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Deutsche Medien verschweigen

Spanische Presse berichtet über Migrationshintergrund der Mallorca-Vergewaltiger

Sechs Männer werden auf Mallorca der Gruppenvergewaltigung beschuldigt. Sie sollen in den Morgenstunden des 13. Juli eine 20-Jährige gemeinsam missbraucht haben. Der Fall schlägt hohe Wellen in Deutschland. Über den „Verdacht einer Gruppenvergewaltigung von deutschen Urlaubern“ schreibt der Merkur. Die Bild spricht von „Sechs Deutsche[n]“. Und im Stern liest man über den Peiniger des Opfers als ihren „Landsmann“, den „deutschen Urlauber“.

Manche Medien schaffen es, das „Deutsch-sein“ der Täter in ungefähr jedem Absatz zu betonen. Allein diese Überbetonung macht stutzig. Auch die Bilder der Tatverdächtigen, die im Netz zirkulieren, legen nahe: Hier wird zumindest nicht die ganze Wahrheit erzählt.

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Deutsche Medien lassen weg – in Spanien spricht man offen

Der Blick in die spanische Presse bestätigt das. Das Insel-Blatt Diario de Mallorca schreibt: „Die Verdächtigen sind Deutsche mit türkischen Wurzeln.“ Und die spanische Zeitung Ultima Hora berichtet von „jungen Deutschtürken“. El Caso schreibt über „sechs junge Deutsche türkischer Herkunft“.

Die deutsche Presse hingegen entscheidet sich lieber für das Weglassen.

Mittlerweile sind die sechs Männer festgenommen werden – vier von ihnen wird Vergewaltigung vorgeworfen und zwei „Einschüchterung“. Es soll zunächst zu einvernehmlichen Sex zwischen einem der Männer und dem Opfer gekommen sein. Dann sollen die Freunde des Mannes das Zimmer betreten, sie festgehalten und vergewaltigten haben. Die Frau befindet sich in psychologischer Behandlung, die Männer behaupten weiterhin, es sei einvernehmlicher Sex gewesen.

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