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CO₂-Emissionsrückgang

Habeck feiert Industriekollaps als Erfolg für den Klimaschutz

Wirtschaftsminister Habeck jubelt über sinkende CO₂-Emissionen, während die deutsche Industrie kollabiert. Er meint: „Die Wirtschaft ist auf dem Klimaschutzpfad“ - dass dies der Grund für den Industrie-Niedergang ist, ignoriert der Grünen-Politiker.

Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) hat den Rückgang der CO₂-Emissionen in Deutschland als Erfolg gefeiert, obwohl gleichzeitig die deutsche Industrie im Niedergang ist – und das einer der Hauptgründe für den Emissionsrückgang ist. Habeck äußerte sich gegenüber dem Bayerischen Rundfunk enthusiastisch über die sinkenden Emissionen und betonte, dass der Energiesektor gute Fortschritte mache.

„Der Energiebereich liefert wirklich“, verkündete er stolz. Insbesondere der Solarausbau sei „durch die Decke“ gegangen, und auch bei Windenergie gebe es positive Entwicklungen. Laut Berechnungen der Klimalobbygruppe Agora Energiewende sanken die CO₂-Emissionen im letzten Jahr auf den niedrigsten Stand seit den 1950er-Jahren, was Habeck als „historischen Erfolg“ bezeichnete.

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Hinter diesem vermeintlichen Erfolg steckt aber der massive Produktionsrückgang in der deutschen Wirtschaft. „Natürlich, ohne Frage, wir haben im letzten Jahr zu wenig produziert, beziehungsweise die Wirtschaft ist zu schwach gelaufen“, muss auch Habeck eingestehen.

Trotzdem widersprach er vehement Behauptungen, dass die Reduzierung der CO₂-Emissionen eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft darstellen könnte, wenn es ihr wieder besser gehen sollte. „Die Wirtschaft selbst ist ja voll auf dem Klimaschutzpfad“, betonte der Grünen-Politiker. Dass gerade dies der Grund für die drohende Deindustrialisierung ist, scheint den Bundesminister nicht zu stören.

Die Energiewende zwingt Deutschland dazu, vermehrt Energie aus dem Ausland zu importieren. Die ohnehin knappen Ressourcen, verstärkt durch die Abschaltung der letzten Atomkraftwerke, treiben die bereits künstlich verteuerten Strompreise weiter an.

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Immer mehr Unternehmen in Deutschland sehen sich schlichtweg nicht mehr in der Lage im Land zu produzieren – das führt nicht nur dazu, dass potenzielle ausländische Firmen Deutschland nicht mehr als Standort in Betracht ziehen, sondern auch dazu, dass deutsche Unternehmen selbst ins Ausland abwandern.

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Selbst Luisa Neubauer meint auf Twitter, dass die CO₂-Emissionen vor allem durch den Industriekollaps in Deutschland gesunken sind. Sie kritisiert ihren Parteikollegen dafür, dass der Rückgang „weniger mit strategischem, gerechtem und sektorübergreifendem Klimaschutz“ zu tun habe, sondern vielmehr auf einen „vollständig ungewollten Einbruch in der Industrieproduktion“ zurückzuführen sei.

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