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Nach Ende der Sanktionen

Iran stellt neue Hyperschall-Rakete vor

Der Iran bastelt an neuen Hyperschall-Raketen. Ein zweites Modell soll jetzt fertig sein. Mögliches Ziel der Rakete: Israel.

Der Iran scheint seine Raketenkapazitäten weiter auszubauen und präsentierte auf einer Ausstellung bereits zwei neue Hyperschallraketen. Die Bemühungen des Irans im Bereich moderner Waffensysteme nehmen scheinbar Fahrt auf. Staatliche iranische Medien berichten von der Vorstellung der neuesten Hyperschallrakete namens Fattah-2 auf einer Ausstellung am vergangenen Sonntag in Teheran. Während eines Besuchs im Museum der Luft- und Raumfahrtkräfte des Korps der islamischen Revolutionsgarden wurden dem Ayatollah Ali Khamenei, der oberste Führer des Irans, offenbar die neuesten Projekte im Bereich Militär und Raketenbau gezeigt.

Sicherlich mit großer Freude wird er dabei auch die neue Mittelstreckenrakete, die man feierlich ins Arsenal aufnehmen wird, gesehen haben. Ihr Vorgänger, die „Fattah (1)“, war bereits im Juni im Iran vorgestellt worden. Damals hatte der iranische Chef der Luft- und Raumfahrtkräfte behauptet, dass die Rakete eine Reichweite von 1.400 Kilometern habe und in der Lage sei, „alle Verteidigungsschilde zu durchdringen“. Laut Erkenntnissen der Nachrichtenagentur themedialine hatten zuständige Beamte daraufhin über den Plan berichtet, die Reichweite der Rakete auf 2.000 Kilometer zu verbessern, um das vom Iran als Todfeind eingestufte Israel auch zu erreichen. Ob dieses Ziel mit der „Fattah 2“ erreicht wurde, ist nicht bekannt.

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Modernste Raketen im Arsenal vom Ayatollah-Terrorstaat

Iranische Medien geben die maximale Reichweite der Fattah 2 mit 1.500 Kilometern an. Die kürzeste Entfernung zwischen Teheran und Tel-Aviv etwa beträgt 1.588,51 km Luftlinie. Die Iraner könnten jetzt also beinah schon aus der Hauptstadt Teheran die israelische Bevölkerung unter Beschuss nehmen.

Die Rakete wird einen Feststoffantrieb haben, ähnlich dem der bereits im Juni vorgestellten Fattah-Rakete. Medienberichten zufolge zeichnet sie sich jedoch durch eine keilförmige Wiedereintrittsstruktur aus, die offenbar von einem Flüssigtreibstoffmotor angetrieben wird. Außerdem soll die Rakete einen weiterentwickelten Sprengkopf tragen.

Doch nicht nur die Reichweite der neuen Rakete ist auf höchstem militärischen Niveau. Diese Hyperschallraketen nehmen beim Abschuss auch eine enorm hohe Geschwindigkeit von bis zu 6.000 Kilometer die Stunde zu und sind für Abwehrsysteme dadurch extrem schwer zu verfolgen und abzufangen, während sie gleichsam für den Angreifer leicht gesteuert werden können. Die USA bauen ebenfalls an einem solchen Modell, bisherige Tests seien jedoch gescheitert. Jetzt haben sie wohl die Iraner zuerst.

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Das teure Versäumnis des Westens

Das liegt nicht unwesentlich auch an den Versäumnissen des Westens in den letzten Monaten. Als Teil des Abkommens von 2015, das verhindern sollte, dass der Iran Atomwaffen entwickelt, verabschiedete der UN-Sicherheitsrat vor acht Jahren eine Resolution, die Sanktionen gegen Irans Aufbau seines Waffenarsenals einführte. Im Oktober, drei Jahre nach dem Auslaufen der Sanktionen für konventionelle Waffensysteme, endeten auch die Restriktionen für ballistische Raketen. Diese Waffensysteme perfektioniert der Iran nun offenbar.

Mit Auslaufen der UN-Sanktionen hat der Iran seit Oktober die Möglichkeit, legal nach internationalem Recht entsprechende Waffentechnologien von anderen Ländern zu erwerben und selber eigene Raketen weiterzugeben. Die USA und die Europäer hätten auf einfachem Wege das Auslaufen der Sanktionen verhindern können. Infolge des Iran Deals im Jahr 2015 konnte jeder Unterzeichner-Staat eine sogenannte „Snapback“-Option aktivieren und somit die UN-Sanktionen auf unbestimmte Zeit verlängern lassen. Deutschland, die USA, Frankreich und Großbritannien hätten diese einsetzen können, blieben aber tatenlos.

Irans Drohungen gegen Israel

Im Konflikt in Israel und Gaza spielt Iran eine essenzielle Rolle als Finanzierer und Ausrüster der brutalen Hamas-Terroristen. Wie eine Wall-Street-Journal-Recherche ergab, bildete der Iran, für die Hamas Wochen vor den brutalen Morden gegen israelische Zivilisten, etwa 500 Truppen aus (Apollo News berichtete).

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Ein weiterer Bericht des Wall Street Journal hatte offenbart, dass der Iran die Angriffe auf Israel mitgeplant und organisiert hatte. Der Recherche zufolge sollen Vertreter der iranischen Revolutionsgarden von der libanesischen Hauptstadt Beirut aus die Terror-Offensive gegen Israel monatelang vorbereitet haben (Apollo News berichtete).

In einem aktuellen Statement auf der Plattform X (ehemals Twitter) warnte der iranische Staatschef Ayatollah Ali Khamenei vor den Angriffen Israels im Gazastreifen und betonte, dass diese Bombardierung die Niederlage des „zionistischen Gebildes“ vom 7. Oktober nicht ausgleichen werde. Er prognostizierte, dass diese Bombardierung das Leben Israels verkürzen werde, während die Entbehrungen und Gräueltaten, die Israel gegen Gaza verüben würde, nicht unbeantwortet bleiben. Nichts sei so schrecklich, wie das, was das „zionistische Regime“ momentan tue, heißt es in einem weiteren Statement.

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Die neue Rakete wird die Drohkulisse des Irans gegenüber Israel noch verstärken. Die Eskalation von Seiten des Irans wird wahrscheinlicher. Die Hoffnung für Israel: Israel verfügt über Arrow-3-Raketen, die speziell zur Abwehr ballistischer Raketen entwickelt wurden und bereits gegen Mittelstreckenraketen eingesetzt wurden, die von den jemenitischen Huthi-Rebellen abgefeuert wurden. Falls es also wirklich ernst werden sollte, ist der „Iron Dome“ womöglich doch stark genug, um die Angriffe abzuwehren. Aufgabe des Westens muss es aber sein, es zu diesem Ernstfall gar nicht erst kommen zu lassen.

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