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Grönland-Frage

„Einfach unanständig und respektlos“: Pistorius attackiert Trump scharf und fordert eine Entschuldigung

Im Interview mit Caren Miosga hat Verteidigungsminister Boris Pistorius eine Entschuldigung von US-Präsident Donald Trump gefordert. Dessen Aussagen über europäische Streitkräfte seien „einfach unanständig und respektlos“ gewesen.

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Boris Pistorius war bei Caren Miosga nicht zugeschaltet, sondern im Voraus interviewt worden (Screenshot via ARD)

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In einem Interview mit Caren Miosga, das in der gleichnamigen ARD-Sendung voraufgezeichnet ausgestrahlt wurde, hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius scharf gegen US-Präsident Donald Trump geschossen. Aussagen von Trump über gefallene europäische Soldaten seien „einfach unanständig und respektlos“. Der US-Präsident müsse sich „natürlich“ entschuldigen. Das wäre laut Pistorius „ein Zeichen von Anstand, von Respekt und auch von Einsicht“.

Trump hatte beim Weltwirtschaftsforum erklärt, die Europäer hätten sich in Afghanistan immer etwas „abseits der Frontlinie aufgehalten“. Tatsächlich handelte es sich, wie Pistorius ausführte, um den ersten und bislang einzigen Bündnisfall der NATO, bei dem alle Mitgliedstaaten den USA beigestanden hätten. Trump hatte auch Zweifel gestreut, ob die Europäer den Vereinigten Staaten im Falle eines Angriffs tatsächlich beistehen würden.

Jede Aussage zu kommentieren, raubte die Zeit, sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern, meinte Pistorius gegenüber Miosga. Dennoch habe er Trumps Äußerung „sehr klar zurückgewiesen“. Er habe großen Respekt vor „der Leistung der amerikanischen Nation“. Respekt müsse man sich jedoch verdienen, und er müsse gegenseitig sein. Jeder wisse allerdings, wie der US-Präsident funktioniere.

Pistorius erklärte ferner, er habe Trumps Kehrtwende in der Grönland-Frage erwartet. Die Insel sei als Teil von Dänemark NATO-Gebiet und daher „immer Auftrag der NATO-Partner gewesen“. Allen sei jetzt klar, „es geht um Sicherheit“. Nur dabei seien die europäischen NATO-Staaten gefordert. Gehe es um Rohstoffe, bedürfe es einer bilateralen Klärung Grönlands mit den Amerikanern.

Auf die Frage, ob Pistorius durch die Entsendung von Soldaten nach Grönland zur Eskalation des Konflikts beigetragen habe, verneinte der SPD-Politiker. Er habe vielmehr gemeinsam mit den NATO-Partnern „unterstrichen, dass wir unserer Verantwortung und unserer Pflicht bewusst sind, auch für die Sicherheit der Arktis einzutreten“. Man habe nichts provozieren wollen.

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Alle NATO-Staaten hätten im Voraus Bescheid gewusst. In Washington habe es „offenbar ein Missverständnis“ gegeben – das zeige auch die Rücknahme der angedrohten Strafzölle. Die Europäer müssten „die Geschlossenheit zeigen, die wir auch in diesem Fall gezeigt haben“. Es sei Pistorius nach eigener Aussage bei der Entsendung der Soldaten nach Grönland aber nicht um eine „symbolische Wirkung gegen irgendjemand“ gegangen, sondern um Verantwortung.

Deutschland habe „Fähigkeiten, die nicht alle haben“, und wolle sich mit diesen zur Verteidigung Grönlands einbringen, etwa bei der Fernaufklärung. Dabei könne man „zusammen mit den Amerikanern und anderen NATO-Staaten“ von Island aus operieren. Außerdem könne die Bundesrepublik U-Boote einbringen und mit Eurofightern patrouillieren.

Dass die territoriale Integrität Dänemarks und Grönlands durch die neuen NATO-internen Vereinbarungen gesichert sei, wollte Pistorius nicht bestätigen. Es habe sich ohnehin nur um ein Gespräch gehandelt, nicht um ein Abkommen. In zwei Wochen findet laut Pistorius ein routinemäßiges Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel statt. Bis dahin sollten Dänen und Grönländer ihre Meinung zu den Trump-Plänen präsentieren.

mb

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52 Kommentare

  • Was juckt den Mond, wenn ein Hund ihn anbellt?

    • Erinnert mich an die kleinen Pinscher, die laut kläffen und versuchen dir in die Wade zu beißen. Ein lautes Wort und sie rennen winselnd weg.

    • Was auch mein erster Gedanke

    • Keine Arme – keine Kekse.

  • Jeder blamiert sich so gut wie er kann!

    • Stimmt. Mehr kann man zu diesem Artikel auch nicht schreiben, wenn man nicht willkürlich wegzensiert werden will.

      • Schon drei Komm. – an denen nichts auszusetzen war – wegzensiert. Es reicht #AN

        • Das K in KI steht halt für Keine.

          1
  • Die US-Truppen folgen ihrer jetzigen Regierung begeistert und haben ihren guten Ruf noch gesteigert. Die europäischen Truppen genießen einen gemischten Ruf und man hört aus der Truppe viel Unzufriedenheit.
    Das sieht für mich nicht so aus, als ob der US-Präsident hier am meisten im Druck wäre, etwas zu unternehmen.

    • Die US-Truppen haben einen guten Ruf? Wo denn? Im Irak, in Vietnam, in Syrien, in Libyen, in Afghanistan?

      -12
  • Respekt, Herr Pistorius, wird einem nicht erwiesen, den muss man sich verdienen.

    • Das werden sie einem Sozialisten gegenüber wohl nie schaffen zu erklären.

  • Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der NATO auf Afghanistan war ganz sicher kein Bündnisfall.

    • Und was war 09/11 ?
      Ein Liebesbeweis?
      Und was war eigentlich Russland in Afghanistan von 1979 bis 1989 ?

      „Russland unterhält heute enge Beziehungen zu den Taliban, die Moskau 2025 als erste Regierung offiziell anerkannte, um Sicherheit in Zentralasien zu gewährleisten und Einfluss gegen den ISPK zu sichern. Dies steht im Kontrast zum sowjetischen Einmarsch 1979-1989, der zu einem verheerenden zehnjährigen Krieg gegen Mudschahidin-Kämpfer führte.“

      Wie’s gerade passt, gell Kawuppke.

      • Mit 09/11 hatte Afghanistan rein gar nichts zu tun. Abgesehen davon ging es um die Aussage von Pistorius der Überfall auf Afghanistan wäre ein Bündnisfall gewesen.

        15 der Attentäter waren Staatsbürger Saudi-Arabiens, Banihammad und al-Shehhi stammten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Atta kam aus Ägypten, Jarrah aus dem Libanon.

  • Es war einmal ein Krümel, der wollte daran erinnern, dass er auch einmal zum Kuchen gehört hat. Ausdruck hilfloser Orientierungslosigkeit.

  • Auch in diesem Falle gilt m.E.: Ein Bild, auch wenn es „nur“ ein Screenshot ist, sagt mehr als viele Worte. Auffällig finde ich eine gewisse Einfältigkeit und Schlichtheit, die man aus dem Blick herauslesen könnte…

  • Pistorius? Braucht niemand.

    • Doch.
      Er muss doch die Liste der absoluten UltraPolitGrößen anführen.
      So schnell würde sich kein anderer für diesen Job finden.

      🙂

  • Trump hat aber Recht und das weiß Pistorius auch ganz genau.
    Deutsche Soldaten in Afghanistan wurden von der Bundesregierung mit Handlungsauflagen belegt, sie durften sehr viel weniger Einsatz zeigen als alle anderen Soldaten des Bündnisses. Gerechtfertigt wurde das mit der deutschen Geschichte und Schuld. Deutsche Soldaten mussten sich im Hintergrund halten und hatten für die meisten Aktionen kein Mandat.
    Und genau daraus erwuchs auch in Deutschland der Unmut darüber, dass wir die meisten Ortskräfte samt Familienanhang aufnahmen, während die USA nur ausgesuchte Afghanen aufnahmen.

    • So war es.

      Dazu kommt noch, dass der ganze Einsatz eh überflüssig, aber leider nicht „umsonst“ war.

      Eine Farce!

  • Lass deinen Willen nicht brüllen, wo deine Macht nur flüstern kann. Pistorius macht auf dicke Hose, um Wählern zu importieren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Deutschland dafür ein ziemlich hohen Preis zahlen wird.

    • Er muß Wählern garnicht mehr imponieren, er ist ja schon der Beliebteste. Warum auch immer.

      • Es ist sicher nicht ausgeschlossen, dass in diesen Zeiten, wo wir ja alle Kriegstüchtig werden sollen, der Verteidiungsminister als „der beliebteste Politiker auf Lebenszeit“ gekürt wird.

        Das immer wieder.

        Ganz ehrlich: Wer es glaubt wird selig.

        Das kann doch gar nicht sein. Der Mann leistet kaum etwas.

        • Ich wollte immer mal jemanden fragen warum er so beliebt ist. Komischerweise bin ich noch niemandem begegnet, der seine Beliebtheit auch bestätigt! Hm

          1
    • Mehr als dicke – und vermutlich vor lauter Existenzangst auch vollgeschissener – Hose bleibt den Sozen ja auch nicht mehr.

    • Als dieser kriegstüchtige Mann vor ein paar Monaten in Kiew war und es Alarm gab:
      Ein Kurzinterview; aus voller tiefer Inbrunst „so schaut es bei Alarm aus“
      Das ist leider nicht mehr zu finden…
      Dumm, dümmer, deutsch:
      Eine humorvolle Abrechnung mit dem Land, in dem wir gerne lebten Gebundene Ausgabe – 2019 Christian Wolf (Autor)I
      – In diesem Sinne, bleibt wachsam.

  • Wieder einer der sich heillos überschätzt. Er kommt im Universum der Mächte nicht vor. Ich frag mich was das soll?

  • Zunächst einmal vergleiche man bitte die Leistungsbilanz eines Boris Pistorius mit der von Donald Trump.

    Das sagt schon alles!

    Dazu kommt, dass ich bis heute von den höchsten Würdenträgern unseres Staates zwei Einsichten und Entschuldigungen vermisse.

    Die erste wäre endlich das Eingeständnis, dass der Afghanistan-Einsatz ein völlig überflüssiger war. Dass unsere eigenen Soldaten nicht gestorben sind, weil sie „die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigten.“

    Das muss erstmal geklärt werden.

    Danach noch ein weiteres wichtiges Thema:

    Entschuldigung, um Verzeihung bitten, Eingeständnis und Korrektur der irrsinnigen Migrationspolitik seit 2015.

    Und:

    Entschuldigung für all die Corona-Lügen und daraus folgend ein juristisches Nachspiel.

    • Entschuldigung:

      Meinte drei Einsichten und Entschuldigungen die ich vermisse.

      Nicht, dass jemand meint, ich könne nicht bis drei zählen. 🙂

  • Die kleinen Sandkasten-Generäle in der EU melden sich zu Wort und glauben sie seien die Größten!

    • Die Größten sind sie bestimmt, stellt sich nur die Frage nach dem Substantiv dahinter

  • Das waren keine Helden, sondern Freiwillige die sich vom Geschwätz der Demokratieverteidigung am Hindukusch blenden lassen.

    Opfer von komplett unfähigen Politiker.
    Die sich ohne Selbstreflexion in diese unnötige Unterfangen gestürzt haben – Opfer der Propanda selbstsüchtiger Politiker die selber niemals in einen Krieg ziehen würden.

    So gesehen haben diese Soldaten versäumt selber über die Sinnhaftigkeit des Befehls nachzudenken.

    Und wie gesagt, Freiwillig

    • Die waren Freiwillige, weil Auslandseinsätze deutlich besser bezahlt werden. Außerdem gibt es da auch noch eine Gefahrenzulage.

      Soldaten erhalten bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr ein deutlich höheres Entgelt durch den sogenannten Auslandsverwendungszuschlag (AVZ), der in sechs Stufen je nach Gefährdungslage bis zu 145 € pro Tag (bzw. 110-145 € in) zusätzlich zum Grundgehalt beträgt. Diese steuerfreien Zulagen sollen besondere Belastungen ausgleichen.

  • Diesen Beitrag zu lesen schmerzt. In der „Guten alten Zeit“ des römischen Imperiums hätten sich militärische Heulsusen ins eigene Schwert gestürzt um der Schande zu entgehen. Und mal so nebenbei, wer 100.000-e einheimische Hilfskräfte beschäftigte um einen „normalen“ Basisbetrieb aufrecht zu erhalten kann keinen wesentlichen militärischen Beitrag geleistet haben…

  • Wer seine Soldaten schon vor dem Einsatz zwingt sich ein nicht zugelassene Injektion verabreichen zu lassen, sollte lieber der Mund halten. Und nicht von Anstand und Respekt reden.

  • Na wie habt ihr Trump beleidigt vor seiner Wahl…ja war halt der Falsche für euch…🤣🤣🤣🤣🤣🤣

    • Richtig. Dafür wurde sich bis heute nicht entschuldigt.

  • Reagiert doch nicht immer auf Trumps Aussagen. Er will doch nur provozieren. Einfach mal die Klappe halten und weglächeln.

  • Ein Kasperl, wie er im Buche steht. Er sollte mal die peinlichen Auftritte seiner bunten Wehr in Afghanistan analysieren.

  • Sieh an, der kleine Uffz. Reisst reichlich zu große Sprüche. Typisch ineptokratisch, sprich ahnungslos.

  • Frage an Herrn Pistorius: Sind die an der Pfizerinjektion verstorbenen Soldaten auch gefallen?

  • Deutschland habe „Fähigkeiten, die nicht alle haben“🤣🤣😂

    was für ein BUNTER WICHT❗

    • Deutschland habe „Fähigkeiten, die nicht alle haben
      Z.B. die Fähigkeit, aus ideologischen Gründen Selbstmord zu begehen.

  • Mr. Trump wird einen Teufel tun und sich entschuldigen. Für was auch? Er wird fragen, who the fu..is this woke idiot from germany?

  • Beim nächsten völkerrechtswidrigen US-Angriffskrieg einfach nicht mehr mitmachen.

  • Was erlaubt sich dieser Trump eigentlich ? Trump kann sich warm anziehen, das sach ich Dir, wenn die Truppe 2029 Kriegstauglich ist. Wir stehen natürlich auch weiterhin an der Seite derer die unsere kritische Infrastruktur (NS II zerstört haben !!

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