Werbung:

Werbung:

Hildegard Müller

„Stimmung schlecht, Lage noch schlechter“: Automobilindustrie-Chefin warnt vor massivem Arbeitsplatzabbau

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, warnt vor einem Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland. „Die schlechte Stimmung in Deutschland ist immer noch besser als die tatsächliche wirtschaftliche Lage“, so Müller.

Von

Warnt vor einer Arbeitsplatzverlagerung in der Autoindustrie: VDA-Präsidentin Hildegard Müller (IMAGO/Manfred Segerer)

Werbung

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, hat gegenüber der dpa am Rande der Messe „Auto China 2026“ in der chinesischen Hauptstadt Peking vor einem drastischen Verlust von Industriestellen in Deutschland gewarnt. Der Verband beobachte eine zunehmende Verlagerung von Arbeitsplätzen.

Auch wegen des allgemeinen Zustands der Autoindustrie schlägt Müller Alarm: „Die schlechte Stimmung in Deutschland ist immer noch besser als die tatsächliche wirtschaftliche Lage. In anderen Worten: Die Stimmung ist schlecht, die Lage ist noch schlechter.“

Sie kritisiert die aktuelle Politik – diese würde zu wenig tun, um deutsche Arbeitsplätze zu bewahren: „Hier geht es um tausende Arbeitsplätze, um die Stabilität und Entwicklung ganzer Regionen in Deutschland.“ Sie sieht Reformbedarf in den Bereichen, die bereits von zahlreichen Unternehmern angekreidet werden: zu hohe Steuern, Energiekosten und Arbeitskosten sowie ein immenser bürokratischer Aufwand. Auch im Vergleich zu China fordert sie von Deutschland und der EU, eine „entsprechende Innovationsgeschwindigkeit“ aufzunehmen.

Die deutsche Autoindustrie muss seit Jahren deutlich Arbeitsplätze abbauen – zahlreiche Zulieferer sind bereits insolvent. Doch auch die Autohersteller selbst müssen angesichts deutlich rückläufiger Gewinne deutlich sparen: Volkswagen will bis 2030 50.000 Stellen abbauen; Werksschließungen drohen. Mercedes-Benz will unterdessen rund eine Milliarde Euro einsparen – kürzlich verließen rund 5.500 deutsche Mitarbeiter mit Abfindungen den Konzern.

Insgesamt ist laut der Beratungsfirma EY in der Autoindustrie im Vergleich zu 2019 jeder siebte Job weggefallen – rund 111.000 Arbeitsplätze. Viele Arbeitsplätze entstehen stattdessen in den USA, in Südamerika oder in Asien. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar eigentlich versprochen, eine „Wirtschaftswende“ einzuläuten und neue Reformen zu verabschieden – davon ist bislang jedoch offensichtlich noch wenig passiert.

bc

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

86 Kommentare

  • Hildegard Müller sitzt seit Jahren im VDA und fordert seit Jahren mehr E-Autos und eine schnelle Energiewende. Sie wurde immer von Merkel in der CDU gefördert. Jetzt warnt diese Müller vor der eigenen Merkel-Politik. Daher mehr als unglaubwürdig.

    160
    • Müller, immer auf Linie der unfähigsten Politdarsteller. Genau wie Dulger. Weg mit solchen Volksverrätern und Heißluftverbreitern. Nur die AFD kann uns noch aus der Dummlandkriese retten !!!

  • Die Deindustrialisierung ist doch bei der CDU ganz oben auf der Agenda!

    122
    • Frau Müller sollte endlich zurücktreten und die Klappe halten. Jahrelang hat sie sich dem Zerstörer der deutschen Autoindustrie und seiner Sekte angedient, den Merkel-Quark vom E-Auto auftragsgemäß hochbezahlt nachgebetet und maßgeblichen Anteil am Niedergang der deutschen Automobilindustrie erworben.

      • Sie gehört zu den Haupttätern bei der Zerstörung dieses Landes. Wie alle Wirtschafts- und Verbandsbosse, die dieses faschistische Regime nicht nur haben gewähren lassen, sondern es aktiv gestützt haben. Sie hätten alle Macht, zu sagen: jetzt ist Schluß mit Lustig. Stattdessen haben sie sich auf ein heuchlerisches Warnen vor der AfD verständigt.

    • Merkel herrscht jetzt im 21. Jahr.
      16+4+1.
      Und mit jedem Jahr steigt die Dynamik, mit der sie herrscht (Abrisswerk).
      Mit dieser ungebrochenen Kraft erntet sie auch weiterhin das Vertrauen des dummen deutschen Wahlviehs.

  • Diese Frau – und Merkel-Vertraute – hat doch, insbesondere durch die Untätigkeit des VDA, erheblich dazu beigetragen, dass Lage und Stimmung nun so sind, wie sie sind.

    103
    • Diese Dame wurde extra von der Merkel-CDU dort installiert um sicherzustellen daß der E-Autowahnsinn durchgezogen wird. Man kann es immer nur wieder betonen: Produkte setzen sich am Markt durch wenn Preis und Leistung für die Mehrheit der Konsumenten zusammenpassen. Das wurde in den erfolgreichen Industriestaaten bis vor kurzem auch so berücksichtigt.

  • Wie war das nochmal am 25.1.2024?
    „Klare Worte der Verbandschefin vor dem Hintergrund des AfD-Höhenflugs: Populisten böten keine Lösungen für die Herausforderungen der Zeit und keine zukunftsorientierte Politik.“

  • Erfolgreiche Unternehmen orientieren sich sehr oft an den Wünschen der Kunden.

    • Richtig, Kunden mit verschiedenen Wünschen und nicht den von Ideologen erfundenen „Du nimmst, was Du kriegst“-Kunden. Funktioniert noch nicht einmal bei denen, die das ständig propagieren.

  • Es ist schleichend, aber im Ausland wollen immer Verbraucher keine deutschen Autos mehr. Das hat nicht nur preisliche Gründe.

    • .. immer mehr …

    • So wie z.Bsp. ich……Jahrzehntelang fuhr ich VW, Audi, Mercedes Benz…….Dann kam der Knick, seither fahre ich bereits den dritten Hyundai Tucson TurboDiesel, problemlos, sparsam, super Ausstattung, preiswert in Service, Reparatur und Betrieb. Mir kommt kein überteuerter Deutscher mehr ins Haus, erst recht kein Stromer……..

      • Ich fahre auch einen Verbrenner. Aber es gibt schon auch vorteile von E-Karren, Man braucht keine Ölwechsel, keine Kupplung erneueren; Bremsscheiben/Beläge halten erheblich länger durch Rekuperation und beim Motor ist auch keine Wartung nötig. Das problem ist eben die Batterie, die sehr schwer ist, man nicht genau weiß wie lange die hält, überhaupt nicht Umweltschonend in der Herstellung und die Reichweite und Ladezeiten. Ich bin aber schon öfter verschieden E-Autos gefahren und muss ehrlich zugeben , es macht Spass.

        • Bei uns in Österreich kostet eine durchschnittliche Mechaniker-Stunde beim Verbrenner ca. 200 Euro, beim Stromer 250 Euro. Mein Verbrenner hat nach zehn Jahren noch einen anschaulichen Restwert, während ein Stromer nach wenigen Jahren praktisch unverkäuflich ist, wenn überhaupt noch den Kilo-Preis erzielt. Daran ändert auch die eigene PV-Anlage am Dach nix. Der Stromer ist auf jeden Fall ein gewaltiges Verlustgeschäft, nicht nur für die Hersteller, sondern noch viel mehr für die Käufer der völlig überteuerten fahrenden Brandbomben……

          21
        • In der Stadt sind die auch gut. Problem ist auch, dass die E Autos so politisch angehaucht sind. Ein Novum der Politik …

          3
        • Bremsen müssen gewechselt werden, da sie verrossten und Getriebe braucht auch Ölwechsel! Außerdem wird das gesamte Fahrwerk, durch höheres Gewicht, stärker beansprucht!
          Desweiteren haben sie Kosten wie Updates und schlechter Hardware! Sie kommen bei der Wartung nicht günstiger weg, es unterliegen nur andere Dinge dem Verschleiß!

          4
    • Die Menschen in der Welt haben sie deutsche Arroganz und Einmischung satt.

  • Frau Müller und der VDA sind leider Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.

  • Liebe Frau Müller. Ich hätte einen Vorschlag. Bauen Sie doch einfach Autos, die der Kunde haben möchte und nicht solche, die er haben soll. Bauen Sie einen Kleinwagen ohne alle überflüssigen Kram. Ohne Spurhalteassistenten, Abstandswarner und all´die anderen gefühlt tausend Überflüssigkeiten, die in Wirklichkeit auch kein Mensch braucht. Beweis: Es ging jahrzehntzelang ohne. Dann kostest die Karre auch unter € 10.000 und schon am ersten Tag verkaufen Sie 20.000 Stück.

    • „Ohne Spurhalteassistenten, Abstandswarner und all´die anderen gefühlt tausend Überflüssigkeiten“, ist es unmöglich, der Dank geht an die EU.

      • Das mit der EU war ein riesiger Fehler.

    • Sehe ich exakt genau so.
      Ein Auto unter 10.000 € sollte möglich sein, wenn dieser gesamte unnötige Schnick Schnack weg bleibt. Oder die völlige Überprüfung des Autofahrers, nebst seinem Fahrverhalten. Auch verteuert der Schnick Schnack die Reparaturkosten und ist viel anfälliger für Schäden/Ausfall.
      Wenn man liest, dass sogenannte günstig Automarken aus Ausland schon um die 20.000 € kostet (ab 17.000/18.000 €), da staunt man nicht schlecht für so ein kleines Auto. Alles viel zu teuer. Woher soll das Geld kommen, wie und wo soll alles gespart werden, wenn das Gehalt das alles nicht her gibt?
      Können nur noch die Gutverdiener oder Gutverdiener, die sich die extrem teure Leasinggebühr leisten können oder selbst bei nem Autohersteller arbeiten und entsprechende Prozente/Vergünstigungen bekommen.
      Mitarbeiter von Daimler fahren dicke, fette Auto’s oder SUV’s. Irre, wie gut die bezahlt werden und der Kunde soll deren Löhne, Marge, … am Ende bezahlen.
      Nee, lass mal.

  • Für eine tiefgreifende Restrukturierung industrieller Arbeit bedarf es vor allem einer Grundlagenforschung, die bis hinab auf den „Boden“ (Husserl, 1954: 176) reicht. Die staatlich finanzierte Akademia verfügt dabei bekanntlich nicht über die dafür erforderliche Leistungsfähigkeit. Es bleiben dann nur noch die weltweit sehr wenigen freien Wissenschaftler. Es handelt sich damit bereits personell um einen überaus schmalen Engpass. Insofern täte Bundeskanzler Friedrich Merz gut daran, die Machtstruktur aus Verbänden einschließlich den Gewerkschaften, politischen Apparaten und Bürokratien endlich zur Ordnung zu rufen, welche es fortwährend bis zur Unmöglichkeit erschweren, dass die Passage gemeistert werden kann. Ansonsten stünde in der Tat zu befürchten, dass die hierzulande ansässigen Unternehmen den Anschluss an die Weltspitze vollends verlieren.

    • Aber doch nicht Herr Bundeskanzler Merkel…🤪

      • Dadurch, dass Industrieproduktion eine Kunst ist, für die in Japan sogar der eigene Begriff des Monozukuri steht, kommt es entscheidend auf das Talent an, „welches der Kunst die Regel gibt“ (Kant, 1790: 178). Am allerwenigsten maßgeblich für das Geschehen in den Betrieben sind daher diejenigen Zeitgenossen, die nicht über das „angeborne produktive Vermögen“ (ebd.) verfügen. Wenigstens das Bundesforschungsministerium sollte somit nicht länger zuhauf öffentliches Geld für buchstäblich nichts ausreichen. Von Amts wegen würde auf diese Weise bloß die Schmutzkonkurrenz eine Finanzierung erfahren. Vor allem die beste Fabrik müsste dann ihre Pforten schließen.

  • Aber Frau Müller fand bisher doch alles so toll!

  • Leider verstehen einige es nur auf die harte Tour! Erst wenn der Job weg ist kommt man ans nachdenken!

    • Ehrlicherweise muss man sagen, dass es diesen Mitarbeitern der ganzen Automobilbranche gut tut wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen. Es sollten viel mehr entlassen werden (die können sowieso den Rest ihrer Tage mit ihrem Ersparten (durch hohe Löhne, jährliche zig Tausende Boni, Weihnachtsgeld, usw.) leben. Sie sind/waren Arrogant und Hochnäsig, Intollerant schlechteren Löhnen gegenüber aus anderen Berufen.
      Auch sollte es mal die z.B. Versicherungsbranche, Banken, Flugpersonal usw. treffen – hier werden auch überdurchschnittlich übertriebene Gehälter bezahlt – was am Ender der Kunde bezahlten darf (muss). Und am Ende sollte es zwingend den ganzen Beamten- u. Verwaltungsapparat treffen, was überfällig ist.
      Hier ist so viel im Argen und im Schiefstand, dass eine Art Bereinigung vielleicht sogar richtig ist.
      Nur leider führt der Prozess für die jetzt schon wenig Habenden zur echten Armut – das ist bitter.

  • Es gibt kaum Schöneres auf der Welt als Faulenzen im Bürgergeld.

    • Wenn es so toll ist, warum gehen sie nicht selbst dort rein um zu sehen wie es in so einer Situation als Deutsch ist.
      Es sollte schon etwas differenziert werden.
      In Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Lage, wird es wohl immer weniger Arbeitsplätze geben.

  • Die Deutschen wählen seit 1985 in den Ländern und seit 1998 auch im Bund immer wieder SPD und/oder Grüne. Kein Mitleid.

  • Das „Gewarne“ geht mir auf den Geist.

  • Die Stimmen aus der Industrie in den letzten Tagen/Wochen zeigen nur auf daß die Fluchtbewegung begonnen hat. Am Ende will es wieder keiner gewesen sein, der da hauptmitverantwortlich war, wenn das Volk auf die Barrikaden geht!

  • Der Arbeitsplatz Abbau läuft schon seit 2 Jahren. Aktuell verstärkt bei Zulieferern für Teile und Software. 80% der Entwicklung gehr Offshore. Innerhalb der Industrie gibt es keinen Zweifel was die Stimmung angeht. Für viele ist Rüstung die einzige Hoffnung.

  • Die grüne Klima Politik will es so.
    Grüne Politiker in der CDU/CSU, der SPD, der FDP, der grünen und den beiden Linken Parteien und ihre Ableger in der EU wollen lieber den Klima-Weltuntergang „bekämpfen“, als eine deutsche Automobil-Industrie zu erhalten.
    Und wenn die weg ist, bricht natürlich auch das drum herum weg.
    Wenn der Arbeiter im VW Werk zum Arbeitslosen geworden ist, konsumiert der natürlich auch in einer ganz anderen Liga.
    Aber als erstes trifft es erst mal die Zulieferer.
    Sicher auch Spediteure, Lageristen, Fahrer…
    Dann die Konsum Tempel, Entertainment, Restaurants, Kleidung, Reisen, Ausrüster für teure Hobbys.
    Grüne Klima Politik zerstört die gesamte Wirtschaft, unseren Wohlstand.

  • einfach weiter die Altparteien wählen, solange bis der letzte Arbeitsplatz weg ist.

    • der Schmerz ist in der Arbeitswelt noch nicht stark genug

  • Die Stimmung ist also schlecht. Das stimmt hoffnungsvoll – die Berufsoptimisten werden offenbar nicht alle. Denn ist die Lage ist: – hoffnungslos!

  • Ach ,welch neuen Worte 🤣🤣🤣.
    Das hat man vor 15 Jahren schon gesendet wo das hin läuft!
    Und das ist sicherlich nicht das Ende der Fahnenstangen.. da geht’s sicherlich noch ne danke Strecke bergab!
    Das ist noch lange nicht beendet der rutscht ins nichts.

  • Die Merkel Freundin, merkt etwas.

  • Die deutsche Automobil Industrie hat doch hinter der Politik der letzten Regierungen gestanden. Stets wurde fleißig applaudiert. Jetzt darf man die Früchte seiner Taten ernten. Kein Mitleid, kann weg.

  • Ja, genau. Erst alles auf das „gelobte Land“ China ausrichten und zuhause Mondpreise aufrufen, sich dann bei jeder sich bietenden Gelegenheit vom Steuerzahler „retten“ lassen und als Gegenleistung ins Ausland verschwinden und hiesige Arbeitsplätze abbauen. Tolle Leistung, liebe Automobilindustrie!

  • Wenn die Abrissbirne vor der Zerstörung warnt.

Werbung