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Sinneswandel

Da die Regierung zentrale Versprechen eingelöst habe: Linnemann erklärt, er sei bereit für den Gesundheitsministerposten

Carsten Linnemann, der 2025 noch den Gesundheitsministerposten für sich ablehnte, erklärt seinen Sinneswandel mit dem für ihn wichtigen Projekt der Abschaffung des Bürgergelds. Da dies jetzt durch die neue Grundsicherung ersetzt wurde, ist er bereit für den Posten.

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Friedrich Merz und Carsten Linnemann auf der Pressekonferenz am Freitagmorgen, wo erklärt wurde, dass Linnemann neuer Gesundheitsminister wird. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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„Wenn sie mich jetzt als Gesundheitsminister aufgestellt hätten, wäre ich wahrscheinlich nicht erfolgreich gewesen. Die Leute hätten gesagt: ‚Warum wird der Gesundheitsminister? Was hat der damit zu tun?‘ Deshalb: Schuster, bleib bei deinen Leisten“, sagte Carsten Linnemann im Mai 2025 im Interview mit dem Fernsehsender Phoenix. Seit Freitag steht jedoch fest, dass Linnemann seinen Posten als Generalsekretär gegen den des Gesundheitsministers tauscht. Im Interview mit der Bild rechtfertigt der CDU-Politiker seinen Sinneswandel.

Damals, kurz nach der Bundestagswahl, war sein wichtigstes Anliegen die Abschaffung des Bürgergelds. „Das war ein zentrales Versprechen der Union. Das wollte ich unbedingt einlösen“, so Linnemann. Aus diesem Grund entschied er sich, Generalsekretär seiner Partei zu bleiben und gleichzeitig Fraktionsvize für Arbeit und Soziales zu werden. Mittlerweile wurde das Bürgergeld durch die neue Grundsicherung ersetzt.

„Gleichzeitig verhandle ich jetzt seit über einem Jahr auch die Gesundheitsthemen im Koalitionsausschuss und sehe, dass auch im Gesundheitswesen ein erheblicher Reformdruck vorliegt“, erklärt Linnemann. Seiner Parteifreundin Nina Warken, die ins Bundeskanzleramt wechselt und von der er den Posten des Gesundheitsministers übernimmt, attestiert Linnemann, „die ersten großen, richtigen Reformschritte eingeleitet“ zu haben. An diese Arbeit wolle Linnemann anknüpfen.

Linnemann sei das Gesundheitsministerium eines „der zentralen Reformressorts der Regierung“ geworden. „Das war auch der Grund, warum mich der Bundeskanzler gebeten hat, das Ressort zu übernehmen. Wir müssen einfach wissen: Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt, aber eben nicht eines der besten. Weder sind die Menschen in Deutschland im Durchschnitt gesünder als anderswo, noch haben wir eine höhere Lebenserwartung.“

Am Freitagabend meldete sich Linnemann auf Instagram bereits zu seinem Wechsel vom Posten des Generalsekretärs im Konrad-Adenauer-Haus in die Bundesregierung auf den Posten des Gesundheitsministers. Nach Linnemanns Schilderungen rief Merz Linnemann am Donnerstagabend an und bat ihn darum, den Posten des Gesundheitsministers zu übernehmen. In seiner neuen Aufgabe, vor der er einen „Höllenrespekt“ habe, brauche er in manchen Themen noch Einarbeitungszeit.

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124 Kommentare

  • noch haben wir eine höhere Lebenserwartung… Und warum heißt es dann in Deutschland „Rente mit 70“, wenn die Lebenserwartung in anderen EU-Ländern z.T. höher ist und zudem noch viel höhere Renten bekommen ? Deutschland hat die niedrigsten Renten (53%) im EU-Vergleich. zB. Holländer bekommen 93% !
    Da sollte er ansetzen „Rente mit 63 bei einem Rentenniveau von mind. 85%“ !

    • Das derzeitige Rentenniveau in Deutschland beträgt 48 % brutto.

    • Die statistische Lebenserwartung wird ohnehin nicht erreicht. Das ist nur ein Wet von dem Versicherungen und die Regierung profitiert.

    • Weil die neuen-Deutschen noch nicht arbeiten können; nix schreiben, nix lesen; nix rechnen. Viel Spaß.

    • @Alfred, ein Gesundheitsminister entscheidet nicht über Renten.

    • Linnemann ist genau so ein Laberkopf wie slle anderen in der CDU. Wenn’s drauf ankommt, macht er jeden Blödsinn mit.

  • Nun, Dr. Linnemann verfügt über einen scharfen Blick:

    Er sieht mit bloßem Auge daß „die Regierung zentrale Versprechen eingelöst habe“, was der „Otto-Normalverbraucher“ noch nicht einmal unter dem Raster-Elektronenmikroskop erkennen kann …

  • Bürgergeld und Krankenkasse:
    Herr Linnemann, „knüpfen“ Sie an an Warkens „Reform“: Die Kosten der GKV’s für die Bürgergeldempfänger – oder neuerdings „Grundsicherung“ müssen endlich vom Bund vollumfänglich ersetzt werden, statt durch die zahlenden Mitglieder per Beitragserhöhungen aufgebracht werden!
    Warken hatte diese Forderung doch glatt abgebügelt, mit der Bemerkung „Gibt der Haushalt derzeit nicht her“.
    Ran, ran, Herr Linnemann!!

    • Ne, abschaffen. DerBund? Das sind die Steuerzahler

    • Als ob der seinem Herrn in den Allerwertesten kicken würde… ich denke, der hat jetzt genug damit zu kämpfen, politisch am Leben zu bleiben…

    • Ein Grüezi geht raus an dich – du bist mein Held!

  • Nur noch Lippenbekenntnisse!
    Linnemann ist schon Politisch binnen ein paar Tage verbrannt!

    • Er wollte sagen, die CDU ist reif für die Opposition…

      • Reif für den orcus.

    • Er ist es bereits jetzt… und ich habe den Eindruck, er weiß das selbst… Man weiß nicht, was hinter den Kulissen abläuft…

  • Ich übersetzte mal, Warken hat die Preise erhöht und die Leistungen gekürzt – und nennt es Reform. So kann ich Reform auch, sagt Linnemann und wird weitermachen mit „reformieren“.

  • Da wird er wohl einen Crashkurs zum Schuster absolviert haben, der gute Linnemann. Mal sehen, was er drauf hat…

  • Es gibt Jobs, bei denen du merkst: das ist nicht meins, damit identifiziere ich mich nicht und ich will das eigentlich nicht. Die einzige Lösung lautet, nichts wie weg.
    Mal sehen, wie lange Linnemann das macht.

  • Sind die beiden auf dem Bild verwandt?

    • Es sind beides schwarze Genossen – somit im Geiste verwandt!

  • Mir ist da sicher etwas entgangen -weches Versprechen soll dieseRegierung einhelöst haben?

    • Gute Frage….. nächste Frage…..

  • Gaebler (SPD) warnt davor, „vorschnell“ Schlüsse zu ziehen, ob es überhaupt einen politischen, gar kriminellen Hintergrund der Tat gäbe, der ja auch gar nicht auf der Veranstaltung selber, sondern im Tiergarten stattgefunden habe.
    Das muss man mehrfach lesen, um es zu verdauen,

    • Mein Kommentar hat sich leider verirrt. Aber die Leser können ihn leicht zuordnen.

      • Kein Problem…..
        Man ist immer wieder erstaunt,zu welchen Märchenerzaehlungen unsere Politiker so in der Lage sind!
        Die SPD ist mit Helmut Schmidt gestorben!
        Und ich werde mich bis ans Lebende schämen,diese früher gewählt zu haben!
        Aber ich gelobe Besserung….mein Stift wird sich in der Wahlkabine nie mehr zu einer Altpartei verirren!

  • Doppelte Ehrerbietung: 1. Großes Lob für den Kanzler „Wesentliche Versprechen eingelöst“ und 2. Der Einberufung ins Amt gefolgt.

  • An die Frauen hat der Gute sich nicht herangetraut. Da sind Prien und Hubig, die müssten eher gehen, als ein Herr Schnieder.

  • Nur damit ich das richtig verstehe: Herr Linnemann war einmal für die Abschaffung des Bürgergeldes. Nachdem sich das Ding jetzt Grundsicherung nennt, will er im Stil von Frau Warken – die sich noch schnell auf den Posten der Kanzleramtschefin gerettet hat – weiter mauscheln? Ich habe schon intelligentere Ausreden gehört …

    • Er war nie für die Abschaffung des Bürgergeldes! Es hat es gesagt…
      So wie Merz ganz viel versprochen hat. Nur, dass Linnemann besser
      lügen kann und die letzten konservativen Wähler noch etwas länger täuschen konnte.

      • Immerhin hat er noch vor fast genau 2 Jahren nachweislich gesagt: „Die Statistik legt nahe, dass eine sechsstellige Zahl von Personen grundsätzlich nicht bereit ist, eine Arbeit anzunehmen. Wenn jemand grundsätzlich nicht bereit ist, Arbeit anzunehmen, muss der Staat davon ausgehen, dass derjenige nicht bedürftig ist. Leistungskürzungen um zehn, 20 oder 30 Prozent reichen da nicht. Dann muss die Grundsicherung komplett gestrichen werden.“ Ich gebe aber zu, dass es um das Gedächtnis unserer Politiker eher schlecht bestellt ist…Und damals hatten wir auch noch keinen sensiblen und regierenden Kanzler Klingbeil, auf den Rücksicht zu nehmen ist…..

        • Liest du die Kommentare nicht bevor du schreibst??
          Ja, der Oberlügner und unsympathischste CDU Linke hat viel gesagt…

          14
        • Welche nützliche Arbeit hat Herr Linnemann denn je geleistet? Er sitzt schon sein ganzes Berufsleben im Bundestag und hetzt gegen sozial Schwache. Etwas anderes kann dieser überbezahlte Apparatschik nicht. Schön, daß er jetzt Minister wird, damit auch die Dümmsten das endlich erkennen.

          11
    • Er sollte das Ausredenteam wechseln. Aber vielleicht kriegt er auf dem Ministerposten automatisch ein neues.

  • „Jetzt, wo alles getan ist, sehe ich mich in der Lage, die nun folgende Starre in vollem Umfang zu verwalten“ … Habe ich Sie richtig persifliert, Herr Linnemann?

  • …die UMBENENNUNG des Bürgergeldes!

  • Weil das Bürgergeld jetzt Grundsicherung heißt kann er plötzlich doch Gesundheit?

  • Bereit für die Pfründe – oder ist er dafür hochqualifiziert und hat für die Bestenauslese durchlaufen?

    • Denke, das ganze Problem sitzt weitaus tiefer.
      Zum Beispiel die Causa Aiwanger, über Nacht umgefallen, ohne Benefit für ihn.
      Der „Banker“ Hagel in Baden-Württemberg hat im eigentlichen Sinne keinen Wahlkampf gemacht und sich mit erhobenen Händen ergeben. Merz lügt nachweislich permanent. Das plötzliche Umfallen der jungen Union bei der Rentenfrage, nun Linnemann, …

      Ist das normal oder was läuft im Hintergrund.

      • @Alemannus, in der CDU sitzen pberwiegend gleichgeschaltete Parteisoldaten. Eigenständiges Denken und Handeln ist in der CDU nicht erwünscht. Jeder muss sich an den vorgegebenen Kurs der Partei halten. Wer nicht mitmacht, wird ausgegrenzt und blockiert oder -wie im Fall Linnemann zu vermuten – auf Posten gesetzt, auf dem das Versagen vorprogrammiert ist. Auf diese Weise hält sich die Parteispitze an der Macht.

  • Hauptsache Diäten und Altersversorgung stimmen.
    Der Rest ist ist irrelevant

  • Die gucken alle so komisch – Drogen oder Erschöpfung?
    Da stimmt was nicht mit denen.

    • „Drogen oder Erschöpfung?“
      Vielleicht beides?
      Noch interessanter fand ich die Filmchen von der PK, wo auch Warken und Amthor zu sehen waren:
      – Warken mit einem mir diabolisch erscheinenden Grinsen
      – Amthor mit einem dümmlichen Grinsen, fröhlich wie einer, dem man unerwartet Ausgang erlaubt hat.
      Diese beiden liefen dem Kanzlernden voraus.
      – Der Kanzlernde mit einem Gesichtsausdruck a la:
      Ich hab was gemacht – und das ist gut so.
      – Linnemann, hinter dem Kanzlernden laufend, mit einem Gesichtsausdruck a la „Ich weiß nicht, was soll das bedeuten?“
      Ok. meine rein persönliche Interpretation dieser Bilder, kann jeder für sich auch anders interpretieren 😉

      • Ich fand den Amthor, mit seiner „Klatschparade“ ziemlich geil. Wie der sich ins Zeug gelegt hat, sensationell.

        • Ein Grüezi für den alten tumben…

          4
      • Danke Danke Danke, dass wir deine Erlaubnis haben uns eine eigene Meinung bilden zu dürfen.

        • Der alte tumbe versucht ständig uns in sinnlose Dialoge zu verwickeln – was für ein Wicht!

          5
        • @Ralph Schehr
          Komischer Kommentar, ich würd den „trollig“ nennen.
          „Danke Danke Danke, dass wir deine Erlaubnis haben uns eine eigene Meinung bilden zu dürfen.“
          Nu ja, haben Sie halt auch mal was gepostet. Und zwar was mit „wir“ drinnen, sowas find ich immer wieder schräg 😉
          Seit Merkel übrigens…

          -6
    • mit Brille sieht man klarer

      -15
  • Nun, ich stelle die Frage – off topic – noch einmal:

    Existiert etwa ein geheimer CDU-Parteitagsbeschluß, daß Krawattenträger (m/w/d) sich in ihrer Krawattenauswahl am Parteiführer zu orientieren haben, oder ist das freiwillig geleisteter vorauseilender Gehorsam aus Karrieregründen …?

    (Allenfalls mit der Zusatzbedingung, daß die Untergebenenkrawatten noch kleinkarierter sein müssen als die des Parteiführers.)

  • Linnemann war einmal ein Hoffnungsträger. Für mich jedenfalls.
    Er hat sich zum Rohrkrepierer entwickelt.
    Und er gehört zum letzten Aufgebot, das die Union noch zu bieten hat. »Isch over!«, wie Wolfgang Schäuble sagte.

    • Hätte er auch nur einen Hauch Rückgrat, würde er aus der CDU austreten und den Posten ablehnen. Innerhalb der Kartell Parteien gibt es keine Personen mehr, die Deutschland retten. Das Land ist zur Ausbeute frei gegeben. In jeder Hinsicht.

    • Er war IMMER der, für den Sie ihn jetzt erkennen!

      Es war vor der Bundestagsqual kaum auszuhalten wie sich die Leute haben von ihm täuschen lassen. Da war sogar Merz besser. Bei konnten es viele Menschen wenigstens schon eher erkennen. Eine Bande von Lügnern und Deutschlandzerstörern, die Deutschland in den Krieg treiben will!

  • CDU? Alle von der gleichen Art….

    • Nur, dass einige Linnemann´s Lügen noch glaubten, als Merz schon enttarnt war.

  • Linnemann hatte ich bislang für einen der wenigen vernünftigen Stimmen in der Berliner CDU gehalten. Dass er nun ganz freiwillig auf den Scheiterhaufen klettert, um sich von Merz verbrennen zu lassen, ist mehr als enttäuschend. Merkt Linnemann nicht, dass man ihn über diesen neuen Posten aus dem Konkurrenzfeld schlagen möchte?

  • Kein Wort davon ist wahr.

  • „Prof. Dr. med“ Linnemann zu ihren Diensten, vertrauen sie mir ihre Gesundheit an.

    Was kann da noch schief gehen. Wie sie alle ganz schnell umfallen, scheint System zu haben.

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