„Roter Block“ vorne
Sozialdemokraten gewinnen dänische Parlamentswahl – trotz des schlechtesten Ergebnisses seit über 100 Jahren
Die dänischen Sozialdemokraten – besonders bekannt für ihre harte Migrationspolitik – haben die dortige Parlamentswahl gewonnen. Dabei hat die Partei von Premierministerin Frederiksen deutlich an Stimmen eingebüßt und das schlechteste Ergebnis seit über 100 Jahren erreicht.
Die dänischen Sozialdemokraten unter Führung von Premierministerin Mette Frederiksen haben die Neuwahl des dänischen Parlaments gewonnen. Obwohl die Partei ihr schwächstes Ergebnis seit über 100 Jahren erzielt hat, wird sie mit rund 22 Prozent der Stimmen stärkste Kraft im Land. Gegenüber der letzten Wahl vor vier Jahren haben die Sozialdemokraten jedoch deutlich verloren.
Für Frederiksen stehen jetzt schwierige Koalitionsverhandlungen an – weder ihr linker „roter Block“ noch der „blaue Block“ der rechten Parteien konnte eine Mehrheit erreichen. Als Königsmacher werden wohl die Moderaten unter Führung des ehemaligen Premierministers Lars Løkke Rasmussen fungieren – nur sie können einem der beiden Blöcke zu einer Mehrheit verhelfen. Da Frederiksens „roter Block“ jedoch sechs bis sieben Sitze mehr halten wird als die Rechten, ist wahrscheinlich, dass die Sozialdemokraten an der Macht bleiben werden.
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In ihrer zweiten Amtszeit als Premierministerin ab 2022 hat Frederiksen ein Kabinett über die Blöcke hinweg geführt – eine historisch äußerst seltene politische Konstellation in Dänemark: Die größte konservative Partei des Landes, die Liberalen, ging gemeinsam mit den Moderaten ein solches Bündnis mit Frederiksens Sozialdemokraten ein.
Doch die Regierungsmitglieder machten sich durch diese Kompromissregierung auf ihrer jeweiligen politischen Seite unbeliebt. Von links konnte deshalb nun die Sozialistische Volkspartei Stimmen von den Sozialdemokraten abschöpfen, während die Liberalen gegenüber mehreren konservativen und rechten Parteien, darunter der Liberal Alliance, der Dänischen Volkspartei und den Konservativen, an Boden verloren. Insgesamt haben alle Mitglieder der aktuellen Regierung an Stimmenanteilen verloren.
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Frederiksen hatte infolge der außenpolitischen Auseinandersetzung mit Donald Trump in der Grönland-Krise in ihren Beliebtheitswerten deutlich zugelegt und deshalb Ende Februar eine vorzeitige Neuwahl des Parlaments angekündigt. Doch zuletzt haben die Sozialdemokraten in den Umfragen wieder leicht verloren – durch eine zersplitterte Opposition ist die Partei dennoch mit großem Vorsprung stärkste Kraft. Weit abgeschlagen folgen auf Platz zwei und drei die Sozialistische Volkspartei (11,5 Prozent) und die Liberalen (10 Prozent).
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Schon interessant, wie offenbar hier von meinen geschätzten Mitforisten, die dänischen Sozialdemokraten mit der deutschen SPD gleichgesetzt werden.
Allerdings trifft diese Gleichsetzung in den meisten Politikfeldern überhaupt nicht zu.
Zwischen Mette Frederiksens Socialdemokratiet und der SPD eines Lars Klingbeil und einer Bärbel Bas liegen Welten.
Von daher kann ich die Frustration hierzulande nicht verstehen.
Im übrigen hat sich das Pendant der AfD, die DF verdreifacht.
Insgesamt gibt es auch im künftigen Folketin deutlich mehr Parteien als im deutschen Bundestag.
Es werden wohl elf an der Zahl sein.
Wer sich tiefer informieren möchte, kann das beim deutschsprachigen „Nordschleswiger“ tun. Hier gibt es eine übersichtliche Grafik über den Wahlausgang:
https://www.nordschleswiger.dk/daenemark/folketingswahl-alle-zahlen-im-ueberblick/3413915
Danke für den informativen Link 🙂
Diese alternativen Fakten interessieren hier nicht
Die Mitforisten halten halt nichts von Anti-Trumpismus, Engergiewende, Gendersquatsch, EU-Unterwerfung, Ukraine-Ultras und vom autoritären Stil einer Frederiksen.
Und vielleicht erinnert sich auch der ein oder die andere daran, wer denn die ganzen muslimischen Einwanderer zuvor ins Land gelassen hat, die man jetzt wieder los werden will (Antwort: Rasmussen, Sozialdemokrat) und auch daran, welche Partei den Druck erzeugt hat, dass Frederiksen den Kurs ändern musste (Antwort: Dansk Folkeparti).
Die Mitforisten sind halt konservativ, also vernünftig.
Folketing meinte ich…….
Noch ein kleiner Hinweis: Die letzten Parlamentswahlen liegen erst drei Jahre zurück.
Häufigere Regierungswechsel und auch Minderheitsregierungen sind in Dänemark nicht selten.
Das ist ja das Problem. Was kann man in drei oder vier Jahren zuwege bringen? Und gerade die Minderheitenregierungen (Blockbildung) lassen eine Mehrheit einfach abschmieren. Sieht man doch an der AfD. Nö, so ein Klüngel ist nicht im Sinne des Rechts.
Wir haben viel zu viele Parteien, Splitterparteien und Kleinstparteien!!!
Da blickt doch kein Mensch mehr durch.
Ich will das amerik. System!!
Warum wählen die Leute immer noch diese VERDAMMTEN Sozen? Die sind doch VEURSACHER des UNTERGANGS !!!!! Die Wähler sind scheinbar in der Mehrheit SCHEISSBLÖD !!!!! Ich bin STINKSAUER !!!!!!
Dänen lügen nicht!!!
Da haben die Schreiberlinge in den Mainstream-Medien in Europa wegen der angeblichen Haltung in der Grönland Frage einen haushohen Sieg für Frederiksen herbei geschrieben. Oder Griff die Einflussnahme der EU in die Wahlen nicht?
Nieder mit den Sozial Demokraten in Europa und es lebe die konservative Politik!!!
Richtig, das war pure Propaganda.
Man hätte die Grönland-Sache auch ganz anders verpacken können. Dann gehörte Grönland jetzt zu den USA und alle wären glücklich damit.
@Knorks nicht das ich mich beklagen es ist aber schon interessant hier.
Ich schrieb den ersten Leserbrief hier und meine Daumen hoch waren sehr schnell auf fünf Daumen hoch kurze Zeit später waren es 2 Minus. Um anschliessend wieder auf vier Daumen hoch zu schnellen. Jetzt stehe ich wieder bei Null.
Nicht das ich mir über viele Daumen hoch etwas einbilden würde aber meine Aussagen eines Erdrutsch Sieges der Frederiken verzapfte auch das Schweizer Fernsehen gestern Abend und ist Richtig.
Aber die Aussage nieder mit den Sozialdemokraten verärgerte sicher viele Sozies hier.
Ich wusste gar nicht das sich hier viele treue Sozialdemokraten auf AN tummeln.
Das ist meine persönliche Analyse und jetzt können die strammen Sozialdemokraten wieder die Daumen runter bei mir drücken. Du stehst auch wieder bei null! Ich hätte nie gedacht das es sehr viele Fans des Altparteien-Kartell gibt, es wieder spiegelt das Wählerverhalten in Deutschland sie wählen immer die gleichen Verbrecher.
Wie bei uns auch: Ganz gleich wie sehr die SOZEN ABKACKEN, an der reGIERung sind sie trotzdem….