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Großbritannien

Labour beugt sich öffentlichem Druck: Löschung brisanter Gerichtsakten zu Grooming Gangs in letzter Minute gestoppt

Nach öffentlichem Druck hat die Labour-Regierung sensible Daten zu Missbrauchsnetzwerken in letzter Minute doch nicht gelöscht – zuvor standen Vorwürfe der „Sabotage“ im Raum.

Symbolbild: Gerichtsarchiv (imago images/Elmar Gubisch)

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Die britische Labour-Partei hat eine Kehrtwende vollzogen: Das digitale Gerichtsarchiv vom Dienstleister Courtsdesk wurde angewiesen, die geplante Löschung zentraler Daten zur Verfolgung sogenannter Grooming-Gangs umgehend zu stoppen. Zuvor war dem Archiv mitgeteilt worden, es müsse bis zum 9. Februar sämtliche gespeicherten Informationen löschen – ein Vorgang, der parteiintern wie auch öffentlich heftige Kritik ausgelöst hat.

Wie britische Medien wie der Telegraph berichten, war Courtsdesk darüber informiert worden, dass seine gespeicherten Datensätze zu Strafverfahren – darunter auch Verfahren gegen Banden zur sexuellen Ausbeutung Minderjähriger – entfernt werden müssten. Bei den betroffenen Datensätzen handelt es sich nach den vorliegenden Informationen nicht um interne Ermittlungsakten, sondern um systematisch aufbereitete Gerichtsprotokolle, Urteilsbegründungen, Anklageschriften und Verfahrensübersichten aus öffentlich geführten Strafprozessen.

Courtsdesk hatte diese Informationen über Jahre hinweg strukturiert erfasst und digital zugänglich gemacht. Besonders relevant waren dabei Fälle organisierter sexueller Ausbeutung Minderjähriger, in denen mehrere Täter gemeinschaftlich agierten und über längere Zeiträume hinweg Opfer rekrutierten, manipulierten und missbrauchten.

Die Archivdaten enthielten unter anderem Angaben zu Tatzeiträumen, Modus Operandi, Zahl und Alter der Opfer, verhängten Strafmaßen sowie zu richterlichen Bewertungen der Tatstrukturen. Dadurch ermöglichten sie eine überregionale Auswertung wiederkehrender Muster – etwa zur Frage, wie Ermittlungsbehörden reagierten, welche Anklagepunkte erhoben wurden und in welchem Umfang Gerichte organisierte Strukturen ausdrücklich benannten. Gerade in der politischen und medialen Debatte über Grooming-Gangs galten diese strukturierten Übersichten als wichtige Grundlage für Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

Die Anweisung zur Löschung sorgte insbesondere deshalb für Empörung, weil sich unter den archivierten Daten auch solche zu Fällen sogenannter Grooming-Gangs befanden – also Netzwerken, in denen Minderjährige systematisch sexuell ausgebeutet wurden. Diese Fälle hatten in Großbritannien wiederholt politische Debatten über Behördenversagen, Vertuschungsvorwürfe und strukturelle Defizite ausgelöst.

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Innerhalb der Labour-Partei wurden Vorwürfe möglicher „Sabotage“ laut. Kritiker befürchteten, dass mit der Löschung nicht nur ein unabhängiges Recherchearchiv verschwinden, sondern auch die öffentliche Nachvollziehbarkeit sensibler Strafverfahren beeinträchtigt werden könnte. Die Archivdaten galten als wichtige Grundlage für investigative Journalisten, Wissenschaftler und zivilgesellschaftliche Initiativen.

Infolge des öffentlichen Drucks wurde die ursprüngliche Anweisung nun zurückgenommen. Das Gerichtsarchiv wurde angewiesen, die Löschung der Daten auszusetzen. Damit bleibt das Material zunächst erhalten.

Hintergrund der Affäre ist die seit Jahren kontrovers geführte Debatte über den Umgang britischer Behörden mit bandenmäßig organisierten Sexualstraftaten gegen Minderjährige. In mehreren Städten – darunter Rotherham, Rochdale oder Telford – waren systematische Missbrauchsstrukturen bekannt geworden, die teils über lange Zeit nicht konsequent verfolgt worden waren. Untersuchungsberichte hatten Versäumnisse von Polizei, Jugendämtern und Kommunalverwaltungen dokumentiert.

Kritiker sahen die Gefahr, dass eine Entfernung der Daten als Signal gewertet werden könnte, die Aufarbeitung sensibler Fälle zu verhindern oder zu erschweren. Befürworter einer umfassenden Datenlöschung verwiesen hingegen auf datenschutzrechtliche und organisatorische Aspekte. Mit der nun erfolgten Anweisung, die Löschung zu stoppen, reagiert Labour auf die aufgekommene Kritik. Wie es langfristig mit dem Archiv und seinen Datensätzen weitergeht, ist derzeit noch offen.

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20 Kommentare

  • Da wollte Starmer doch wirklich noch schnell Beweismaterial löschen lassen. Seine Zeit als Staatsanwalt könnte noch sehr gefährlich für Starmer werden, weil er gegen die pakistanischen Grooming-Banden nicht ermittelte und den Skandal vernachlässigte. Es wird Zeit das alles zum Grooming-Skandal aufgeklärt wird. Wir sehen ja auch im Epstein-Skandal, was da für ein Schmutz ans Tageslicht kommt.

    • So langsam kristallisiert sich die Frage heraus, ob sich hinter der Regierung Starmer nicht eine kriminelle Organisation, ähnlich dem Epstein-Netzwerk, verbirgt.

      Denn die Epstein-Sex-Verbrechen sind offensichtlich lediglich die Spitze des Eisbergs – und lenken mit nachvollziehbarer öffentlicher Empörung schön davon ab, was Epstein nämlich als Haupttätigkeit betrieb:
      Ein politsches Netzwerk mit einem Sex-Honeypott als Lock- und Pressionsmittel – angesichts des Vernetzungsumfangs möglicherweise sogar im Sinne einer supranationalen Schattenregierung – ähnlich wie der WEF, möglicherweise sogar mit dem WEF irgendwie verbandelt.

      • Hierzu müssten die Aussagen der Opfer stärker gehört werden. Beim Skandal um M. Dutroux in Belgien oder auch der „Sachsensumpf-Skandal“ in Deutschland, zeigten , dass die Opfer immer als unglaubwürdig hingestellt wurden, um damit Prominente zu schützen. Bei den Grooming-Gangs in GB wurden auch Geschäfte mit den Minderjährigen gemacht. Ich hoffe es kommt jetzt endlich alles ans Licht. Es wurden auch Beamte bei der Polizei in GB bestochen oder erpresst. Die Aufklärung muss noch deshalb noch viele Hindernisse überstehen

  • Was mir hier im Artikel fehlt, wer hat die Löschung dieser Akten geplant und vorangetrieben?

  • Es gibt noch ein paar Aufrechte in der Labour Party. Das hätte ich nicht erwartet. Es ist nur ein kleines Zeichen der Hoffnung, aber immerhin.

  • Datenschutz? Ja klar. Nice try

  • Warum werden Täter wie Andrew verhaftet….
    aber Kritiker und Reporter wie T.Robinson jahrelang behindert…?

    • ein T. Robinson war sogar lange im Gefängnis wegen seiner Aussagen zu dem Grooming-Skandal. Zuletzt wurde er von Islamisten in GB bedroht und musste das Land verlassen. Alles was uns in der EU mit ihren Zensurgesetzen und Meldestellen noch bevorsteht. Der sogenannte Schutz von „Minderheiten“ schützt vor allem Kriminelle.

      • Es steckt meiner Meinung nach noch viel mehr dahinter. Ein Netzwerk das immer noch Macht und Einfluss hat. Inwiefern der britische PM darin verstrickt ist – womöglich – keine Ahnung. Ob es es die Epstein Dimension hat – keine Ahnung. Sicher ist das Stramer nicht die Aufklärung rücksichtslos vorantreibt. Was zu Vermutungen führt.

  • Der Islam wird wohl Staatsreligion Englands.

    • @GripsEinschalten Das wird auch in Deutschland passieren die Linken/SED machen jetzt Wahlkampf auf arabisch.

      • Für die super integrierten. Na fein

  • Und? sind die Dokumente schon „versehentlich“ gelöscht worden? Aber nein, Keir wollte nichts vertuschen. Gehen sie weiter.

  • Dieses Land wird regelrecht zum Albtraum. Die Mächtigen und ihre dreckige Seite.

  • Innerhalb von 100 Jahren ist das UK von einer globalen Supermacht zur armen , servilen Dhimmi Witzfigur verkommen.
    Es ist ein Zeitungsabo wert, ein halbes Jahr eine schottische Zeitung zu lesen.
    Was die 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 SNP mit gender, Energiewende , Infrastruktur, migration und Steuern macht, sollte einem geläufig sein.

    • Was England in 100 Jahren schafft, schaffen wir in 25. 2040 ist Deutschland ein verarmtes Land, ohne Industrie aber mit massiven Schulden, einem desolaten Bildungssystem und kaputter Infrastruktur. Aber immerhin wird dann überall Ramadan gefeiert, die Frauen bleiben wieder Zuhause und es gibt überall Halal-Essen. Und der Muezzin ruft fünfmal am Tag zum Gebet.

      • feministische Politik in der Vollendung. So wie die Links-Grünen es sich wünschen (sie lernen ja jetzt schon arabische Sprache)

  • Grooming, Detreux, Epstein, alles Einzelfälle? Immer unter der Deckung von hohen Politikern? Zufälle gibts…

  • Wer heute Linke wählt hat nicht alle Tassen im Schrank.

    Wen es um den Islam, die eingewanderten Goldstücke geht belügen sie in der Not die EIGENE BEVÖLKERUNG!
    Und es gibt noch andere politische Baustellen (Klimawahn) in denen die Linken lügen.

  • Alles, was mit dem WEF zusammenhängt, stinkt nach Korruption, Pädophilie und Tod.

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