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Großbritannien

Nigel Farage erneut bei Wahlkampf attackiert

Erneut gab es eine Attacke auf den britischen Politiker Nigel Farage. Mit einem Kaffeebecher und nassem Zement wurde er bei einem Wahlkampfstopp angegriffen.

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Farage nach seiner letzten Attacke

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Nigel Farage wurde am Dienstag bei einer Wahlkampftour mit einem offenen Bus im Stadtzentrum von Barnsley von einem unbekannten Mann attackiert – er warf mit einem Kaffeebecher und nassem Zement auf Farage. Bauarbeiter hielten den Angreifer davon ab, weiter Gegenstände auf den Politiker der Reform Party zu werfen. Er floh, nachdem er dem 60-jährigen Farage das Wort „Abschaum“ entgegen gebrüllt hatte, konnte jedoch von der Polizei festgenommen werden. 

Farage – der auch Mr. Brexit genannt wird, weil er Jahre lang für den EU-Austritt von Großbritannien gekämpft hatte – wollte laut Daily Mail kurz vor der Attacke eigentlich aus dem Bus austreten, um mit seinen Anhängern ins Gespräch zu kommen. Nachdem Demonstranten den Weg versperrt hatten, warnte die Polizei den Politiker jedoch davor, aus dem Bus auszusteigen.

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Also blieb Farage auf dem offenen Dach des Busses – das hielt den Angreifer jedoch nicht davon ab, mit ganzer Kraft Gegenstände nach dem Politiker zu werfen. Videos zeigen, dass der 60-Jährige nur knapp verfehlt wurde. Die Polizei konnte den 28-Jährigen nach seiner zweiten Wurfattacke auf der Flucht schnappen und festnehmen. Laut Daily Mail ermittle sie wegen des Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung.

Nigel Farage wurde erst in der letzten Woche bei seinem Wahlkampf von einer jungen Frau attackiert. Die 25-jährige Victoria Thomas Bowen, ein OnlyFans-Model, schüttete ihren Milchshake über den migrationskritischen Politiker. Sie soll sich Anfang Juli wegen des Vorwurfs der Körperverletzung vor Gericht verantworten. 

Farage selbst postete bei X (vormals Twitter) nach der erneuten Attacke auf seine Person, dass er sich von einem „gewalttätigen linken Mob, der unser Land hasst“ keine Angst einjagen und sich nicht einschüchtern lassen würde. Kurz danach fügte er hinzu: Diese Leute wollen meinen Wahlkampf stoppen. Das wird nie passieren.

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Mit seinem Comeback in die britische Politik hatte er vor wenigen Wochen eine weitere Wende im Wahlkampf zu den kurzfristig anberaumten Wahlen zum Unterhaus eingeläutet. Seine Reform Party konkurriert direkt mit den Tories um konservative Wähler. Sein Antreten als Gallionsfigur der Brexit-Bewegung könnte damit Premierminister Sunaks Partei weiter empfindlich zusetzen.

Schließlich wird in Großbritannien nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt und die Konservativen sind bereits weit abgeschlagen von Labour, die in allen Umfragen auf Platz eins steht. Verlieren sie in vielen Wahlkreise weitere Prozente an die Reform Party, könnte das umso mehr Sitze kosten – allein weil konservative und rechte Wähler nun auf mehrere Parteien verteilt sind.

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