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DAX-Unternehmen

Daimler Truck Gewinn bricht um 80 Prozent ein – auch BMW-Ergebnis kollabiert

Die deutsche Autoindustrie steht weiter unter Druck: Daimler Truck verzeichnet einen Gewinneinbruch von 80 Prozent, auch BMW meldet deutlich schwächere Zahlen.

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Graue Wolken über Daimler Truck: Der Gewinn ist um 80 Prozent eingebrochen (IMAGO/Arnulf Hettrich)

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Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck meldet für das erste Quartal einen Gewinneinbruch von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Überschuss sank von 749 Millionen Euro auf 149 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Auch bei BMW bricht der Gewinn um mehr als ein Drittel ein.

Hauptgrund für die schwachen Gewinnzahlen ist das schwierige Geschäft auf dem nordamerikanischen Markt. Dort schrumpfte der Gewinn um 73 Prozent. Der Absatz ging um 25 Prozent zurück, der Umsatz um 29 Prozent. Ein Rückgang war von Beobachtern bereits erwartet worden.

Besonders die Einfuhrzölle der US-Regierung und ein angespannter amerikanischer Logistiksektor belasten den schwäbischen Konzern. Die Nachfrage nach Neufahrzeugen seitens der Speditionen ist demnach stark zurückgegangen. Dennoch gibt es auch positive Signale: Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 86 Prozent, wie Daimler Truck mitteilte.

Auch BMW kämpft mit schwächeren Zahlen. Der Münchner Konzern meldete einen Gewinneinbruch von 36,2 Prozent auf etwas mehr als zwei Milliarden Euro im ersten Quartal. Der Überschuss ging demnach um 23 Prozent zurück. Der Umsatz fiel um 8,1 Prozent auf rund 31 Milliarden Euro. Besonders das Kerngeschäft mit Autos schwächelt. Das Betriebsergebnis der Autosparte ging um mehr als ein Drittel zurück, und die EBIT-Marge sank auf fünf Prozent. Auch BMW wird von US-Zöllen sowie sinkenden Absätzen in China belastet.

Auch Mercedes-Benz kämpft mit schwächeren Zahlen. Das Unternehmen hatte seine Quartalszahlen bereits wenige Tage zuvor veröffentlicht. Der Gewinn brach demnach um 17,2 Prozent ein – von 1,73 Milliarden Euro auf 1,43 Milliarden Euro. Zudem hat sich der Gewinn seit 2024 halbiert (Apollo News berichtete).

rs

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27 Kommentare

  • Entweder man geht short auf die deutsche Autoindustrie oder long auf die chinesische.

    • Vermutlich haben sie recht. Leider.

    • Oder man investiert in physische Sachwerte außerhalb des Zugriffs der EU und überläßt das rechtlose Zocken im Spielgeldsystem denen, die immer noch nicht begriffen haben, was los ist.

      • Stimmt. So wie ich in Gold. 2020/2021 etliche Kilo in kleinen Chargen gekauft, zum Kilopreis von damals unter 50.000 Euro…….Bin ziemlich entspannt auf längere Sicht……..Und auf mein Gold greift niemand zu, weder ein VdL-Vermögensregister noch ein Klingbeil, das ist für jedermann unsichtbar……….

        • Reden ist Silber, schweigen Gold…

          5
  • Energiewende at work.

    Deutschland kollabiert.

  • Tja, hier trifft Realität auf Ideologie, sie dürfen raten wer gewinnt, DE ist es sicherlich nicht….

  • Baden-Württemberg:

    Beim Daimler schaffen, Grün wählen

    Wir können alles

  • Danke, Herr Habeck, vielen, vielen Dank. Erst hier ohne Not die Energiekosten für die großen Unternehmen in astronomische Höhen treiben und sich dann später im Ausland mit hohen Honoraren das Leben versüßen mit Vortrögen, deren Themen gefühlt lauten: Schaut her wie toll ich bin und was ich alles kann.

    • Der hat ja tatsächlich viel erreicht gegen Deutschland. Ich würde mich freuen, wenn er und seine Spießgesellen dafür irgendwann mal zur Rechenschaft gezogen würden. Aber glauben tue ich nicht daran. Politverbrecher sind meistens ungeschoren davon gekommen.

  • Zwar wäre angesichts rückläufiger Ertragszahlen zuvörderst jeder einzelne Betriebsangehörige aufgefordert, den Nachweis zu führen, dass seine Person des Lohns würdig ist. Aber dafür fehlt noch immer der Beleg. Die insbesondere während Tarifverhandlungen von den Gewerkschaften verbreitete Parole „Wir sind es wert“ könnte dadurch unbegründeter nicht sein. Es kommt dann nicht von ungefähr, wenn das betriebliche Gefüge daraufhin jäh in sich zusammenstürzt. Nicht die Verhältnisse an den Märkten sind damit der Auslöser. Vielmehr sieht sich nicht zuletzt die Daimler Truck AG gegenwärtig infolge des Gebarens der IG Metall massiv in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.

  • Ohne den „Love Priest“ zum Thema Insolvenzen: „Schlecht gewirtschaftet!“ Zu zitieren. Als Diplomkaufmann sehe ich reichlich mögliche Ursachen. Mangementfehler waren und sind schon immer etwas teurer gewesen.

  • Ein paar Monate die Renditen der Investoren aussetzen, ausländische Fahrzeue mit hohen Zollgebühren belasten und schon können alle deutschen Fahrzeughersteller ihre mittlerweile mit Chinatechnik vollgestopften Fahrzeuge wieder an den Mann bringen.
    Doch das wird nie passieren weil bei Allen Gewinn vor Qualität steht, was China schon lange als Chance in Deutschland nutzt.

  • Das grüne Wirtschaftswunder von Habeck in voller Entfaltung. Deutschland schafft sich ab (Buch Sarrazin)

  • Zu: „Besonders die Einfuhrzölle …“

    Das trifft mW nicht zu und ist ein populärer Fehlschluß.
    Die in den USA dominierenden Daimler-Truck-Marken (Freightliner, Western Star) werden fast vollständig in Nordamerika gebaut. Die in Deutschland hergestellten Trucks sind nicht für den US-Markt.

  • Na wenigstens der Destruktive Wirtschaftspart der Energiewende Funktioniert ausgezeichnet . CO 2 Reduktion durch Produktionskürzungen Standortverlagerungen oder Werksschließungen !
    Na Hauptsache der DGB und die SPD hatten einen schönen 1 Mai und die üblichen Forderungen nach weniger Arbeit für mehr Geld und Freizeit !

    Vielleicht gibt es hier ja mal jemanden der aus Überzeugung SPD wählt und oder in der Gewerkschaft ist und mir diesen Irrsinn Sinnhaft erklären kann .

  • Es liegt an den Vorständen der deutschen Automobilindustrie, die mit den Grünen gekuschelt haben, anstatt für eine freie Marktwirtschaft zu kämpfen. So einfach ist das!

  • Tauscht eure Bonus-Vorstände aus. Die haben sich als restlos unfähig herausgestellt.

  • Wer zuviel E Scheisse produziert, hat es nicht besser verdient…

  • Den Schreibfehler in der Überschrift korrigieren wäre schön:-)

  • Wir brauchen günstiges Gas aus Russland und wieder Atomkraft. Wirtschafts Bosse halten Deutsche Politik für Geisteskrank und weniger LKWs sind nur eine Kennzahl im großen Niedergang.

  • Hinzu kommen noch die von Trump eingeführten, höheren Zölle auf deutsche Autos. Die USA zeigen damit deutlich, dass sie nicht gewillt sind, sich weiterhin deutsche Überheblichkeit (in Vertretung von Pinocchio) im Umgang mit den USA gefallen zu lassen. Partnerschaft geht nämlich anders.

  • Und jetzt kommen noch ein paar Prozentchen Zoll für Amerika obendrauf, da kann man sich doch direkt mal bei dem Dampfplauderer mit der langen Nase bedanken.

  • Sollen sie doch Sondervermögen erfinden, Dummland kann es doch auch.

  • P.S. Bei einem notwendigen Markenrelaunch ist ja auch Marketing gefragt. Neuer Name ist immer gut. „Daimler Duck“, geht mir leicht von der Lippe…

  • Die Wünsche der Linken und Grünen gegen in Erfüllung.

  • Dem Choleriker aus Übersee sei Dank.

    -17

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