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Georg Schroeter

Nächster Debanking-Fall: Volksbank Salzburg kündigt AfD-Abgeordnetem das Konto

Immer wieder werden AfD-Verbänden und Politikern Konten ohne Angabe von Gründen gekündigt – nun hat es auch den AfD-Bundestagsabgeordneten Georg Schroeter erwischt: Die Volksbank Salzburg hat sein seit 20 Jahren bestehendes Girokonto zum 4. November gekündigt.

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Dem AfD-Bundestagsabgeordneten Georg Schroeter wurde ein Konto bei der Volksbank Salzburg das Konto gekündigt. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Die Volksbank Salzburg hat dem AfD-Bundestagsabgeordneten Georg Schroeter, wie der Westfälische Anzeiger berichtet, zum 4. November das Konto gekündigt. Seit 2006 war Schroeter Kunde der Bank – nun erfolgte die Kündigung ohne eine konkrete Begründung. Schroeter vermutet hinter der Entscheidung politische Motive.

Laut Schroeter habe er das Konto ursprünglich wegen beruflicher Aufträge in Österreich eingerichtet. Nach eigenen Angaben habe es in den vergangenen 20 Jahren keinerlei Schwierigkeiten gegeben. Zahlungseingänge seien regelmäßig erfolgt, sein Kontostand sei niemals ins Minus gerutscht. Dennoch erhielt er mit Schreiben vom 7. Oktober die Kündigung, in der sich das Geldinstitut lediglich auf seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen berief.

Schroeter sieht seine AfD-Mitgliedschaft als den „heimliche Grund“ für die Kündigung an, wie er gegenüber dem Westfälischen Anzeiger erklärte. „Natürlich werden sie niemals sagen, dass meine Parteizugehörigkeit ausschlaggebend für den Schritt war“, so der Abgeordnete. Er habe inzwischen die österreichische FPÖ über den Vorgang informiert. „Aber das wird noch ein politisches Nachspiel haben“, kündigte Schroeter an. Die Volksbank Salzburg wollte sich zu den Hintergründen nicht äußern. Eine Sprecherin verwies gegenüber dem Westfälischen Anzeiger auf gesetzliche Verschwiegenheitspflichten.

Bereits in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Fällen von mutmaßlich politischem „Debanking“. So kündigte die Berliner Volksbank im Sommer 2024 das Spendenkonto der AfD, nachdem die Initiative „Omas gegen Rechts“ mit mehr als 33.000 Unterschriften Druck auf das genossenschaftliche Finanzinstitut ausgeübt hatte. Bereits 2021 hatte die VR-Bank Dachau einem AfD-Ortsverband das Konto gekündigt und dies ausdrücklich mit einem Widerspruch zwischen dem Umgangston der Partei und den genossenschaftlichen Werten der Bank begründet. Ende 2025 kündigten außerdem zwei Volksbanken in Ostwestfalen Konten örtlicher AfD-Verbände.

bc

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20 Kommentare

  • Elon Musk sollte eine Bank in Deutschland gründen. Das würde ein voller Erfolg werden. Auf einen Schlag mindestens 30%-Bankkunden.

    • Ich würde da sofort hingehen.

    • Gute Idee!

    • Das würden die BaFin nie genehmigen.

  • Die AFD sollte eine eigene Bank gründen, ich würde sofort zu dieser wechseln und wäre damit sicher nicht die einzige.

    • Die würden wahrscheinlich derzeit keine Banklizenz bekommen wegen der gesicherten Einstufung als Verdachtsfall. Das wäre zumindest die Begründung um der AfD auch hier zu schaden!

      • Das befürchte ich leider auch.

  • Es war die ganze Zeit schon ganz schön schmutzig, aber jetzt wird es dreckig. Der Bogen wird mehr und mehr überspannt.

  • Wenn die AFD Wähler zusammenhalten und Ihre Konten bei dieser Sparkasse kündigen wäre eine adäquate Antwort auf dieses undemokratische Vorgehen.
    Es ist an der Zeit dass sich was ändert.

    • Prima Vorschlag. Wohin sollen die AfD-Wähler wechseln? Welches Geldinstitut ist denn noch nicht wegen Debanking aufgefallen?

      • Die Sparkassen. Die haben, weil sie öffentlich-rechtliche Institutionen sind, einen Kontrahierungszwang

    • Volksbanken. Das sind Genossenschaften.

    • Die drehen doch alle am Rad, die tägliche Hetze wirkt und alle wollen dabei sein. Noch kommt man nicht wirklich dagegen an, ich hoffe aber, dass sich bald was ändern wird.

  • Ein Bankkonto ist ein Teil der persönlichen Daseinsvorsorge.

    Deshalb sollte die Vertragsfreiheit vom Gesetzgeber dahin gehend eingeschränkt werden, dass eine Kontokündigung (wie bei einer Mietwohnung) nur unter Angabe der Gründe erfolgen darf.

    Das würde eine Hemmschwelle einbauen und dem Betroffenen rechtliche Mittel in die Hand geben, die Kündigung gerichtlich überprüfen zu lassen.

  • Muss ich mal anrufen.

  • Menschen entwickeln sich in Phasen – auch in Banken. Nach der Pubertät folgt die Konformität. Quelle: Ich-Entwicklung

    In der Konformität bestimmt das Gefühl Zugehörigkeit den Selbstwert. Dazu wird kontinuierlich die in- und out-group als ‚wir‘ und ‚die Anderen‘ definiert.

    Jemanden aus der in-group ‚wir‘ zur out-group ‚die Anderen‘ zu drängen, gehört dazu.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Verknüpfung von Zugehörigkeit und Selbstwert nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

  • Salzburg ist Kommunistisch. Politisch eine Horror Stadt.
    Das Festival ist Weltklasse.

  • So sind Sie halt die “ Genossen “ !
    Ich habe mitgemacht !
    Das Netz vergisst nicht !

  • Es gibt nichts, was man der AfD vorwerfen kann und trotzdem wird die immer wieder überall wie Aussatz behandelt. Was ist das nur für eine erbärmliche Welt geworden, wo Verbrecher mit allem durchkommen.

  • Diese Idioten treten die Demokratie mit Füßen.
    Widerlich und im höchsten Maße verachtenswert!
    Jeder sollte sein Konto dort kündigen, auch wenn man kein AFD-Freund ist.

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