Öffentlicher Dienst
Sieben Prozent mehr: Verdi und Co. wegen „völlig überzogener“ Lohnforderungen in der Kritik
Verdi und der dbb fordern deutliche Lohnanhebungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Mit bundesweiten Warnstreiks üben sie starken Druck auf die Arbeitgeber aus. Dabei sind die Gehälter im öffentlichen Dienst bereits jetzt deutlich überdurchschnittlich.
Am heutigen Mittwoch wird erneut über Lohnerhöhungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder verhandelt. Insgesamt geht es dabei um mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte sowie indirekt um rund 1,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger.
Konkret fordern die Gewerkschaften Verdi und dbb für die Beschäftigten der Länder eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent auf die Monatsgehälter, mindestens jedoch 300 Euro mehr. Für Nachwuchskräfte sollen zusätzlich 200 Euro gezahlt werden – bei einer angestrebten Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten.
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Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), die die Arbeitgeberseite vertritt, hat bislang kein eigenes Angebot vorgelegt. Verdi-Vizechefin Christine Behle verwies zuletzt jedoch darauf, dass den Arbeitgebern eine Lohnerhöhung von fünf Prozent bei einer Laufzeit von 29 Monaten vorschwebe. Aus Sicht der Gewerkschaft ist dies zu niedrig, zudem sei die vorgesehene Laufzeit zu lang.
Die Forderungen der Beschäftigten beziehungsweise der Gewerkschaften sind jedoch nicht unumstritten, da die Gehälter im öffentlichen Dienst – insbesondere in höheren Entgeltgruppen – bereits überdurchschnittlich hoch sind, wenn man sie mit der privaten Wirtschaft vergleicht.
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Zudem kam es in der Vergangenheit bereits wiederholt zu Anpassungen der Vergütung. Im TVöD (Bund) sowie im TV-L, dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, gelten seit Februar 2025 bereits angehobene Sätze: Zum 1. Februar 2025 stiegen die Löhne um 5,5 Prozent zuzüglich eines Sockelbetrags von 200 Euro.
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Betroffen waren insbesondere Universitätskliniken, Hochschulen, öffentliche Verwaltungen, Straßenbauämter sowie der öffentliche Nahverkehr. In mehreren Bundesländern legten darüber hinaus Beschäftigte in Kitas, Schulen und Museen ihre Arbeit nieder.
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In zahlreichen Landeshauptstädten und Metropolen versammelten sich die Teilnehmer in großer Zahl. In München und Erlangen kam es am Dienstag zu größeren Kundgebungen; nach Angaben von Veranstaltern und Polizei nahmen dort rund 6.200 Menschen teil.
In Hannover und Bremen kamen laut Verdi-Landesbezirkschefin Andrea Wemheuer sogar jeweils knapp 3.500 Demonstranten zusammen. In Baden-Württemberg, insbesondere in Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen und Heidelberg, gingen nach Angaben von Verdi rund 1.900 Teilnehmer auf die Straße. Insgesamt riefen die Gewerkschaften etwa 150.000 Beschäftigte zur Arbeitsniederlegung auf. Wie viele diesem Aufruf tatsächlich gefolgt sind, ist derzeit noch nicht bekannt.
Kritik an den Forderungen der Gewerkschaften kommt aus mehreren Richtungen. Der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Andreas Dressel, der zugleich als Hamburger Finanzsenator amtiert, bezeichnete die Forderungen als „völlig überzogen“.
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Darüber hinaus steht auch die Verhandlungsstrategie der Gewerkschaften in der Kritik. „Deutschland braucht dringend ein Gesetz für Fairnessregeln bei Streiks“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, gegenüber der Bild. Er warf Verdi vor: „Erst streiken, dann verhandeln – das zerstört Vertrauen.“ Dieses Vorgehen sei verantwortungslos.
Letztlich stellt sich auch die Frage, wie die geforderten Lohnerhöhungen überhaupt finanziert werden sollen. Denn die Bundesländer stehen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Die Haushalte sind stark belastet, und an allen Ecken und Enden fehlt es an Mitteln – etwa für die Sanierung kritischer Infrastruktur wie Schulen, Krankenhäuser oder Straßen.
Nach Daten von Statista summieren sich die Schulden der Bundesländer inzwischen auf 615,4 Milliarden Euro (Stand: erstes Quartal 2025). Die höchste Verschuldung weist Nordrhein-Westfalen mit rund 174 Milliarden Euro auf.
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Die sollten streiken für weniger Lohnsteuern und niedrige Sozialbeiträge. Höhere Löhne, da reibt sich nur der Staat die Hände!
Hört sich gut an aber ist falsch. Gestreikt werden darf nur für etwas was der Arbeitgeber lösen kann (durch den Arbeitsvertrag).
Bei politischen Forderungen könnte der Arbeitgeber noch so willens sein: er kann keine Veränderung herbeiführen (arbeitsvertraglich).
Lohsteuer und Sozialbeiträge legt der Staat fest, also wäre es ein politischer Streik der dann zu Verlusten beim Arbeitgeber führt.
In Frankreich funktioniert so etwas. Die Gewerkschaft könnte auch gegen den Staat streiken!
Verdi macht doch gegen die AfD Stimmung, wann immer es geht. Gegen die Altparteien stellen die sich ganz sicher nicht.
Hier ist aber nicht Frankreich und es ist besser so. Die deutsche Rechtslage ist sinnvoll um nicht Betriebe wirtschaftlich zu schädigen.
Hindert hier niemanden an einer Demonstration teilzunehmen. Dazu kann die Gewerkschaft auch aufrufen aber nicht während der Arbeitszeit. Schadet dann dem Arbeitgeber nicht der ja nicht die Gesetze und Verordnungen festlegt.
Das kapieren die nicht.
Danke, ich wollte es gerade schreiben.
Gewerkschaften sind Teil des Problems. Hilft nur austreten, hat mich 20 Jahre gekostet das zu verstehen jetzt mit 42. aber hey, eine große Anzahl der Altwähler hat noch gar nichts verstanden 😉
Ich bin ein Altwähler und habe die Gewerkschaft schon 1990 verlassen. Da war ich 32….
Und vor Allem für eine faire Rente!
Denn die jetzt Streikenden gehen auch irgendwann in Rente und dann interessiert die Gewerkschaft sich nicht mehr für diese Menschen!
Führung Verdi sind Systemparteimitglieder. Der öffentliche Dienst bekommt mehr Geld und die Kosten werden komplett auf die „Normalsterblichen“ umgelegt. Also verdient der „Staat“ dank seines Helferschens Verdi Millarden an Steuern, Abgaben, Versicherungen usw. Glaubt da wirklich noch Jemand an Zufall oder ist es abgesprochenes Systemhandeln.
Verdi? Braucht niemand.
Wo ist eigentlich die Grenze zwischen Streik und Erpressung?
Mindestens 300€ mehr?
Das wäre für mich eine Rentenerhöhung von 25% …
Wie organisiert man einen Rentnerstreik?
Warum? Weil sich die AfD so sehr für Arbeitnehmer einsetzt? Ohne Gewerkschaften hätten wir noch Arbeitsbedingungen und Löhne wie im 19. Jahrhundert. Rechte haben noch NIE irgendwas erkämpft.
Das Problem ist nicht die eigentliche Gewerkschaftsidee, sondern die Tatsache, dass die Bande völlig das Augenmaß verloren hat!
Denn mit den steigenden Löhnen steigen auch die Gewerkschaftsbeiträge (=Einnahmen!)
<<>>
Die Wirtschaft letzte Jahren ist praktisch nicht gewachsen. Woher soll bitte das Geld herkommen?
Reallohnverluste haben wir doch erst der Regierung zu verdanken!
Alle haben Reallohnverluste! Es kann doch nicht sein, das Öffentlicher Dienst mehr Geld bekommen, aber in freien Wirtschaft nicht.
Woher soll das Geld kommen?
Einfahc mal die Steuern weiter erhöhen, bis der letzte Leistungsträger auswandern.
Gibt es auch Argumente, Kalle12? Nein? Wäre auch etwas ganz neues…
Das „Augenmaß verloren“ Wenn man Reallohnverluste verhindern will? Während es immer mehr Milliardäre gibt, die immer mehr Vermögen besitzen und immer größere Profite gemacht werden und Frau Klatten eine niedrigere Steuerbelastung als ich hat?
https://www.datapulse.de/milliardaere/
https://netzwerk-steuergerechtigkeit.de/wp-content/uploads/2025/01/241118_Fallstudie_Susanne-Klatten_Druck.pdf
Das versteht der „grenzenlos linke“ sowie so nicht. Es fehlt bei denen massiv an ökonomischem Denken – und anderen Sachen
Gewerkschaften sind ein Relikt eben jener Vergangenheit, die Sie gerade ansprechen. Unmenschliche Arbeitsbedingungen, vielleicht sogar Kinderarbeit, waren während der Industrialisierung an der Tagesordnung, aber diese Zeiten sind vorbei. Woher soll denn bitte das Geld für die Lohnerhöhungen kommen? Maggie Thatcher hatte meiner Meinung nach Recht, die Gewerkschaften abzuschaffen. Und von mir aus können sie das Beamtenturm ebenfalls verschrotten; es ist auch ein unnötiges Überbleibsel einer längst vergangenen Zeit.
@Tömmchen: Sie glauben tatsächlich, dass man fair mit Arbeitnehmern umgehen würde, wenn die keine Interessensvertretung wie Gewerkschaften mehr gäbe? In einem System, das ausschließlich an Profiten interessiert ist? Niedlich.
Ganz zu schweigen davon, das deren Jobs, mit die sichersten sind. Sicherheit hat ihren Preis…
… ohne sich mit Refa-Leuten oder „zielstrebigen“ BWLern rumärgern zu müssen.
„Effektivität“ ist in dem Bereich nämlich ein unbekanntes Wort.
Na dann fragen Sie doch mal einen Busfahrer, für wie „sicher“ der seinen Job in Bezug auf körperliche Unversehrtheit empfindet. Oder bezüglich des Druckes den Fahrplan einzuhalten. Letzteres eingedenk all der vielen Idioten, unterwegs auf deutschen Straßen. Und die Fahrgäste sind nur ein Problem…
Das ist ganz normal. Das Tarifgefüge des ÖD ist sehr starr und orientiert sich am unteren Ende der Wirtschaft – in jedem Konzern wird deutlich besser bezahlt.
In Inflationszeiten leiden alle, aber die Starrheit des Systems neigt dann zu höheren Anpassungen der Gehälter, wohingegen in der Wirtschaft dann oft um jeden Cent gekämpft werden muss.
Das sind zyklisch auftretende Dinge, die man akzeptieren muss. Hintergrundrauschen.
Naja, sie orientieren sich halt am EU-Parlament.
Mehr geht immer!
Wer soll das bitteschön alles bezahlen?
Die sind schon überdurchschnittlich bezahlt. Irgendwann reicht es auch mal.
Eine Überarbeitung findet dort auch nicht statt und es darf gefragt werden, mit welcher Berechtigung ständig Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst gefordert werden.
Kostet der Allgemeinheit nur wieder mal überdurchschnittlich Geld.
Wer soll das bitteschön alles bezahlen?
Und warum bezahlt ihr die Politiker in Bundestag Landtag und Regierung so fiel knete?
Wer zahlt denn die Mrd. für Asylanten, die Ukraine und den Rest der Welt? Da sehe ich das Geld lieber im Land unter den eigenen Leuten verteilt. Von mir aus sollen sie zehn Prozent bekommen.
Wer das bezahlen soll? Diejenigen die sich bisher erfolgreich davor gedrückt haben. Die 10% denen 90% dieses Landes gehören. Jetzt besser verständlich?
Es geht um die Erhöhung für untere Lohngruppen zu priorisieren und nicht die von Oben.
„Die Forderungen der Beschäftigten beziehungsweise der Gewerkschaften sind jedoch nicht unumstritten, da die Gehälter im öffentlichen Dienst – insbesondere in höheren Entgeltgruppen – bereits überdurchschnittlich hoch sind, wenn man sie mit der privaten Wirtschaft vergleicht. “
Dann aber bitte auch nicht Äpfel und Birnen vergleichen: „Höhere“ (was auch immer damit hier gemeint sein soll) Entgeltgruppen betreffen nur besonders hoch qualifizierte Fach- oder Führungskräfte. Ein Vergleich mit dem Durchschnitt der privaten Wirtschaft wäre daher nicht redlich und auch nicht aussagekräftig.
Es läuft doch darauf hinaus, dass die Länder den gleichen Tarifabschluss erzielen wollen wie der der Bundesbeschäftigten. Das Ergebnis war 5,8 Prozent auf zwei Jahre. Es geht nicht um sieben Prozent für ein Jahr.
Alle reden von Deregulierung. Es wird Zeit, dass die Verhandlungen für Bund und Länder wieder zusammengelegt werden. Der gesamte öffentliche Dienst muss gleich behandelt werden. Es wäre auch damit Schluss, dass immer irgendwo im öffentlichen Dienst gestreikt wird. Wir müssen aus dem Streikmodus rauskommen!
Mit wie viel Zaunlatten muss Karlsruhe noch winken? Die Gehaltsunterschiede sind oft verfassungswidrig. Die Rechtsstreitigkeiten haben seit der Föderalismusform kein Ende gefunden.
Vor Jahrzehnten, in meiner Ausbildung (Industriekaufmann) wurde uns schon gelehrt: Das Wirtschaftsministerium, speziell der Minister*IN, kann eine Allgemeinverbindlichkeitsverfügung ausrufen, dann würden Tarifverhandlungen in einem Bundesland für die gesamte Republik gelten. Ohne dass in weiteren Bundesländern die Gewerkschaften zu Streiks aufrufen.
Ob das immer noch Gültigkeit hat, entzieht sich aber meiner Kenntnis. Da ich aus dem ökonomischem Hamsterrad (nach 46 Arbeitsjahren) ausgeschieden bin, verfolge ich das Thema nicht mehr.
Soll heißen: die Politik könnte helfend eingreifen, wenn sie wollte. Oder besser gesagt: wenn es in die Pläne passt. Mehr Gehalt bedeutet ja mehr Steuereinnahmen, somit könnten Streiks für mehr Steuerzahlungen willkommen sein. Für die Politik….
Es gibt innerhalb des ÖD ein massives Lohngefälle.
Die Straßenreinigung, die Mitarbeiter vom Bauhof, Kindergärtner, usw. krebsen ganz unten in der Lohngruppe rum. Bei den studierten Angestellten sieht die Sache allerdings anders aus.
Dort steigt man auch sehr schnell die Entgeltstufen auf und es werden dort auch immer mehr Bullshitjobs angelegt wie Gleichstellungsbeauftragte, Datenschutzbeauftragte, Sicherheitsbeauftragte, Juristen sowie Stellvertreter usw.
Dann gibt es auch noch eine Unterteilung des Tarifs in ÖD in Bund/Kommunen vs. Länder (außer Hessen) wobei der Bund/Kommunen deutliche besser bezahlt als die Länder… das macht es irgendwie verwirrent.
Also Erzieherinnen erhalten inzwischen ein super Geld. Hab jemand in der Familie. Start mit Arbeiten sofort super gut bezahlt. Das, das z.B. Erzieher schlecht und wenig verdienen ist obsolet – das war einmal – vor vielen, vielen Jahren. Man kann nur staunen, was dort bezahlt wird.
Soll keiner jammern. Sorry, aber die kriegen mehr als manch einer in der freien Wirtschaft, wo was hergestellt wird.
„Dort steigt man auch sehr schnell die Entgeltstufen auf und es werden dort auch immer mehr Bullshitjobs angelegt wie Gleichstellungsbeauftragte, Datenschutzbeauftragte, Sicherheitsbeauftragte, Juristen sowie Stellvertreter usw.“
Das mit dem Aufstieg ist nicht wahr, und „Entgeltstufen“ gibt es nicht. Beamte haben Laufbahngruppen, da mag es zumindest so ähnlich zutreffen, aber ein Tarifbeschäftigter steigt (durch Zeitablauf) höchstens in Erfahrungs- bzw. Leistungsstufen auf.
Freigabe wartet, weil wohl ein „Bademantel Wort“ verwendet wurde.
OK, dann eben nicht und alles selber löschen. Zumindest diese Möglichkeit läßt AN einem Leser noch. Unschlagbare Demokratie eben, dann weiter so.
Wenn das mal keine erhöhte Spendenbereitschaft auslöst bin ich auch ratlos.
Satire? Eher Realität.
Der Verwaltungsapparat profitiert vom Streik des relativ kleinen Anteils der operativ tätigen Mitarbeiter, heraus kommt ein Gemeinwesen das nicht mehr richtig funktioniert 🧐
Wozu werden Gewerkschaften gebraucht? Im Grunde genommen sind es NGO’s!
@ Hannes Märtin: letztendlich stellt sich die Frage………wie wir den Selbstbedienungsladen Politik renovieren. Nämlich die exorbitanten Gehälter der Abgeordneten incl. den diversen Zuschlägen und anderweitigen Vergünstigungen. Dann könnte man sich auch über die Größe der Parlamente unterhalten.Danach über die Neu-und Ergänzungsbauten der Bundes-und Landesregierungen einschl. der Unterhaltskosten. OnTop dann die Kosten für die angemieteten Objekte.
Über 10 Mrd.€ für den ÖRR stehen ebenso auf der Liste wie die Eigenkosten von 94 Krankenkassen-wo ja eigentlich eine Kasse reichen würde. Zu guter Letzt schauen wir auf die Liste des Bundes der Steuerzahler an, welche die Verschwendung von Steuergeldern in 2stelliger Milliardenhöhe aufzählt.
Wenn sie damit fertig sind, können sie allen ja erneut erklären, wieso sie die Angehörigen des ÖD ,welche mitnichten überbezahlt sind, von Lohnerhöhungen zum Ausgleich der gestiegenen Lebenshaltungskosten ausschließen wollen.
Der Vergleich des staatstragenden öffentlichen Dienstes mit der nicht systemrelevanten Privatwirtschaft, die sich ohnehin in Abwicklung befindet, ist absolut unangebracht.
Presst alles raus aus diesem Land. Bis am Ende eben nichts mehr geht. Wie wäre es mal mit Mäßigung. Es geht auch mal mit weniger.
Das gilt auch für den Staat. Kosten zusammenstreichen ist angesagt.
Wenn die Produktivität steigt, ist Geld für Erhöhungen da, wenn nicht nicht!
Auf welchem Planeten leben die?
Woher soll das Geld bitte kommen? Lohnerhöhungen sieht man in letzten Jahren nur im öffentlichem Dienst.
Mein Frau arbeitet im öffentlichem Dienst und wir haben irgendwann gewechselt. Sie geht mehr arbeiten und ich mache mehr im Haushalt.
Einfach unglaublich, was hier in Deutschland los ist. Wenn man die jungel Leute so anhört dann wollen die Youtuber werden , Auswandern oder in öffentlichen Dienst.
Alles andere kommt doch garnicht mehr in Frage.
Im Endeffekt streiken die sich Ihren Arbeitsplatz weg.
Seltsam, das politische Personal bekommt monetäre Erhöhungen automatisch durch Gesetz. Steuerfreie Pauschalen kommen noch oben drauf, unzählige Vergünstigungen wie Pensionen/Renten, Bahncard 100, Dienstwagen, Büroräume usw. ebenfalls.
Wenn dann die jenigen, die diese Kosten erarbeiten, ebenfalls ein paar Krümel vom Kuchen haben wollen und müssen, bevor einem wegen Steuern und Abgaben nichts mehr bleibt, heißt es dann: unbezahlbar, Firma kann schließen, länger arbeiten, mehr arbeiten, mehr Fachkräfte (zu Dumping Löhnen) Frauen ebenfalls an die Arbeitsfront, Rentner ins Soziale Jahr (damit die Nutznießer sich hier erholen können. Wovon eigentlich?) Wo aber noch mehr und länger gearbeitet werden kann, bei all den Firmenpleiten und Abwanderungen, das bleibt die Politik schuldig. Genug der Kritik, Fernsehen und Urlaub warten….
Ich halte im Allgemeinen nicht viel von Gewerkschaften. Und schon gar nichts von einigen Linken Ideologien. Nur hier sehe ich eine Daseinsberechtigung der Gewerkschaften. Ich sehe die Forderung auch nicht als überzogen ab. Auf wie viele Jahre ist es denn zu sehen? Und wie hoch ist doch gleich in Inflation pro Jahr? In den letzten 20 Jahren haben alle Reallohnverluste zu verzeichnen. Natürlich ist es nötig Steuern zu senken. Man muss nicht das eine tun ohne das andere zu lassen. Und an alle die sich hier aufregen. Wie lange warten Sie denn so auf eine Lohnerhöhung,
Wie hoch die Inflation ist, dass sollte keine Rolle spielen. Sondern wie hoch Wirtschaftswachstum ist und die Lohnentwicklung in der Wirtschaft.
Die Löhne bei Beamten, Rentner usw. darf nicht höher steigen als in der Wirtschaft.
PUNKT.
Mrd € für allen Murks, aber nix für die Indigenen. Dabei sind es gerade die, die den Laden am Laufen halten. Gewerkschaften waren nie mein Ding, aber diesmal halte ich die Forderung für berechtigt. Denen drück ich die Daumen.
Gut so.
Arbeitnehmer bekommen generell sowieso seit Jahrzehnten maximal den Inflationsausgleich.
Das ist einer der Gründe, warum sich die Leute kein Wohneigentum mehr leisten können.
Dorie, Du hast auch sehr viel Pech beim Denken. Nicht die Löhne und Gehälter müssen höher werden, die Abgaben und Kosten müssen gesenkt werden.
So ist es. Ist aber auch nicht leicht zu verstehen.
Anerkannte Regel – der Produktivitätsfortschritt wird jährlich auch verteilt.
Ich bin für: BEIDES !!!
(tschulligung 🙁 )
Und was ist mit der Rest der Bevölkerung. Pech gehabt. Du darfst alles zahlen? oder wie?
Das ist im öffentlichen Dienst doch normal. Das sind die Wähler der Sozen und der CDU!
Sind die Leute er in paar Jahre dabei, werden die auch nicht mehr gekündigt, egal ob Sie was können und/oder dauerkrank sind!
Ist jemanden an deren Arbeitsplatz aufgefallen, dass die nicht anwesend waren?
Also wenn ich bei uns in der Kommunalverwaltung usw. schaue, muss ich stark davon ausgehen, dass da die offizielle Arbeitszeit von 08:00-08:01 und von 15:59-16:00 Uhr ist. Dazwischen ist bezahlte Pause.
„Bitte vereinbaren Sie einen Termin, den Sie dann in 4 Monaten bekommen, oder kommen Sie morgen ohne Termin, ziehen eine Wartemarke, gehen 4h einkaufen und wenn Sie zurückkommen, sind sie vielleicht dran.“…
Da sollte man eher um -80% Gehalt verhandeln und sicherlich um keine Erhöhung.
Der Steuerzahler muss all dieses Geld erwirtschaften.
Sklaven der Steuer.
Alles soll der Steuerzahler bezahlen
Mehr und mehr und noch mehr.