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Jugend forscht

„Keiner komme mir mit Free Speech“, meint Friedrich Merz über die Klarnamenpflicht wegen des AfD-Triumphs

Friedrich Merz empfängt die Gewinner des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ und spricht sich dabei für eine Klarnamenpflicht im Internet aus. „Bitte komme mir keiner mit Free Speech“, wehrt er mögliche Einwände ab.

Friedrich Merz im Gespräch mit den Gewinnern des Jugendwettbewerbs „Jugend forscht“ (Screenshot via Livestream der Bundesregierung)

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Am Dienstag hat Friedrich Merz die Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ getroffen. Bei der Veranstaltung beantwortete er auch die Fragen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Einer sprach ihn auf das Thema Klarnamenpflicht im Internet an: „Wie lässt sich das vereinen mit Informanten, mit Investigativjournalismus, wenn wir keine Anonymität mehr im Internet vorfinden können?“

Friedrich Merz holte daraufhin zu einer langen Erklärung aus, in der er Pseudonyme im Internet, das Recht auf Anonymität, von Bots generierte Nachrichten und den Schutz der Demokratie in einen Topf warf. Wenn man nicht wisse, wer der Urheber einer Nachricht sei, bedrohe das letztlich die Demokratie, so der Tenor.

Dann verstieg er sich zu der Aussage: „Bitte komme mir keiner mit Free speech. Das hat mit Free speech nichts mehr zu tun.“ Das sei allenfalls ein libertäres Politikverständnis aus Teilen der USA, „das ich persönlich nicht teile“. Eine liberale Gesellschaft müsse in der Lage sein, die Bürger zu schützen, auch „vor falschen Informationen, vor persönlichen Herabsetzungen, vor Diskriminierung“.

Noch zu Beginn hatte der Bundeskanzler erklärt, er sei „in der analogen Welt großgeworden“. Soziale Medien seien nun anders, als man sie lange gekannt habe. „Sie sind alle in der digitalen Welt groß geworden. Ich stelle mir nur hin und wieder die Frage, gelten eigentlich in der digitalen Welt völlig andere Regeln, als wir sie in der analogen Welt hatten.“ Er führte aus, dass man gegen Zeitungen vorgehen konnte, die falsche Dinge behauptet hatten. Das habe zu einer gewissen „Hygiene“ beigetragen.

„Sie können heute in der digitalen Welt mit Synonym, mit Abkürzungen, mit Fantasienamen sich austoben. Und wir haben enorme Schwierigkeiten, überhaupt mehr zu klären, wer ist dafür verantwortlich? Sind das die Plattformen oder sind das die Urheber selbst? Und wenn ja, wer sind die Urheber eigentlich?“, sagte er. Doch es gebe auch Argumente dafür, dass Menschen sich anonym im Internet äußerten. Ihm mache jedoch besonders die „Verrohung der Sitten“ Sorgen, ebenso wie Nachrichten, die von Bots generiert würden.

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Von Nachrichten, die von Bots generiert würden, habe vor allem die AfD in Sachsen-Anhalt profitiert. Es sei wichtig, „unsere Demokratie“ und Persönlichkeitsrechte zu schützen. Dann wandte er sich an den jungen Mann, der die Frage gestellt hatte, und an das Publikum: „Nehmen wir doch mal ganz konkret Sie: Wenn Sie demnächst in der Forschung sind und Ergebnisse publizieren, dafür werden Sie kritisiert, dafür werden Sie massiv unter Druck gesetzt, dafür werden Ihre Familien bedroht. So, wie gehen wir mit diesem Phänomen um?“ Seine Antwort: Klarnamenpflicht. Zu der Frage nach investigativem Journalismus äußerte er sich nicht.

Der Wettbewerb „Jugend forscht“ richtet sich an Schüler und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 21 Jahren. Sie müssen eigene Projekte in den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Technik, Mathematik/Informatik und Geowissenschaften erarbeiten. Der Wettbewerb besteht aus mehreren Runden: Am Bundeswettbewerb nehmen die Gewinner der Landeswettbewerbe teil. Der junge Mann, der Merz die Frage zur Klarnamenpflicht stellt, befasste sich nach eigener Aussage zusammen mit seinem Bruder mit „quantensicheren Telekommunikationssystemen“.

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157 Kommentare

  • Alles klar Herr Merz.

    Ich habe schon darauf gewartet, dass dieses Thema wieder aufflammt.

    Er sagt es ja selbst, er ist analog aufgewachsen und kommt scheinbar mit der neuen, digitalen Welt nicht klar. Freie Meinungsäußerung soll unterdrückt werden, um nichts anderes geht’s.

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    • Wer mit Klarnamen Kritik an der Regierung übt, Sympathie für die AfD zeigt.
      Der hat am nächsten Tag den Antifa-Schlügertrupp an der Haustüre, der Arbeitgeber wird unter Druck gesetzt, die Kinder gemobbt und das Konto gekündigt.

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      • Deswegen sollte man sich demnächst wieder analog auf der Straße und in der Kneipe austoben. Da besteht keine Klarnamenpflicht sondern Anonymität, ergo kein Besuch. Unsere Demokratie sollte froh sein, dass die konservativen Bürger sich nur im Internet austoben. Man stelle sich vor die würden das wie Linke machen …
        Und diese derzeitige Wortwahl unseres Kanzlers: ethnische Säuberung, Hygiene…. Unglaublich! Der darf wohl alles raushauen, nur nicht der Bürger.

      • Und der Stasi-Trupp von möchtegern Diktator Pinocchio 🤥 holt die Dissidenten ab.

      • ● Achtung! Böse Satire und Meinung ● Darum fordert er doch die Klarnamenpflicht! Er sagte, dass er mit allen Mitteln die AfD verhindern und bekämpfen wird. Dazu zählt wohl auch, die Existenz von AfD’ler und AfD’Wählern zu vernichten. Wann wird von Ihnen, Herr BK Merz, das erste GALA feierlich eröffnen? Sie wissen schon. GALA steht für „Gulag ähnliche Arbeits Lager für AfD’ler“. ●Sarkasmus off ●

      • EBEN !!!!
        🙁

    • Besonders für betagte Menschen kann der digitale Weg oftmals eine Option mit Hürden sein.
      Aber auch manch jüngeren oder technisch versierten Patienten fehlt inzwischen ein direkter Ansprechpartner in den Praxen – ob für organisatorische oder fachliche Fragen.
      https://www.t-online.de/digital/aktuelles/id_101435702/arzt-termin-apps-verdraengen-telefon-verbraucherzentrale-warnt-vor-zwang.html
      Hessens Datenschutzbeauftragter Alexander Roßnagel beklagte bereits vor Monaten einen wachsenden Digitalzwang bei wichtigen Dingen des täglichen Lebens, wie bei Arztbesuchen.
      Die digitale Barrierefreiheit werde oft nicht ausreichend berücksichtigt. Mit Blick auf die Ärzte sagte er: Gerade bei Spezialisten komme es vor, dass Termine nur noch digital durch spezielle Apps vereinbart werden könnten. Dadurch würden auch Gesundheitsdaten an Dritte übertragen.

    • @Klarnamenpflicht
      Eigentlich hat das mit analoger und digitaler Welt garnichts zu tun. In der analogen gibt es auch keine Klarnamenpflicht, Sie haben zwar eine Identität stellen diese aber nicht 24/7 zur Schau. Wenn Sie zum Bäcker gehen fragt Sie die Verkäuferin auch nicht nach Ihren Namen bevor Sie zahlen dürfen. Wenn Sie mit einem anderen Menschen ins Gespräch kommen, validieren Sie Ihre Identität auch nicht gegenseitig indem Sie den Perso der jeweilig anderen Person zeigen.

      Die „digitale“ Welt ist nichts anderes als eine Abbildung der realen, dennoch behandeln wir diese immer komplett anders. Ist halt alles noch Neuland in Deutschland.

      • Was für ein mieser Denkfehler.

        Die digitale Welt ist eben keine Abbildung der realen Welt. Sie ist eine technisch optimierte Kopie, in der Inhalte dauerhaft gespeichert, automatisiert ausgewertet, vervielfältigt und weltweit in Sekunden verbreitet werden.

        Ein Gespräch beim Bäcker verschwindet im Raum. Ein digitaler Post hingegen nirgends und niemals.

        • @-Doppelstandard-
          15.09.2026 um 13:30 Uhr

          Du argumentierst gerade gegen etwas, das niemand behauptet hat. Dass digitale Kommunikation auch flüchtig sein kann, widerlegt überhaupt gar nichts. Entscheidend ist, dass du einen digitalen Inhalt mit wenigen Klicks kopieren, speichern und tausendfach weiterverbreiten kannst, und genau das ist bei einem Gespräch beim Bäcker eben nicht möglich.

          Dass IT-Leute damit zu kämpfen haben, dass debile Anwender Inhalte unwiderruflich löschen, hat mit dem Thema exakt nichts zu tun.

          Den Goldfisch darfst du also behalten, Depperle.

          2
        • Erstens ist es gegenüber der realen Welt nicht technisch optimiert und zweitens kann man das Gespräch beim Bäcker auch analog speichern.

          Atlas kann halt neben Pseudophilosophie nur Unfug…

          1
        • @Atlas
          Sie haben so viel Ahnung von IT wie ein Goldfisch über Landgänge. Bitte lassen Sie es einfach. „Inhalte dauerhaft speichern“ das wäre der feuchte Traum eines jeden Informatikers. Sie scheinen keine Ahnung zu haben welche unglaublichen Maßnahmen seitens der IT getroffen wird das Daten eben nicht permenant verloren gehen.

          Ein Gespräch, wäre übrigens auch digital ein Gespräch welches per Sprache übertragen werden würde. Dieses Gespräch wäre, sofern es keiner Aufzeichnet (analog realer Welt) auch flüchtig und würde NICHT gespeichert werden.

          Nochmal, lassen Sie es einfach.

          -1
    • Die Forderung des längst gescheiterten Kanzlers auf Abruf ist evident verfassungswidrig. Man nennt das, was er bekämpfen möchte, Meinungsfreiheit, auch wenn Merz das mit einem englischen Begriff zu camouflieren versucht. Die Meinungsfreiheit ist für eine freiheitlich-demokratische Staatsordnung schlechthin konstituierend, weil sie die ständige geistige Auseinandersetzung und den Kampf der Meinungen ermöglicht, der ihr Lebenselement ist. Und zur freien Meinungsäußerung – gerade im Internet – gehört es eben auch, das anonymisiert oder pseudonymisiert zu tun. Merz dagegen will Selbtzensur und Repression gegen abweichende Meinungen fördern. Das nennt man totalitär. Ralph Giodono für diesen Typus Politiker einen zutreffenden Begriff geprägt: ZWANGSDEMOKRAT. Ein Zwangsdemokrat ist jemand, der sich nur unter Zwang oder aus opportunistischen Gründen zur Demokratie hat bekehren lassen und diese Staatsform allenfalls formal handhabt.

      • Die Free Speech-Bill des 1 Verfassungszusatzes der USA auf die Pinocchio sich bezieht, geht sehr viel weiter als unsere sog. „Meinungsfreiheit“, bei der nur der Regierung schmeichelnde Meinungen zugelassen sind! In den USA muss niemand Angst haben, dass er wegen seiner Meinung Besuch von den Behörden im Morgengrauen bekommt oder einen tödlichen „Unfall“ hat. In DE ist das, wie in allen anderen faschistischen Regimen auch, an der Tagesordnung!

        • Wir sind hier aber nicht in den USA. Also mag er seinen Strohmann stecken lassen. Er greift die Meinungsfreiheit an. BGH: „Eine Beschränkung der Meinungsäußerungsfreiheit auf Äußerungen, die einem bestimmten Individuum zugeordnet werden können, ist mit Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG nicht vereinbar.“ Nutzer werden sonst von der rechtmäßigen Ausübung ihrer Meinungsfreiheit abgeschreckt (chilling effect), wenn sie gezwungen wären, ihre Identität preiszugeben Die Erlaubnis, ein Pseudonym zu verwenden, schützt das Recht des Einzelnen, am gesellschaftlichen Diskurs teilzunehmen, ohne soziale Repressionen im privaten oder beruflichen Umfeld befürchten zu müssen. Gerade vor dem Hintergrund zweier Diktaturen auf deutschem Boden sind die Äußerungen von Merz schlicht unerträglich. Sie lassen auf ein autoritäres und totalitäres Mindset schließen, das in Widerspruch zu seiner maximal schwachen Performance als Kanzler steht. Er taugt offenbar nurmehr, um Jugendliche einzuschüchtern.

          2
    • „Freie Meinungsäußerung“, im Sinne von Redefreiheit ohne Konsequenzen, also das, was die meisten Weicheier hier darunter verstehen und weshalb sie sich ins Internet und in die Anonymität flüchten, gab und gibt es sowieso nicht.

      „Freie Meinungsäußerung“, im Sinne von echter politischer Meinungsfreiheit, gab und gibt es natürlich auch nur auf dem Papier.

      „Digitale Welt“ ist jedoch der richtige Stichpunkt. Der entscheidende Unterschied zu früher ist eben, dass es niemanden interessiert hat, wenn der Hans mit „fümfe Hoiwe im Gsicht“ im Wirtshaus über die Politiker geschimpft und das unter Meinungsfreiheit verstanden hat. Heute machen solche peinlichen und unterkomplexen Äußerungen im Internet jedoch die Runde, weil sich nicht die vernünftigen und konstruktiven Inhalte, sondern Empörung verbreitet und somit das gesellschaftliche Klima vergiftet. Denn wo sich die Dorftrottel vereinen, gewinnen sie an Lautstärke und ziehen andere mit runter.

      Natürlich muss das unterbunden werden.

      -17
      • @Atlas
        „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen…“

        Gerade Sie sollten mal ganz still bei so einer Forderung sein. Was Sie hier regelmäßig loslassen hat sogar schon einige Male die Strafbarkeitsgrenze überschritten und Sie können froh sein, dass Nutzer und AN selbst das hier so lasch handhaben, sonst hätten Sie locker schon dutzende Ermittlungsverfahren am Hals.

        • Hast meinen Punkt ja so gar nicht verstanden.

          Wenn sich Bauern im Internet gegenseitig beleidigen, interessiert das einfach niemanden die Bohne.

          Wenn du die Regierung im Hinterzimmer verunglimpfst, interessiert das auch niemanden.

          Und wenn du das öffentlich tust und dich dabei ungeschickt anstellst, wird denen jedes Mittel recht sein, dich plattzumachen.

          Eloquente Regierunskritiker von damals haben auch heute nichts zu befürchten.

          Und der besoffene Dorftrottel muss noch lernen, wie man sich in der Öffentlichkeit benimmt.

          Mehr ist es nicht.

          -7
        • In deiner Welt vielleicht.

          -13
      • Was -Doppelstandart- sicherlich meint, ist, dass sie hier jeden beleidigen, beschimpfen, als dumm und ungebildet hinstellen, der nicht Ihrer Meinung ist –
        Sie sich aber, so empfinde ich Ihr Verhalten, für den Größten halten.

    • Ich bin auch analog aufgewachsen, nur 15 Jahre nach Fotznfritz.
      Was will er mir mitteilen?
      Der Alte hat nicht alle Tassen im Küchenschrank.
      Bis das Gesetz durch ist, gibt es Wege, es zu umgehen.
      Ich denke, pfiffige Menschen arbeiten bereits an einer Lösung gegen diese Pläne.
      Die beste wäre mMn, nur das Nötigste digital, alles andere eher analog.

  • Ich bemühe mich hier sehr, niemanden persönlich zu beleidigen oder in seiner Würde zu verletzen. Dies auch dann, wenn sich meine Empörung über das Handeln und Reden der Mächtigen kaum zügeln lässt.
    Aber eines weiß ich: Würde ich hier mit Klarnamen meine Meinung sagen, hätte ich erhebliche persönliche und berufliche Probleme.
    Immerhin leben wir in einer Zeit, in der sich die Konflikte immer weiter zuspitzen und die Ausgrenzung wegen unerwünschter Meinungen zunimmt. Ich selbst bin eigentlich nur bei Apollo News, weil ich es tatsächlich als das erlebe, was ich sonst kaum noch wo finde: Als Magazin für die Freiheit, indem Gesichtspunkte zur Sprache kommen, die im „Mainstream“ rigoros ausgeblendet werden, die aber sehr meine Lebensrealität widerspiegeln.
    Die Klarnamenpflicht würde mir diesen Raum der freien und geschützen Meinungsäußerung nehmen. Immerhin erhalte ich für meine politische Meinungsäußerung kein Kanzlergehalt und bin auch kein gut abgesicherter Millionär von Blackrock.

    134
    • Bravo . Habe dem nichts hinzuzufügen.

    • Allerdings wissen die entscheidenden Leute sowieso über Sie Bescheid. Bevor der erste PC an das Volk ausgeliefert wurde, waren die nicht abschaltbaren Zugänge für den ‚Großen Bruder‘ freigehalten wie eine Autobahn. Passwörter usw. schützen nur vor kleinkriminellen Eierdieben.

      -42
      • Sie haben das Problem nicht verstanden.

        • Aquila non captat muscam, Aber ich antworte Ihnen trotzdem: Das Problem liegt bei Ihnen. Wenn Sie Harmlosigkeiten verbreiten, muss Sie die Klarnamenpflicht nicht stören. Wenn Sie Wörter verwenden, die auch bei AN in die Zensur laufen, erscheinen Sie bereits auf jeder schwarzen Liste. Und dann wird weiter gefiltert. Das gilt sogar schon für scheinbar harmlose Kommentarspalten, aber genauso für den E-Mail-Verkehr.

          -1
  • Muss man den Stimmzettel demnächst auch mit Klarnamen unterschreiben?

    • Vielleicht werden sie ja mit den gespeicherten Fingerabdrücken verglichen, wer weiß? Sind ja Alles potenziell Kriminelle, die Bürger! Der Staatsapparat vertraut Keinem mehr!

      Wenn es soweit gekommen ist, wie jetzt schon, dann sollte wirklich gar kein Bürger dieser Staatsführung mehr in irgendeiner Weise vertrauen!

      • Apropos; hast du deine DNA auch in der Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen? … 😉

    • Unbedingt! Und natürlich die Meldedaten, samt Telefonnummer auch noch drauf schreiben ^^

  • Jeder darf seine eigene Meinung haben, solang es die der Regierung ist 🤦‍♂️

    • Wir wollen wissen, wer uns kritisiert. Und um den kümmern wir uns dann.

      Erich Mielke

  • „Diese Regeln dürfen niemals hinterfragt werden.“

    • „Bitte komme mir keiner mit Free speech. Das hat mit Free speech nichts mehr zu tun.“ – Friedrich Merz (CDU) am 15.09.2026

      Genau das sagt auch die Antifa.

      • Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, ob er wirklich so dumm ist, wie er sich gibt oder ehrlich ist seiner Beurteilung des Grundgesetzes, was ihn beidermassen als Kanzler gleich disqualifiziert.
        Es war auch die CDU, die x-mal verfassungswidrige Gesetze über eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung versucht hat. Wieviele Versuche hat eine Partei, bis sie als verfassungsfeindlich eingestuft wird?

  • Oh, danke für die Blumen, Herr Merz! Schön zu hören, dass die AfD im Osten nur wegen ein paar Bots gesiegt hat – die unzufriedenen Bürger gab es also gar nicht? Genialer Einfall! Und um uns endgültig zu beglücken, verbieten Sie uns einfach via Klarnamenpflicht das freie Wort. Bloß keine Widerworte, bloß kein „Free Speech“ mehr. Wer braucht schon Meinungsfreiheit, wenn man Ihre betreute Denke haben kann? Ein Traum für jeden Demokratie-Retter.

    • Die Antwort wird Merz am Sonntag erhalten, wenn die CDU zum ersten Mal aus einem Landtag fliegt.

  • Herr Merz wollte in seiner „analogen Welt“ dann auch, dass man sich ausweist, wenn man
    eine Zeitung kaufte und anonyme Leserbriefe gingen wohl gar nicht?

    (Exkurs: Wie passt das alles eigentlich mit der garantierten Anonymität von Whistleblowern nach der EU-Richtlinie 2019/1937 zusammen?)

    • Er will dann doch sicher auch den Informantenschutz bei den Medien abschaffen. Es geht ja auch nicht an, dass dadurch Missstände in Staat und Wirtschaft aufgedeckt werden. Man muss alles unter Kontrolle haben.

      „Ich sehe genau, wer klatscht und wer nicht“ Merz Dezember 2025 in Bezug auf der Zustimmung zum Rentenpaket.
      Mehr muss man nicht wissen zur Einstellung von Merz und sehr vielen anderen Politikern.

  • Auch heute bieten die Gesetze eigentlich schon zu viele Möglichkeiten, die Anonymität im Netz bei Bedarf zu umgehen. Es werden sich eh Mittel und Wege finden, um einen Klarnamenzwang zu umgehen …

  • Zitat: …..“Von Nachrichten, die von Bots generiert würden, habe vor allem die AfD in Sachsen-Anhalt profitiert.“…

    Das wird man am Sonntag Abend wohl auch über Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hören…

    • Bin ich froh dass man endlich den Schuldigen gefunden hat. Bots sind für die scheiß Politik der CDU verantwortlich.

      • Wie hilflos er ist…in seinem Kampf gegen die eigenen Bürger!

      • Kein Bot ist so blöd und macht so schlechte Politik!
        Da muss ein Blackrocker ran.

  • Ich garantiere Redefreiheit.
    Nicht garantieren kann ich die Freiheit NACH der Rede.

  • Doch, genau mit Free Speech muss man hier kommen. Immer vorausgesetzt, wir haben noch irgendeinen Bezug zur Freiheit.

    • Wir schon. Er nicht.

  • „Eine liberale Gesellschaft müsse in der Lage sein, die Bürger zu schützen, auch „vor falschen Informationen, vor persönlichen Herabsetzungen, vor Diskriminierung“.“

    Jetzt ist es offiziell!
    Dementsprechend hat die „liberale Gesellschaft“, in den Zeiten des großen Cs, grandios versagt!

    • Dabei braucht doch eine liberale Gesellschaft auch die freie Meinungsäusserung, wenn die AfD regiert oder will er es dann der Opposition etwa auch verbieten, bzw. jetzt schon mal vorweg manifestieren? Sie sollte immer gelten, egal wer gerade regiert!

      So viel zum Demokratieverständnis eines ungewollten Kanzlers!

  • Es gehört zur Meinungsfreiheit auch das „wie ich etwas sage“ – insbesondere ob ich unter einem pseudonym auftreten will.

    Wie wichtig und welchen hohen Stellenwert dies für die Meinungsfreiheit hat, zeigt das Negativ-Beispiel der DDR bei der Verfolgung von Urhebern von Flugblättern.

    https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-strafe-in-der-ddr-todesurteil-fuer-ein-flugblatt-100.html

    • Man sieht allerdings auch hier, dass es auch bei AN keine echte Meinungsfreiheit gibt, da viele (eigentlich belanglose) Kommentare hier im Vorfeld wegzensiert werden.

  • Hätte es in den letzten Jahren eine Klarnamenpflicht gegeben, säße ich jetzt im Gefängnis, höchstwahrscheinlich in langjähriger U-Haft, wie die Rollator-Gang. Angeklagt wegen Desinformation, Hate Speech, Fake News, Feindsender, Verschwörungstheorien, Wahlbeeinflussung und irgendwas mit „Rechts“.

  • Also „Demos gegen Rechts“ ab sofort mit klar und deutlich zu lesendem Namensschild? Verstanden!

  • Wenn klarnamenpfl7cht im Netz, dann auch klarnamenpflicht bei der Migration und dem Bürgergeld. Kein offizieller Identitätsnachweis, kein Geld!

  • Demokratie ist nur noch eine Simulation. Die Machtübernahme hat längst stattgefunden. Noch werden die Personen ausgetauscht, aber sie treten nicht wirklich zurück, sie sind einfach nur nicht im Rampenlicht. Merkel hat so immer noch die totale Kontrolle.

  • Wir haben doch eine geheime Wahl und nach meiner Meinung ist das nichts anderes wie geheimes „Free Speech“ oder auch geheime „Redefreiheit“

  • Freedom of speech ist garantiert, aber nicht freedom after speech.

  • „Wenn man nicht wisse, wer der Urheber einer Nachricht sei, bedrohe das letztlich die Demokratie,“

    Das denke ich regelmäßig, wenn in Doktorarbeiten abgeschriebene „Nachrichten“ stehen, ohne die eigentlichen Urheber zu nennen.

    Wer das tut, der gefährdet gesichert die Demokratie- und die Wissenschaft—und das Ansehen der Politik und das Ansehen des Amtes–und der sollte sein Amt zurückgeben.

    • Wer der Urheber seines Gelaberes ist, wüsste ich auch gerne.

  • 1st Amendment, brauchen wir dringend

  • Ich kommentiere nur deshalb anonym, weil mich sonst Herr Trump (oder Herr Putin) direkt übers Handy vom Office heraus mit Klarnamen grüßen könnte.

    Dann hätte die Klatschpresse und der Verfassungsschutz aber was zum Recherchieren.

    Hab doch auch noch Menschenrechte…

  • bitte komme mir keiner mit Merz

  • Das ist unterdrückung der freien Meinungsäußerung, mehr nicht. Und ich werde einen Teufel tun und meinen Klarnamen ins Netz stellen.

    • Gut, dann nutzen Sie Ihre Meinungsfreiheit und schweigen Sie halt.

      -10
      • …watbissedoof…

  • „Wenn man nicht wisse, wer der Urheber einer Nachricht sei, bedrohe das letztlich die Demokratie, so der Tenor.“
    Die Klarnamenpflicht kommt meiner Meinung nach einer offiziell und öffentlich geführten Stasi-Akte gleich.
    Haben die so ein Muffensausen, dass der Schrei nach Überwachnung so groß ist?
    Kein Vertrauen zum Bürger? Wir sollen aber Vertrauen in deren Poltik haben?

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