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Türkischer Abstammung

„Deutscher“ Messerangreifer von Stuttgart heißt Cemkoray M.

In den frühen Morgenstunden des Montags griff ein 26-jähriger Mann im Stuttgarter Hauptbahnhof zwei Menschen mit einem Messer an und verletzte sie schwer. Die Polizei gab schnell bekannt, dass es sich um einen „deutsche[n] Staatsbürger“ handelt. Doch nun wird bekannt: Der Mann heißt Cemkoray M.

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Die Polizei erhöhte nach dem Angriff am Stuttgarter Hauptbahnhof ihre Präsenz (Symbolbild)

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In der Nacht von Sonntag auf Montag, gegen 2.10 Uhr, stach ein 26-jähriger Mann im Stuttgarter Hauptbahnhof unvermittelt auf zwei Menschen ein. Er attackierte einen 69-Jährigen, der sich mit ihm und anderen Passanten im Warteraum des Bahnhof aufgehalten hatte. Als eine 63-jährige Frau dazwischen ging, wurde auch sie schwer verletzt.

Wie die Polizei relativ schnell in ihrer Pressemitteilung bekannt gab, handelte es sich bei dem Angreifer – der zunächst geflohen war, aber etwa 40 Minuten nach der Tat festgenommen werden konnte – um einen Mann mit „deutscher Staatsangehörigkeit“. Doch nun kommt heraus: Er heißt Cemkoray M.

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Wie die Bild berichtet, ist Cemkoray M. türkischer Abstammung. Und das zeigte er stolz auf dem Weg zum Haftrichter, dem der Mann auf Antrag der Staatsanwaltschaft vorgeführt wurde. Der 26-Jährige kam nämlich in einem Fußball-Trikot zum Amtsgericht – von der Mannschaft Fenerbahçe Istanbul. Einer der größten und erfolgreichsten Vereine in der Türkei.

Das Motiv der Tat ist weiterhin unklar, Täter und Opfer kannten sich nicht. Die Bild spekuliert, ob die Niederlage der Türkei gegen Holland im Viertelfinale der EM den Mann so in Rage gebracht haben könnte oder ob Alkohol und Drogen im Spiel waren. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart teilte laut der Zeitung mit: „Das alles ist Gegenstand der Ermittlungen.“ 

Klar scheint nur, dass Cemkoray M. bei den Strafverfolgungsbehörden Aktenkundig ist. Zudem gebe es laut ersten Berichten Hinweise auf eine psychische Erkrankung. 

Die beiden Opfer von Cemkoray M., die offenbar zusammengereist waren, kamen nach der Tat zur notfallmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus. Über ihren Zustand gibt es bislang keine neuen Erkenntnisse.

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