„Dieser widerliche Kopf, der sich hier eingeschlichen hat – den werde ich ohne zu zögern abschneiden. Bist du bereit?“ Bei diesem Kopf, über den der chinesische Generalkonsul in Osaka, Xue Jian, hier so bildlich twitterte, handelt es sich um Japans neue konservative Premierministerin Sanae Takaichi. Und dieser verbale Ausfall markierte damit gerade mal den Anfang und nicht den Höhepunkt neuer chinesischer Kriegsdrohungen gegen den Inselstaat.
Seit Takaichis Amtsantritt hat Peking die Beziehungen zwischen beiden Ländern spürbar abgekühlt. Erste Indizien waren früh zu sehen: Präsident Xi verweigerte ihr das traditionelle Telegramm zum Amtsantritt. Zum Anlass für seinen martialischen Tweet hatte Diplomat Xue nun Takaichis Aussage vor einem Parlamentsausschuss genommen: Dort war sie gefragt worden, ob Japans Gesetze für einen Auslandseinsatz der Streitkräfte im Falle eines Angriffs auf einen „ausländischen, befreundeten Staat“, der eine „existentielle Krise“ für Japan darstellt, auch bei einer Invasion Taiwans greifen könnten. Dies hatte sie als Möglichkeit bejaht.
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Hintergrund ist Japans zentrale Position in der sogenannten ersten pazifischen Inselkette, zu der auch Taiwan gehört. Manche der japanischen Inseln reichen bis auf 100 Kilometer an Taiwan heran – und werden teils von China beansprucht. Nicht ohne Grund fürchtet man mit einem Fall Taiwans auch eine bisher nie dagewesene neue Gefahr durch das jetzt schon aufrüstende und zunehmend konfrontative China.
China jedenfalls legte jetzt erst so richtig nach: Statt den eigenen Diplomaten zurückzupfeifen, drohte Peking Tokio jetzt mit einer „vernichtenden Niederlage“ in einem potenziellen Konflikt. Das zentrale Propagandaorgan der chinesischen Streitkräfte PLA Daily ging noch weiter und sprach von einer drohenden „vollständigen Vernichtung“ Japans. Derweil kündigte die chinesische Marine neue Manöver in unmittelbarer Nähe zu japanischen Gewässern im Pazifik an.
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Von ziviler Seite folgten aus Peking Maßnahmen, die man nur als faktische Wirtschaftssanktionen bezeichnen kann: Chinesen, die einen beträchtlichen Anteil aller Touristen in Japan ausmachen, wurde nicht nur offiziell von der Reise abgeraten, viele chinesische Airlines stornierten auch entsprechende Flüge. Importierte Meeresfrüchte aus Japan sollten derweil plötzlich neuen Sicherheitsüberprüfungen unter Berufung auf das Fukushima-Unglück unterzogen werden.
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Kurz darauf setzten chinesische Behörden ihre Kriegsrhetorik auch auf offiziellen Kanälen weiter fort: Die chinesische Botschaft in Japan etwa twitterte unter Berufung auf die sogenannte UN-Feindstaatenklausel, dass China als Siegermacht des Zweiten Weltkriegs jederzeit nach der UN-Charta das Recht habe, „ohne die Genehmigung des Sicherheitsrates direkte militärische Maßnahmen“ gegen „faschistische oder militaristische“ Staaten wie „Deutschland, Italien oder Japan“ zu ergreifen, wenn von ihnen „Aggressionen“ ausgehen würden. Auch Chinas Vertretung bei den Vereinten Nationen drohte Japan kurz danach unverhohlen mit Krieg, sollte das Land Chinas „rote Linien“ in der Taiwan-Frage überschreiten.
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Wenig später berichtete Chinas Küstenwache dann davon, dass man in die Gewässer der Senkaku-Inseln eingedrungen sei und dort Patrouillen gefahren habe – die Inseln beanspruchen beide Länder, sie gelten als unter japanischer Kontrolle. Japans Küstenwache sprach später davon, dass man die chinesischen Schiffe abgefangen habe. Auf die nahe Taiwan liegende japanische Insel Yonaguni entsandte das japanische Militär daraufhin Flugabwehrraketen. Auch unter chinesischem Druck weigerte sich Takaichi, ihre Aussage zurückzunehmen.
Chinas zentrales Auslandspropaganda-Organ Global Times legte dann nach, indem es in einem Editorial einen chinesischen Anspruch auf die eigentlich unstrittig japanische Inselpräfektur Okinawa ins Spiel brachte. Entsprechende historische Ansprüche müsse man in Form von „Ryukyu-Studien“ (Ryukyu ist ein anderes Wort für die Inselgruppe) erforschen.
Okinawa ist dabei der zentrale Militärstützpunkt der in Japan stationierten amerikanischen Streitkräfte – und würde wohl im Falle einer Taiwan-Invasion eine entscheidende Rolle spielen. Beiden Seiten ist bewusst, dass, wenn es zum Krieg um Taiwan kommt, neben den USA Japan die wichtigste Rolle spielen wird. US-Militärplaner gehen in Simulationen eines Konflikts um den Inselstaat davon aus, dass für eine erfolgreiche Abwehr einer chinesischen Invasion nicht nur ein US-Eingreifen aufseiten seiner taiwanischen Partner unabdingbar wäre, sondern auch eine japanische Mitwirkung – zumindest in Form von Start- und Landeerlaubnissen für die US-Basen auf japanischem Territorium.
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Chinas Kalkül ist jetzt offenbar, jedes vorsichtige Anzeichen dafür, dass die japanische Regierung für so etwas offen ist, mit teils martialischem Säbelrasseln und Kriegsdrohungen kleinzuhalten. Ob dieses aggressive Vorgehen – nach chinesischen Actionfilmen auch „Wolfskrieger-Diplomatie“ getauft – dabei aufgeht, ist fraglich. In Japan jedenfalls kamen parteiübergreifend, auch aus der Opposition, scharfe Kritik und Forderungen nach der Ausweisung entsprechend polternder chinesischer Diplomaten.
Eine ähnliche Strategie der Einschüchterung, die China bereits in Taiwan selbst verfolgte, ging jedenfalls nach hinten los – man wollte die China-freundlichere Opposition unterstützen. Kriegsdrohungen stärkten dort aber eher die Unterstützung für die regierende DPP. Dennoch bedient sich Peking aktuell nur zu gerne dieser Rhetorik, gerade wenn man dabei – egal wie abstrus – Verbindungen zum Zweiten Weltkrieg ziehen kann.
Chinas Parteistaat, die Volksrepublik, die es damals noch gar nicht gab, und ihre kommunistischen Streitkräfte hatten dabei im Kampf gegen das imperiale Japan im Zweiten Weltkrieg freilich kaum eine Rolle gespielt. Sie überließen den Kraftakt der Republik China und ihrer Armee, die, geschwächt durch den Kampf, später von den Kommunisten im Bürgerkrieg besiegt wurde und sich auf das gerade frei gewordene Taiwan zurückzog, wo sie heute die Regierung stellt.
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Es ist also eigentlich Taiwan, seine Armee, die damals gegen Japan kämpfte – das sich heute viel eher mit dem einstigen Feind ausgesöhnt hat als Peking selbst. Diesen Teil der Geschichte möchte die kommunistische Führung in Peking nur zu gerne ausblenden. Aber dass kommunistische Regime ihre Feinde gerne als „Faschisten“ brandmarken, ist hinlänglich bekannt.
Für Japan geht es heute freilich um etwas ganz anderes: Nicht die Inselnation möchte sich zum neuen Hegemon Asiens aufschwingen, wie Peking es suggeriert, sondern China. China ist es, das dabei ist, immer mehr eine Hegemonialstellung im Pazifik aufzubauen. Und das bedroht die Machtbalance in der Region für Länder wie Japan, Südkorea, die Philippinen oder auch das ebenfalls kommunistische, aber China-kritische Vietnam.
All jene Nationen haben eher wenig Interesse, zu neuen Vasallen Chinas zu werden – und genau das fürchtet man, sollte es Peking gelingen, sich Taiwan militärisch einzuverleiben. Es wäre der Stresstest für die asiatische Geopolitik. Und bei einem Sieg der Beweis, dass China nicht nur wirtschaftlich, sondern auch militärisch schalten und walten kann, wie es wünscht. Gerade deshalb sucht man das Bündnis mit den USA – und eben die Unterstützung des erfolgreichen kleinen Inselstaates Taiwan.
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Deutschland unterliegt übrigens ebenfalls noch der Feindstaatenklausel!
Die Russland aber zum Glück noch nichts ins Spiel gebracht hat ….
Doch – wurde nur nicht in D / EU kommuniziert. Dann mal noch 2+4 durchlesen, da sind weitere mögliche Knackpunkte.
China demonstriert, wie es mit Ländern umspringen wird, sobald es die eigene Machtposition zulässt.
Man kann nur hoffen, dass dem Westen ein Licht aufgeht, mit wem sie es mit China zu tun haben. In den USA scheint das der Fall zu sein. Zweifel habe ich, was Europa angeht.
Zahlt Deutschland immer noch Förderkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (Darlehen zu günstigeren Konditionen als am Finanzmarkt) an China? Mit denen China indirekt deutsche Zukunftsunternehmen aufkauft.
Ja, tut sie
China reagiert vorhersehbar und korrekt. Japan hat sich ins Unrecht gesetzt und droht China mit militärischer Intervention in innere Angelegenheiten. Rechte Gutmenschen kapieren das nicht und schreiben daher irreführende Artikel, die sich aus Gesinnung und Halbwahrheiten speisen. Takaichi ist auch so ein rechter Gutmensch. Sie lebt ihre Gesinnung rücksichtslos aus und bekommt Applaus von schlecht informierten rechten Gutmenschen. Irgendwie findet man ja Taiwan gut und China böse, und zudem hat man China nicht verziehen, dass es Taiwan zurück bekam und dann noch Japan deklassierte. Takaichi erntete sich ihre Lorbeeren stets durch Bedienung dieser Stimmung, die im Inselstaat noch viel abenteuerlichere Positionen umfasst. Takaichi sollte uns eine Warnung sein. Es geht immer noch schlechter. Japans (extrem) rechte Gutmenschen brachten Takaichi nach oben und stützen sie weiter, aber das Land stürzt in die Tiefe. Ewiggestrig wie unter Merz oder unter einer von Apollo gedrehten AfD.
Ich denke, dass China hier vor allem „nach innen“ spricht. Aber die Sache mit der Feindstaatenklausel ist keineswegs obskur. Sie ist grundsätzlich wirksam und nie vollständig aufgehoben worden. Taiwan ist im Frieden zwischen China und Japan an China gegangen. Feindliche Maßnahmen Japans würden diesen Frieden aufheben und China und Japan unmittelbar in den Kriegszustand zurück befördern. China könnte dann nicht vor der UN belangt werden.
Ich will damit nicht sagen, dass man Taiwan einfach im Stich lassen sollte, sondern dass man sich ernsthaft auf einen Krieg vorbereiten muss, wenn man Taiwan im Falle eines Angriffs beistehen wollte. Eine deutsche Fregatte vor Taiwan würde im Falle einer solchen Aggression China ebenfalls dazu berechtigen, Bomben auf Deutschland abzuwerfen!
Die Feindstaatenklausel ist keine Verschwörungstheorie.
Hallo Felix,
Taiwan ist am Ende des Krieges weder an China gegangen noch gibt es einen Friedensvertrag zwischen China und Japan.
Taiwan war bis zum 17ten JH nicht von Chinesen besiedelt. Es lebten dort Eingeborene. Portugiesen nannten die Insel Formosa. Im 17ten JH wurde die Insel von den Niederlande okkupiert die viele Chinesen als Sklaven und Arbeiter auf die Insel brachten. Ende des 17ten JH wurde die Insel von den Chinesen erobert die sie Ende des 18ten Jahrhunderts im ersten Japanisch-Chinesischen Krieg an Japan verloren. Die Japaner haben die Insel industrialisiert und erheblich zu ihrem Wohlstand beigetragen (daher kommt die Japanfreundlichkeit Taiwans). Mac Arthur hat am Ende des zweiten Weltkriegs die Insel unter die Kontrolle der Regierung der Republik China ROC (General Chiang Kai-shek) beordert da diese erfolgreich gegen Japan gekämpft hat. Die ROC verlor im Bürgerkrieg gegen die Kommunisten (Mao), der nie gegen Japan gekämpft hat. Die ROC floh nachTaiwan.
Und weil wir gerade dabei sind:
Die Regierung der Republik China ROC (General Chiang Kai-shek) floh am Ende des Bürgerkriegs (ca. 1946-1949) nach Taiwan. Das bedeutet rechtlich, dass das kommunistische China zu Taiwan gehört (und nicht umgekehrt) und dass die Regierung in Peking illegal ist.
Die Kommunisten haben durch die UN Resolution 2758 im Jahr 1971 versucht die Verhältnisse umzudrehen und Taiwan als Teil des kommunistischen Chinas (ein China Politik) anerkennen zu lassen. Das ging natürlich schief (wie alles was Kommunisten machen) und schuf lediglich eine rechtliche Unsicherheit und eine politische Isolation Taiwans. Natürlich ist das alles incl. Feindstaatenklausel von den realen Verhältnissen überholt worden. Da sich Deutschland aber nach wie vor nach der „ein China“ Doktrin der Kommunisten richtet, hat es Taiwan nicht anerkannt.
Ausserdem wurde der Sitz Taiwans in den UN mit der Volksrepublik getauscht und Taiwan nur von wenigen Staaten anerkannt…..
Was Sie schreiben ist alles nicht verkehrt, spielt aber keine Rolle. Genauso können Sie alles rechtfertigen. Rechtlich ist es so, dass Japan von China besiegt wurde und Taiwan im Friedensschluss an China abgegeben haben. Japan unterliegt der Feindstaatenklausel und darf gegen die Gegner im Weltkrieg nichts unternehmen, sonnst, s.o..
Die Märchen über das andersartige eigenständige Taiwan, die hier fleißig kolportiert werden, sind belanglos, denn Japan hat die Einheit Chinas und Zugehörigkeit Taiwans zu China anerkannt. Takaichi hat die diplomatischen Beziehungen zu China untergraben und die Krise ausgelöst, indem sie mit militärischer Intervention im Falle einer chinesischen Rückeroberung Taiwans drohte. Chinas Verhalten ist eine 100% folgerichtig. Natürlich wünsche auch ich mir nicht, dass die Bewohner von Taiwan von Peking unterjocht werden, aber das Szenario der Abtrennung und Ukrainisierung kann man China nicht zumuten. Das akzeptiert dort auch aus gutem Grund keiner. Man kann nur versuchen, ein prekäres Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. D.h. die hier betriebene Mythenbildung bekämpfen und zugleich Taiwan in einer grundsätzlich einigungswilligen faktuellen Unabhängigkeit zu halten.
China ist wohl derzeit die größte Gefahr für den Weltfrieden. Gut das sich eine immer größere Allianz gegen diesen Aggressor zusammenschließt.
So sieht es aus.
Nichts was der aggressiv-expansionistische rotchinesische Unrechsstaat in der unguten Tradition des Massenmörders Mao tut, könnte je etwas mir „legal“ und „Recht“ zu tun haben. Die KPCh IST sui generis das Gegenteil.
Ewiggestrige rechte Gutmenschen räsonnieren gerne über Gut und Böse, aber das macht die Einigung Chinas nicht zur Aggression und China nicht zum Aggressor.
Gedanke: Es herrscht plötzlich Weltfrieden. Und der Frieden hält, hält, hält, hält … bis er – unausweichlicherweise – zusammenbricht!
***** Unser aller Lebenszeit ist beschränkt, unsere Horizonte ebenso, also was fangen wir damit an?
„Sie [die chinesischen Kommunisten] überließen den Kraftakt [den Krieg gegen Japan] der Republik China und ihrer Armee, die, geschwächt durch den Kampf, später von den Kommunisten im Bürgerkrieg besiegt wurde“ – Das ist historisch schlicht falsch. Die Kuomintang führten einen uneffektiven Krieg gegen Japan. Noch 1944 konnte Japan, obwohl stark geschwächt, große Teile des östlichen Chinas problemlos besetzen. Maos Truppen kämpften härter und rücksichtsloser. Deshalb gewannen sie den Bürgerkrieg. Am Sieg über Japan hatte keines der beiden Chinas einen Einfluß. Das war fast ausnahmslos das Werk der USA. China ist de facto so wenig Siegermacht im WWII wie Frankreich.
Ja! De facto ist aber egal. De jure zählt. Und natürlich die heutige Macht.
Nein, es ist korrekt
Die Nationalisten (Kuomintang) konnten mangels moderner Waffen wenig ausrichten, und die Kommunisten noch weniger. Wesentliches leisteten die USA durch Bindung der japanischen Streitkräfte und die Sowjetunion durch Zerschlagung der für China zuständigen Kwantung-Armee. Interessant, wie das immer vergessen wird. Aber es spielt alles keine Rolle. China bekam Taiwan zurück. Taiwan ist ethnokulturell chinesisch. Noch konnte keine Bandera-Bewegung daran etwas ändern. Chinas Zentralgewalt ging an Peking über, wo sich nach kommunistisch geprägten Misserfolgen und Katastrophen seit den Reformen von Deng Xiaoping eine nicht nur durch Völkerrecht sondern auch wirksame Wahrung ihrer Volksinteressen legitimierte Regierung bildete, deren Ansprüchen Takaiichi nur nebelwerferisches Geschwätz entgegensetzen kann, welches Peking nicht durchgehen lassen kann. Selbst die Leute von der Kuomintang auf Taiwan kritisieren dieses Geschwätz.
AFD-Politiker reisen auf Fraktions-Kosten nach Moskau zu einer BRICS-Konferenz. Unter dem Motto „Dialog statt Konfrontation“.
Hier noch ein Kommentar von Alice Weidel (Goldman Sachs) zu ihrem China-Besuch 2023:
„De-Risking (=Reduzierung übermäßiger Abhängigkeit) und Entkoppelung sind keine europäischen oder gar deutschen geopolitischen Strategien. Für uns ist der Handel mit China zu wichtig, als dass wir uns in neue Auseinandersetzungen hineinziehen lassen dürfen. Es ist beeindruckend, wie weit Digitalisierung und KI bereits in Shanghai und Peking im Alltag (= totalitärer Überwachungsstaat) verankert sind. Wir haben da noch sehr viel aufzuholen… “
China ist also unser liebster Handelspartner und unser großes Vorbild. Soviel zum Patriotismus der Alternative für Deutschland.
Das ist wahrscheinlich echter Patriotismus im Sinne des Schutzes nationaler Interessen aufgrund nüchterner Lagebeurteilung, wohingegen Sie den Genuss persönlicher guter Gesinnung zu bevorzugen scheinen.
Und ich in meiner Naivität sah die asiatischen Völker bisher als Weise, Erfahren, durchtränkt mit wirklich wertvollen uralten Lehren an. Die Menschheit ist wieder mal an einem moralisch absoluten Tiefpunkt angekommen. Weltweit.
Chinesische Reaktion auf bellizistische Taiwan-Äußerung Japans Staatsführerin.
Bitte nicht Aktion & Reaktion verwechseln, wie vormals schon in Georgien & der Ukraine.
Einfachste geopolitische Diplomatie-Gepflogenheiten dürften schon eingehalten werden, wie ich finde. Das ist nicht zu viel verlangt.
Es besteht seitens China aber nicht mal ein Anspruch auf Reaktion. Die haben in Taiwan nichts zu suchen und die Taiwanesen wollen nichts von ihnen.
Aber wahrscheinlich fühlt sich China „bedroht“,so wie klein Wladimir vom NATO-Beitritt der Militärsupermacht Nordmazedonien…
Sehe ich auch so. Seltsam, wie Länder wie China hier plötzlich zu Opfern werden. Taiwan geht die Chinesen nichts an. Oder wollen wir ernsthaft zu diesem sinnlosen – das gehört zu uns und dieses auch – zurückkehren? Die Taiwanesen wollen unabhängig bleiben und das sollte das Schlusswort sein.
Ihr seid ja schön auf Establishment-Linie gefönt.
Taiwan ist Chinas Einflusssphäre – wie passt da ein Nordatlantik-Verteidigungsbund ins Bild?
Sind wir jetzt NATO-Imperium, oder wie?
Ähnlich den baltischen Staaten nur das Bellen erbärmlicher, kampfunfähiger Vasallen-Chihuahuas, die sich hinterm (ihnen heute vielleicht noch freundlich eingestellten) US-Pitbull verstecken. Kleine Brötchen backen wäre da angesagt.
—
„Ein Feind der USA zu sein, ist gefährlich, aber ein Freund zu sein, ist tödlich.“
― Henry Kissinger
Japaner sind halt intelligenter als Deutsche, die wissen noch wo der Feind steht. Die hatten aber auch nicht so viele 68er und daher auch keine 68er Schulverblödung und mußten keine DDR integrieren.
Was von Rotchina zu erwarten ist weiß jeder. Die Aufnahme in die WTO war ein Fehler, die intensive Kooperation vermutlich Dummheit und linker Unterwanderung geschuldet, siehe auch Verbrennerverbote zugunsten chinesischer Wirtschaftsdominanz.
Totale Zustimmung!
Es gibt in Japan mehr rechte und weniger linke Gutmenschen als in Deutschland. Soweit richtig. Aber rechte Gutmenschen denken oft wie Merz ewiggestrig aus dem Bauch heraus, was im Ergebnis nicht besser sein muss. Takaichi und ihre Unterstützer können als Warnung dienen. Ihre Außenpolitik ist katastrophal und wirtschaftspolitisch ist es Liz Truss. Für sie spricht, dass sie wohl die aufkeimende Masseneinwanderung bremsen.
Xi Jinping, 72, wird nicht abtreten, ohne das Taiwan-Problem „gelöst“ zu haben. Das ist DEFINITIV der nächste Krieg, der uns bevorsteht.
Wieso uns? Es ist nicht unser Krieg, und wenn die Scharfmacher der definitiven Loslösung Taiwans von China im Zaum gehalten werden, wonach es derzeit aussieht, bleibt Taiwan im Schwebezustand. Die Prognose über Xi Jinping beruht wohl auf Wichtigtuerei gewisser Experten.
Nun, Chinas Wirtschaft arbeitet eher extensiv; statt in Produktivität investiert man in Produktion, die immer mehr Ressourcen benötigt.
Wäre ich unter diesen Voraussetzungen China, würde ich nach Süden zur Ablenkung Kriegsrhetorik loslassen, und gleichzeitig insgeheim Vorbereitungen treffen, um mir einen Teil des rohstoffreichen Ostsibirien unter den Nagel zu reißen.
Ein strategisch richtige Überlegung, die ein ideologisch verbohrtes Internet-Publikum niemals verstehen wird.
Der Westen würde jedenfalls applaudieren – denn es schmerzt ihn schon sehr Napoleon, den Gröfaz und UK mit Mackinder gescheitert zu wissen.
Da ist er, unser liebster Handelspartner und lieblicher Counterpart zum ach so bösen Amerika.
Die ersten Kommentare hier zeigen schon, wie kommunistisch durchsetzt das Publikum ist. Die Ex-Blockwarte wittern wohl nochmal Morgenluft.
Dieser infantil-verquere Sophismus „Jeder, der nicht meiner Meinung ist, ist der Feind!“ nervt nur noch. Rhetorik-Seminar besuchen & Diskussion nicht mit Schwachfug vergiften. Danke.
Man kann auch neutrale Standpunkte einnehmen, Herr SchwarzWeiß-Simpler.
Das ist so falsch, das nicht mal das Gegenteil richtig wäre.
Typisch anklagende Argumentationsweise simpler Gestalten die sich für clever halten. Das ermüdet.😴
Viel reden – nix sagen, Floskel-König.
Sachdiskussion > ad hominem
Troll vs. Troll – find‘ ich klasse.
Der Artikel beginnt schon mit einer Lüge. Chinas Konsul drohte nicht und es ging nicht um Takaichis Kopf. Auch der Rest ist voller Unwahrheiten und insgesamt irreführend. Es wird nicht erklärt, wie Takaichi die von Japan anerkannte Rechtslage verletzt. Fehlende Sachkenntnis wird durch Deduktion aus einem Schwarzweiß-Weltbild ergänzt, denn bei rechten Gutmenschen aus unserer Nachkriegstradition ist Gesinnung Trumpf. Genau wie bei linken, aber zusätzlich mit Propaganda-Ehrgeiz, wie man hier an gewissen unsäglichen Russland-Leitartikeln sieht. Deshalb sind sie beim Ermitteln der Fakten auch stinkfaul. Da lohnt es sich eher, die besser ausgestattete BILD oder auch gewisse linke Medien zu lesen. Letztere sind bei diesen Themen offener und fleißiger. Ich schreibe dies als Sinologe, Japanologe und Dolmetscher beider Sprachen sowie Sprecher einiger weiterer einschließlich Russisch und intensiver Beobachter der Länder.
AN und Geopolitik floppt immer. Mal den Popo in diese Länder bewegen und dort arbeiten mit dem „Bodenpersonal“. Die Wurzel liegt im zweiten Weltkrieg begraben. Japan hat sich nie für das Abschlachten im Großraum China entschuldigt und Konsequenzen geogen. Der Reisende wird leider sehen (wenn er es will), die Japaner haben Denkmähler für die Schlächter aber nicht die Opfer. Trifft auch für Korea zu. Den Bogen jetzt noch Richtung Ukraine schenke ich mir, kann Jeder wer will selbst nachlesen.
Wie der Welt- Korrespondent Christoph Wanner berichtet, stehen die russischen Truppen in der Ost-Ukraine vor einem wichtigen Durchbruch. Elitesoldaten der Ukrainer stehen vor der Kapitulation. Was bedeutet das? Brechen die Russen durch, könnten sie in einer Zangenoperation den Süden der Ukraine einkesseln, russiche Soldaten stünden an der Grenze zur Republik Moldau. Dort stünde eine Vereinigung mit russischen Truppen in Ost- Moldau bevor, das kleine Land stünde vor dem Fall.
Derweil will Merz die Belgier dazu bewegen, eingefrorenes russisches Kapital der Ukraine zur Verfügung zu stellen, doch Belgien weigert sich. Ungarn, Tschechien und Slowakei sind eher Russlandfreundlich eingestellt. Droht die EU auseinander zu brechen? Steht Putin bald vor den Toren zu Deutschland?
Von Moldau ist Russlands Armee weit entfernt. Die Front kollabiert auch noch nicht. Sie bewegt sich immer schneller, aber noch gelingt Kiew immer wieder Eindämmung und zeitweilige Zurückdrängung.
Seit vier Jahren stehen die Russen unmittelbar vor einem entscheidenden Durchbruch…
Und dabei ist die Geheimwaffe der NATO noch gar nicht zum Einsatz gekommen: Rosafarbige Panzer mit Regenbogenbeflaggung. Die werden jeden russischen Soldaten in Panik flüchten lassen.
Ob wir das überleben werden?
Es wird hell. Die Frage ist noch auf welchem Kontinent zuerst.
Euch haben Sie ins Hirn geschissen
Wahrheit wird bei den super o o f en Deutschen zensiert.
Tja – wenn NATO und EU geostrategisch so dämlich sind, Russland und dessen nachvollziehbare Sicherheitsinteressen mit Füßen zu treten – dann bekommt China eben plastisch vorgeführt, welche Deppen hier das Sagen haben…
Die EU zerlegt Europa – in bester britischer Tradition (für das kontinentale Gleichgewicht der Kräfte die Völker Kontinentaleuropas in einem ständigen Krieg gegeneinander halten – zum Wohle des britischen Empires und seiner Vergrößerung). Nur dass diesmal nicht die Briten die Nutznießer sind (das brit. Empire ist Geschichte) – sondern China…
Die Chinesen haben sehr wohl Merkels Prahlerei, Minsk 1 und 2 hätten nur zur Täuschung Russlands gedient, zur Kenntnis genommen und haben die Lektion verinnerlicht, was Abmachungen (z.B. keine NATO-Osterweiterung) und Verträge (z.B. Bankenwelt – Bezahlungssystem) dem Westen wert sind: Nichts.
Aber die westliche Geld- und Machtgier ist eben unersättlich…
Welche nachvollziehbaren Sicherheitsinteressen hat Rußland, die die Ukraine, Israel, die USA, Japan, Taiwan, Australien oder nordische Länder nicht haben?
Die Ukraine, so hart wie das klingt, ist nur ein Spielball internationaler Interessen. Und ja der Westen glänzt nur Vordergründig mit abgehobener Moral und Ehre. „Unsere Demokratie“ hier ist das beste aktuelle Sinnbild dafür.
Ja, die WESTLICHE Geld- und Machtgier 😂😂😂😂😂😂😂😁😁😁
Widersprüchlicher Unsinn !
Mich interessiert n. d. deutsche Regime der Altparteien. Das ist genug für den Hahnenkamm, den Eitlen. 🐓
Wie sagte schon H. Schmidt: „Wenn wir uns überall einmischen wollen, wo himmelschreiendes Unrecht geschieht, dann riskieren wir den Dritten Weltkrieg.“
China hat noch nie Japan, USA oder Europa angegriffen. Umgekehrt schon. Wenn Die Ihr TAIWAN zurück haben wollen, was völkerrechtlich i. O. ist, denn die UNO hat TAIWAN nicht anerkannt, sollen Sie.
Ich möchte gute Geschäfte mit China machen und in Frieden leben.
Genauso wie die Krim, die unsere korrupte Ukraine einfach behalten hat, nach dem Zerfall der UDSSR, obwohl diese russisch war und von Russen bewohnt wird. Dort ist auch d. größte Militärhafen Russlands. Schon seit der Befreiung der Krim n. d. Überfall der Osmanen. Ich möchte gute Geschäfte mit Russland machen und in Frieden leben.
Helmut, hörst Du mich? Wir vermissen Dich fürchterlich (frei nach „Fettes Brot“).
Wachst du auch irgendwann mal auf?
CHINA GREIFT UNS SEIT JAHREN AN!
Man muss sehr naiv oder absichtlich blind sein um das nicht zu erkennen.
Echt. China greift an!? Wo? Drei Beispiele bitte! Und schlechte Nudelbuden und Natriumglutamat zählen nicht! Auch nicht das ein VW Passat bei uns 50.000€ und dort 19.000 € kostet. Das kommt von VW selbst. Und die sitzen in Wolfsburg und sind keine Chinesen 🤣!
Ja man könnte es als Angriff sehen, oder China ist einfach in die Bresche gesprungen die Europa sich seit Jahrzehnten selber schlägt (zbsp mit dem Verkauf von Knowhow seitens westlicher Geldgieriger). Oder durch die Übernahme von Infrastrukturen die durch Inkompetenz der hochgebildeten Westler verlottert (Häfen zbsp).
du spinnst
Tut er nicht. Tut er sogar mit Sicherheit nicht.
Doch. Tut er. Oder haben jetzt die Chinesen unsere Pipeline gesprengt? Ne. Die stellen unsere Konsumgüter zu Bedingungen her und zu Preisen….. Der Monitor, auf dem du das gerade liest kommt auch da her. Aber mit Sachlichkeit kannste nichts anfangen, gell? 9 von 10 Menschen verwechseln Emotion mit Tatsachen (Harald Schmidt)
Wenn man sonst im Hause Mannhardt/ Nius nichts zu schreiben hat- Chinahass geht immer inkl. Anwanzen an die PaypalMafia
Hast eigentlich bloß noch vergessen die geheime Zusammenarbeit mit Außerirdischen zu erwähnen…
Tolles Argument. Wirklich gut. 👍 🤣. So; Ja! Nein? Doch! Ohhhhhh.
Nur nicht so lustig 😢
Du hast Russenbashing und Trumpphobie vergessen 😋
mir geht das auch auf den Keks.
Stimmungsmache und nichts dahinter.