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42 Kommentare

  • Gespräche auf allerhöchstem Niveau. Respekt und Danke!

  • Bolz & Mannhart, – herzlichen Dank! So viele kluge Gedanken, so viele kluge Hinweise auf Parallelen zur Religion, insbesondere zum Christentum. Und dann von Paulus über Nietzsche und Adorno zur Wokeness. Nachvollziehbar und beeindruckend. Respekt!

    • Gerade da muss ich entschieden widersprechen und sehe hier bei Prof. Bolz selbst ein Ressentiment gegenüber dem Christentum als Motiv der Interpretation. Die Umwertung aller Werte durch Paulus hat nichts mit Wokeness zu tun, schon Nietzsche hat das Christentum und insbesondere Paulus radikal mißverstanden und auch bewusst missdeutet. Die antiken Werte, von denen auch Prof. Bolz spricht, waren zur Zeit Paulus längst hohl und sind es auch heute. Auch die Vorstellung einer von Göttern durchdrungenen Welt war schon für Paulus erkennbar bloßer Schein. Und was bitte hat Nietzsches Dionysos mit Rationalität zu tun. Nietzsche wollte einerseits dem Nihilismus einer Moderne, die sich vom Christentum losgesagt hat, entkommen, andererseits blieb er aber in der Konsequenz seines Denkes dem Nihilismus weiter verhaftet. Woke-„Kultur“ ist vielmehr der prägnanteste Ausdruck des Nihilismus, weil es in ihr keine(!) gültigen Werte mehr gibt. Die Wokeness ist als Bewegung die Nichtung aller Werte!

      • Lieber RVormbaum, bin zwar weder Theologe noch Philosoph, aber für mich einleuchtend hat Bolz eine Parallele zwischen der von Paulus geschaffenen „Religion der Schwachen“ zur Wokenessbewegung aufgezeigt, die sich ja der Akzeptanz von heutigen „Schwachen“ (benachteiligten Minderheiten) widmet. Ob es dazu des Rückgriffs auf Nietzsche bedurfte, lasse ich mal dahin gestellt.

        • Die Wokenessbewegung repräsentiert doch nicht die Schwachen, sondern hier agieren hoch potente Lobbygruppen, die mittels abstrakter Scheinmoral Ihre ganz handgreiflichen Interessen durchsetzen. Es geht um Manipulation der Massen. Paulus ging es nicht um Manipulation sondern um Wahrheit, um die Entlarfung verabsolutierter Herrschaft, die immer in totale Unterdrückung mündet. Es ist insofern ein modische Verkürzung, das Christentum als „Religion der Schwachen“ in Sinne Nietzsches zu interpretieren, die ein Recht auf verabsolutierte Herrschaft hätten, wie es ja die Wokebewegung für sich reklamiert. Paulus ging es gerade nicht um Herrschaft, sondern um ihre Absage. In der Bibel wird diese Absage explizit durch Jesus bekräftigt durch den zentralen Satz: „mein Reich ist nicht von dieser Welt“. Es geht also nicht um weltliche Erlösung, die aber genau die Wokeness Bewegung anstrebt.

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        • Bolz argumentiert hier wie auch an anderer Stelle Christenfeindlich. Übrigens ganz ähnlich wie linke 68er. Er meidet bewusst die Frage: War Jesus eigentlich links oder rechts? Statt dessen sei das Christentum insbesondere der erste christliche Theologe Paulus ein Vorläufer der Linken und Woken. Konservative und progressive Auslegungen und Interpretationen des Christentums entstehen zwingend mit seiner Existenz. Das Christentum kennt anders als die heidnische Antike oder alle weiteren Religionen eine horizontale Ebene: Gute Werke und Nächstenliebe, die soziale Tat. Und eine vertikale Ebene: Frömmigkeit, Tradition, Spiritualität. Paulus: „Ich habe euch überliefert was ich empfangen habe. Tradidi quod et accepi.“ Er verkörpert die Tradition und ist (aus weltlicher Sicht) ein Rechter. Jakobus dagegen, den der konservative Luther aus diesem Grunde ablehnte, fordert das soziale Engagement und ist (aus weltlicher Sicht) ein Linker. Und Jesus? Überwindet die Welt. Also auch links und rechts.

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  • Sehr geehrte Herren Bolz und Mannhart, mal wieder ein hochinteressanter Beitrag! Diese Grundsatzthemen finde ich meist sogar spannender als die Reflektion tagesaktueller Dinge. Da Sie um Vorschläge baten: Wie wäre es mal mit dem Thema „Journalismus“ (Anfänge, Geschichte, Verständnis, neuere Entwicklungen etc.)? Das fände ich spannend! Mit renommierten Medienwissenschaftler und durchstartendem Apollo News-Gründer ergäbe das sicher ein ergötzliches Gespräch! Hochachtungsvoll Karl Krumhardt

  • Götz Aly hat auf die „positiven Voraussetzungen“ der NS-Zeit hingewiesen. Erst unter den Bedingungen der Weimarer Republik stieg der Antisemitismus stark an und die Nazis feierten Erfolge. Während der „obrigkeitshörigen“ Kaiserzeit hätte Hitler keine Chance gehabt. Das sind Widersprüche, mit denen sich Linke nicht so gerne auseinandersetzen.

    • So ist es. Professor Dr. Joachim Fest/Mehrfach preisgekrönter Historiker und Hitlerbiograf
      Quelle: TAZ / Artikel: „War Hitler ein Linker?“
      „Als im Frühjahr 1933 ganze kommunistische Kampfformationen geschlossen in die SA übertraten, wurde das von den roten Parteisoldaten keineswegs als Bruch empfunden, und der Berliner Volkwsitz der diese Einheiten als „Boulettenstürmer“ verhöhnte (außen braun innen rot) deckt auf, wie nah beieinander auch die Öffentlichkeit die einen und die anderen wahrnahm. Man wechselte sozusagen nur den Anführer und die Fahne, nicht einmal die Treffkneipe. Im Herzen blieb man Sozialist, nur dass man von nun an national sein durfte, kein „Vaterlandsverräter“ der Komintern.“ ……………….

  • Faschisten und Sozialisten sind 2 Formen von Kollektivsten. „Du. Bist nichts, dein Volk/die Internationale ist alles“. Beide brauchen ausnehmbare Feindbilder: Juden, Kapitalisten, Grossbauern…

    • Jedermann sollte sich die legendäre Jahrhundert- Rede des Journalisten Martenstein ansehen, in der er die Linke Ideologie ( idiotie) komplett zerstört.
      Sollte auch an jeder Schule in Deutschland Pflich anzusehen sein.

      Linke sind einfach kommunistische Verbrecher, die den Kapitalismus / Freie Marktwirtschaft und die Freiheitlich Demokratische Grundordnung abschaffen wollen!

      Und ACHTUNG : die SPD ( sterbende Partei Deutschland) und die Grünen sind genauso linke Sozialisten!

      ( Quelle Text: hier a.a.O. gefunden)

      Harald Martenstein sorgt im Thalia Theater Hamburg für ein politisches Beben

      https://www.youtube.com/watch?v=FIP4DeNF_-s

  • Welch ein Parforceritt durch die Geistesgeschichte! Sehr anregend und inspirierend, das eigene Wissen aufzufrischen und zu vertiefen. Gerne mehr davon! Herr Bolz ist jemand, der sich nicht in akademischer Fachsprache verliert, sondern Sachverhalte klar strukturiert und vermitteln kann.

  • Immer wieder sehr inspirierend, Herrn Bolz und Herrn Mannhart zuzuhören! Kaum zu glauben, daß Herr Mannhart erst 23 Jahre alt ist – extrem beeindruckend! Das Frühchristentum war eine Weltuntergangssekte, quasi das Abbruchunternehmen der antiken Kultur. Nach dem Untergang der Antike war es aber nicht mehr tauglich für eine Zeit, in der eine neue konstante Ordnung entstanden war. Deshalb ist das Frühchristentum auch sehr zu unterscheiden von dem, was sich ab dem Frühmittelalter als „abendländisches Christentum“ entwickelt hat. Was das Frühchristentum angeht, gibt es frappierende gespiegelte Ähnlichkeiten mit der heutigen grün-linken-woken Bewegung (als Abbruchunternehmen der abendländischen Kultur) , obwohl ideologisch aus der komplett entgegengesetzten Richtung kommend. Wo das aus meiner Sicht extrem gut herausgearbeitet ist, ist in dem Buch „Selbstaufgabe einer Zivilisation? Gender Mainstreaming, No Border – One World von Simon Kießling aus 2022“. Leider hat das Buch keine große Resona

  • Dadurch, dass das Absolute nicht darstellbar ist und wir daher in einer relativen Welt leben, kann auch das, worunter wir leiden, nicht davon losgelöst beantwortet werden. Ohne sich jemals damit auseinandergesetzt zu haben, dass menschliches Leid auf diese Weise stets „objektiv vermittelt“ (Adorno, 1966: 27) bleibt, kann die Last, welche der Einzelne unter subjektiv empfundenen Schmerzen zu tragen hat, niemals begriffen werden. Angesichts dessen sollte die Kritik erlaubt sein, dass besonders der sogenannte „Wokeismus“ sich infolge dessen bloß in äußerst untriftigem Denken erschöpft.

  • Erstmal vielen Dank für diese in Geschichte und Philosophie tief gegründete Diskussion!

    Als Anregung: Mir fehlt die Evolutionspsychologie. M.E. sind die linken Impulse tiefenpsychologisch in der menschlichen Evolutionsgeschichte angelegt, im Leben in Stämmen, dem Tribalismus. Starke Aggressivität nach außen bei gleichzeitigem Schutz der Stammesmitglieder, auch der schwachen, und einem Streben nach Gerechtigkeit im Inneren. Mitgefühl mit den Schwachen und ein tiefes Gerechtigkeitsgefühl zeigen schon zweijährige Kinder. Ebenso dort angelegt die Sehnsucht nach seelischer Übereinstimmung mit den eigenen Stammesmitgliedern, denn ein Ausgestoßener war todgeweiht. Dieser Tribalismus lebt in uns allen, daher sind die linken Bewegungen unsterblich. Nur wie sie sich begrifflich immer wieder neu einkleiden (auch der Nationalsozialismus war evolutionspsychologischer Tribalismus), ist veränderlich. Der Prozess der Zivilisation ist aber nur durch eine Teilüberwindung des Tribalismus möglich; dessen Rückkehr würde sie zerstören.

    Ein Bolz-Mannhart-Gespräch dazu würde mich begeistern.

  • In den späten 1920er und frühen 1930er Jahren bezeichneten gemäßigte Kommunisten (wie Stalins damaliger Rivale Nikolai Bucharin) die Ideologie der NSDAP manchmal spöttisch als „braunen Bolschewismus“. Dies zielte auf die sozialistischen Elemente im Parteiprogramm und die totalitären Methoden der Nazis ab.

    Stalin verbot die Bezeichnung „braune Bolschewisten“ (in der Sowjetunion als Nationalbolschewisten bezeichnet), um jegliche Assoziation zwischen dem sowjetischen Kommunismus und dem deutschen Nationalsozialismus zu verhindern. Er wollte die Sowjetunion als einzigen, legitimen Vertreter des Marxismus-Leninismus positionieren und jeden ideologischen Brückenschlag zur NSDAP kompromisslos unterbinden.

    Viele Befürworter dieser Idee in der Sowjetunion wurden während Stalins „Großem Terror“ (1937/1938) als „konterrevolutionär“ verhaftet und hingerichtet. Der Antisemit Stalin hat gleich doppelt ausgeholt: die Todeslisten sind voller Judennamen und seine Gegner waren nicht mehr.

  • Der Umweltschutz kommt nicht von 1969, er ist eine Reaktion auf die Industrialisierung. Es gab ihn schon im späten 19. Jahrhundert und tatsächlich war Adolf Hitler ein grosser Fan des Umweltschutzes. Mehrere Gründer der Grünen, Baldur Springmann, August Haussleiter und Werner Vogel, waren eng mit dem Nationalsozialismus assoziiert. Es gibt Umweltschutz also von links und rechts.

    • Richtig und falsch. Der _technische_ Umweltschutz der Nachkriegszeit, der den Dreck der Industrialisierung mit technischen Mitteln in Angriff nahm, startete in Deutschland Ende der 60’er, Anfang der 70’er Jahre: Säuberung von Luft und Wasser. In früheren Epochen ging es mehr um die romantisch empfundene „Natur“ (Wandervögel etc.), etwa durch Einrichtung von Naturschutzgebieten. In den USA begann der technische Umweltschutz acht bis zehn Jahre eher.

      Das war Ergebnis des gestiegenen Einkommens. Erst ab einem gewissen Einkommen beginnen sich die Gesellschaften für Luft- und Wasserqualität zu interessieren; vorher ist ihnen ihr in Geld gemessenes Nettoeinkommen wichtiger. Und das war eben Ende der 1960’er Jahre.

  • Karl Marx war Wirtschaftswissenschaftler und hat in seinem Werk „Das Kapital“ (3 Bände) die Entwicklung und Funktionsweise der Wirtschaft von den Anfängen Feudalismus über Kapitalismus bis hin zum Monopolismus/Imperialismus wertfrei und unpolitisch untersucht und dargestellt.
    Er ging auch davon aus, dass der Sozialismus nicht funktioniert, was man gern im Ostblock verschwieg.
    Politisch wurde Marx in seinem „Manifest der kommunistischen Partei“ (23 Seiten) in denen er die Rolle des Proletariats beschrieb und dass sich das Proletariat in einer Weltrevolution von der Unterdrückung befreien sollte. Dafür ist die Voraussetzung, dass auf der Welt alle Länder den gleichen Entwicklungsstand haben….
    Dann würde man die letzte Wirtschaftsform – den Kommunismus – erreichen – soweit ich es erinnere.

    • ,,Er ging auch davon aus, dass der Sozialismus nicht funktioniert, was man gern im Ostblock verschwieg.“

      Aha! Karl Marx schrieb also über Jahre eine rund 2000 Seiten starke, dreibändige Analyse des Kapitalismus, an dessen Ende seine Entwicklung zur proletarischen Revolution treibt, die Befreiung durch den Sozialismus dann aber nicht funktioniert.

      Seltsam, seltsam, dass das vor Ihnen noch niemand bemerkt hat. Ich auch nicht.

      • Eugen von Böhm-Bawerk hat bereits 1896 Marx Kapitalismus-Analyse von A bis Z in der Luft zerrissen. Jeder, der nicht im betreuten Denken von irgendwelchen Marxist-Leninisten Marx Kapital gelesen hat, konnte bereits den ersten Band auf den Müllhaufen der Geschichte werfen.

        Im Grunde genommen ist alles lachhaft an Marx …. nur die rund 250 Millionen Ermorderter, die auf Marx zurückzuführen sind, nicht.

        • Einverstanden.
          Aber darum geht es doch gar nicht.
          Es geht um den Widersinn der Aussage, dass Marx selbst seinen eigenen Weltentwurf für nicht funktionabel gehalten habe.
          Hätte man demnach in den MEW-Werken des Dietz-Verlages schon nachlesen können, und Eugen von Böhm-Bawerk hätte sich seine Arbeit sparen können.

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      • Wundert mich tatsächlich auch und auch sie haben es nicht verstanden. Marx hat nicht den Kapitalismus analysiert, sondern die Entwicklung und Funktionswreisen der Wirtschaft beschrieben. Er hat zBbeschrieben, warum Gewinne gemacht werden müssen usw.
        Aber ich verstehe Sie, ist halt schon kompliziert!

  • Und WER beobachtet DIE??

  • Das waren spannende Einblicke und Einsichten! Danke!

    Nun steht die Frage an: welche Relevanz hat das noch für uns? Angesichts der fortgeschrittenen demografischen Entwicklung und der Schrumpfung der politischen Parteien steht doch eine Zeitenwende an, die sich politisch-soziologisch als unabwendbar erweisen wird.

    Dabei kommt es nicht mehr auf die ideologisch formierten Kohorten an! In China ist gerade der denkbar größte Sack Reis umgefallen: GGI! — China wird sich nun der Welt öffnen und sich mit Indien und arabischen Staaten sich gegenüber einem gelähmten Europa aufstellen. Herzlich Willkommen!

    Die politischen EU-Eliten und die intellektuellen EU-Eliten bekommen nun massiv Ärger mit ihrem „Ideologie-Engineering“ – es taugt nicht mehr zum Machterhalt!

    Eine 237-Jahre lange Ära geht zu Ende! Die Führung wird neu organisiert!

    Salvatore Princi: Links und Rechts – Die flache Linie der Demokratie
    https://www.youtube.com/watch?v=gVhMUIEXhJY

  • Vielen Dank für diesen Gedankenaustausch ! Klarheit in den Gedanken ist gerade in dem heutigen linksgrünwoken Wahnsinn essenziell.

  • Die Grünen sind immer für die Natur – außer beim Menschen.

  • Ich war auch sehr einverstanden mit dem Gespräch. Ich habe etwas gelernt!
    Allerdings tue ich den Luisa Neubauer. und Sarah Bosettis nicht so viel Ehre an, sie diese woken in die Nachfolge einer an Jesus orientierten Lebensweise der Selbstbescheidung zu stellen. Wie in allen links-kommunistischen Spielarten hält sich die selbsternannte Elite selbst stets aus dem heraus, was sie dem anderen zumutet. Darum wird sie zwar ewig bleiben, aber auch ewig als Mogelpackung durchschaubar sein. DieserAspekt hätte m.E. in den Zusammenhang mit den wieder nur in akademischen Kreisen grassierenden Visionen gestellt werden können.

  • Dazu Stalin bestand darauf, dass Faschismus und Nationalsozialismus keine kommunististen Strömungen mehr sind und diese als absolute Klassenfeinde anzusehen seien.

    Die Gleichsetzung der Begriffe hätte aus seiner Sicht die eigene Ideologie verwässert und den Weg für ungewollte ideologische Vergleiche geebnet.

    Nach 1945 kam es dann zur Umerziehung. Der Nationalsozialismus, obwohl eine absolut nationale bolschewistische Strömung wurde durch die Kommunisten zum Faschismus umbenannt. In Erinnerung ist nur die von Stalin verliehene Bezeichnung Hitlers als Nazi (Kurzform für den beliebten jüdischen Vornamen Ignaz) geblieben.

    Wokeness selbst kommt aber nicht originär aus dem sowjetischen Marxismus-Leninismus, sondern geht auf die Anfangsjahre der rein marxistischen Fabian Society zurück, die mit George Bernhard Shaw (Vegetarier), Havelock Ellis (wegweisender Fürsprecher der LGBTQ+ Bewegung), Beatrice Webb (Feministin) …

    • Die Gleichsetzungsbauchschmerzen machten es Stalin und Genossen dringlich, schon auf dem VII. Weltkongress der Komintern 1935 in Moskau das NS-Thema ins Zentrum zu setzen: Die KP-Führung bewertete den Nationalsozialismus als Hauptform des Faschismus und damit als zentrale Gefahr. Wortführer für die Umdeutung war der bulgarische Kommunist Georgi Dimitroff.

      Der Kongress markierte die Abkehr von der bisherigen „Sozialfaschismus“-Linie hin zur ,,antifaschistischen“ Einheitsfront- und Volksfrontpolitik.

  • Die Theorien beruhen darauf das der Mensch nicht Egoistisch ist leider ist der Mensch immer faul und Vorteilsbezogen.
    Die Politiker in der DDR waren die Reichen.
    Im Westen sind die Reichen, die Reichen.
    Wer von beiden hat sich besser entwickelt?
    Und was ist Kuba?

  • Geschrei,Verleumdung Gewalt und Geld,woher auch immer.

  • Die moderne Linke unterscheidet sich in ihrer Ökonomietheorielosigkeit von der klassischen Linken, weil sie den Kapitalismus selbst bewirtschaften will. Sie ist nicht mehr der Feind des Kapitalismus, sondern ihr Parasit. Sie hat kein alternatives Modell, sondern nur ihre autoritäre Führung des Kapitalismus anzubieten.

  • Über weite Strecken eine interessante, gehaltvolle Diskussion. Leider fällt das Niveau am Ende doch etwas ab, insbesondere wenn es um Paulus und christliche Erfahrung geht, die hier von Prof. Bolz in unzulässiger Weise als Kulmination der Wokeness beschrieben wird. Auch das Zitat von Adorno, dass ohne Leiderfahrung keine Wahrheitserfahrung möglich sei, wird in seinem Sinn unzulässig verkürzt, denn es ging Adorno darum, Leiderfahrung erkenntnistheoretisch zu erfassen. Selbstverständlich gehört Leiderfahrung (hierzu zählt auch die Erfahrung des Scheiterns) zentral zur Erkenntnis. Nur über die Erfahrung, dass das, was ich mir utopisch ausgedacht habe, nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt, komme ich zu neuer Erkenntnis. Erkenntnis, da trifft Adorno durchaus mit seinem Gedanken eine zentrale Wahrheit, ist notwendig mit Leiderfahrung (Scheitern) verbunden, das sieht man insbesondere bei Kindern, die weinen, wenn sie z.B. das, was sie illusionär wollten, nicht umsetzen können.

  • Mir kam ganz spontan der Gedanke, daß sich die Linken, Woken, die Antifa wie in einem Weltgericht als Ankläger aufspielen, wie es beim Gottesgericht der Satan ist.

  • Sehr gut und Geschichtsunterricht für die Analphabeten der Geschichte, wie Antifant linke Zecke.

  • Ich bin wirklich begeistert.
    Diese, ich glaube 2 Stunden, hatten Vorlesungscharakter.
    Ich werde es mir noch einige Male anhören, denn es gibt mir so viel Hintergrundverstaendnis, um diese Begriffe Antifa, Linke und Wokeness besser zu verstehen.
    Vielen vielen Dank dafür!

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