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Moers

Frau bei illegalem Rennen totgefahren: Kosovare klagt gegen Ausweisung aus Deutschland

Er raste mit bis zu 167 km/h durch eine Tempo-50-Zone, eine 43-jährige Mutter starb. Nach jahrelangen Prozessen wurde der Fahrer eines illegalen Autorennens zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nun klagt der 28-jährige Kosovare gegen seine Ausweisung – vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf.

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Das Verwaltungsgericht Düsseldorf verhandelt am 25. März über die Klage eines 28-jährigen Kosovaren aus Duisburg. (IMAGO/Michael Gstettenbauer)

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Der Fahrer eines illegalen Autorennens, bei dem 2019 in Moers eine unbeteiligte Autofahrerin ums Leben kam, klagt gegen seine Ausweisung aus Deutschland. Über die Klage des 28-jährigen Mannes aus Duisburg verhandelt das Verwaltungsgericht Düsseldorf am 25. März. Das berichtete die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) unter Berufung auf das Gericht und die Stadt Duisburg.

Der Mann war im Oktober 2023 vom Landgericht Duisburg wegen Teilnahme an einem illegalen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Urteil ist seit April 2025 rechtskräftig. Nach Angaben der NRZ befindet sich der Verurteilte derzeit noch in Strafhaft. Die Stadt Duisburg hat seine Ausweisung verfügt.

Der Mann ist kosovarischer Staatsangehöriger, wurde jedoch in Deutschland geboren und wuchs in Duisburg auf. Medien berichten über ihn unter dem Namen „Kushtrim H.“.

Unfall bei illegalem Rennen

Der Fall geht auf den Ostermontag des Jahres 2019 zurück. Am Abend des 22. April lieferten sich zwei Fahrer auf der Bismarckstraße in Moers nach den Feststellungen der Gerichte ein illegales Autorennen. Der spätere Hauptverurteilte fuhr einen rund 600 PS starken Mercedes AMG.

Als eine 43-jährige Autofahrerin aus einer Seitenstraße auf die Bismarckstraße einbog, kam es zur Kollision. Nach den Feststellungen des Gerichts war der Mercedes in der Tempo-50-Zone mit bis zu 167 km/h unterwegs. Trotz Vollbremsung prallte das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit gegen den Kleinwagen der Frau. Sie starb wenige Tage später an ihren Verletzungen.

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Der Fahrer hatte keine Fahrerlaubnis. Nach den Feststellungen des Gerichts war er zuvor mehrfach durch die theoretische Führerscheinprüfung gefallen. Nach dem Unfall stellte er den Wagen ab und verließ den Unfallort. Mehrere Tage später stellte er sich in Begleitung eines Anwalts der Polizei.

Mehrere Prozesse bis zum endgültigen Urteil

Der Fall beschäftigte die Justiz über mehrere Jahre. Im Februar 2020 verurteilte das Landgericht Kleve den Fahrer zunächst wegen Mordes und verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge zu lebenslanger Freiheitsstrafe. Der Bundesgerichtshof hob dieses Urteil 2021 auf. Nach Auffassung der Karlsruher Richter hatte sich das Gericht nicht ausreichend mit der Frage eines bedingten Tötungsvorsatzes auseinandergesetzt.

In einem zweiten Verfahren im Jahr 2021 verurteilte das Landgericht Kleve den Angeklagten zu vier Jahren Haft wegen Teilnahme an einem illegalen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge. Auch dieses Urteil wurde später vom Bundesgerichtshof aufgehoben.

Erst im dritten Prozess kam es zu einer rechtskräftigen Entscheidung: Das Landgericht Duisburg verhängte im Oktober 2023 eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge.

Der zweite am Rennen beteiligte Fahrer wurde bereits im ersten Verfahren zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Seine Revision verwarf der Bundesgerichtshof, das Urteil ist rechtskräftig.

Unabhängig von der Haftstrafe streitet der Hauptverurteilte nun mit der Stadt Duisburg über seinen Aufenthaltsstatus. Die Ausländerbehörde hat seine Ausweisung verfügt. Nach Angaben der Stadt sei das Ausweisungsinteresse höher bewertet worden als das Bleibeinteresse des Betroffenen, berichtete die NRZ.

Der Mann wendet sich mit einer Klage gegen diese Entscheidung. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf muss nun prüfen, ob die Ausweisung rechtmäßig ist. Über die Klage soll am 25. März verhandelt werden.

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40 Kommentare

  • Wer zahlt? Selbstverständlich der Steuermichel.
    Probier die Nummer mal im Kosovo.

    • Im Kosovo würden die Angehörigen des Opfers das Ganze final regeln. Um dem zu entgehen, würde der Täter seine eigene Ausweisung betreiben, und zwar nach möglichst unauffindbar.

  • Was sagt van Aken dazu?

    • Der sagt, ein Kosovare ist doch ein Weißer.

  • Er wird sicherlich einen verständnisvollen Richter finden.

  • Klar kommt der damit durch.
    Alles andere wäre rassistisch.😵‍💫

    • Ist der Kosovare ein Weißer, ist es nicht rassistisch. Oder?

  • Absolut unverständlich, warum solche Klagen überhaupt angenommen werden. Es hätte nach Urteilsverkündung umgehend und unverzüglich die Ausweisung vorgenommen werden müssen.
    Urteil, Handschellen, Abschiebung!

  • In Deutschland kann er so etwas machen und gewinnt wohlmöglich mit dieser Dreistigkeit.
    Hallo Gesetzgeber, hallo die Herren Richter, hier läuft doch etwas komplett schief.

    • 70% der deutschen Wähler wollen das so.

  • Schlagzeilen: Nordkurier: Hunderte Asylbewerber aus Erstaufnahmen verschwunden – darunter auch Straftäter. Tagesspiegel: Ausweisung bei „mangelhaftem“ Lebensstil? Schweden verschärft Kurs gegen Einwanderer drastisch. Come On: Die Kriminalität steigt dramatisch – Diebstähle explodieren.

  • Ja wo kämen wir denn hin, wenn Deutschland wie jedes andere Land kriminelle Ausländer einfach so ausweisen dürfte?! „Gerade wir mit unserer Vergangenheit!“ – Ich kann’s nicht mehr hören. Ich habe mit dieser Vergangenheit nichts zu tun! Und eben deshalb will ich mich nicht moralisch damit erpressen lassen! Machen wir es in Deutschland doch endlich so, wie es in anderen Ländern ganz selbstverständlich gehandhabt wird: Wer als Ausländer Straftaten begeht, MUSS nach Verbüßung seiner Haft unser Land verlassen. Es wird langsam Zeit, auch die Einspruchs- und Klagemöglichkeiten dagegen einzuschränken, die eine Ausweisung bloß ewig in die Länge ziehen sollen. Nur mal so als Anmerkung – begeh mal als Deutscher im Kosovo eine Straftat und versuche nach der Verbüßung deiner Haft, gegen deine Ausweisung zu klagen. Ich gehe davon aus, dass die kosovarische Justiz dann vor Lachen nicht in den Schlaf kommt …

    • „begeh mal als Deutscher im Kosovo eine Straftat und versuche nach der Verbüßung deiner Haft, gegen deine Ausweisung zu klagen“
      Also fall so jemand im Kosovo nach der Haft gesund und lebendig entlassen würde (man beachte dem Konjunktiv!), dann wäre er sicher schlau genug das Land *ganz* schnell zu verlassen – oder wahlweise eine sehr gute Lebensversicherung abzuschließen…. falls er Familie hat, die Geld brauicht…

  • Kindern die Mutter genommen, aber selbst überlebt.
    Welche Mächte sind da am Werk?

  • Wieso kann er klagen, er ist straffällig geworden?

  • Weisheit aus Ungarn:
    wenn man sie erst gar nicht einlässt, muss man sie dann später auch nicht ausschaffen.

    Bestritten wir hier bislang sein Leben zudem?

  • Für mich sieht schon das ganze Hin und Her nach eine Art Kuhhandel aus. Soll dies das Ärmchen unseres Gesetzes sein? Da kann man ja nur drüber lachen. Kein Wunder wenn die niemand mehr für voll nimmt.
    Der wird bleiben und nach max. 3Jahren rast er hier weiter durch die Ortschaften.

  • Es scheint inzwischen mit jedem Tag offensichtlicher zu werden, dass seit geraumer Zeit, das nach Europa frei hereingeströmte, völlig andere, auf Religion basierende „friedvolle Gesellschaftssystem“, die Macht (mit all‘ seinen lieblichen Facetten) über ganz Europa erlangt hat. Mehr braucht nun wahrlich nicht mehr erwähnt zu werden.

  • 600 PS AMG-Benz? Na klar, das der nicht „nach Hause“ will … 🤣

  • Wer zahlt seine Anwaltskosten?
    Will er noch mehr Schaden in Deutschland anrichten?

  • Bestimmt stabile Fachkraft der Typ! Danke Regierung, bitte noch mehr solche Fachkräfte holen! Ganz toll gemacht!

    • Aber sicher, eine 1A Fachkraft! Nach dem Knast wird er als Chauffeur für die Regierenden eingestellt, dann hat sich das mit der Abschiebung auch gleich erledigt.

  • Kosovo krieg? Nein, aber Kosovo selber Geld verdienen. Nix bürgergeld

  • Erst im dritten Prozess kam es zu einer rechtskräftigen Entscheidung: Das Landgericht Duisburg

    Leute da geht doch noch was machen wir noch einen 4 Prozess und verurteilen ihn zu 1 Jahr auf Bewehrung,ihr wisst doch Mutti macht das schon.

  • Bei der Verkommenheit der Justiz weiß ich schon wie die Klage ausgehen wird.

  • Zuchthaus lebenslänglich wäre die angemessene Antwort.

  • Wir entwickeln uns zum Schurkenstaat, da kommt es auf den ein oder anderen kriminellen Mörder oder Gewalttäter auch nicht drauf an!

  • Eine Frechheit ist das. Verbrecher nehmen sich hier alle Rechte raus, die sie gar nicht haben.

    • Man Gewährt es ihnen…bei uns fliegt sowas raus…mit Sicherheit…🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭

      • So sollte es auch sein.

  • Ich verstehe das nicht. In einer funktionierenden Gemeinschaft würde man solche Typen zur Abschreckung für Jahre gut sichtbar an eine Verkehrsampel ketten.

  • Unglaublich! Wenn ich mit 167 durch eine 50er Zone fahre, muss ich damit rechnen, jemanden anzufahren. All diese vielen Prozesse! Und jetzt klagt der Typ auch noch. Raus mit solchen Typen!

  • IQ der Lufttemperatur, aber…dicker Mercedes, keine Ahnung von Regeln, mehrfach durch theor. Fahrprüfung gefallen: tatsächlich – Deutschland ist und bleibt ein Land der Richter und Lenker !

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