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Leerverkäufe deutscher Unternehmen

Hedgefonds setzt eine Milliarde auf wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands

Mit beträchtlichen Summen wettet der Hedgefonds Qube Research & Technologies auf den Niedergang der deutschen Wirtschaft. Es dürfte ein gutes Geschäft werden.

Hedgefunds wie Qube Research & Technologies Ltd. wetten an der Börse – auf steigende und fallende Kurse. Letzteres, das sogenannte Shortselling, dient auch dazu, in einer Art „reinigenden Funktion“ die Kurse schlecht laufender Unternehmen zu korrigieren. Es ist kein gutes Zeichen, wenn eine ganze Volkswirtschaft ins Visier solcher Seller gerät.

Aber der Hedgefonds hat angesichts des weltweiten Nachfragerückgangs, der die größte europäische Volkswirtschaft verlangsamt, eine Short-Wette von mehr als 1 Milliarde Dollar gegen deutsche Unternehmen angehäuft. Der Hedgefonds, der im vergangenen Jahr rund 11 Milliarden Dollar verwaltete, hat in den letzten zwei Wochen auch seine Börsenwetten gegen Unternehmen wie den Automobilhersteller Volkswagen aufgestockt und unter anderem eine Leerverkaufsposition in Höhe von 131,8 Millionen Dollar gegen die Deutsche Bank AG bekannt gegeben, wie aus regulatorischen Daten hervorgeht, die dem Börsennetzwerk Bloomberg vorliegen.

Hedgefonds wie Qube Research & Technologies haben ein Geschäft daraus gemacht, mit Leerverkäufen auf Kursverluste von maroden Unternehmen zu wetten – jetzt wettet der Fonds mit viel Geld gegen Deutschland. Nicht zu Unrecht: Die deutsche Wirtschaft ist marode, strukturelle und wirtschaftspolitische Nachteile machen die Bundesrepublik zu einer der am schlechtesten performenden Volkswirtschaften der Welt. „Viele deutsche Unternehmen leiden unter einer Kombination aus Energiekrise, schrumpfender Binnenwirtschaft, schwächeren Exporten außerhalb der Europäischen Union und steigenden Zinsen“, schreibt Bloomberg.

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