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Deutschlandfunk: Harry Potter wäre „garantiert“ Klimaaktivist

„Würde sich Harry Potter als reale, erwachsene Person für den Umweltschutz engagieren?“, fragt der Deutschlandfunk auf seinem Instagram-Account - und liefert eine klare Antwort.

Anlässlich des fünfundzwanzigjährigen Jubiläums des ersten Harry Potter Bandes war Schauspieler Rufus Beck zu Gast beim Deutschlandfunk Kultur. Der ausgebildete Hörfunksprecher hat alle sieben „Harry Potter“-Hörbücher eingesprochen. In dem 13-minütigen Podcast wurde Beck unter anderem auf seine jüngst in der Augsburger Allgemeinen geäußerte Theorie, dass sich Harry Potter heute als Klimaaktivist engagieren würde, angesprochen. Laut Beck sei Potter eine Figur, die immer für eine übergeordnete Sache eintreten würde und eine Mission habe. Und da die Klimaaktivisten den „Erdball retten“ wollen, sei er sich sicher, dass sich Harry als Erwachsener dort engagieren würde. Immerhin sei er immer jemand gewesen, der für eine „gute Sache einstand“. Die Äußerung wird von dem Deutschlandfunk-Journalisten nicht weiter kommentiert. 

Becks Einschätzung, wie sich die Buchfigur Harry Potter heute verhalten würde, ist gelinde gesagt irritierend. Ebenso könnte jemand behaupten, dass Potter heute als Verschwörungstheoretiker in Erscheinung treten würde. Immerhin hat er ja einen Hang für das Magische… Vielleicht hat Beck ja ein Stück zu sehr seine eigene Lebensweise auf Potter übertragen. In einem Interview mit dem NDR im vergangenen Jahr erzählte Beck bereits, ein ähnliches Leben wie Potter gelebt zu haben, da er auch auf einem Internat gewesen sei und deswegen nachvollziehen könnte, wie sich Harry Potter gefühlt haben müsste. 

Was den Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunk angeht, sind fragwürdige Aussagen und Aktivitäten im Bezug auf den Klimawandel keine Seltenheit. Der WDR entwickelte beispielsweise kürzlich exklusiv für Schüler eine Klima-App (Apollo News berichtete). Das ÖRR-Format Monitor veröffentlichte eine Informationskachel, in der geraten wurde, Begriffe wie „Klimawandel“ oder „Erderwärmung“ als Teil einer verharmlosenden Klimasprache nicht mehr zu verwenden. Und das BR-Format „News-WG“ verbreitete, dass es Kinderkriegen für unverantwortlich und moralisch nicht vertretbar hält.

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