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Peter Frey

„So war es in der Nazi-Zeit“: Ex-ZDF-Chefredakteur möchte Einschränkung der Pressfreiheit um Hetze zu verhindern

Ex-ZDF-Chefredakteur Peter Frey hat in einem Kommentar Daniel Günther verteidigt. Freiheit ohne Verantwortung würde den Weg für Ausgrenzung und Hetze freimachen. „So war es in der Nazi-Zeit“, warnt Frey und fordert deshalb die Einschränkung digitaler Plattformen.

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„So war es in der Nazi-Zeit“: Peter Frey stärkt Daniel Günther den Rücken (IMAGO/Oryk HAIST)

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Der ehemalige Chefredakteur des ZDF, Peter Frey, hat in einem Kommentar beim Deutschlandfunk nicht nur Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther für dessen Auftritt bei Markus Lanz verteidigt, sondern auch selbst Qualitätsmechanismen für Medien gefordert. So kritisierte Frey fehlendes „Verständnis für journalistische Qualitätsmaßstäbe, zu wenig journalistische Selbstkritik“ und „zu wenig öffentliche Diskussion über Medienstandards.“

Frey kritisiert außerdem die Rundfunk- und Fernsehräte, die inneffektiv bei der Bekämpfung von angeblichem Populismus seien: „Gerade in Zeiten des Populismus tun die Gremien sich schwer, Kriterien zu definieren und durchzusetzen, welche Äußerungen, Interviews oder Beiträge gegen die oft zu abstrakten Programmrichtlinien verstoßen.“ Das habe dazu geführt, dass Wagenknecht zur Quotenbringerin geworden sei und Fernsehauftritte von Co-AfD-Chefin Alice Weidel immer normaler werden würden.

Und so rechtfertigt Frey Günthers Angriff auf die Pressefreiheit mit einem Nazivergleich: „Freiheit ohne Grenzen, Freiheit ohne Verantwortung machen den Weg frei für Ausgrenzung und Hetze. So war es in der Nazi-Zeit. Und so ist die Gefahr jetzt, zumal wenn Algorithmen das Polarisierende nach oben ranken.“ Deshalb, so Frey, müsse über die Regulierung und Begrenzung von digitalen Plattformen gesprochen werden – ob für ihn auch Neue Medien wie Nius zu digitalen Plattformen zählen führe er nicht aus.

Schließlich stellte Frey, der traditionell als SPD-nah gilt, Günther als das eigentliche Opfer der Debatte dar: Hinter der Kritik an den Äußerungen des CDU-Politikers sieht der ehemalige ZDF-Chefredakteur „das Ziel, einen frei denkenden Konservativen und die, die ihm zustimmen, einzuschüchtern.“

Günther hatte angeblich rechte Portale wie Nius bei Markus Lanz scharf kritisiert. So meinte Günther: „Brosius-Gersdorf zum Beispiel: Ich meine, wer hat denn dagegen geschossen? Nius und solche Portale. Und es gibt Abgeordnete meiner Union, die solche Portale lesen, die so was teilweise auch weiterschicken, die so was in WhatsApp-Gruppen verteilen.“

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Nius-Artikel seien, so behauptete Günther bestandslos, meist „vollkommen faktenfrei“. Und weiter stellte er infrage, ob die Inhalte von Nius von der Pressefreiheit gedeckt seien: „Aber die treten eben auf und machen den Eindruck, als wäre das sozusagen im Sinne der Meinungsfreiheit etwas, was man in unserem Land sagen darf. Und ich glaube, das ist einfach falsch, wenn man das einfach so hinnimmt.“

Später antwortete er auf Lanz’ Nachfrage, ob er Zensur und Verbote fordern würde, mit „Ja“, bevor er erst auf erneute Nachfrage des Moderators auf das Thema Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige umschwenkte.

bc

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100 Kommentare

  • 33 kommt wieder und wieder sind es die Linken plus CDU!

    103
    • Dann kommt ’89 auch wieder.

    • Ungern verwende ich verschleiernde Begriffe wie „links“ oder „rechts“. Wenn man in diesen Kategorien denkt, ist die CDU/CSU extrem links.

    • Da hast Du was verwechselt. Das linke Regime in Deutschland mit Zensur war in der DDR.

      • Die NSDAP war die „deutsche Linke“…
        Daher „Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei“…

    • Leider ist dieser Satz aktueller denn je.

      Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Nein, er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus

    • Es ist der Sozialismus, der immer wieder kehrt – wie 33!
      Igor Schafarewitsch – der Todestrieb der Geschichte lesen bringt etwas Erklärung.
      Grüße

    • Wie in der Nazi-Zeit…

      Und darum möchte Peter Frey wohl sowas wie eine Reichsschrifttumskammer, die in einer jährlichen Reichspressekonferenz Journalisten genaue Anweisungen gibt, was und wie sie zu berichten haben.

      Journalisten dürfen dann nicht mehr das schreiben, was sie sehen, erfahren oder denken, sondern nur das, was nicht als „Desinformation“ deklariert wird.

    • 33 haben wir doch in vielen Bereichen schon.

      Nach der Abstimmung 30.01.24 marschierte der Linksmob auf Parteizentralen und belagerte sie.

      Manche würden auf folgende Punkte hinweisen:

      1. Eine gleiche Linie bei Medien und Justiz ist NICHT mehr zu verbergen (also eine …Schaltung).

      2. Ausgrenzung und Boykotte wie zum 01.04.33 trifft nun auch gezielt eine Gruppe.

      3. Wer sich selbst Macht und Privilegien gönnt, nennt man Selbstermächtigung.

      4. Auch das Berufe und Beschäftigungen beim Staat nun für Personengruppen „tabu“ sind, keine Erfindung des Altparteienkartells.

      5. Das Entfernen und Verbieten von Parteien und deren Vertreter, war ebenfalls eine Kampfansage von einst.

      usw. Parallelen sind doch jetzt schon nachweisbar und nur weil man sie nicht benennt oder benennen darf, sind sie trotzdem da.

  • …also Einschränkung der Pressefreiheit, um die Wahrheit zu unterdrücken???…

    • Nein, um „ihre “ Wahrheit zu retten!

      • Wohl eher um das System ÖRR mit all seinen Nutznießern am Leben zu erhalten .
        Ein ÖRR der die Meinungshoheit verliert ist am Ende auch der Politik keine 9 Milliarden im Jahr mehr Wert wert !
        Das hat nicht mit oder gegen Hass und Hetze zu tun . Reiner erhalt des Status Quo ! Der Mann hat vielleicht noch selber das System bezahlte Meinungsmache mit eingeführt und durchgesetzt !

    • Vielleicht hätte der Mann sich als erstes mal Gedanken um die Vielfalt und Meinungsfreiheit bei seinem ehemaligen Arbeitgeber machen sollen .
      So wie sich in der Politik mangels Vielfalt und lebendigen Diskurses Alternativen Zwangsweise gebildet haben so ist das in der Medienlandschaft eben auch !
      Nur zu Erinnerung für Peter Frey das nennt sich Demokratie und Meinungsfreiheit .
      Falls der gute Mann das vergessen oder auch nie gelernt oder verstanden hat .

      • „Vielfalt“ ist ein links/rot/grüner-terroristischer Kampfbegriff. Weshalb bedienen Sie sich solcher Ausdrucksweise?

  • Man kann Günther vieles nachsagen, aber ein frei denkender Konservativer ist er mit Sicherheit nicht.

    • Das geschlossen faschistoide Verhalten der Systemmedien, auf diesen Antidemokraten besorgt mich viel mehr….

  • Recht hat er. Genauso war es. Gleichschaltung der Medien, Repression gegen andersdenkende.
    Aber ich fürchte, so hat er es nicht gemeint.

    • Die Verbrechen während der Zeit des Nationalsozialismus sind ja wohl alles andere als das Ergebnis von „zu viel“ Pressefreiheit.

  • Ist der schon so alt, dass er die „Dunkle Zeit“ miterlebt hat?! Ansonsten stellt er lediglich Vermutungen aufgrund von Quellenanalyse an. So war es…. wäre dann fehl am Platz.
    Bzgl. Gleichschaltung gibt es jede Menge Quellen, mit denen contra Günther debattiert werden kann.

  • Das genau hat Hitler getan, er hat die Freie Presse verboten, denn die freie Presse hatte ja ungeschminkt von dem Berichtet was das Regime nicht hören wollte und das musst natürlich aus Sicht des Regimes Verboten werden um zu verhindern das die Bevölkerung vor ihren Machenschaften gewarnt wird. Also müsste man doch die Pressefreiheit schützen damit nicht wieder solche Ideologen wie Hitler, Stalin, Lenin, usw. an die Macht kommen.

    • Und guter Journalismus hat ja seine News auch mit Fakten untermauert die nachprüfbar sind und auf dem Boden realer und nicht fiktiver Geschehnisse ruhen.
      Daran erkennt man Qualitätsmedien!

  • Verantwortung ist immer Selbstverantwortung – sonst ist es keine Freiheit.

  • Pures Gaslighting. Wirklichkeit und Wahrheit sind stärker.

    • Bedeutung:
      „Gaslighting wird oft von Menschen mit narzisstischen, dissozialen oder psychopathischen Persönlichkeitsstörungen angewendet, kann aber auch unbewusst geschehen. Es ist eine Form der psychischen Gewalt, die in Beziehungen, am Arbeitsplatz oder in der Politik vorkommt.“

  • Die Nazis haben die Phrase „Haß und Hetze“ erfunden, um Kritik zu diskreditieren. Das ist heute in der Tat wie damals. Und damals wie heute fühlen sich diejenigen, die „Hass und Hetze“ bekämpfen, im Recht.

    Paragraph 2 Heimtückegesetz von 1934: „Wer öffentlich gehässige, hetzerische oder von niedriger Gesinnung zeugende Äußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates oder der NSDAP, über ihre Anordnungen oder die von ihnen geschaffenen Einrichtungen macht…“, wird mit Gefängnis bestraft.

    • Vielen Dank, Erik Z, das sollte man durchaus verbreiten und publizieren. Es ist ein Volltreffer. Ich werde dies so einigen „guten Menschen“ in meiner Umgebung unter die Nase halten.

    • Tja, geschichtliches Wissen über Ausdrucksformen des Totalitarismus ist bei den ÖR Medien und ihrer Protagonisten leider Mangelware. Da bedient man sich eben munter genau den Mitteln, die man doch für mit einer freien Gesellschaft unvereinbar erklärt.

    • Man kann das heute wieder benutzen. NSDAP wird ersetzt durch: „über leitende Persönlichkeiten des Staates, staatlicher Organisationen, der Zivilgesellschaft oder die ‚demokratischen Parteien’….“. Und schon hat man, was man möchte. Der kleine Wermutstropfen: Es wäre nicht mit dem GG vereinbar. Aber daran werden sie arbeiten, da bin ich sicher.

  • Das ZDF könnte mal mit dem Rauswurf von Hetzer Böhmermann und Theveßen beginnen. Für diese Leute müssen alle auch noch Zwangsbeiträge zahlen.

    • Die dürften mit dem Rauswerfen dann gar nicht mehr aufhören.

      „Viele Fabriksbesitzer wurden immer reicher. Marx fand das sehr ungerecht. Er wollte, dass es keine Reichen mehr gibt, die über Arme herrschen, sondern dass alle gleich viel haben und gleichgestellt sind.“ – ZDFtivi | logo! über Karl Marx vom 05.05.2018

      „Eigentlich gibt es in Deutschland so viel Wohnungen wie noch nie. Doch gerade in größeren Städten gibt es oft zu wenige. Das liegt unter anderem daran, dass immer mehr Menschen vom Land in die Städte ziehen.“ – ZDFtivi | logo! vom 24.09.2018

      „Die AfD versucht den Menschen absichtlich Angst vor Flüchtlingen zu machen.“ – ZDFtivi-logo! am 27.10.2019

      „Kritik an den Gesetzen im Iran generell auf das Tragen eines Kopftuchs zu übertragen … diffamiert Kopftuchtragende und reproduziert antimuslimischen Rassismus.“ – ZDF heute am 20.09.2022

      „Rassismus gegen weiße Menschen gibt es nicht.“ – ZDF (37 Grad) am 20.02.2024

      Etc., etc., …

      • Danke für die Hinweise. Auch Hayali wäre noch eine Kandidatin. Am besten den ÖRR ersatzlos abschaffen.

        • Zitat: Am besten den ÖRR ersatzlos abschaffen.
          Super Idee. Du hast den Job. Mach hinne, Zeit drängt!
          https://beitragsblocker.de/

          0
    • Wie war das noch mal mit der einen und der anderen Krähe?

    • Ich glaube wenn wir jetzt anfangen mit aufzählen, dann werden wir nie fertig.
      Restle, Bosetti, Kebekus, Hayail … … …
      Am besten die ganzen Laden abwickeln.
      Ach einige sind beim Ersten. Egal kann auch weg.

  • Wie aus dem Lehrbuch autoritärer Regime. Jetzt wagen sich immer mehr aus der Deckung und verbergen ihre totalitären Absichten nicht einmal mehr.

    1. Zuerst wird der politische Gegner/Opposition/kritische Medien verleumdet, diffamiert, etc.
    2. Dann wirft man ihnen vor, die politische Ordnung zu stören bzw. gegen das System zu sein.
    3. Später werden Gesetze geändert bzw. so angepasst und ausgelegt, dass eine strafrechtliche Verfolgung möglich ist.
    4. Und am Ende steht das Verbot.

    Artikel 5 Grundgesetz: „Eine Zensur findet nicht statt.“ – Ich hoffe sehr, dass es so bleibt.

  • Frey…hmm, irgendwie kommt einem der Name bekannt vor. Gabs da nicht mal so einen Verleger? Ist bestimmt eine andere Familie.

  • „Freiheit ist die Abwesenheit von Zwang“ (französische Revolution?)
    „Freiheit ist die Eingebundenheit in den Dienst“ (alter BRD-CDU Slogan)
    „Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit“ (DDR…)

    ..sucht euch etwas aus…

  • Stimmt, so war es in der Nazi-Zeit: es gab Zensur.

  • Entschuldigung, aber für mich klingt das, was der Herr Frey da von sich gibt, doch verdächtig nah am antifaschistischen Gründungsmythos der DDR.

  • Wes Geistes Kind er selbst ist, hat er klar kommuniziert und sollte dazu führen, dass seine Pension überdacht werden muss.

  • Nach Zustimmung für Günther. Wird auf einmal der Nutzen der Pressefreiheit diskutiert.
    Wir haben fertig.

  • Na ja, ehemaliger ZDF Chefredakteur, das sagt doch alles.

    • Diese Sprüche könnten auch vom Chefredakteur des „Neues Deutschland“ im Jahre 1988 sein, als es noch das „Zentralorgan der SED“ war.

  • „„Gerade in Zeiten des Populismus tun die Gremien sich schwer, Kriterien zu definieren und durchzusetzen, welche Äußerungen, Interviews oder Beiträge gegen die oft zu abstrakten Programmrichtlinien verstoßen.““

    Das wird dann in Zukunft das Wahrheitsministerium™ übernehmen.

    • Das geht jetzt ziemlich rasant, denke ich. Diesen Leuten drängt die Zeit und die Agenda wird durchgezogen. Bis die breite Masse noch irgendwas mitbekommt, ist die Sache gelaufen und dann ist es den meisten auch egal. Ich wette drauf.

    • Siehe @ Erik Z. Das Heimtückeministerium.

  • Es eskaliert langsam. Man merkt dass die Deutungshoheit der sogenannten“Qualitätsmedien“immer mehr verloren geht. Je wilder sie um sich schlagen um so mehr Staub wirbeln sie damit auf. Vor der Konfrontation darf man nicht zurück schrecken.

  • Irgendwo im All scheint eine Supernova der Dreistigkeit und Unverschämtheit explodiert zu sein und das Jahr 2026 zu dominieren, auf der Erde und in der BRD🤦🤦🤦

  • Bestimmt wird es Herrn Frey überraschen, dass in der Nazizeit ganz genau keine Rede- und Meinungsfreiheit für Presse oder das gemeine Volk herrschte, sondern das genaue Gegenteil. Es war sogar lebensgefährlich, Zweifel am Endsieg zu äußern.

    Eine derartige Thyrannei sollte es auf deutschem Boden nie wieder geben. Aus diesem Grund wurde die Meinungs- und Informationsfreiheit im Grundgesetz geschützt und Zensur ganz unmissverständlich ausgeschlossen.

    Mehr ist darüber eigentlich nicht zu sagen. Weiß Herr Frey das wirklich nicht – oder lügt er bewusst? Egal, wir verdanken es Menschen wie Frey, dass in unserem Land seit Jahren die selbstverständlichsten Selbstverständlichkeiten des freiheitlichen Rechtsstaats erodieren.

  • Faschisten erkennt man an Ihren Taten.

  • Mit den Medien ist es wie mit der Politik. In allen Rundfunkräten oder Fernsehräten sitzen Politiker. Also kann es nie unabhängige Medien geben. Gewählt werden immer Parteien die dann bestimmen wer sie vertritt. Die Politiker dienen dann den Parteien und nicht den Bürgern und wem dienen die Parteien?

  • Ich finde es allein schon so anmaßend und unverschämt, dass dieser Mensch meint, beurteilen zu können, „wie es in der Nazi-Zeit“ war. Mein Vater sel. A. und Jahrgang 1926, hätte dem Wicht ganz schön etwas zu erzählen gehabt.

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