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EU-Eingriff in ChatGPT: Kommission könnte dank DSA „Korrekturmaßnahmen“ bei KI erzwingen

Die EU stuft ChatGPT als „sehr große Online-Suchmaschine“ nach dem DSA ein. Das gibt ihr neue Befugnisse – etwa um „im Krisenfall“ verpflichtende Eingriffe in den Algorithmus zu bestimmen und die „Sichtbarkeit verlässlicher Informationsquellen“ zu erhöhen.

Von

EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen (IMAGO/Anadolu Agency)

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Stolz gab die EU-Kommission am Montag bekannt, dass sie nun auch ChatGPT als „sehr große Online-Suchmaschine“ unter dem Digital Services Act (DSA) einstuft. In vier Monaten greifen damit zusätzliche Bestimmungen des DSA, erklärt die Kommission. Dabei gehe es auch um eine „Minderung der systemischen Risiken“, die sich „im Zusammenhang mit der Verbreitung rechtswidriger Inhalte ergeben“, um „Grundrechte, Wahlprozesse und die öffentliche Sicherheit“ sowie um Fragen des Jugendschutzes.

Eine der konkretesten neuen Eingriffsmöglichkeiten, die die EU damit durch den DSA gegenüber ChatGPT erhält, ist der sogenannte Krisenreaktionsmechanismus. Den kann Brüssel „im Krisenfall“ aktivieren und damit den Dienst dazu verpflichten, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen. Darunter sind laut DSA explizit etwa eine Änderung der „algorithmischen Systeme“, „Beginn oder Anpassung der Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Hinweisgebern“ – den sogenannten „Trusted Flaggern“ – oder auch „Sensibilisierungsmaßnahmen“, die Nutzern „mehr Informationen“ zu bestimmten Krisen geben sollen.

Gemeint sind dabei offenbar vor allem bestimmte erwünschte Informationen. Schließlich ist an anderer Stelle im DSA die Rede davon, dass eine solche „sehr große Online-Suchmaschine“ – die Kategorie, unter die nun auch ChatGPT fällt – „Korrekturmaßnahmen“ ergreifen sollte, darunter die „Verbesserung der Sichtbarkeit“ bestimmter „verlässlicher Informationsquellen“.

All das bedeutet konkret: Im „Krisenfall“ könnte die EU-Kommission ChatGPT verpflichten, weitreichend in den eigenen Algorithmus einzugreifen – und etwa bestimmte Informationen oder auch Quellen gegenüber den Nutzern anders hervorzuheben.

„Durch diese Benennungen erhält die Kommission Ermittlungsbefugnisse, um die Funktionalitäten dieser Dienste und gegebenenfalls jeglicher damit verbundener Systeme zu bewerten“, heißt es in der Pressemitteilung, in der die zuständige EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen zudem erklärt: „Wir werden die digitale Landschaft weiterhin aufmerksam beobachten“.

st

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17 Kommentare

  • ChatGTP ist woke. Ich bevorzuge Grok von Elon Musk.

    9
    • Habe ChatGPT auch vor Wochen abgemeldet.
      Tiefere Informationen lassen sich heute, anders als noch vor Monaten, nur noch durch hartnäckiges und zeitraubendes Nachfragen/-haken erlangen.

      1
    • Grok war mir zu woke. Ich bin zu ChatGPT gewechselt.

      0
  • Sie wollen die Oberhoheit über die Meinungsfreiheit und die freien Medien erlangen. Erlaubt soll nur sein, was den eigenen Richtlinien entspricht. Anders gesagt: Gleichschaltung. Da wundert es nicht, dass die freien Wickinger aus Island keinen Bock auf EU haben und sich mit dem demokratischsten Mittel, dem Volksentscheid, gegen den Beitritt zur EU aussprachen. Auch die freien Eidgenossen hatten sich mit einem Volksentscheid schon mal gegen einen Beitritt zur autokratischen EU entschieden. Freiheit und Selbstbestimmung vor inflationärem und hochverschuldetem und dadurch zerbrechlichem Wohlstand.

    6
  • … mit anderen Worten: eine Zensur findet statt!

    13
  • Orwell-Staat in Vollendung

    8
    • Stimmt. Orwell-Staat von Meta, Open AI, Apple…

      -1
      • Jürgen ist wohl der Letzte, der erkennen würde, dass staatliche Eingriffe in Systeme, die selbst von ihren Entwicklern kaum noch vollständig verstanden werden, in keinem Verhältnis zur freiwilligen Nutzung einer Technologie stehen, die von vornherein auf Kontrolle und Manipulation ausgerichtet ist, und damit letztlich auch zur Selbstzensur beiträgt.

        0
  • Hoffentlich begreift jetzt jeder, was EU Bonzen mit Ausbau von KI meinen! Das Ausbauen.

    8
    • so ist es.

      und trotzdem schreien hier nicht wenige auf, wenn es wieder probleme mit der errichtung von rechenzentren gibt.

      die nur einem zweck dienen: der totalueberwachung der aufschreier.

      ab 2030 mit 6G.

      aber wenn man da nicht mitmacht, ist man ja soooo unmodern.

      *alle* haben es schliesslich, und chinas niveau sollte man doch mindestens erreichen, sonst wird man von der welt ja gar nicht ernstgenommen….

      mancheiner merkt es erst, wenn es zu spaet ist.

      4
  • Digitaler Faschismus, digitale Überwachung, Korrekturen bei KI….

    Wenn nicht einmal normale Intelligenz in Brüssel auffindbar ist, sollte man NICHT die Parameter für künstliche festlegen, würden manche sagen.

    Wer sich auf „verlässliche Informationsquellen“ von Zensursula verlässt, ist verlassen, würden manche hinweisen.

    12
    • alles gefordert und gebilligt von UNO, WEF, und sogar etlichen techgiganten.

      wer koennte bruessel da veruebeln, dass es nicht alleine dagegensteht?

      schliesslich zahlt es reichlich an diese organisationen.

      3
      • Was haben EU, UN, WEF, magnificent7… gemeinsam???

        ALLES undemokratisch

        1
  • Und wie heißt noch mal diese Schwefelpartei, die als einzige diesem übergriffigen Regulierungs- und Zensur-Monster kritisch gegenübersteht?

    5
  • Trump mag es nicht wenn man sich in US Firmen einmischt, ich höre schon die Hubschrauber fliegen. Maduro braucht noch ein paar Zellenkollegen.

    0
  • Verbrecher bei der “ Arbeit “ !
    Könnte ja aus Versehen zu viel Wahrheit durchrutschen ?

    3

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