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In Deutschland

Rund 5.500 Mitarbeiter sollen Mercedes mit Abfindung verlassen haben – Management soll auf mehr gehofft haben

Nach Abfindungen sollen rund 5.500 Mitarbeiter Mercedes verlassen haben. Doch laut einem Medienbericht soll das Management auf eine höhere Zahl gehofft haben. Insgesamt will man eine Milliarde Euro an Kosten einsparen.

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Mercedes baut weltweit Stellen ab, doch am meisten in Deutschland. (IMAGO/ZUMA Press)

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Rund 5.500 Mitarbeiter sollen Mercedes vorzeitig mit einer Abfindung verlassen haben. Das Management sei mit der Anzahl jedoch „nicht ganz zufrieden“, wie das Handelsblatt unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Das Unternehmen soll einen Personalabbau im hohen vierstelligen Bereich anvisiert haben, heißt es. Alle 40.000 in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter, die nicht Teil der Produktion sind, wurden angeschrieben. Ziel der Maßnahme war es, durch die Abfindungen eine Milliarde Euro einzusparen.

Gegenüber der Zeitung teilte eine Mercedes-Sprecherin mit, dass „die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen erfolgreich“ gewesen sei. Eine Verlängerung des Programms, das im März auslief, sei daher nicht geplant. Die Abfindungen wurden nur dann wirksam, wenn sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber einwilligten. Wer weiter arbeiten wollte, durfte das tun. Zugleich berichten Menschen aus der Firma, dass Mitarbeiter gehen wollten, aber nicht durften. Deren Motivation sei nun im Keller, wie das Handelsblatt berichtet.

Für langjährige Beschäftigte, die in den ersten vier Monaten des Abfindungsprogramms eine Zusage machen konnten, bot Mercedes teilweise sechsstellige Summen an. Im Rahmen des Sparpakets „Next Level Performance“ sollen insgesamt fünf Milliarden Euro eingespart werden. 2025 erzielte die Firma einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit), der 57 Prozent geringer ausfiel als im Vorjahr. Der Gewinn betrug lediglich 5,82 Milliarden Euro. 2022 betrug er noch über 20 Milliarden Euro.

Insgesamt gab Mercedes weltweit im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Euro für Restrukturierungsmaßnahmen aus. Eingeplant waren allerdings zwei Milliarden Euro. Die Abfindungszahlungen sollen innerhalb von zwei Jahren wieder ausgeglichen werden. Auch wenn weltweit Stellen abgebaut wurden, gab es den größten Abbau in Deutschland.

Mercedes begründet die Maßnahme mit der schwachen Nachfrage in Europa, der Konkurrenz aus China und den US-Zöllen. Die Umstellung auf Elektroautos habe auch zu einem verringerten Gewinn geführt. Die Autobranche ist firmenübergreifend die am stärksten gebeutelte Branche in Deutschland, was den Verlust von Arbeitsplätzen angeht. So ist im Vergleich zu 2019 laut der Beratungsfirma EY jeder siebte Job weggefallen – rund 111.000 Arbeitsplätze. Der Volkswagen-Konzern will bis 2030 rund 50.000 Stellen abbauen. Beim Autozulieferer ZF fallen 14.000 Stellen weg und bei Bosch 22.000 Jobs.

mra

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46 Kommentare

  • Die satten Abfindungen lassen die vorzeitig in den Ruhestand geschickten weiter Grün wählen wie gerade die Wahl in BaWü gezeigt hat.

  • Wie wäre es mal am Management zu sparen. Schließlich sind die dafür verantwortlich.

    • Genau, hier wurde grüne Anbiederungsabschaffung betrieben.

    • Steht doch da: „Die Unproduktiven wurden angeschrieben“ (oder so ähnlich).

      Man hätte es natürlich an einen externen Dienstleister auslagern müssen (und diesmal sogar sinnvollerweise), um die Anonymität der Interessierten zu wahren:
      Mercedes gibt eine „Liste der Entbehrlichen“ ab (vertraulich), die Interessierten melden sich dort. (Nur) die Schnittmenge zwischen interessiert & entbehrlich geht automatisch ins Abfindungsprogramm – und niemand wird brüskiert und demotiviert.

  • Aber die verfehlte Modellpolitik oder das Management sind nicht schuld?

    • und völlige irre Aufpreispolitik in Paketen. Konfiguration mit dümmlich versteckten Knebel Aufpreisen, wie bei schlechten Flirtseiten. Heizbare Armauflage im Paket zu über 11.000Euro.
      Bei Chinesen ist das bei den oberen Modellen komplett dabei. Und das zum halben oder drittel Preis ! China ist Schlau und wird den Weltweiten Automarkt demnächst völlig dominieren, dan den gierigen deutschen Autoherstellern.

  • Ein Management, welches abstruse Abos für Dinge wie Navigation oder Remotezugriff anbietet, 4-Zylinder AMGs baut und sich bedingungslos vor den Elektrokarren hat spannen lassen, ist einzig und alleine schuld an der Misere.

  • Das woke Management bekommt die Boni und der Arbeiter die Entlassung und Bürgergeld…

    • Trotz der Krise der deutschen Wirtschaft zahlen die größten Dax-Konzerne hierzulande Rekorddividenden an ihre Aktionäre.
      Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft EY hervor. Demnach schütten die Unternehmen voraussichtlich mehr als 55 Milliarden Euro aus – ein neuer Höchstwert.
      Das meiste zahlt die Allianz, gefolgt von der Deutschen Telekom und Siemens.
      Bei zehn Unternehmen sinkt den Angaben nach die Ausschüttung im Vergleich zum Vorjahr, vor allem welchen aus der Autobranche wie Mercedes-Benz und Porsche. Ein Grund für die Entwicklung ist, dass viele Dax-Konzerne den Großteil ihres Umsatzes im Ausland machen.

      • Ich wüsste aber nicht, das bei der Allianz eine Krise ausgebrochen ist! Allianz hat 2025 einen NETTOGEWINN von 11,1 Milliarden€ gemacht. Also nicht alle über einen Kamm scheren. Ich freue mich über meine Dividende von 17,10€ pro Aktie.

  • „The Länd“ wird zu „The ELend“.
    Und daran schuld sind nicht die Manager alleine. Sondern auch die €U-Vorgaben zu E-Auto-Anteil bei den Flotten, die irrwitzige Enrgiewende mit den immer weiter steigenden Preisen usw. usf.
    Uns wird man einreden daß der Russe, der Irakkrieg, die Zögerer bei der „Energiewende“, die Trump-Zölle, der Chinese – und nicht zuletzt die AfD Schuld daran seien…

    • Die Manager haben aber bei den politischen Ideen zum E-Auto doch applaudiert und mit umgesetzt. Proteste habe ich keine gehört.

      Vor 6 Jahren hat mir allerdings ein Angestellter von Mercedes genau dieses Abbau- und Kündigungs-Szenario vorausgesagt. Und er war nicht der Einzige, aber derjenige, der mit konkreten Beispielen aus dem Job in der Automobilindustrie sein Gesagtes und die Befürchtungen der anderen untermauern konnte.

    • Keine Bange, die 5000 sind erst der Anfang.

    • Wer als Manager den Mund nicht aufbekommt, wenn aberwitzige „Normen“ verabschiedet werden, ist fehl am Platz. All diese e-CEOs sollten – ohne Boni, ohne Abfindungen – „freigestellt“,vulgo gefeuert, werden.

  • Ich arbeite bei der Deutschen Telekom. Dort das gleiche. Man will uns mit 6-stelligen Summen aus dem Unternehmen drängen. Es lebe die KI, die alles schneller und effizienter macht! Vielen Dank für nix.

  • Waren die Ostereier schlecht oder schon alt???

    • zu alt zum kommentieren fühlst du dich?

      • Im Gegensatz zu dir kommentiert er auf jeden Fall in korrektem Deutsch. Was will ich also von einem verlangen, der seiner Heimatsprache nicht mal mächtig ist?

  • Früher dachte ich, Abfindungen sind etwas tolles. Bis ich gelesen habe, dass auch diese versteuert werden müssen und das rechnet sich gar nicht bis marginal, je nach zu erwartenden Restarbeitsjahren.

  • Naja… R171… Thermostat defekt, nix grosses… bei MB wäre ich mit knapp 1k dabei gewesen… man muss ja zwingend nochmal die OBD auslesen, was ich ja schon getan hatte… dafür wollten die schon 200 Ocken… Teile bestellt, zum Freundlichen gebracht, bar 350 liegen lassen und fertig… Birnen wechseln? Nochmal 800… hat der Freundliche gleich mit getauscht…

  • Baut bessere Autos und bezahlt eure Lieferanten und Handwerker Pünklich, dann wirds besser.

    • Wer baut bessere Autos als Mercedes?

  • Könnte das auch bei Ministern klappen?

    • Womöglich beschließen die dann Abfindungen in Millionenhöhe für sich selbst.

  • Hier ein Mercedes-Prospekt von 1976 über den W123 mit 280er Motor.

    https://oudemercedesbrochures.nl/W123_280_0976duits.html

    Lest mal den Prospekt durch, was für eine Sprache, was für ein Inhalt, wieviel Herzblut darin steckt. Qualität von Anfang bis Ende. Mercedes von damals hätte Politikern einen Tritt in den Hintern gegeben wenn sie versucht hätten in die Produktepalette Einfluss zu nehmen.

    Hey, Mercedes-Vorstand, ihr lest das gefälligst auch damit ihr seht in welchem Loch ihr steckt. Dahin müsst ihr zurück. Das Auto und der Kunde sind eure Augapfel, nicht Klima, Gender, Diversität und Politiker.

    • Ein wunderschöner 190er mit 2.0 Liter Maschine und ein paar Extras (Zebrano vorn, ZV, Schiebedach, original Becker-Radio, Nichtraucher, komplette Historie und was ich sonst bekomme) steht in den nächsten drei Jahren auf meiner Einkaufsliste. Der letzte Benz der noch mit Liebe zum Detail gebaut wurde. Den fahre ich dann bis zum Ende.

      PS; wen es interessiert; hier alle 123er Modelle und damalige Preislisten … zum Schwärmen und Staunen … 😉
      https://www.w123-bremen.de/preislisten.php

      • Danke, wird abgespeichert.
        Hier die gesamte Seite vom Artikel oben:
        https://oudemercedesbrochures.nl/Duits_index.html

        • Das beste ist immer noch wenn man, so wie ich, überhaupt kein Auto hat, mehr Geld kann man gar nicht sparen.

          -2
    • Hatte W124 als 300er ce. Heute noch ein Traum. Der hatte keine B-Säule, vorne und hinten Fenster runter, war schon fast wie Cabrio

    • Der W 123 war einer der besten Mercedes. Mercedes baut die besten Autos, das war in der ganzen Welt bekannt. Dauerläufer, robust und solide.

      • Mein persönlicher Favorit ist der 300E (W124). Bin beide gefahren. Den 280E hat mir ein Freund ausgeliehen als er in die Ferien fuhr. Das Auto hatte schon 400’000 km, brauchte in den 2 Wochen Null Öl und lief perfekt.
        Den 300er habe ich lange gefahren, ein sehr schnelles Auto, wurde mit 350’000 km verkauft, bei 450’000 km habe ich seine Spur verloren. Hatte Klimaautomatik, super.

        • Auch der W124 war ein toller Mercedes. 500000 km war kein Problem mache Taxi‘s haben die Million erreicht und mehr. Top Auto.

          6
    • Ob der Källenius überhaupt selber lesen kann? Oder einfach den teuren vielen Beratern lauscht, die seine Wagenburg sichern? Vollkommen unfähiger Typ, der die Marke ruinierte.

  • Der markt ist satt – das Zeug steht nun im Regal.

  • ich hab zwar nie bei Mercedes gearbeitet, wäre aber trotzdem sehr interessiert an eine Abfindung…….

  • Verantwortlich hierfür ist einzig und allein die Regierung .

    Wer E Autos subventioniert und das Verbrenner aus vorschreibt und nichts dagegen unternimmt und an das Klimamärchen glaubst wird gnadenlos scheitern .

    Der Staat kassiert natürlich auch von den Abfindungen ‚ fett‘ Steuergeld ab .
    Industriearbeitsplätze sind gut bezahlt und genau diese Personen stärken auch den Umsatz im Inland , denen es dann aber nicht mehr gibt .
    Die Zeiten werden sich in kurzer Zeit dramatisch ändern und die Regierung wird alle Schuld von sich abweisen .

  • Ist wieder due AfD schuld ????.?….grins

  • Tja, wer nicht will der hat schon. Die die bleiben hoffen auf eine höhere Abfindung, oder glauben nicht einen Job mit ähnlichen Konditionen zu bekommen, sind quasi hoffnungslos überbezahlt oder unterqualifiziert.

  • Die Wirtschaft wird also durch Rentner zerstört, „interessant“ Analyse. Fallen ihnen da evtl. nicht noch ein paar andere Gründe ein???

    • Doch, die hohe Mondfeuchtigkeit und die erhöhte Sonnenkawubtität

  • Nieten in Nadelstreifen…

  • Dümmliche, beleidigende, weltfremde Argumentation der Linken Pimpf:innen.
    Sie haben garantiert noch nie einen echten Arbeitsplatz ohne Sozi Förderung gehabt.

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