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Bundesvorsitz

Machtkampf um FDP-Vorsitz: Höne tritt gegen Kubicki an

Bei der FDP zeichnet sich vor dem Parteitag im Mai eine Kampfabstimmung um den Bundesvorsitz ab. Henning Höne hält an seiner Kandidatur fest und wird gegen Wolfgang Kubicki antreten.

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Henning Höne will FDP-Chef werden und stellt sich gegen Wolfgang Kubicki. (IMAGO/Maximilian Koch)

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Bei der FDP läuft die Wahl zum Bundesvorsitz auf eine Kampfabstimmung hinaus. Der nordrhein-westfälische Landeschef Henning Höne hält an seiner bereits zuvor erklärten Kandidatur fest. Am Samstagabend kündigte Wolfgang Kubicki seine Bewerbung an. Kurz darauf zog der amtierende Parteichef Christian Dürr seine eigene Kandidatur zurück und erklärte seine Unterstützung für Kubicki.

Höne sagte dem WDR: „Ja, ich bleibe bei meiner Kandidatur. Ich habe nicht kandidiert gegen eine bestimmte Person, sondern für den Bundesvorsitz der Freien Demokraten.“ Die FDP brauche „dringend einen Neuanfang“, der nach der Ampelregierung bislang nicht gelungen sei. Den Charakter der Abstimmung will Höne ausdrücklich nicht als Machtkampf verstanden wissen. Es sei in einer Demokratie selbstverständlich, dass Delegierte eine Auswahl hätten.

Zur Frage nach der Erfahrung Kubickis sagte Höne: „Erfahrung ist ja ein Aspekt, aber doch nicht der einzige. Und gerade wenn es nach einer solchen Wahlniederlage bei der Bundestagswahl an einen Neuanfang geht, finde ich, sollte sich die Partei auch trauen, wirklich einen Neuanfang zu wagen. Niemand wurde bekannt geboren, sondern das ist von allen heute bekannten Gesichtern in der Politik erarbeitet worden.“

Dürr begründete seinen Rückzug zuvor gegenüber der Bild so: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass die FDP wieder erfolgreich sein wird. Die Voraussetzung ist eine geschlossene Formation. Ich leiste meinen Beitrag dazu und unterstütze Wolfgang Kubicki.“

In der Partei formieren sich damit erkennbare Lager. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die gemeinhin dem eher linksliberalen Teil der Partei zugeordnet wird, hat sich hinter Höne gestellt. „Wettbewerb kann einer Partei wie der FDP, die wie kaum eine andere für Offenheit und Leistungsprinzip steht, nie schaden“, schrieb Strack-Zimmermann auf X. Jetzt sei „nicht die Zeit für persönliche Eitelkeiten oder späte Selbstvergewisserung, nur weil dafür Raum entsteht“, warf die Politikerin Kubicki an den Kopf. Die FDP müsse „von einer neuen Generation in die Zukunft geführt werden, nicht nur von alten Schlachtrössern.“ Dieser neuen Generation würde ein Kubicki „an der Spitze allein im Weg stehen“, drückte sie aus. 

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27 Kommentare

  • Kubicki hat in SH mit Habeck zusammen von 2017 bis 2022 5 Jahre lang die Landesregierung gebildet und er vertrat ebenso die „Ampel“ auf Bundesebene. Kubicki als rechtsliberalen Patrioten zu framen schlägt folglich fehl. Er dürfte als möglicher Parteivorsitzender auch anders sprechen denn als Solitär. Ich verbinde mit der FDP aktuell keine Hoffnungen mehr, es ist vorbei.

    • Vollkommen richtig.

      Wenn Kubicki (0.85 MERZ|Messeinheit MERZ) jetzt den Mund aufmacht und ohne Phrasologie auspricht was gemacht werden muß?

      ..ähm, Phrasologie, das ist seine sogenannte Kompetenz, extern medial hier geframt als „Erfahrung“. Erfahrung hat man im Bundestag ja schon wenn man da nur 20 Jahre lustlos sitzt wie CDU-Hardt=“der Bürger kann ruhig 25€ mehr im Monat für Sprit berappen“ –
      ..und der AUCH die Wahrheit spricht, SO wie 1 MERZ vor der Wahl, ja dann…
      Noch so’n Oldie mit seine 74 Jahren. SED-Politbüro oder Zentralrat der KPDSU…

      Nur noch Mütter und Väter der Klamotte in UnsereDemokratie…als Exekutive der Partei-Apparate?

      Nur noch AfD.

  • So ist diese Partei mit sich selbst beschäftigt, das ist die einzige Aufgabe, die am Ende noch bleibt.

    • Kubicki ist 74 Jahre alt, hat ne fette Pension und mehr als genug aufm Konto. Warum macht er das noch? Ein Denkmal bekommt er als „liberaler Wendehals“ sowieso nicht. Soll er lieber seine letzten Jahre noch genießen (und ohne die Marie-Agnes im Nacken).

  • Wenn interessiert denn noch die FDP?
    Bei denen wusste sowieso immer niemand, wofür die eigentlich stehen.
    Notnagel und Lückenfüller für schlechte Koalitionen.
    Als es angebracht gewesen wäre, wollte man lieber gar nicht regieren, und als es ein Verhängnis war, wollte man unbedingt.

  • Ich habe mir die Leserkommentare bei WeLT-Online zum Thema Kubicki durchgelesen. Dort wird er als Hoffnungsträger für die FDP gesehen. Ganz im Gegensatz zu hier. Hier ist man einen Schritt weiter und hat erkannt, dass er schön redet aber gegenteilig handelt.
    Den Höne kannte ich bis eben nicht. Er scheint aber ambitioniert zu sein. Mal schauen ob der ran darf um die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Trotzdem ist die FDP für mich unwählbar geworden. Ich möchte mir nicht ein zweites Mal gedanklich die Hand abhacken, weil ich die mal gewählt habe – und die „Ampel“ ermöglicht habe.

  • Anstatt gemeinsam zu kämpfen zersetzen sie sich selbst.
    Wie beim BSW.
    Gute Nacht, FDP!

  • Ungedientes Fleisch ist gutes Fleisch. Es stinkt nur einmal.

  • HIGH NOON in der FDP: Ich bin schon ganz aufgeregt und hab mir mein Kissen auf die Augen gedrückt….

  • „Das ist der blanke Hohn.“
    -Mimon Baraka

  • Wieso keine Doppelspitze? Kubicki-Höne. Oder ist die FDP bereits zu klein dazu?

  • Proforma-Kontrahent…

  • Und trotzdem werden die im September in den 3 Ostlandtagen rausfliegen.

    Noch besser wäre unter 1%, dann war’s das mit der Wahlkampferstattung.

    In Sachsen und Brandenburg hat’s ja geklappt.

  • Kubicki kämpfte damals zurecht gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen. Mit Kubicki kann die FDP vielleicht in den Bundestag kommen. Aber nicht in den Landtag von SA. Dort bekommt die AfD die absolute Mehrheit.
    https://jlt343.wordpress.com

    • Das ist sehr zu hoffen. Ich hoffe das Landtagswahl dort endlich mal denn anderen die Augen öffnet, was der Wähler will und was er bekommen möchte, wenn er gewählt. Gelsen habe ich, dass das Haushaltsbudget der Bundesregierung bei etwa 190. Mio liegen soll. Kann das jemand bestätigen?
      Und ich soll für 3 Euro pro Liter tanken?
      Unglaublich was hier abgeht….

      • Nachtrag, das Budget für diese NGO’s war gemeint.

  • Die neue Generation und gleichzeitig auch glaubwürdiger als Kubicki’s Abstimmverhalten wäre Frau Teutteberg gewesen aber selbstverständlich trifft die FDP keine guten Entscheidungen mehr. Kubicki zieht vielleicht noch bei ein paar Leuten aber der Großteil der Leute weiß um seine Umfallerei. Beide Kandidaten werden das Ding glaub ich nicht mehr drehen können

  • Lieber nicht regieren als schlecht regieren , sagte mal ein Porschefahrer von der FDP.
    Danach regierten Sie als Ampelverbund ,seit dem ist es besser Sie regieren nie wieder .

  • Wenn man bedenkt, dass zuvörderst die heutige Klimapolitik letztlich nichts weiter ist als ein „Taylorismus in modernisiertem Gewand“ (Schumann, 2003: 45), der allein schon durch den spätestens seit den frühen 1990er Jahren sich inzwischen in globalem Maßstab vollziehenden Wechsel des Rationalisierungsparadigmas menschlicher Arbeit längst überkommen ist, sehen allen voran die Parteigänger von Bündnis 90/Die Grünen seitdem alt aus und sind dadurch schon in jungen Jahren völlig vergreist. Nicht anders verhält es sich in der FDP. Wolfgang Kubicki stünde dann für das völlig Neue. Will Henning Höne ernstlich konkurrieren, müsste somit erst noch der Nachweis von ihm geführt werden, dass die „autoritativ“ (D’Alessio et al., 2000: 11) erfolgte Setzung dem Dasein keinen Sinn verleiht. Sollte dazu die intellektuelle Kraft fehlen, wäre der Nordrhein-Westfale lediglich Zählkandidat.

  • Ich drücke Herrn Kubicki die Daumen!
    Zum Wohle und für die Zukunft der FDP.

    -14
  • Ich war selber mal FDP-Wähler aber nachdem sie zu Sänftenträgern von Merkel wurden sind die bei mir unten durch. Und dann noch Strack-Stahlhelm, welche nichts besseres zu tun hat, als diejenigen, welche sie mir ihrem Steuergeld bezahlen, anzupöbeln. Nein Danke…

  • Der finale Todeskampf ist lustig. Was sagt der kleine dünne grauhaarige militante Mann zu dem Ganzen?

  • Ich würde sagen, 0 x 0 = 0.

    Und dann noch diese kotzerbärmlichen Textbausteine.

    Ich hätte aus dem roten Lager der FDP mal wenigstens die Frage an Kubicki, erwartet, ob sein Arbeitgeber weiß, was er da vorhat. Nicht mal das!

    Abhaken und in die runde Ablage damit.

  • Ich wußte gar nicht, daß Frau Strack-Zimmermann so viel Selbsterkenntnis hat, sich als altes Schlachtroß zu bezeichnen.

  • Echt staatstragend. Ein Partei, deren Bedeutung zwischen der Tierschutzpartei und der Partei für Verjüngungsforschung (gibt’s wirklich) liegt, hält einen Parteitag ab. Fantastisch!

  • Kubicki redet viel und fällt immer um. Das ist sehr schade, denn der Mann sagt durchaus oft das Richtige. Wenn er die stracke Zimmermann aus der Partei wirft, kann man ihn vielleicht wählen. Macht er mit diesen Totengräberfiguren weiter, ist die Partei endgültig Geschichte.

  • Ihr könnt nach Hause gehen,,euch brauch keiner mehr…wirklich keiner….
    Apotheker, Anwälte, Steuerberater ( Ihr könnt auch weg), Kleinunternehmer..etc Partei…ab dafür

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