Werbung:

Werbung:

Schleswig-Holstein

„Politisch am Ende“: Wolfgang Kubicki zählt Daniel Günther nach desaströser Umfrage an

Zwölf Prozentpunkte hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther in den vergangenen anderthalb Jahren in Umfragen eingebüßt. FDP-Chef Kubicki sieht darin eine Bestrafung für einen zu starken Linkskurs: Günther sei „politisch am Ende“.

Von

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (IMAGO/Bernd Elmenthaler)

Werbung

Zwölf Prozentpunkte verlor die CDU Schleswig-Holstein um Ministerpräsident Daniel Günther in Umfragen des Meinungsforschungsinstituts INSA seit Januar 2025. Günther, der bei der letzten Landtagswahl im Mai 2022 mit 43 Prozent knapp an der absoluten Mehrheit kratzte, kommt demnach mittlerweile nur noch auf 27 Prozent (mehr dazu hier). Für den frisch gewählten FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki kündigt sich darin der politische Niedergang Günthers an.

„Lieber Daniel, hör die Signale! Ein CDU-Ministerpräsident, der sich den Linken öffnet, hat nichts mehr zu gewinnen. Er ist politisch am Ende“, schrieb Kubicki auf X. Kubicki selbst setzte sich zuletzt bei der Wahl zum FDP-Vorsitzenden gegen die eher linksliberal ausgerichtete Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Kubicki steht für eine stärkere Rückbesinnung auf wirtschafts- und bürgerlich-liberale Positionen und sieht eine Abkehr von diesen als wesentlichen Grund für den Bedeutungsverlust der FDP.

Click here to display content from Twitter.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von X (opens in a new tab).

Hintergrund von Kubickis Kritik an Günther waren Aussagen des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, in denen er unter anderem sagte, man könne AfD und Linkspartei „nicht in einen Topf schmeißen“, weil die AfD die „deutlich größere Gefahr“ sei (mehr dazu hier).

Bereits seit Monaten schwelt innerhalb der Union ein Streit über den Umgang mit der Linkspartei. Da durch die Brandmauer-Politik jede Kooperation mit der AfD, mit der man inhaltlich wesentliche Punkte teilt, ausgeschlossen ist, sind einzelne Landesregierungen mit CDU-Beteiligung bereits auf eine Duldung durch die Linkspartei angewiesen.

Obwohl die CDU seit einem Parteitagsbeschluss von 2018 Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit der Linkspartei ablehnt, kommt es in der politischen Praxis immer wieder zu punktuellen Absprachen und gemeinsamen Mehrheiten. Das gilt insbesondere für Thüringen und Sachsen, wo die Landesregierungen mit CDU-Beteiligung über keine eigene absolute Mehrheit verfügen.

Lesen Sie auch:

Kritiker, auch aus den eigenen Reihen, werfen der Union vor, durch eine zu starke Abgrenzung nach rechts Teile ihrer eigenen Wählerschaft zu verlieren. Günther hingegen wirbt seit Jahren selbstbewusst für eine klare Orientierung an der sogenannten politischen Mitte und hat diesen Kurs wiederholt als Erfolgsmodell dargestellt. Dabei verwies er insbesondere auf die hohen Zustimmungswerte der CDU in Schleswig-Holstein. Dass diese Zustimmung laut aktuellen Umfragen nun deutlich zurückgeht, deutet auf eine Krise des Günther-Modells hin.

ahz

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

118 Kommentare

  • Hoffentlich bleibt Kubicki standhaft, da habe ich meine Zweifel.

    • Daran muss man Zweifel haben

    • Zweifeln ist gesund

    • Der war NIE standhaft!

      • eher liegend

    • Warum an Kubicki zweifeln? Der blinkt immer in die eine Richtung und biegt dann anders ab. Manche Wähler begreifen aber auch gar nix, deshalb gelangen diese Wendehälse immer wieder an die Fleischtöpfe

    • Vorsicht bei Kuhbacke !!! Seine Aufgabe besteht darin, Stimmen, welche von der CDU zur AfD wandern, überzuleiten zur FDP und wenn die mehr als 5% hat, sind die Stimmen wieder im linksgrünen Lager.

      • und was ist mit den Ochsenaugen im rechten Lager ?

  • Das Lanz-Interview hat vielen Schlafschafen die Augen geöffnet. Weiter so!

    150
    • Die desolate Haushaltspolitik von Günther, das Verbrennen von Geld im Rahmen der Habeck Projekte, der versuchte Griff in die Pensionsrücklagen…, es ist weitaus mehr, was die Unfähigkeit von Günther deutlich gemacht hat.

      128
      • Das ist nicht Unfähigkeit, sondern gezieltes Hinarbeiten auf Zustände, die nur in Diktaturen die Herrschaftsclique an der Macht halten können! Der will die Demokratie sabotieren, und damit ist er keineswegs alleine!

        • Er hat auf jeden Fall schon genug öffentlich vor dem Landtag gesagt das er für mich eindeutig faschistische Gedanken hat.

          21
      • Ob Pension gibts keine Rücklagen; der relevante Pensionsfonds ist seit jeher

        LEER.

    • Da bin ich mir noch nicht so sicher.
      aber immerhin tut sich was.

      • Nicht überall, wie Hamburg und die Wahl in BaWü belegen. Aber es wird ja auch ungebremst für alle schlechter. So hoffe ich, daß die Menschen langsam mal hinterfragen…

      • doch, die Kältefront kommt, da tut sich was

        -13
    • Wie kann das sein? Ich dachte, in der besagten Lanz-Sendung habe sich nur irgendeine zufällige Privatperson geäußert. Wieso wird das nun der Landespartei zugeschrieben? Sehr rätselhaft…

    • Ich merke nichts davon, dass die komatösen Schlafschafe aufgewacht sind.

    • Wenn du glaubst ein Schaf bleibt was anderes als ein Schaf nur weil man ihm „die Augen öffnet“ bist du selbst eines.

      -29
  • Erfolgsmodell Günther: Ich empfinde unverhohlene Schadenfreude.

    • Hauptsache man kann sich mal freuen

      -10
  • Seit Jahrtausenden übertragen Gesellschaften ihre Eigenverantwortung an vermeintlich wohlwollende Eliten, z.B. Gurus, Kirchen, Staat, Politiker, … und beklagen anschließend wie Kleinkinder, wenn der Weihnachtsmann (wohlwollende Elite) eigennützig handelt, z.B. sich Ideologien anbiedert.

    Die Sehnsucht nach einer wohlwollenden Elite ist die Ursache und nicht die Folge, wenn beklagt wird, warum die Elite die Sehnsucht nicht erfüllt, z.B. sich Ideologien anbiedert.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Sehnsucht nach einem Weihnachtsmann nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

    • So ganz Unrecht haben sie nicht.
      Es werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht trotz der negativen Erfahrungen.
      Das ganze System muss in Frage gestellt werden.
      Wenn Wahlen keine Veränderungen bringen.

    • Sie posten in leichten Variationen immer denselben Post, der damit endet, dass dort steht:
      “ … denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.“

      Mich interessiert:
      Haben Sie denn einen Ausweg aus dem von Ihnen erkannten Problem?
      Oder wollen Sie nur aussagen, dass die Lage sowieso aussichtslos ist?

    • Ich stimme mit Ihrem Ende nicht überein. Der Mensch hat selten so offen und präzise über eine notwendige Veränderung mit unideologischen Akzenten gesprochen wie momentan. Aber halt nicht einmütig. Ich finde zb, dass wir uns Politiker als die sog. Eliten halten sollten, aber die Kontrollmechanismen neu definieren müssen. Niemand fährt ein Auto, ohne mal die Bremsen zu kontrollieren. Wir machen das aber im politischen – die Staatsdiener tun ungebremst, was sie wollen. Und ja, natürlich führen sie sich ständig auf wie gnädige Weihnachtsmänner. Die Kontrollmechanismen funktionieren momentan definitiv nicht.

      • Als Kontrollinstanz war der Journalismus und die Presse angedacht.
        Weil die Menschen sind wie sie sind, werden auch die sogenannte 4. Gewalt und die Judikative von den Eliten gelenkt und mit bestimmten Interessen besetzt.
        Das war schon immer so und wird auch so bleiben, weil jeder Mensch in einer gewissen Weise indoktriniert ist und jede Person eigene Stärken und Schwächen hat.
        Das Problem ist, dass bestehende Gesetze nicht für all gelten und auch hier wieder manche Leute glauben gleicher zu sein.

    • gähn, völlig unzutreffend

      -21
  • Und das nur, weil es ihm nicht rechtzeitig gelungen ist, die Meinungs- und Pressefreiheit zu beseitigen…

  • Ein CDU-Ministerpräsident, der sich den Linken öffnet, hat nichts mehr zu gewinnen: Es ist immer schön, wenn man Fremde dazu aufrufen kann, vor ihrer Tür zu kehren. Die FDP sollte erstmal bei sich anfangen. Aber sie will nur das Vergessen der Wähler. Damit sie mit der Maske frei und demokratisch zurückkommen kann.

    • Caroline..trifft zu. FDP schon immer eine Umfaller Partei und Steigbügelhalter jeglichen politischen Konstrukts. Hauptsache, ein-oder zwei Mini-Posten fallen ab.
      Die General-Verschuldung(Sondervermögen!!) haben sie voll verantwortlich mit verschuldet. FDP muss auf jeden Fall unterhalb 4,9 % bleiben. Kommen sie über 5 % werden sie das alte hässliche Spiel erneuern.

      • Kubicki wäre froh, wenn er zweistellige Prozentwerte verlieren könnte. Also, ich meine vor dem Komma (muss man bei der FDP vielleicht dazuschreiben).

        • Prozente rechnet man mit Nachkommastellen 0,20 = 20 %

          -4
    • Das sehe ich schon länger nicht mehr. Seit Merkel ist die Union gewaltig nach Links gerutscht, keiner in den Parteien hat sich getraut, ihr zu widersprechen(zaghafte Versuche der CSU unter Seehofer ausgenommen). Günther dachte wohl, linke Positionen wären mittlerweile Mehrheitsfähig…einfältig wie er ist

  • So eine wunderbare Umfrage einfach. 😄

    • ja, täglich neu und anders

      -10
  • Wenn man als Ministerpräsident eines Bundeslandes nicht weiß, wann man als „Privatmann“ oder als Vertreter des Landes in „Gesprächsrunden“ erscheint, regt allein schon das manche Zeitgenossen zum Nachdenken an.
    Es geht denen sicher auch um Fragen wie dem Zustand in Oberstübchen oder speziell dem „innwändigen Menschen“ Daniel Günther und dessen dortiger Verfasstheit.
    Immer mehr zeigt sich, welche Titanen die CDU dem Wahlvolk darbietet, also Merz, jetzt dieser Günther, den Herrn Wüst oder Manuel Hagel im Ländle.
    Der Tennisspieler aus Berlin ist ja nicht länger im Angebot.

    • Das Personal der CDU ist unterirdisch und nähert sich in Bldungsstand, Moral und Niedertracht dem der roten, dunkelroten und grünen Genossen an. Spätestens in dem Interview mit Lanz wurde vielen Wählern wohl klar, daß sich hinter dem Netter-Schwiegersohn-Outfit des Genossen Günther eine hässliche totalitäre Fratze verbirgt.

  • Ich frage mich immer, wie kommen solche Leute in diese Ämter? Ist das die erste Reihe, die die CDU da mit Günther, Vogt, Schulze, Spahn und Co. zu bieten hat?

  • „Politisch am Ende“ ??? sehe ich nicht!
    Ich sehe mit Änderungen von Gesetzen wie
    – Einführung von Geheimdienste
    – Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzt
    – Chat Controlle
    – EU ID Alterverifikation
    – Digitaler Euro
    – usw. den Umbau zu einer Autokratie (DDR 2.0) ohne Opposition!
    Das kommt und dann erkennt man in solchen Politiker die neue diktatorischen Eliten!

    • nicht zu vergessen die Besuche vom Verfassungsschutz die jetzt bei jedem Bürger möglich gemacht werden soll, ohne jede richterliche Anordnung ob schuldig oder nicht.

      • ich plädier immer auf nichtschuldig

  • Daniel Günther könnte doch bei den Grünen beitreten und dort seine Karriere fortsetzen. Obwohl, die CDU hat immer noch einen Barren an ihm gefressen, weil er so gut auf Regierungskurs liegt.

    • Die CDU ist kaputtgemerkelt. Die Brandmauer und die Zusammenrottung mit den Altparteien wird Ihnen hoffentlich bald den wohlverdienten Untergang bescheren 🇩🇪💙🇩🇪💙🇩🇪💙🇩🇪

  • Günther ist vollkommen vom Kurs abgekommen. Seine linken Ausstiegsversuche, sind im Grunde genommen nichts anderes, als das eigene Versagen zu übertünchen. Die Verschwendung von Steuergeldern oder die Abpressung von immer mehr Geld vom Steuerzahler ist bei den Sozis, Grünen und Linken weitaus gesellschaftsfähiger. Für einen der mit den Einnahmen nicht wirtschaften kann, ist das ein Fluchtweg aus der eigenen Misere. Die Menschen in Schleswig Holstein wollen eine liberal konservative Politik, weshalb sich die CDU kaum einen Gefallen tut, wenn sie weiterhin an Günther festhält.

    • Nicht nur die Menschen in S.H. wollen eine liberal konservative Politik sondern in ganz Deutschland!
      By the way: A.N. sollte den Begriff linksliberal (wie hier im Artikel verwendet) aus seinem Wortschatz streichen >>> Begründung: Linke sind nicht liberal!
      Und: SPD, Grüne und Linke sind NICHT politische Mitte (auch hier liegt Günther falsch)!

      • Diese ominöse Mitte gibt es nicht. Genauso wenig wie ein ökologisches Gleichgewicht. Das sind lediglich Momentaufnahmen dynamischer Systeme, die sich stetig verändern. Demokratie ist ein System, daß diese Veränderungen ermöglichen soll. Rechtsstaat ist ein System, daß die Dynamik bremst, damit die Schäden, die damit verbunden sind, sich in Grenzen halten.

      • Dann bitte aber auch „liberal-konservativ“ streichen!
        Begründung: Konservative sind nicht liberal!

    • Er war nie auf Kurs! So mancher Gehirn Gewaschener merkt es erst jetzt so langsam.

      • für die Gehirnwäsche nehme ich ganz einfach Seifenschaum

        • Nehmen Sie „Brainy“!
          Das ist gehirnhaut- und umweltverträglicher.
          https://www.familie.de/testberichte/waschmittel-test/
          Aufgrund eines redaktionellen Fehlers in diesem Bericht noch nicht mit drin.
          Aber nächstes Jahr bestimmt!

          4
  • Auch bei Zustimmung von unter Null Prozent wird dieser Grüne nicht abtreten. Das gehört sich nicht in D

  • Was der bei einer vermeintlich konservativen CDU zu suchen hat ist mir schleierhaft.
    Der wäre bei den linken Antidemokraten besser aufgehoben.

    • Stichwort : Grünes-Uboot……

      • nee, blaues Paddelboot

  • Dass dieser Herr überhaupt noch gewählt wird , zeigt entweder die brutale Meinungsbeeinflussung durch gewisse linksgrün dominierte Medien oder eine verstockte Verdummung der Bevölkerung.
    Man darf drüber nachdenken.

  • Naja, wer im Glashaus sitzt…

  • „gegen die eher linksliberal ausgerichtete Marie-Agnes Stack-Zimmermann“. Linksliberal gibt es nicht. Entweder links oder liberal.

  • Der Kubicki….will den Leuten einreden, die CDU/CSU und die FDP seien nicht links. Welch ein Schmierentheater!

    • Schmieren ölt die Stimmung

      • Und den Enddarm!

  • Dummes Drama ohne Konsequenzen in der materiellen Welt.

    • die Konsequenzen in der immateriellen Welt sind aber auffälliger

  • Die CDU hat fertig. Sie existiert nur noch, weil der deutsche Wähler ein ganz besonders naives Wesen ist.
    Wahlen werden in der Mitte gewonnen, aber die Mitte ist heute „nazi“.

  • Frei nach Tucholsky:
    Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten.
    Man versucht ja offensichtlich – mit allen Mitteln – sich an der Macht zu halten.
    Nun da Kubicki die ‚Avocado‘ Günther angezählt hat, werden wir sehen ob er sich wie seinerzeit ‚Pattex Heide‘ verhält.

  • Also, Daniel Günther ist ein Thema für sich und für einen konservativ gestimmten Wähler sowieso nicht wählbar, aber Ratschläge aus einer bereits beerdigten Partei , die selbst alle konservativen und Wirtschaftsliberalen verrraten und verkauft hat und berechtigt beerdigt ist, das braucht er sich nicht anhören.

  • Dann hat Günther ja bald genug Zeit,um als Privatmann durch die Talkshows zu tingeln.

  • Wer wird jetzt für das North-Volt Subventions Desaster verantwortlich gemacht? Habeck oder Günther? Die Umfragewerte sind jedenfalls immer noch zu hoch für diese „Unperson“ Günther.

  • Günther ist ein verkappter Marxist.

    • Günther, Wüst, Rhein, Wegner mehr Grün geht m.M. nicht

Werbung