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Deutschland und der Weihnachtsmann der Geopolitik

Ausgerechnet jener (inzwischen) pro-ukrainische Mainstream in Deutschland empört sich über Trumps Militärschlag gegen Venezuela und beruft sich auf die „regelbasierte Ordnung“. Ihre Erkenntnis ist erschreckend flach – und ihre oberste Priorität bleibt das Klopfen hochmoralischer, belangloser Sprüche.

IMAGO/UPI Photo

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Die Empörung in Deutschland ist groß. Grünen-Chefin Brantner will, dass die Bundesregierung „in aller Klarheit den Bruch des Völkerrechts kritisiert“, die Linke spricht von „Staatsterrorismus“. Und während Venezolaner weltweit feiern, meldet sich CDU-Politiker Dennis Radtke zu Wort: „Mit welchem Recht will man China den Griff nach Taiwan verweigern? Welches Recht soll Putin stoppen?“. Da bleibt nur eine Frage übrig: Welches Recht hat Putin denn bis dato gestoppt? Und glaubt man jetzt wirklich, dass Putin oder Xi sich für kluge Argumente im Sinne des Völkerrechts interessieren und ihr Handeln danach ausrichten?

Unfreiwillig fühlt man sich an ein legendäres Trump-Video erinnert, bei dem er zu Weihnachten mit einem Kind über dessen Geschenke telefoniert und es dann etwas forsch dafür kritisiert, dass es immer noch an den Weihnachtsmann glaubt. Die deutsche außenpolitische Elite glaubt allerdings auch kurz vor der Rente noch an die „internationale regelbasierte Ordnung“ (die es natürlich niemals gab).

Der Reihe nach: Nein, Maduro ist nicht der Präsident von Venezuela. Er wurde bei der Wahl 2024 trotz erheblicher Repressionen von der demokratischen Mitte-Rechts-Opposition besiegt – woraufhin er dreist die Wahlergebnisse fälschte und das Land weiter mit bloßem Terror, gestützt auf die organisierte Kriminalität, unterjocht. Er wird von großen Teilen der Staatengemeinschaft nicht anerkannt, nicht einmal von der Europäischen Union. Die Opposition, deren Anführerin jüngst den Friedensnobelpreis erhielt, unterstützt den US-Eingriff – genau wie der demokratisch gewählte, legitime Präsident von Venezuela, Edmundo González.

Das Ergebnis des US-Militärschlags ist mindestens eine Stärkung der Opposition und ein dringend erforderliches Signal der militärischen Stärke und Entschlossenheit des Westens an die Welt – das auch mit Blick auf die Ukraine und den Iran positiv wirkt. US-Außenminister Marco Rubio brachte genau diesen Hintergrund der Aktion zum Ausdruck: Die US-Regierung spiele keine Spiele, wenn Diktatoren die USA herausfordern; Trump sei ein Präsident der Tat – „Wenn Sie das bisher nicht wussten – jetzt wissen Sie es“.

Jene Spezialisten, allen voran in Deutschland, die das jetzt mit Verweis auf die „regelbasierte Ordnung“ verurteilen wollen, zeigen, dass aus den Fehlern und Lebenslügen des deutschen außenpolitischen Establishments wenig gelernt wurde. Sie wollen in einer Welt der moralischen Illusion leben – nicht in der Realität. Und sie wollen offenbar auch nicht, dass die Ukraine ernsthaft bestehen kann – sie wollen nur ihre hochtrabenden Moralsprüche weiter klopfen können. Länder wie die Ukraine werden eben nicht durch das Völkerrecht gerettet, sondern durch Taten.

Auch nach Putins Angriff ist man der Meinung, die Reaktion auf Putins Bruch mit der regelbasierten Ordnung müsse dazu führen, dass wir uns einseitig noch stärker an sie halten. Mehr von demselben – dann schafft man es schon mit dem Kopf durch die Wand. Sie denken immer noch, die Antwort auf die gnadenlose Machtpolitik von Despoten in dieser Welt wäre, dass wir nur noch stärker unsere eigene Gutheit beweisen, uns selbst (als die einzigen auf der Welt) noch stärker an illusorische Regeln fesseln um noch bessere, noch moralisch reinere Kommentare im Fernsehen aufsagen zu können. Sie sind so überzeugt von ihren eigenen Erzählungen, dass sie selbst nicht einmal merken, dass all ihr Wirken zwar sehr bedeutsam klingt, aber noch nie irgendeine Relevanz in der Welt entfaltet hat.

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Vielleicht – aber nur vielleicht – bewegen Putin und Xi, den Ayatollah und Kim Jong-un ja gar nicht die noch besseren Argumente im Sinne einer höheren Moral von jenen, die vom Völkerrecht kommen, sondern schlichtweg die machtpolitischen Fakten, die geschaffen werden? Vielleicht ist es völlig egal, wie gut unsere Argumente sind, mit denen wir sie kritisieren? Wer glaubt, dass Aktionen wie dieser Militärschlag Putin und Xi Auftrieb geben würden, weil sie das Völkerrecht diskreditieren, lebt in einem Paralleluniversum. Diese Tat und der damit bewiesene Handlungswille beeindrucken diese sicherlich weitaus mehr als das Völkerrecht.

Die Antwort auf Putins Angriff ist nicht eine Verlängerung der naiven Selbsthypnose über einen (nicht existenten) „internationalen Rechtsstaat“, sondern eine konsequente Politik der westlichen Stärke und der Durchsetzung westlicher Interessen in Einklang und in Solidarität mit jenen Völkern, die beweisen, dass sie zu ihrem Recht auf wahre nationale Selbstbestimmung kommen wollen.

Der Schlag gegen Venezuela ist dafür ein Musterbeispiel: Er erfolgt weitestgehend unblutig und mit geringem Risiko für zivile Opfer, er erfolgt präzise und begrenzt, dafür erfolgreich, er sendet ein Signal der Stärke in die Welt, ohne Militärkapazitäten zu binden oder enorme Summen zu verschlingen. Er erfolgt dabei im Einklang mit der überwältigenden Mehrheit der venezolanischen Bevölkerung, niemand zwingt hier also jemandem die Demokratie auf – man verhilft lediglich einer zivilisierten und zur Demokratie fähigen Bevölkerung zu ihrem Recht. Es dürften genau solche Schritte sein, die in offenen geopolitischen Fragen wie der Ukraine tatsächlich etwas bewegen – einerseits, weil sie Fakten schaffen, andererseits, weil sie die Handlungsfähigkeit und militärische Überlegenheit des Westens unter Beweis stellen.

Und man mag es einigen lieber sanft beibringen: Nicht nur Putin interessiert sich nicht für die argumentative Ausgangslage hinsichtlich des Völkerrechts – auch die Ukrainer kämpfen nicht für die regelbasierte Ordnung. Sie kämpfen für ihr Land und ihre nationale Selbstbestimmung. Die allerdings gibt ihnen kein Gesetzbuch, und es setzt sie auch kein Richter durch – dieses Recht folgt aus der Natur, und nehmen muss man es sich selbst. 

Wir werden nur in der Lage sein, Geopolitik zu betreiben, wenn wir erkennen, dass sie anderen Kategorien folgt als jenen, in denen wir normalerweise denken – weder geht es um Argumente noch um Gesetze noch darum, mit gutem Beispiel voranzugehen. Es geht nur um Handlungsoptionen, um Interessen und um eine Moral, die wir aber einseitig für uns selbst ansetzen, weil wir zivilisierte Völker sind. Diese Moral aber sollte den Idealen des Humanismus und denen der Menschenrechte folgen und das Recht aller freien Völker auf ihre Selbstbestimmung berücksichtigen – in der Aufrechterhaltung der Machtbasis skrupelloser, gegen die eigene Bevölkerung gerichteter sozialistischer Terror-Regime kann ich allerdings keinen höheren moralischen Wert entdecken.

Wir leben in einer Welt ohne Ordnung – Deutschland kann nicht einfach so tun, als gäbe es sie. Dieses Modell kommt schon deshalb an sein Ende, weil die USA ganz offensichtlich nicht mehr bereit sind, die Geschenke zu bringen und sich dabei auch noch als Weihnachtsmann zu verkleiden, damit Europa in festem Glauben gut schlafen kann. 

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160 Kommentare

  • Ein Text, der sich wohltuend von den Die-Amis-sind-böse-Kommentaren der sogenannten Qualitätsmedien abhebt.

    182
    • Muss wohl bei den Qualitätsmedien am Wetter liegen !
      Die Amis machen das was die Amis schon immer gemacht haben und wovon die Europäer eigentlich immer begeistert Mitgemacht haben .
      Nur weil man glaubt Maduro wäre ein linker !!?? Der Mann ist sicherlich vieles und auch vielleicht ein Linker aber dann nur noch einer wie wir sie hier in Deutschland ebenfalls nur noch haben !

    • Die Venezulaner müssen ihre Probleme selbst lösen. Es ist nicht Aufgabe von anderen Staaten dort zu intervenieren. Den Willen des Volkes von Außen zu beurteilen ist verlogen. Aber jetzt gibt es wieder Jahrzehnte billiges Öl für die USA. Das russische Öl geht nach China und Indien zum Dumpingpreis. Und im werteorientieren Europa sitzen die politischen Vollpfosten und es gehen die Lichter aus.

      • Venezuela hat eine ernst zu nehmende Gefahr für die USA dargestellt und es einfach übertrieben – da wird halt mal auf die Finger geklopft. Und da die Bevölkerung sich nicht selbst von Maduro befreien konnte, haben die USA hier eine win-win Situation geschaffen. Jeder der hier über Öl-Interessen jammert, ist doch einfach nur neidisch auf die entschlossene und erfolgreiche Vorgehensweise des US-Präsidenten im Sinne seines Volkes!

        100
      • Das Problem mit ihrer Diktatur hätten die Venezolaner genau sowenig selbst lösen können, wie die Deutschen in den Jahren 33 bis 45 (wenn sie es denn gewollt hätten).

        Das ließ sich nur von außen lösen, sie haben es zwei Jahre lang von innen versucht (vielleicht auch mal die Spanischsprachige Presse lesen…)

        Und das sage nicht bloß ich, sondern auch viele Venezolaner, besonders die neun Millionen die vor Maduro und Chavez ins Exil fliehen mussten.

        • @Frankyboy um 10:02 h
          Du willst jetzt aber nicht in’s Horn der Amihasser in DE und EU blasen, oder etwa doch ?

          -8
        • Hat Diktator Maduro, wie Diktator Hitler,
          fremde Länder überfallen?

          -12
    • „Wohltuend“ für die ganzen Minderbemittelten hier, weil jede Gegenrede die irgendwas mit der Realität zu tun hat zensiert wird👍

      -12
  • Die Linken sind nur am Jammern, weil wieder eine sozialistische Diktatur gescheitert ist und ihre ideologische Dummheit offen liegt.

    160
    • Ist die Errichtung und der Betrieb eines Landesweiten Drogenkartells das neue Sozialistische Paradis ?
      Das würde so einige Entwicklungen in der Deutschen Innenpolitik sinnhaft und nachvollziehbar machen .

      • Warum wurde wohl Canabis legalisiert?

    • @Michael- Ganz genau so ist es! Wieder eine Sozialistische Diktatur weniger….DANKE für diese GROSSARTIGE Mission der USA👍🇺🇸✨️
      Generalstabsmäßig, präzise, rasch, erfolgreich!
      Die Linken fürchten um ihre Pfründe.
      Genau wie die Einheitsbreiparteien hierzu Lande…
      Deshalb das wilde Gehampel der Einheitsbreipolitiker samt ihrer Medien.
      Mehr als sich auf das mittlerweile pervertierte „Völkerrecht“ zu berufen, das sie sich wie alle anderen Konstrukte drehen und wenden wie es ihnen grade passt, können sie nicht! Das gilt auch für die links, islamistisch instrumentalisierten UN. AFUERA!

      • Hat Diktator Maduro, wie Diktator Hitler,
        fremde Länder überfallen?

    • „Mit welchem Recht will man China den Griff nach Taiwan verweigern?“

      Auch die CDU ist längst von Chinas Handlangern unterwandert. So wie alle Bundestagsparteien. In dem Fall baut der Kollege schon mal vor. Dämlich genug es zu glauben sind dir meisten Deutschen ja.

  • Ein vernünftiger Kommentar. Danke!

  • Richtig gut beschrieben und es kann ja jeder für sich entscheiden, ob der moralisch integre Weihnachtsmann weiterhin der Wunscherfüller bleibt.

  • Eigentlich ist es nicht schwer. Nach den Maßstäben des Habermas‘schen Herrschaftsfreien Diskurses kann man vielleicht noch einen Bezirksparteitag der Grünen bestreiten, aber die Außenpolitik einer Supermacht nicht. Da greift man besser zu Carl Schmitt. „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.“

    Klingt nicht schön, aber so ist die Welt da draußen nun einmal.

  • Ich meine, der Jurist Steinhöfel hat schlüssig dargelegt, warum das Völkerrecht beim Kidnapping von Maduro nicht greift. Sinngemäß sagt er: erstens war Maduro kein legitimer und daher international weitgehend nicht anerkannter Präsident. Zweitens förderte er kriminelle Strukturen des Kokainhandels, die der USA und Europa massiv schaden. Drittens war sein Regime selbst nichts anderes als eine kriminelle Vereinigung.

    • Hm, ja vielleicht hätte er, St.,es vor seiner Veröffentlichung doch nochmal lesen sollen, welche Gründe solches Vorgehen rechtfertigen

    • Hat Diktator Maduro, wie Diktator Hitler,
      fremde Länder überfallen?

      • Mit Hilfe des Drogenhandels indirekt ja.

  • Bravo, Herr Mannhart. Besser kann man es nicht sagen.

    • Nur „echte Demokraten“ wie Franco oder Pinochet hätten es besser sagen können☝️

      -26
  • Die regelbasierte Ordnung und das Völkerrecht waren beim Kosovokrieg 1999 wohl irgendwo verschollen, oder? Jedenfalls haben sie da keine Rolle gespielt.
    Diese Begriffe sind Begriffe, die nach dem 2. WK ff von westl. Demokratien salonfähig geworden sind und dann „je nach Lage“ und/oder eigenem Vorteil propagandistisch verwendet wurden.
    Trotzdem ist der Angriff nach UN Charta nat. illegal. Nur: Wie geht man damit um, wenn derjenige mit der grösseren Kanone (wie seit 4000 Jahren) es ignoriert und es in diesem Fall ein komplexes Gemisch von Fakten (gestohlene Wahl, feiernde Venezulaner etc.) gibt?
    Artikel 2 der UN-Charta legt zentrale Grundsätze fest: souveräne Gleichheit der Staaten (Abs. 1), friedliche Streitbeilegung (Abs. 3), Gewaltverbot (Abs. 4), Nichteinmischung (Abs. 7) und Erfüllung von Verträgen (Abs. 2).

  • Sehr gut, wie Sie das „Völkerrecht“ dekonstruieren. Die Despoten haben sich nie drum geschert, die Guten schauten ohnmächtig zu. Nur die USA sind bereit etwas Substantielles zu leisten. Ich finde es auch putzig wie Russland und China das Völkerrecht oder sonst was bemühen, etwas was sie nie interessiert hat. Die Russlandromantiker kommen langsam auch an ihre Grenzen, fanden sie doch Maduro auch nicht gut, aber ihr Sehnsuchtsort verteidigt diesen und nicht nur.

    • Hat Diktator Maduro, wie Diktator Hitler,
      fremde Länder überfallen?

  • Der Vergleich mit Putin ist allerdings ziemlich hanebüchen. Er hätte wohl kaum so einfach festgenommen werden können, schon gar nicht von Deutschland. Er fürhrt auch meines Wissens kein Drogenkartell.

    • Hanebüchen ist ja auch, der EU und Deutschland zwar völlig zurecht Moralismus statt Realismus vorzuwerfen, dann aber selber komplett moralistisch zu werden, wenn es um die Ukraine geht (und dabei im Übrigen zu sehr unmoralischen Positionen zu kommen). AN finden aber sowieso nur die Rechtsverblödelten gut, die sich für schlauer als die Linksverblödelten halten und nicht merken, dass sie in den Spiegel schauen.

    • Stimmt, der führt ein KGB-Mafia-Kartell.

      -17
      • Trump und Putin unsere Helden

  • Also, es ist ja gut auf unterschiedliche Meinungen zu treffen, aber ich glaube ich werde wohl kein Freund von Apollo News… Trotzdem, wie immer sehr gut geschriebener Text von Herrn Mannhart, auch wenn ich beim Ukraine/Venezuela-Thema die Compact-Position für richtiger halte.

  • Sonar
    Es ist ganz einfach, seid es die Menschheit gibt, geht es nur um Macht, Ressourcen und Kontrolle. Egal ob Kapitalismus, Sozialismus, Diktatur. Es gilt immer das Recht des Stärkeren. So ist halt die Natur, denn Demokratie ist eine Illusion. Ich habe zwei Systeme erlebt und die unterscheiden sich kaum.

  • Die USA schützen ihre geopolitische Einflusssphäre. Russland macht das gleiche.
    Herr Mannhardt verurteilt das eine aber nicht das andere.

    • Transantlantisch gelenktes Alternativ-Medium als Honigfalle zur Kanalisierung und Bindung der kritischen Bürger bzw. Leser? So wie NIUS und Tichy?

      -31
      • Was sind denn ihrer Meinung nach ungelenkte, wahre Alternativen?

      • @Michel Sonnemann: Der Verdacht ist nicht ganz unbegründet. Vor allem, wenn man bei diesen Alternativen beobachtet, was passiert, wenn man beginnt, sich den Ursachen zu nähern und nicht nur an den Wirkungen herumzukriteln. Das Zweite ist noch nie zu einer Gefahr für Verbrecher geworden, sondern führt regelmäßig zu deren Belustigung.

        • Sie erfahren bei diesen gelenkten Alternativen nie etwas zu den wirklichen Hintergründen und Hintermänner der Geschehnisse. Kommentare zu den Strippenziehern werden fast immer gelöscht. Die genannten Medien und noch weitere, berieseln den Leser mit einer täglichen Symptombeschreibung des deutschen Niedergangs und der internationale Machenschaften der Eliten, um die kritische und empörte Leserschaft zu binden. Jedoch berichten sie nie über die wahren Hintergründe. Die findet man bei den echten Alternativen.

          -10
  • Sehr guter Kommentar!
    Bezüglich der China Frage möchte ich noch anmerken, daß auch niemand etwas getan hat, als China sich Hong Kong genommen hat. Bei der Übergabe durch die Briten war Ein Land – Zwei Systeme vereinbart worden, als die Bürger von Hong Kong dieses auch einfordeten, wurden die Proteste brutal niedergeschlagen.
    In Deutschland hat sich damals kein Widerstand geregt, aber da haben die Chinesen ja auch noch brav deutsche Verbrenner gekauft.
    Das Völkerrecht war immer nur Lametta um deutsche und europäische Unfähigkeit zu kaschieren und Untätigkeit zu rechtfertigen.
    Man berief sich darauf und legte es zur Seite wie es gerade am besten zum Fluss des Geldes passte.
    Das Völkerrecht war schon immer ein Witz.

    • Islam. Natoland Türkei hat christl. Natoland
      Griechenland Nordzypern geraubt. Die Nato
      hat nicht aufgemuckt.

    • @ Philoktet
      Betr.: Schließung Ihrer Bildungslücke
      ============================
      Im Kommentar: „China n a h m sich Hong Kong …“

      INKORREKT !

      Fakt ist, die Tommies basierten ihren Aufenthalt in Hong Kong auf einer „LEASE“, einem Pachtvertrag, zogen pünktlich ab und hinterließen eine funktionierende Administration …

  • Im Gegenteil. Der aktuelle Weihnachtsmann hat sich selbst beweihräuchert, wie erfolgreich er Geschenke gebracht hat – anderen Weihnachtsmann gestürzt.

    Seit Jahrtausenden übertragen Gesellschaften ihre Eigenverantwortung an vermeintlich wohlwollende Eliten, z.B. Gurus, Kirchen, Staat, Politiker, … und beklagen anschließend wie Kleinkinder, wenn der Weihnachtsmann (wohlwollende Elite) eigennützig handelt, z.B. andere Weihnachtsmänner bekämpft.

    Die Sehnsucht nach einer wohlwollenden Elite ist die Ursache und nicht die Folge, wenn beklagt wird, warum die Elite die Sehnsucht nicht erfüllt, z.B. andere Eliten bekämpft.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Sehnsucht nach einem Weihnachtsmann nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

    -15
    • Objektive Argumente sind bei den geistig minderbemittelten Trumpjüngern hier leider wirkungslos🤷‍♂️

      -20
  • Zur allgemeinen Kenntnisnahme:
    „Mit der Niederwerfung des Deutschen Reiches erloschen de facto das Völkerrecht und die Hegung des Krieges, welche das Ius Publicum Europaeum, einzigartig in der Weltgeschichte, hervorgebracht hatte. Das Gros der Juristen aller Länder und Couleurs debattierte freilich frenetisch fort, als wäre nichts passiert.“ — Hans-Dietrich Sander[

    • Das Deutsche Reich hatte sich aber auch nicht eben buchstabengetreu an das Völkerrecht gehalten. Man könnte sagen, dass auf dem Boden des DR das Recht allgemein schon 1933, das Völkerrecht spätestens aber 1939 erlosch. Früher jedenfalls als der politische Querschläger Hans-Dietrich Sander es behauptet hat. An den Folgen für Deutschland tragen wir bis heute. Es wäre schön, wenn unsere Kinder und Enkel es nicht mehr müssten.

      • Er redet vom Kaiserreich.

        • Dann dürfte er recht haben. Vielen Dank, dass sie meinen Irrtum korrigieren!

          5
        • @Felix1: So ist es! Und Sander beschreibt damit auch die faktische Grundsteinlegung für den 2.WK.

          3
  • Die Illusion, Gutes entstünde alleine dadurch, dass ausreichend viele Menschen es sich ausreichend fest wünschen, ist einer der großen Denkfehler der naiven Linken.

  • Besser kann man es nicht ausdrücken

  • Der Vergleich zwischen realer Geopolitik und einem verpixelten Weihnachtsmann-Narrativ ist blanke Irrelevanz. Dieser Artikel konstruiert aus einer komplexen außenpolitischen Debatte über Venezuela und Beurteilungen verschiedener Rechtsauffassungen einen absurden Streit um „Moral“, als sei Außenpolitik ein Kinderspiel. Er ignoriert, dass Völkerrecht, legitime Regierungswechsel und internationale Stabilität nicht bloße „Moralsprüche“ sind, sondern Grundlage diplomatischer Ordnung. Zu fordern, der Westen solle allein „Taten“ setzen, heißt, rationale Debatte durch militärische Scheinlogik zu ersetzen. Die Realität ist aber kein Schlittenflug über den Nordpol und strategische Entscheidungen sind keine Geschenke, die man einfach austeilt. Dieser Kommentar verbrämt politische Simplifikation als „Klartext“, bleibt dabei aber inhaltsleer und rhetorisch inflationär.

    -33
    • Außenpolitik war schon immer die Domäne der Erwachsenen. Deswegen tun wir Deutschen uns damit so schwer.

      Wie dichtete Heinrich Heine so treffend:
      „Franzosen und Russen gehört das Land,
      Das Meer gehört den Briten,
      Wir aber besitzen im Luftreich des Traums
      Die Herrschaft unbestritten,“

    • Wie gut, dass wir hier einen Artikel-Experten zur Hand haben, der uns auf den Pfad aller Vernunft zurückführt. Ohne dich wären wir hier glatt aufgeschmissen. Du bist wahrleich einzigartig, unersetzlich und unabdingbar wertvoll. Wie können wir uns nur erkenntlich zeigen?

      -22
      • Trump und Putin unsere Helden

  • Diese links-woke Truppe wird täglich unglaubwürdiger. Für die gelten Gesetze und Ordnungen nur so, wie es ihnen in den Kragen passt. Wenn es ihr Ernst wäre mit Recht und Ordnung, dann würden sie noch heute die illegale Migration nach Europa stoppen und illegale Uebertritte so bestrafen, wie es das Gesetz vorsieht.

    • AN wird auch täglich unglaubwürdiger. Dass die gewählte ukrainische Regierung 2014 von den USA weggeputscht wurde und dass Selenski Neuwahlen verhindert, daran hat sich AN noch nie gestört. Oder dass es in Gaza ein Vielfaches an zivilen Opfern gab im Vergleich zum Ukrainekrieg.

      -26
      • Gratulation, dass dein Kommentar nicht gelöscht wurde.

      • Dass die gewählte ukrainische Regierung 2014 von den USA weggeputscht wurde !?
        Ehrlich jetzt 🙂 Selbst wenn ! scheint das in der Ukraine wohl niemanden wirklich gestört zu haben . Selenski wurde in freien und demokratischen Wahlen gewählt .
        Haben sie eigentlich auch ein Problem mit Belarus?

        Schon mal etwas von Franklin Delano Roosevelt gehört ? Wissen sie wie lange und warum er solange Präsident der USA war ? Z.B

        Oder dass es in Gaza ein Vielfaches an zivilen Opfern gab im Vergleich zum Ukrainekrieg.
        Und soll jetzt mal Grundsätzlich auf was hinweisen ?

        -24
        • Don’t feed the trolls!
          (Übersetzung: Besser nicht vom Thema ablenken.)

          8
  • Ich stimme Ihrem Einleitungstext voll zu.

    Geopolitik steht an erster Stelle und ist nötig, um Frieden und Wohlstand zu ermöglichen.
    Die Intervention der USA in der Ukraine war ein geopolitischer Fehler, so wie der Zugriff in Venezuela richtig war. China und Russland haben auf den amerikanischen Kontinenten nichts zu suchen, und die USA dürfen nicht weiter versuchen, Eurasien zu beherrschen.

    Die Eliten Europas sitzen immer noch auf dem toten Pferd der pseudo-sozialistischen Weltregierung. Kann man derzeit einfach nicht ernst nehmen.

    • >>China und Russland haben auf den amerikanischen Kontinenten nichts zu suchen<<

      Wer legt fest wo China und Russland was zu suchen haben, die Amis?

      Was haben die Amis mit ihren 800 Militärstützpunkten auf der ganzen Welt zu suchen?

      • Was geht es dich an ?

        -16
        • Uns geht nur das was an, was Du erlaubst

          13
        • Manni,
          verdufte nach Russland zum Fürst der Finsternis.

          -13
    • Hat Diktator Maduro, wie Diktator Hitler,
      fremde Länder überfallen?

  • Die Idee, durch heftiges moralisches Wollen und Wünschen die allerbesten Ergebnisse herbeizwingen zu können, zieht sich als Rote Linie durch die deutsche Politik. Egal, welches Feld man betrachtet, ob Migration, Energiewende, Gleichstellung, Bildung, man kann schauen, wohin man will, man sieht es an allen Ecken und Enden. Die Ukraine-Politik ist nur ein Beispiel von vielen. Da wird nicht gedacht, da wird gefühlt, und das Fühlen wird dann mit Denken verwechselt. Deshalb ist es auch so sinnlos, mit den Vertretern solcher Meinungen zu diskutieren. Sie denken nicht. Das Völkerrecht ist eine Nebelkerze. Wer die absolute Macht hätte, es durchzusetzen, warum sollte der sich daran halten, sobald er ein anderes Interesse hätte?

  • Wie sagte mal ein amerikanisches Regierungsmitglied so schön: Wenn die Europäer ein Problem lösen, dann war es kein Problem. Besser kann man die EU Politik nicht auf den Punkt bringen.

  • Alles richtig, und doch gibt es einen Haken: Noch hat Venezuela keine stabile demokratisch legitimierte Regierung. Ich wünsche den Venezolanern von ganzen Herzen, dass sie ihr Land aus den Klauen des Kommunismus und der Kartelle befreien und erneut zur „Schweiz Südamerikas“ machen können. Aber bis dahin ist es noch ein steiniger Weg und die Erfahrungen aus früheren US-induzierten Regime Changes (Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien…) zeigt leider, dass das Ergebnis schlimmer sein kann als die Diktatur davor. Allerdings sind die Venezolaner keine Muslime, zumindest die Älteren dürften sich noch an bessere, vorkommunistische Zeiten erinnern. Man kann also hoffen, aber am Ende zählt nicht der gute Wille, sondern das Ergebnis. Laut Marc Friedrich entscheiden die ersten 3 Tage, ob es klappt oder ein weiterer langer, kräftezehrender Konflikt wird, der die USA und den freien Westen nur weiter schwächt…

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