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Larry Fink

Gescheitertes Experiment: Blackrock-Chef erklärt „woke Ära“ für beendet

Blackrock-CEO Larry Fink hat die „woke Ära“ in der Wirtschaft als ein gescheitertes Experiment bezeichnet. In einem Interview sagte Fink, das ideologische Pendel bewege sich nun wieder in Richtung Pragmatismus.

Larry Fink, Gründer und Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock (IMAGO/Anadolu Agency)

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Larry Fink, Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, hat die „woke Ära“ in der Wirtschaft als gescheitert bezeichnet und zugleich einen Kurswechsel hin zu mehr Pragmatismus ausgerufen. In einem Interview mit dem US-Sender Fox News sprach Fink offen über die Entwicklung der vergangenen Jahre und die strategische Neuausrichtung seines Unternehmens.

Auf die Frage des Moderators, ob er glaube, dass „die ‚Woke‘-Ära ein gescheitertes Experiment war – ESG, DEI und der ganze Vorstoß in diese Richtung?“, antwortete Fink: „Ja, die Gesellschaft verändert sich, das Pendel schwingt ständig hin und her“, sagte Fink. Rückblickend räumte er ein: „Glaube ich, dass das Pendel vor fünf Jahren zu weit (nach links, Anm. d. Red.) ausgeschlagen war? Ja! Ich glaube, heute sind wir pragmatischer. Ich bin auch pragmatischer.“

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Fink, der lange als einer der prominentesten Vertreter nachhaltiger Finanzstrategien galt, distanzierte sich damit indirekt von früheren ESG- und Diversity-Kriterien, die unter dem Schlagwort „woke capitalism“ zusammengefasst und kritisiert wurden. Gleichzeitig betonte er, dass BlackRock nie das Ziel gehabt habe, Unternehmen politisch zu beeinflussen.

„Das war nie unsere Absicht“, sagte Fink. Die Aufgabe seines Unternehmens sei es vielmehr, die Interessen der Anleger umzusetzen: „Unsere Verantwortung besteht darin, sicherzustellen: Wenn einer unserer Investoren zu hundert Prozent in fossile Energieträger in Texas investieren will, investiere ich hundert Prozent des Geldes in Texas. Wenn ein anderer Staatsfonds möchte, dass wir ausschließlich in grüne Energie investieren, werden wir das tun – es ist schließlich ihr Geld.“

Besonders deutlich wird der Strategiewechsel laut Fink im Umgang mit Energieinvestitionen. Angesichts wachsender Nachfrage – unter anderem durch Künstliche Intelligenz – sei ein einseitiger Fokus nicht mehr tragfähig. „Aufgrund von KI und dem enormen Bedarf an Energie und Strom kann es heute nicht nur einen Weg geben“, erklärte er.

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Stattdessen setzt Blackrock auf einen breiteren Ansatz, der sowohl fossile Energieträger als auch erneuerbare Energien und neue Technologien umfasst. Fink verwies dabei auch auf internationale Entwicklungen, etwa in China, wo parallel in Kernkraft, Solarenergie sowie Öl- und Gasimporte investiert werde.

Fink sieht seine Einschätzung dabei im Einklang mit dem allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Wandel. „Ich glaube, die Gesellschaft entwickelt sich in eine positivere Richtung und wird pragmatischer“, sagte er. Seine Aussagen spiegelten dabei vor allem die Erwartungen der Investoren wider: „Was Sie von mir hören, ist nichts anderes als das, was wir von unseren Kunden hören.“

Der Kurswechsel kommt nicht überraschend. Blackrock verwaltet mittlerweile mehr als 11 Billionen US-Dollar und zählt damit zu den einflussreichsten Akteuren an den globalen Finanzmärkten. Aufgrund seiner Größe und seiner Beteiligungen an zahlreichen Großkonzernen steht das Unternehmen seit Jahren im Fokus politischer Debatten.

Insbesondere in den USA geriet Blackrock wegen seiner ESG-Strategien unter Druck von republikanischen Politikern, die dem Konzern eine politische Agenda vorwarfen. Anfang 2025 zog sich das Unternehmen aus der „Net Zero Asset Managers Initiative“ zurück und verlagerte seinen Schwerpunkt wieder stärker auf klassische Renditefelder wie Infrastruktur und Verteidigung.

Larry Fink selbst gilt als eine der einflussreichsten Figuren der globalen Finanzwelt. Der Gründer und langjährige CEO von Blackrock berät Regierungen und Zentralbanken weltweit, darunter die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank. Seine jährlichen Investorenbriefe setzten über Jahre hinweg Maßstäbe für nachhaltiges Investieren.

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50 Kommentare

  • Kann bitte jemand dem Kanzler Bescheid sagen?

    • Nutzt nix. Der arbeitet mit diesen Woken lieber zusammen

    • Sie meinen bis zu seinem Abtritt im Sommer 2026 kann er noch was reißen?

      • ernsthaft: wieso sollte er abtreten?
        Er wird auch die nächste BTW gewinnen!
        Wer heldenhaft Krisen meistert
        wird wieder gewählt. ÖRR, RTL und Bild
        tun alles dafür

        • Wir sprechen uns…..😁

          6
    • Bei dem verläuft die Entwicklung in umgekehrter Richtung. Ihm, der natürlich auf der richtigen Seite der Autobahn fährt, kommen ständig eine wachsende Anzahl „Geisterfahrer“ entgegen.

    • Der Kanzler weiss das schon, er war ja jahrelang bei Blackrock und hat bestimmt auch heute noch seine Abhängigkeiten daraus…

  • Jetzt, wo alles zugrunde gerichtet wurde, die Menschen gespalten sind und Massenmigration für Unruhe sorgt, dreht man plötzlich wieder um. Auftrag erfüllt, und jetzt den Seriösen spielen. Das Gleiche hierzulande. Einfach nur perfide.

    • Solange es der ÖRR nicht sendet, gilt das aber der Masse alles als Verschwörungstheorie….

      • ….gilt das bei der Masse….

  • Dann kann er gleich mal seinem Mitarbeiter Merz das mitteilen.

    • Nachdem BlackRock mit der Woke- und Nachhaltigkeits-Inszenierung genügend Milliarden verdient hat und die Sache nicht mehr so gut läuft, beendet Larry Fink jetzt die Show.
      Der nächste große Renner werden Krieg und KI. Und wieder wird BlackRock sich dumm und dämlich verdienen und dabei die Menschen gnadenlos in Mitleidenschaft ziehen.
      Es ist Terror einer globalen Finanzelite gegen die Weltbevölkerung.

      • Ein Stück weit. Allerdings verdient BlackRock dabei gar nicht so viel. Sie haben aber Einfluß und wurden von den linken Regierungen benutzt. Ich empfehle, diese ETFs nicht zu kaufen. Wenn überhaupt, dann ETFs von kleineren Firmen wie VanEck.

  • Da hat er die Rechnung aber ohne Deutschland gemacht. Da zieht man die Woke Ära durch bis zum unvermeidlichen Ende

  • Wokismus beendet? Nicht in Deutschland, hier geht gerade erst die Post ab!

    • …und das weiß der Mann auch, wetten?…

  • Experiment gescheitert, hört hört …

  • Wie jetzt…einfach so vorbei? Aber wir haben noch gar nicht alle Buchstaben und Sonderzeichen in LGBTQ Alphabet untergebracht…ausserdem müsste bald mal wieder eine neue Regenbogenflagge….wir entdecken doch auch täglich neue Geschlechter und Minderheiten…so geht das nicht, Larry 🙂 🙂 🙂

    • Man kann da so seine Zweifel haben…

    • 🤣 Sehr gut

  • Hat er das schon seinem Mitarbeiter in Deutschland angewiesen?

  • Jetzt sind die Jobs und das Geld halt weg. Konnte doch keiner ahnen.
    Dabei gab es genug Ökonomen, die vor dieser Entwicklung gewarnt haben.
    Nun ja, die Verantwortlichen haben ihr Schäfchen im trockenen.

  • Er sollte der Uschi mal eine SMS schicken 😉

  • Ist das nicht der (heimliche) Cheffe von MERZ?

  • Go woke go broke gilt weiterhin. Und ein paar Handschellen will ich auch noch Klicken hören.
    Der Agenda 2030 muss in Gänze abgeschworen werden.

  • Was sagt Fritz der Blackrocker dazu?

    • Der hat sich bravourös zwischen alle Stühle gesetzt.

  • Bitte hört auf mit dem Woke Sein…wir wissen nicht mehr wohin mit dem ganzen Geld…die Geldspeicher sind voll….versteht ihr jetzt, warum wir auf Gasspeicher ausweichen müssen? 🙂 🙂 🙂

  • Gleichzeitig betonte er, dass BlackRock nie das Ziel gehabt habe, Unternehmen politisch zu beeinflussen. …

    Selten so gelacht !!!

    • Das klingt doch exakt wie „‚Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“

  • Ratten verlassen bekanntlich zuerst das Schiff.

  • Der Typ gehört angezeigt und verurteilt, Gefängnis und Schadenersatz.

  • Funk schaut wohl nicht fern und verfolgt keine deutschen Talkshows und BK Merz hat uns schon das gleiche Märchen erzählt. Beruhigungspillen gibt es in der Apotheke!

  • Das Heuschreckenimperium Blackrock gehört genauso beendet und zerschlagen.

  • Ich glaube eher, Fink schwenkt um, weil Blackrock eine US-Firma ist und sich mit Trump der politische Wind in den USA gedreht hat! Fink ist ein typischer Wendehals!

    • So siehts nämlich aus, nix anderes

    • Ober-Pinocchio?

    • Wenn einer erkennt, dass er einer der Geisterfahrer ist und die Autobahn verlässt, ist mir Wurscht, was seine Erkenntnis auslöst.

      • Er ist nicht der Geisterfahrer, er gehört zu denen, die die anderen als Geisterfahrer diffamieren.

  • Nachdem mit dem ganzen ideologischen Schwachsinn viel Geld in die „richtigen Taschen“ umgelenkt wurde, wird das totgerittene Pferd nun entsorgt und die nächste geldtransferierende Sau durch globale Dorf getrieben …
    Frei nach Col. John „Hannibal“ Smith: „Alles hat seinen Plan, mein Junge, und ich liebe es, wenn ein Business-Plan aufgeht.“

    • Der Spruch auf Deutsch war: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“ Aber ansonsten volle Zustimmung.

    • Exakt! Dieser Beitrag sollte ganz oben stehen. Mehr muss dazu nicht gesagt werden.

  • Weiss das auch der Propagandafunk in D schon?

  • Pinocchio lernte das professionelle Lügen von ihm…

  • Abstoßend, diese offensichtliche Prinzipienlosigkeit (egal, welches Prinzip man nun vertreten mag). Mit einem solchen Gesabbel kann man wirklich jedes Umschwenken seines Fähnchens ‚rechtfertigen‘. In zehn Jahren ist dann wieder DEI angesagt. Das Prinzip ist dann einfach Raffgier.

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