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Thüringen

Erstmals über 20 Prozent: BSW nur noch knapp hinter CDU

Erstmals hat das BSW in Umfragen über 20 Prozent erreicht. In Thüringen kommt die Partei der CDU und der AfD immer näher und kann laut Infratest dimap bei den Landtagswahlen im September mit 21 Prozent der Stimmen rechnen.

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Nach dem Erfolg bei der Europawahl kann das Bündnis Sahra Wagenknecht in Thüringen die nächsten Gewinne verzeichnen. Laut einer aktuellen Umfrage vom Wahlforschungsinstitut Infratest dimap würde das BSW bei den nächsten Landtagswahlen im September erstmals 21 Prozent der Stimmen erhalten – das sind fünf Prozentpunkte mehr als noch im April, als das BSW laut INSA auf 16 Prozent kam. Auch im Vergleich zur Europawahl, wo das BSW in Thüringen 15 Prozent erhielt, stellt das einen deutlichen Anstieg um sechs Prozent dar.

Damit profitiert die Partei von den herben Verlusten der Links-Partei, die im Vergleich zu den Umfragen im April fünf Prozent verliert und nur noch auf elf Prozent der Stimmen kommt. In den letzten zwei Jahren ist die Linke kontinuierlich von 25 Prozent auf 16 Prozent gesunken, die aktuellen Zahlen stellen aber erstmals einen sprunghaften Verlust dar. Auch bei der Europawahl verlor die Linke in Thüringen 8,1 Prozent und erreichte nur noch 5,7 Prozent.

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Laut der aktuellen Umfrage von Infratest dimap muss auch die AfD im Vergleich zu April zwei Prozent auf Landesebene abgeben. Die Grünen verlieren einen Prozent und fallen unter die Fünf-Prozent-Hürde – würde also bei den Wahlen im September nicht in den thüringischen Landtag einziehen –, die SPD stagniert bei sieben Prozent. Einziger Gewinner neben dem BSW: Die CDU. Erstmals seit Herbst 2020 erreichen die Christdemokraten in Umfragen wieder über 23 Prozent. Auch bei den Europawahlen war diese Tendenz sichtbar: In Thüringen kam die CDU auf 23,3 Prozent.

Damit verkürzt die CDU den Rückstand auf die AfD. Viel brisanter ist aber, dass das BSW bis auf zwei Prozent an die zweitplatzierte CDU herankommt – im April lag der Rückstand noch bei vier Prozent.

Für die Umfrage befragte Infratest dimap infolge der EU-Wahl vom 13. bis zum 16. Juni 1.172 Personen telefonisch und per Online-Panel. In früheren Umfragen konnte das BSW auch in Sachsen und Brandenburg, wo im September ebenfalls die Landtagswahlen bevorstehen, Gewinne verzeichnen. In Sachsen kletterte die Partei nach ihrer Gründung laut Landtagswahl-Umfragen von acht auf elf Prozent, erreichte dann bei den EU-Wahlen in Sachsen sogar 12,6 Prozent. In Brandenburg hält sich das BSW zwischen zehn und 13 Prozent und konnte bei der EU-Wahl 13,8 Prozent für sich beanspruchen.

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