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Erpressungs-Versuche

„Go Fuck Yourself“: Musk attackiert woke Werbekunden und gibt sich kämpferisch

„Go fuck yourself“ ruft Elon Musk Unternehmen zu, die seine Plattform X boykottieren. Er lasse sich nicht mit Geld erpressen, sagt Musk und gibt sich kämpferisch.

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Unternehmen wie Apple, Disney und Co. boykottieren aktuell Werbeschaltungen auf X (vormals Twitter) wegen Musks kontroverser Äußerungen. Auf dem „DealBook Summit“ der New York Times antwortete Musk im Gespräch mit Andrew Ross Sorkin am Mittwochabend provozierend auf die Rückzieher der Werbepartner.

Jemandem, der versuche ihn mit Werbung und Geld zu erpressen, könne er nur eines sagen: „Go fuck yourself. Ich hoffe das ist verständlich“, meinte Musk nachdrücklich und lies nebenbei noch unterschwellig „Hey Bob“ verlauten, womit er wohl Disneys CEO Bob Iger meint. Daraufhin musste sich Sorkin merklich das Schmunzeln verkneifen und hakte nach. Denn X sei doch auf Werbekunden angewiesen.

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Doch Musk reagierte erneut provokant. Nicht der Führungsstil der Plattform, sondern das Verhalten der „Werbetreibenden wird X in den Ruin führen“, meinte der Tech-Unternehmer. „Wenn das Unternehmen wegen Werbe-Boykott zugrunde geht“, dann wäre das Marken wie Disney zu verdanken und hätten nichts mit Musks kontroversen Aussagen zu tun, deklarierte der Milliardär. Für die Richtigkeit seiner Aussagen sieht Musk einen ganz klaren Indikator, denn „die Öffentlichkeit ist der Richter“ und würde bereits Unternehmen wie Disney aufgrund derer Entscheidungen boykottieren, meint Musk kämpferisch und fügt floskelhaft hinzu: „Lassen wir die Würfel fallen.“

Der Gutmensch Musk?

Sorkin argumentiert, mit der Entwicklung von Elektroautos bei Tesla, der Entwicklung von Flugkörpern für SpaceX und künstlicher Intelligenz hätte man ja stets „spezifische Ziele“ verfolgt, anders als bei X ließ man es nicht „hart auf hart“ kommen. Musk reagiert prompt. Die Intention hinter jedem Unternehmen sei die Entwicklung des bestmöglichen Produkts und „Tesla ist an diesen Punkt gelangt ohne überhaupt Werbung genutzt zu haben“, sagte Musk selbstbewusst und untermauert damit seine Widerstandsfähigkeit gegenüber der Werbeindustrie.

Tesla verkaufe zweimal so viele Elektroautos wie alle anderen Hersteller in den USA zusammen, habe deswegen auch vielmehr für den Umweltschutz getan, meinte der Unternehmer dann und führte aus, er könne deswegen als CEO sagen, „dass ich mehr für die Umwelt getan habe, als irgendein anderer Mensch auf der Erde.“ Ihm gehe es aber nicht darum, wie gute Taten aufgenommen werden, vielmehr ginge es um die „Realität des Guten“. Er sehe überall Menschen, die „gutwillig aussehen möchten, aber bösartig handeln.“ Auch für diese Personen hat Musk nicht viel übrig und widmet ihnen ein abschätziges „fuck them“.

In der vergangenen Woche trat Musk eine Reise nach Israel an, besuchte mit Netanyahu überfallene Kubbuzim. Auf dem „DealBook Summit“ erklärte Musk aber, die Reise sei keinesfalls „so etwas wie eine Entschuldigungstour gewesen.“ Er habe nämlich „kein Problem damit gehasst zu werden“, wenn er seine Meinung öffentlich-wirksam teilt, konstatierte Musk selbstsicher.

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