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Berlin

SPD-Vorstoß: Ramadan-Beleuchtung für die Hauptstadt

Auch in Berlin gibt es jetzt Forderung nach Ramadan-Beleuchtung in der Öffentlichkeit: Die SPD fordert eine solche „tolle Geste“ in der Hauptstadt. Die Bürger sehen solche Beleuchtung kritisch.

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Frankfurt und Köln haben zur Feier des muslimischen Fastenmonats Ramadan Festbeleuchtung im Stadtbild aufgehängt – und viel Kritik geerntet. Jetzt diskutiert auch Berlin eine solche Geste. SPD-Politiker Orkan Özdemir, Fraktionssprecher im Abgeordnetenhaus für Antidiskriminierung, Integration und Kampf gegen Rechtsextremismus, fordert Ramadan-Beleuchtung in der Hauptstadt:

„Als multikulturelle Stadt sollten wir die großen Feste der Berlinerinnen und Berliner gemeinsam feiern und genauso wie zu Weihnachten und Chanukka auch zum Ramadan eine Beleuchtung installieren. Das wäre eine tolle Geste, die unsere Gesellschaft verbindet“, sagte er dem Tagesspiegel. „Wir sollten als Abgeordnetenhaus bereit sein, für die Beleuchtung zu diesen drei Festen Geld in die Hand zu nehmen.“

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Auch der Handelsverband Berlin-Brandenburg zeigt sich grundsätzlich offen für die Idee. Allerdings sollten keine Landes- oder Bezirksgelder dafür verwendet werden. „Keine öffentlichen Mittel! Das muss privat finanziert werden, wie wir es grundsätzlich für alle Formen der Festbeleuchtung empfehlen“, sagte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. 

Die Bevölkerung derweil lehnt solche Gesten ab: Umfragen zufolge steht bundesweit eine überwältigende Mehrheit von 92 Prozent solcher Ramadan-Beleuchtung kritisch gegenüber. Eine nicht repräsentative Tagesspiegel-Leserumfrage zu dem Thema zeigt, dass auch 67 Prozent der Teilnehmer von der Idee nichts halten.

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