schunkes Beitrag nach Angaben der Staatsanwaltschaft von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt an die Zentrale Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet. Das Verfahren wurde anschließend von der bei der Staatsanwaltschaft Göttingen angesiedelten Zentralstelle zur Bekämpfung von Hasskriminalität im Internet bearbeitet.
Nun erließ das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft den Strafbefehl. Schunke veröffentlichte auf X einen Ausschnitt daraus. Darin heißt es: „Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird gegen Sie eine Geldstrafe von 75 Tagessätzen verhängt.“ Ein Tagessatz wurde auf 130 Euro festgesetzt – insgesamt sind es damit 9.750 Euro.
Schunke bezeichnete die Summe als „völlig krank“ und kündigte einen Einspruch an. Ihr Anwalt gehe davon aus, dass die Sache straffrei enden müsse. Einen Strafbefehl anzuerkennen, komme für sie nicht infrage. Sie rechnet allerdings erneut mit einem langen Verfahren. „Die Zermürbung bis dahin ist halt geisteskrank“, schrieb sie auf X.
Nach Paragraf 86a StGB kann die öffentliche Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen mit einer Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Zugleich hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass eine Darstellung nicht unter den Tatbestand fällt, wenn sie „in offenkundiger und eindeutiger Weise“ die Gegnerschaft zu der jeweiligen Organisation und ihrer Ideologie zum Ausdruck bringt. Ebenfalls ist das Zeigen nicht strafbar, wenn es der Kunst, der Wissenschaft, der Forschung, der Lehre oder der Berichterstattung dient. Ob dies auf Schunkes Meme anzuwenden ist, dürfte nun Gegenstand des Verfahrens werden.
Schunke hat bereits einen jahrelangen Rechtsstreit mit der Göttinger Staatsanwaltschaft hinter sich. Wegen eines Beitrags über Sinti und Roma war sie zunächst vom Amtsgericht Goslar wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Das Landgericht Braunschweig hob das Urteil im März 2025 auf und sprach Schunke frei. Die Staatsanwaltschaft ging gegen den Freispruch in Revision. Im Dezember 2025 bestätigte das Oberlandesgericht Braunschweig den Freispruch endgültig und verwarf die Revision. Die Entscheidung ist unanfechtbar.
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Es geht einzig und allein um Zermürbung durch die staatlichen Institutionen. Über dem Beklagten schwebt jahrelang ein Damoklesschwert, das ihn persönlich betrifft. Für Staatsanwälte und Richter ist es ein Routinejob, für den sie bezahlt werden und der ihnen persönlich sonstwo vorbeigeht. Zumeist sind sie nicht einmal über die gesamte Verfahrenszeit darin involviert.
Apollo oder andere Organisationen könnten ein Spendenkonto für Frau Schunke einrichten, damit sie ihre Anwälte bezahlen kann.
Es wird immer absurder. Aber Böhmermann darf sich als „Satiriker“ auf die Kunstfreiheit berufen, wenn er als Hitler in Uniform mit Armbinde „lustige“ Sketche macht.
Warum musste ich sogleich an seinen Intendanten denken.
Böhmermann und Kumpane in Bestform.
Sie machen Judenwitze.
https://www.youtube.com/watch?v=CwrA3arsG10
Ab Minute 11 wirds interessant, aber das ganze Video hat es in sich.
Mehr schreib ich nicht.
Wenn diese Rechtsstreitigkeiten nicht so teuer und langwierig wären, könnte das ja sogar lustig sein. Ein toller Trick der Staatsanwalt kann auch sein, das Verfahren einzustellen, nachdem man schon einen Rechtsanwalt beauftragt hat. Dann kann man nicht mehr vor Gericht gewinnen und muss die Kosten selbst tragen.
Bald sind Bilder aus Indien auf dem Index….
Was ist nur los mit diesem Land. Ein Tweet von 2025. Der Mann hatte das auf dem Arm sollte sie es mit KI wegretuschieren? Da studieren Leute lange Jura und ich weiss wie heftig das ist, um sich dann mit sowas zu beschäftigen. Muss man nicht verstehen, aber es bindet einfach Ressourcen, die man anderweitig besser verwenden könnte.
Die Hakenkreuz-Phobie solcher linksgrüner Staatsanwälte kann nur die Psychoanalyse erklären.
Zermürbend!
Sie/ihr Anwalt sollte Schmerzensgeld vom Staat für jahrelange Quälerei verlangen.
Durchhalten! Weitermachen! Es werden andere Zeiten kommen. Links ist bald vorbei!
Ich sehe da kein Hakenkreuz auf dem Foto.
Kann mich aber auch irren.
Sieht jemand dort ein Hakenkreuz?
Ach die Göttinger wieder…
Also darf ich jetzt keine bilder von Edwad Norton aus den Film mehr posten, in denen er mit freiem Oberkörper zu sehen ist? So langsam verstehe ich nicht mehr, was in meinem Land strafbar ist. Und das ist sehr traurig.
Die offenbarte Empfindlichkeit der Regierung begründet und GG-widrig.
Der Missbrauch der Justiz ist ebenfalls GG-widrig,
Anabel Schunke müsste nicht nur straffrei bleiben, sondern auch noch eine gehörige Summe als Entschädigung für staatliche Quälerei bekommen.
Das riecht geradezu nach Rachejustiz, nachdem die verpeilte Staatsanwaltschaft schon mal den Kürzeren gezogen hat.
Wenn Denunzianten ihr Unwesen treiben, werden soziale Netzwerke zum juristischen Minenfeld.
Wann werden diese Staatsanwälte oder Richter endlich mal wegen Rechtsbeugung angeklagt?
Wenn die AfD regiert.
„American History X“ lief schon im Free TV.
Dem nächst im Wahnsinn Anabel (schöner Name) erhält einen Strafbefehl, weil die Buchstabensuppe von Ihr die Buchstaben u.a. H.I.T.L.E.R. enthielt. Und als sie den Löffel zum Mund führte, deutlich zwei S in der Löffelmulde zu erkennen war.
Ostsee, FKK und Trabbi. Kindergarten frei und Klappe halten. Irgendwie einfacher und freier als heute.
Man konnte in der S-Bahn besoffen einschlafen und hatte sein Portemonnaie noch und die Mädels ihre Unschuld ohne Masdenvergewaltätigung.
Sehr oft wünsche ich mir die alte Zeit zurück. Auch Putin tat mir nichts.
Göttingen. Die Bude ist noch nicht geschlossen? Mr. Rubio, take action.
Nun, das ist wohl die „Rache des Staatsanwalts“, weil er im vorangehenden Verfahren verloren hatte, denn bei der „Haß-und-Hetze-Staatsanwaltschaft“ in Göttingen beschäftigen sie sicher nur „sozialistisch gefestigte Persönlichkeiten mit einem klaren Klassenstandpunkt“.
Siegmar Gabriel kommt aus Goslar.
Lächerlich was im Namen unserer Demokratie verunstaltet wird.
Ich erinnere mich, dass vor nicht allzu langer Zeit ein SPDler mit Hakenkreuze geschmiert hat. Das war in Ordnung.
Diese Schmierenkomödie kotzt mich an.
Niedersachsen insbesondere Göttingen sind ein Fall für den Verfassungsschmutz!
Die Riege der Duchgeknallten hält das Heft fest in der Hand und bringt immer neuen Schwachsinn, Unterdrückung und Gewalt hervor. Das alles ist nur noch krank.
Komisch. Bei unseren hochverehrten Mitnazis in der Ukraine stört es niemanden, wenn die von oben bis unten mit Nazi-Insignien tätowiert sind.
Was ist eigentlich mit historischen Bildern? Oder ist das etwa der Hintergedanke, daß alles aus dieser Zeit verbannt und verboten wird, damit sich nur ja niemand darüber informieren kann, wie es damals angefangen hat?
Und dann plötzlich entsetzt erkennt, „Oh Scheixxe, das ist ja genau wie …“