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Umwelt-Urgestein kritisiert Klimapolitik

Ex-Greenpeace-Chef: Null-CO2-Politik würde „mindestens 50 Prozent“ der Menschheit töten

In einem wenig beachteten Interview geht der Gründer von Greenpeace mit Deutschland hart ins Gericht - und warnt vor den katastrophalen Folgen der Null-Co2-Politik.

Greenpeace-Urgestein Patrick Moore bei einer Podiumsdiskussion, circa 2012. Foto: Friends of Europe - Flickr: pic 0039

Dr. Patrick Moore gründete einst Greenpeace, die vielleicht bekannteste Umweltorganisation überhaupt. Seit vielen Jahren warnt der Kanadier jedoch vor den Auswüchsen der modernen Umwelt- und Klimabewegung. Im Gespräch mit dem britischen Podcaster BiznewsTV hat Moore jetzt deutliche Worte zum Vorhaben gefunden, den Co2-Ausstoß der Welt auf Netto-Null zu setzen: „Wenn wir Net Zero tatsächlich erreichen würden, würden mindestens 50 Prozent der Bevölkerung an Hunger und Krankheiten sterben – kein Zweifel.“

Denn mindestens 50 Prozent der Bevölkerung sind auf Stickstoffdünger angewiesen, so Moore.  Dessen Einsatz sorgt jährlich für Emissionen in der Größenordnung von 2,6 Milliarden Tonnen CO2. „Es gibt Leute, die versuchen, ihn zu verbieten, und die Niederlande und Sri Lanka haben bereits derartige Schritte unternommen. Es handelt sich also wirklich um eine verdeckte Todessehnsucht, und die Verkleidung besteht darin, die Erde zu retten, die nicht unbedingt gerettet werden muss.“

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Net Zero? Das ist fast nicht möglich, meint Patrick Moore. „Es wird niemals passieren – außer, wir bauen auf Atomkraft im großen Stil auf.“ Strom, Wärme, auch Motorenkraft für Schiffe: Für den Greenpeace-Gründer ist Kernenergie der einzige weg, den Energiebedarf der Menschheit zu decken. In diesem Zusammenhang hat er auch eine besondere Botschaft für Deutschland. „Dass Deutschland Kernkraft aufgibt, ist das Seltsamste aller Zeiten. Sie sind das Land der Ingenieurskunst“, meint Moore. Der Ausstieg sei nur mit der komischen „deutschen Psyche“ zu erklären, die quasi bipolar sei, meint der Brite: „Auf der einen Seite sind sie sehr wissenschaftlich. Auf der anderen Seite haben sie ein fast kindliches Verhältnis zur Natur.“

Für Moore gibt es „keinen Beweis“, dass der Mensch an der globalen Erwärmung schuld sei. Das erklärte er bereits 2014 vor dem US-Kongress. Er sieht die Folgen der Erderwärmung auch nicht als gefährlich an.

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