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Großbritannien

Nachwahl in Clacton: Nigel Farage siegt und gewinnt trotz Boykottaufrufen Stimmen hinzu

Bei der Nachwahl in Clacton hat Nigel Farage nicht nur deutlich gesiegt, sondern auch Stimmen hinzugewonnen – obwohl die Wahlbeteiligung wegen des Boykotts durch die anderen Parteien einbrach. Sein Hauptgegner war die Kunstfigur Count Binface.

Nigel Farage sicherte sich in seinem Wahlkreis Clacton erneut ein Mandat (IMAGO/News Licensing)

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Der britische Spitzenpolitiker und Vorsitzende von Reform UK, Nigel Farage, hat die Nachwahl im Wahlkreis Clacton am Donnerstag haushoch gewonnen. Trotz mangelnder Konkurrenz und Boykottaufrufen konnte er sogar mehr Anhänger mobilisieren als 2024. Farage hatte die Nachwahl durch seinen Rücktritt als Abgeordneter selbst ausgelöst. Sein Ziel, durch den Rückhalt im Wahlvolk auch seine Position innerhalb der eigenen Partei zu stärken, dürfte er damit erreicht haben.

Farages mit Abstand prominentester Konkurrent war der satirische Kandidat „Count Binface“ – denn die anderen großen britischen Parteien boykottierten die Wahl. Mit 22.239 Stimmen und einem Anteil von rund 63 Prozent setzte sich Farage gegen insgesamt 33 Mitbewerber durch. Auf Farage folgte Count Binface, der mit 9.455 Stimmen und 26,7 Prozent den zweiten Platz erreichte.

Im Vergleich zur Parlamentswahl 2024 erhielt Farage mehr als 1.000 Stimmen zusätzlich – obwohl die Wahlbeteiligung deutlich niedriger ausfiel als vor zwei Jahren. Für den Reform-Politiker ist das trotz der besonderen Umstände ein Erfolg. Doch auch der Zweitplatzierte „Count Binface“, hinter dem der britische Satiriker Jon Harvey steht und der auch schon unter dem Namen „Lord Buckethead“ aufgetreten ist, hat das beste Ergebnis seiner bisherigen Kandidaturen erzielt.

„Count Binface“ nutzt die Möglichkeit, als Einzelbewerber anzutreten, regelmäßig für seine satirischen Wahlkämpfe. Dafür müssen in Großbritannien keine Unterstützungsunterschriften gesammelt werden. Stattdessen muss eine Kaution hinterlegt werden.

Hinter Harveys Kunstfigur steht eine tief verwurzelte Tradition der britischen Wahlkultur. Bei der Verkündung der Ergebnisse treten die Kandidaten üblicherweise gemeinsam auf einer Bühne auf und warten dort die Bekanntgabe des Ergebnisses ab. Gerade die Auftritte satirischer Kandidaten haben in der Vergangenheit für zahlreiche skurrile Bilder gesorgt.

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Eines der bekanntesten Beispiele ereignete sich 1983 im Londoner Wahlkreis Finchley. Dort trat die damalige Premierministerin Margaret Thatcher gegen den Gründer der Official Monster Raving Loony Party, „Screaming Lord“ David Sutch, an. Sutch kandidierte mit auffälliger Kleidung und seinem exzentrischen Auftreten gegen Thatcher. Bei der Verkündung der Wahlergebnisse stand er dann neben ihr, und Thatcher musste sich das gefallen lassen.

Farage blieb der Bühne am Freitagmorgen hingegen fern. Er begründete seine Abwesenheit mit Sicherheitsbedenken und erklärte, die Polizei habe ihn vor einer geplanten Störaktion gewarnt. Die Essex Police bestätigte zwar umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, widersprach jedoch der Darstellung, Farage sei ausdrücklich aufgefordert worden, der Veranstaltung fernzubleiben. Reform UK hält unterdessen an der Darstellung fest, dass eine „glaubwürdige Bedrohung“ gegen den Parteivorsitzenden bestanden habe.

Der Reform-Chef feierte seinen Wahlerfolg dennoch. In einem Beitrag auf X schrieb Farage kurz: „Das Ergebnis in Clacton spricht für sich.“ Für die Nachwahl in Clacton, die Farage durch seinen Rücktritt selbst ausgelöst hatte, hagelte es im Vorfeld Kritik. Die großen britischen Parteien boykottierten die Abstimmung und warfen dem Reform-UK-Chef vor, die Nachwahl für einen persönlichen politischen Befreiungsschlag zu missbrauchen.

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Farage war zuvor wegen seiner Finanzen zunehmend unter Druck geraten. Im Zentrum steht ein nicht deklariertes Geschenk in Höhe von fünf Millionen Pfund von dem Krypto-Unternehmer Christopher Harborne. Gegen Farage lief deshalb bereits eine Untersuchung des parlamentarischen Standardsbeauftragten. Diese wurde mit seinem Rücktritt vorerst ausgesetzt, durch seine Wiederwahl am Freitag jedoch wieder aufgenommen. Sollte letztendlich ein Verstoß festgestellt werden, könnte erneut eine Nachwahl drohen.

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23 Kommentare

  • Congratulations Nigel!!!

    29
    • Die einzige intellektuelle Äußerung, zu der Gerblman fähig ist. Herzliches Beileid.

      4
    • Das war ein transsexueller Furz. Mein Geschlecht hat sich nämlich gerade geändert. Daher auch ein neuer Nick.

      -9
  • Farage ist nicht besser als Meloni. Die echten Patrioten sind bei Restore Britain und Rupert Lowe.

    10
    • Rupert Lowe ist ein inkompetenter liberaler Rentner. Keiner von diesen Leuten würde auch nur dafür taugen ein kleines McDonalds Franchise zu managen.

      -15
      • Nee, bist einfach nur deppert. Aber das weis hier ja jeder😉

        11
      • Du Furz, schleich dich Stinkerle.

        7
  • Köstlich!

    7
  • Glückwunsch Nigel Farage!
    So langsam setzt sich überall Vernunft und Intelligenz durch!

    24
    • Einer wie du redet von Vernunft und Intelligenz. Und dann glaubst du auch noch das in einer kleinen Wahl in einem anderen Land beurteilen zu können.
      Dein Name trifft wirklich zu. Totale Müll Meinung.

      -24
      • blah, blah, bläh, bläh, pups, furz, stink

        -6
  • Ach ich liebe Nigel farage. Ein Politiker mit Charisma und Ausstrahlung, solche Typen sterben leider aus. In unserem Bundestag sitzen fast nur noch Befehlsempfänger.
    Unvergessen: Nigel’s rede über ‚Hoermaenn Van Rompuy ‚

    14
    • Du wärst erstaunt welche Ausstrahlung ich hinten haben kann.

      -15
      • Die gleiche wie von vorne, halt ein ….loch😉

        8
  • „Farage war zuvor wegen seiner Finanzen zunehmend unter Druck geraten. Im Zentrum steht ein nicht deklariertes Geschenk in Höhe von fünf Millionen Pfund von dem Krypto-Unternehmer Christopher Harborne. Gegen Farage lief deshalb bereits eine Untersuchung des parlamentarischen Standardsbeauftragten. Diese wurde mit seinem Rücktritt vorerst ausgesetzt, durch seine Wiederwahl am Freitag jedoch wieder aufgenommen.“

    Was für eine Überraschung, dass Rechtspopulisten korrupt sind.
    Aber nicht mal auf die klassische Art korrupt, wie man früher Marktmonopole gehandelt hat, sondern korrupt für Luftnummern wie Krypto.

    -6
  • Nigel du geile Sau!

    0
  • Gegen einen Mülleimer gewonnen. Glückwunsch.

    -6
  • Farage wird finanziert von Russland und von Crypto Betrügern. Für die Briten hat sich seit Brexit nichts gebessert aber Farage wurde umso reicher gemacht.

    -28
    • Dazu hast du auch Belege und Beweise?
      Bitte um Angaben dazu.

      23
      • Also hast du ausser Beleidigungen keine Belege.
        Warum erstaunt mich das nicht?
        🚩

        14
      • Gratulation zur Flattulation

        -5
    • Der einzige Betrüger bist du selbst!

      15
      • Lauf in die Straße.

        -17

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