Internes Papier
Deutschlands Streckennetz in verheerendem Zustand: Bahnindustrie warnt vor möglichem Kollaps
Das deutsche Streckennetz befindet sich in einem so schlechten Zustand wie nie zuvor. In einem internen Papier warnt die Bahnindustrie nun vor einem möglichen Kollaps. Besonders mit der Politik gehen sie hart ins Gericht.
Das Schienennetz befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Ein internes Papier des Verbandes der Bahnindustrie (VDB), das der Bild vorliegt, zeigt die Ausmaße des Problems. Selbst die Bahn habe keine vollständige Übersicht über den Zustand der Infrastruktur. So heißt es im ersten Satz des „Management Summary“ vom 5. November: „Wir brauchen eine valide Datengrundlage, die die Realität abbildet.“
Der Verband warnt vor „sicherheitskritischen Situationen des Eisenbahnbetriebs“, falls die Alterung der Oberleitung nicht rechtzeitig gestoppt wird. Tausende Kilometer an Oberleitung müssten rechtzeitig ersetzt werden, bevor sie ihre technische Lebensdauer von 75 Jahren erreichen.
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Jährlich müssten bis 2045 rund 1.125 Gleiskilometer ersetzt werden. Das wären 22.000 Kilometer in den kommenden 20 Jahren. Der Verband erkennt jedoch ein Problem, das sie in ihrem Auszug auch wörtlich benennt. Die Oberleitungsbauindustrie (OLA) ist momentan vollkommen überlastet. Laut Bericht: „OLA-Industrie aktuell zu 100 % ausgelastet,“ Projekte werden ohne Nennung von Gründen gestoppt oder nur „von der Hand in den Mund“ durchgeführt. Unternehmen erfahren oft erst in letzter Minute, ob sie arbeiten dürfen.
Die Bahn hatte sich in der Vergangenheit auch genaue Ziele gesetzt, um den Konzern klimaneutraler zu gestalten. So wollte man bis 2025 65 Prozent des Netzes elektrifizieren. Dieses Vorhaben steht jedoch auf der Kippe. So heißt es in dem Bericht: „Ziel 65 % des Streckennetzes elektrifiziert bis 2025 nicht mehr haltbar,“ weiter betont der Verband, dass die Vision Klimaneutralität 2040 ohne Prioritäten „stark gefährdet“ ist.
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Das Fazit des Industrieverbandes fällt vernichtend aus und kritisiert vor allem die Politik: „Der Ausbau der Schiene kommt in Deutschland trotz politischer Versprechen kaum voran. Während im laufenden Jahr 2025 gerade einmal vier Projekte mit insgesamt 44 Kilometern neuer Schienenstrecke in Betrieb gehen, wächst das Straßennetz erneut um etwa 9.000 Kilometer.“
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Auf Anfrage von Bild, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn: „Unsere Schieneninfrastruktur ist zu alt, zu voll und zu störanfällig.“ Man wolle das Schienennetz jedoch „auf Vordermann“ bringen.
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Ein Sprecher des Verkehrsministeriums betonte gegenüber Bild: „Wir haben auf die Sanierung in dieser Legislaturperiode einen besonderen Schwerpunkt gelegt. Von den fast 170 Milliarden Euro, die in dieser Legislaturperiode im Verkehrsbereich zur Verfügung stehen, fließen mehr als 100 Milliarden in die Schienenwege.“
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Mal eine interessante Frage: könnte man die verplanten Gelder für die Bahn nicht ins Entwicklungsministerium schieben und die Gelder dort als Entwicklungshilfe nach China geben? Die Chinesen bauen dann unsere Schienennetze inkl. neuer Oberleitungen locker innerhalb 12 Monate auf. Und nebenbei sanieren sie noch die Brücken, weil sie mit den Schienennetzen vorzeitig und unter Budget fertig wurden. Kein Witz, meine ich ehrlich… 😏
Vielleicht könnten sie sich auch gleich noch um den Wohnungs- und Straßenbau, um den Bau von Gaskraftwerken und unsere digitale Infrastruktur kümmern. Das Gute wäre ja auch, dass sie neben den Arbeitskräften gleich auch noch das benötigte Material mitbringen könnten. 😄
Die Chinesen können auch Atomkraftwerke
Die Anhebung der Frauenquote wird es schon richten.
Nur keine Sorge! Alles im Griff.
Nö! Protest! Frauen sollen mehr Kinder bekommen und Wehrdienst leisten und dann auch noch im Tief- und Gleisbau schuften. Vollzeit natürlich und mit Kind im Tragetuch auf dem Rücken. Erzähl das mal den Jette Nietzards dieser Welt! Die sind wahrscheinlich schon mit dem Gedanken ans Putzen der Wohnung überfordert. 😂
Mit dem chinesischen Politsystem liebäugeln ja auch schon einige Mitbürger, -was für ein Narrenschiff.
… schnell noch 50 Mrd. € in die Ukraine schicken … das garantiert uns hier den weiteren Zerfall …
@ Gegen den Sozi-Verschissmus Danke für den Lacher. Aber auch in China ist nicht alles erdbebenfest, was glänzt.
So wie das Land aussieht, so läuft es auch beim Staatsbetrieb.
Politiker, Beamte etc. sind keine Unternehmer und plündern nur die Kassen, würden manche hinweisen.
Dann gibt’s wenigstens keine Verspätungen mehr.
Ich freue mich auf die Wiedereinführung der Dampflok.
Hinzu kommt ja noch, dass man sich künftig auch Strecken aussuchen sollte, auf denen der Zug nicht über eine Brücke fahren muss und auf der die Stellwerke halbwegs funktionieren. Und wir wollen einen demnächst bevorstehenden Krieg gewinnen und danach dann Olympische Spiele ausrichten. 😂
Hauptsache Stuttgart 21 kostet immer mehr und geht dafür noch sehr lange nicht in Betrieb. Voll die Tragikomödie. Kannste Dir nicht ausdenken.
Vielleicht sollte die DB mal nach Österreich und die Schweiz sehen, da läuft alles, trotz vieler Berge und Tunnel. Dort ist der Service besser und saubere Wagons.
Industrieverbände „warnen“ immer, wenn sie mehr Geld aus der Staatskasse für ihre Mitgliedsbetriebe wollen, bzw. mehr Ausgaben des Staates wollen, welche die Gewinne ihrer Mitgliedsbetriebe positive beeinflussen.
Nun, Adjektive und Adverbien sind schon „Wieselworte“ …
… „eigentlich“, „möglich“, „gewiss“, „womöglich“, „möglichst“, etc., „rasieren“ jede klare Aussage.
Und, wenn Verantwortliche vor einem „möglichen Kollaps“ warnen, dann stehen bei jedem halbwegs seriösen Buchmacher die Wetten schon 100:1, daß der Kollaps längst stattfindet …
Vor Jahren hat die Bahn noch damit geprahlt, daß sie tausende Kilometer Nebenstrecken mit Oberleitungen ausstatten wird. Realität: In 2024 wurden stolze 20km mit Oberleitung ausgestattet. Also mal an die eigene Nase fassen und nicht immer andere verantwortlich machen!
Nicht nötig. Die Züge fahren mit Batterie.
1x die Woche.
6 Tage zum Aufladen.
Macht nix, zur Not gibt es ja noch Draisinen, damit wird die Klimaneutralität schneller erreicht, und diese bitte auch nur in Regenbogenfarben! Passt schon!
Jetzt müsste nur noch ein Politiker auf die Idee kommen, dass zwecks Klimaschutz die neuen Bahnschienen aus grünem Stahl sein sollen. Dann ist Schluss mit dem Ausbau, das kann niemand mehr bezahlen.
Es ist natürlich sehr leicht, die Schuld immer auf Andere zu schieben, hier auf die Politik.
Aber die Bahn hat doch einen sehr hochbezahlten CEO gehabt, was hat der eigentlich so getan.
Das Dilemma der Bahn ist begründet durch unfassbare Managementfehler und krasse Fehlentscheidungen.
Journalisten aller Couleur sollten doch mal bitte der Spur dieser gigantischen Summen folgen. Wo versickern alle diese Milliarden Euro Steuergeld?
Züge fahren nur noch 1x pro Woche.
Deutsche Post und DHL machen es vor.
Merkwürdig. In den siebziger und achtziger Jahren fuhren große, schwere Dieselloks sommers wie winters die sauberen Züge pünktlich durch´s Land und man konnte in Speisewagen an weißgedeckten Tischen dinieren (!). Die Bahn machte Werbung: „Alle reden vom Wetter. Die Bahn fährt.“ Liebe Politiker, was habt ihr gemacht? Ihr habt in Summa alles die ganze Zeit vollkommen falschgemacht. Guckt euch doch mal um. Heute haben wir den Salat: Nichts funktioniert mehr. Tja, wenn wir es also nicht mal schaffen, die Oberleitungen instandzuhalten, müssen wir also wieder die alten Dieselloks aus den Depots holen? Wahrscheinlich gibt´s die auch gar nicht mehr. Ich schlage vor, euch wegen erwiesener völliger Inkompetenz das Mandat zu entziehen. Zuständigkeit und Regelungskompetenz an die Schweizer Bahn abgeben und in eine paar Jahren läuft alles wieder. Wir müssen so langsam mal die Reißleine ziehen. Wir sind hier kein Kinderspielplatz.
“ Man wolle das Schienennetz jedoch „auf Vordermann“ bringen. “
Ungegendert. Tz Tz Tz.
ja,einfach ein Netz drüber spannen
Leider bleibt der Name der Hauptverantwortlichen unerwähnt:
Merkel
Kann mich noch daran erinnern, was diese Frau M. alles für Initiativen versprochen hat…Digitalisierung, Bildung, Infrastruktur.
NICHTS davon wurde umgesetzt.
Und DAS haben Sie der Dame geglaubt??? Das kann ich nicht glauben.
Finde ich super! Dann kann die Bahn wenigstens nicht zum Krieg beitragen.
„Liebe Fahrgäste normalerweise versuchen wir, es euch so bequem wie möglich zu machen. Aber heute müssen wir mal unbequem sein, denn heute geht es um unsere Demokratie.“
„Klimaneutralität“, Regenbogenfarben, Wokeness und Aufstehen gegen Rechts stehen ganz oben auf der Agenda des Managements, aber der eigentliche Betriebszweck wurde vor lauter political correctness aus den Augen verloren; Resultat: das Schienennetz verfällt und die Züge fahren nicht mehr.
Es scheint, moralischer Hochmut kommt vor dem (Ver)Fall.
Der Zug für Deutschland ist abgefahren! Das ganze Geld aus dem Sondervermögen geht für Migration, Öko Kokolores und Bürgergeld drauf.
So ist es, wenn der Staat von der Substanz lebt, die dem Volk gehört. Dies gilt nicht nur für die Bahn. Es gilt auch für jede Straße und jede Brücke sowie jedes Gebäude. Mir tun die immer weniger gewordenen Beschäftigten in den staatlichen Hoch- und Tiefbauämter leid. Hauptsache man hat Personal wegrationalisiert, damit man sagen konnte, man habe Stellen eingespart.
Den nächsten Bock hat die Politik mit der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge geschaffen. Im Untergrund verfallen die Kanalisierungen. Oben ist bis heute noch Kopfsteinpflaster gerade in den NBL verlegt. Frostschäden werden nur notdürftig repariert.
Deutschland spielt dennoch immer den Grösus und verschenkt sein Geld an Wildfremde!
Ach was. Es werden dafür bald Bahnstrecken in Afrika gebaut. Mit dem Geld welches D entzogen wurde!
🤮🤮🤮🤮
Soweit ich weiß, spendet Friedr. Merz reichlich Geld für die Infrastruktur der Ukraine?
Da kann natürlich für die eigene Nation Nichts mehr übrig beliben …
Afrika-Projekte gibt´s auch in D.
Z.B. ist die Elektrifizierung der Strecken KBS 970 München-Lindau überflüssig, Genauso die der Strecke KBS 940 München-Mühldorf. Die geringe Zeitersparnis rechtfertigt die immensen Kosten nicht. Stattdessen hätte man Geld und Ressourcen besser in die Erhaltung bzw. Wiederherstellung bestehender Infrastruktur gesteckt.
die baut China. Deutschland kommt dank des Anti Schmiergeld Gesetzes nicht zum Zuge
Radwege in Peru sind wichtiger! Seht das doch endlich ein… Scherz beiseite, trotz der vielen Erdbeben kann man in Japan die Uhr zwecks der Pünktlichkeit der Züge stellen. Schäden werden innerhalb kürzester Zeit beseitigt. Deutschland, das Land der Faxgeräte und der Bürokratie, ist zur absoluten Lachnummer verkommen!
Wenn die Zukunft tatsächlich in der Elektromobilität liegt könnte man die Schienen entfernen und auf den dann asphaltierten Trassen LKW und Busse im autonomen Oberleitungsbetrieb fahren lassen. Die Taktung wäre sehr viel dichter, das Personalproblem gelöst und die DB kann endlich verschwinden.
Dazu fällt mir nur noch Merkel und ihre Spießgesellen Mehdorn, Pofalla und die Riege der CSU- Verkehrsminister von 2009 bis 2021 ein, die da heißen Ramsauer, Dobrindt, Schmidt und Scheuer!!