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Sachsen-Anhalt

CDU-Abgeordneter hält Spaltung seiner Fraktion für „eine Option“ – wegen Sven Schulze

Der frühere Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, der Landtagsabgeordnete Marco Tullner, hat gegenüber dem MDR einen Neuanfang der Landes-CDU gefordert und die Spaltung der Fraktion als „eine Option“ bezeichnet. Die Verantwortung für die Gräben trage Sven Schulze.

Von

IMAGO/dts Nachrichtenagentur

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Der frühere Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, der Landtagsabgeordnete Marco Tullner, hat gegenüber dem MDR einen Neuanfang der Landes-CDU gefordert und die Spaltung der Fraktion als „eine Option“ bezeichnet. Auch er selbst könnte sich Ende des Jahres einen Austritt aus der Fraktion vorstellen. Die Verantwortung für die Gräben unter den CDU-Abgeordneten trage „ganz klar“ Ministerpräsident Sven Schulze, der gleichzeitig Fraktionsvorsitzender ist.

Nach der Landtagswahl sei der CDU „nicht die bestmögliche Aufstellung gelungen“. Jetzt sei die Fraktion gespalten, Gräben zuzuschütten sei „sehr schwer“. „Hinterzimmerabsprachen“ und „überraschende Kandidaturen“ hätten „nicht vertrauensbildend“ gewirkt. Die Ursache für das schlechte Wahlergebnis sei „nicht nur Friedrich Merz“. Es gehe auch um die Inhalte im Land.

Zur AfD wechseln wolle Tullner allerdings nicht. Er sehe seine Rolle als „kraftvolle Opposition“, nicht als Mehrheitsbeschaffer. Die Frage nach wechselnden Mehrheiten mit der AfD stelle sich jedoch sowohl der CDU-Fraktion als auch einer möglichen Abspaltung. Dabei gehe es um Konzepte, „die der CDU gefallen“. Sachfragen seien auch Machtfragen.

Ein Gespräch des MDR mit dem Abgeordneten wurde schon am Montag geführt und nun als Audiomitschnitt veröffentlicht. Die brisantesten Aussagen über die Abspaltung als „Option“ sind darin jedoch nicht enthalten. Tullner sagte dem MDR weiter, er sei nicht der Einzige, der mit dem Gedanken an einen Austritt spiele. Andere Abgeordnete wollten sich jedoch nur anonym äußern. Ein Fraktionsmitglied fordert laut MDR den Rücktritt von Schulze.

Die CDU-Fraktion gilt spätestens seit der Wahl von Schulze zum Fraktionsvorsitzenden als tief gespalten. Der Ministerpräsident setzte sich in geheimer Wahl mit acht zu sieben Stimmen gegen seinen Amtsvorgänger Guido Heuer durch. Bei der Wahl des ersten Landtagspräsidenten von der AfD am Dienstag bildeten sich vermutlich sogar drei Gruppen.

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Mehrere Abgeordnete der CDU wählten dem Vernehmen nach Tobias Rausch, andere stimmten gegen den AfD-Kandidaten. Der offiziellen Linie von Sven Schulze, der Enthaltung, folgten höchstens fünf CDU-Abgeordnete in der geheimen Wahl. Mindestens neun anwesende Mandatsträger ignorierten diese Vorgabe – eine Mehrheit der Fraktion folgte Schulze nicht.

mb

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21 Kommentare

  • Schon mal aufgefallen, der CDU gehts NIE um die Wähler. Es sind immer eigene Interessen die da kommen. Wer hat behauptet das wäre ein Volkspartei?

    • Boah was für ein schlauer Leser der Robert3, ein echter Aufgewachter.

      Die CDU hat nie behauptet sie sei „Volkspartei“.
      Kein Wunder dass so Dödel wie du dauernd frustriert sind mit der Realität.

      -31
      • Hattest du mal einen Schlaganfall, weil du immer wieder das selbe sabberst?

        • Könnte auch Alzheimer sein. „Hab ich denn schon kommentiert???“

          0
  • Was nun, Herr Merz, Herr Schulte?

  • Oh ja, Merkels Spaltung wird real. Nur weiter so. 50 % in die AFD 50 % zu den Grünen.

  • Der Wahl-O-Mat hat von der CDU aus als – bei weitem – nächstliegendes Programm das der AfD angezeigt (dazwischen war nur noch FDP und FW, unter 5%).

    Will die CDU die nächste BTW – LAGERWAHLKAMPF RRG gegen AfD – überleben, muß sie sich entscheiden, und zwar zur Rückkehr nach rechts. Ohne Pinocchio.

  • Er hat alles verzockt.

  • Das Hick-Hack in S-A nervt langsam.
    Können die nicht einfach eine Regierung bilden und endlich mal loslegen mit dem Regieren?

    • Eine Regierung zu bilden dauert seine Zeit, im Schnitt über hundert Tage.

  • Überlasst das spalten dem Walter…

  • Wieso ist das noch eine Eilmeldung?
    MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio, 07.10.2026 • 11:47 Uhr

    -13
  • Thüringen, SaAnh… wir schlittern in die Weimarer Republik zurück.

    • So ein Blödsinn. Während der Weimarer Jahre waren die Unterschiede zwischen Thüringen, Anhalt und dem Rest nicht so groß wie heute. Thüringen, Sachsen Anhalt und Mecklenburg sind arme, überalterte Löcher in denen keiner mehr lebt und in denen nichts läuft. Da kannst du dich auch darüber freuen, dass die AfD beliebt bei dementen Altenheimbewohnern ist.

      -15
  • Das wäre ein wunderbarer Paukenschlag und der letzte Sargnagel für unsere Kanzlerkarikatur Pinocchio von SPDs Gnaden!

    Der ukrainische Finanzminister Merz wäre am Ende! Und mit ihm seine bescheuerte Brandmauer gegen die Wähler der AFD!

    Dann wäre „Links wirklich vorbei!“

    • Du bist halt so ein richtig dummer, asozialer Motzer der dann mit einem SPD Kanzler mit Grünen Koalition dasteht und dann die nächsten vier Jahre hier jeden Tag dein dummes „Neuwahlen“ Gesabbel absonderst.

      -13
      • Geht dir Simpel einer ab, wenn du hier rumprollst? Ich empfehle einen guten Therapeuten, wir haben etliche von deiner Sorte in Therapie, vielleicht bekommst du zügig einen Platz.

  • Wir werden kurz nach der Wahl von MP Siegmund sehen, welche CDU-, Ex-CDU-, CDU-Dissidenz- oder BSW-MdL sich im neuen Regierungsapparat wiederfinden.

    Falls die Anzahl zufällig mit der Stimmenzahl für Siegmund abzgl. 39x AfD übereinstimmt, wäre ja alles klar und man kann endlich zum Regieren übergehen.
    Was ein Kindergarten! Art 38 GG!

  • Genau, von der Herde separiert man auch immer den Beißer.

  • Ein paar bequeme Tage bei Apollo den dummen Rentnern jetzt dieses Parlamentarierdrama als newswürdig servieren zu können.

    Morgen dann wieder Umfragehoch für AfD und so.
    Die gescheiterten Schülerblogger als Bespaßer für rechte Rentner.

    -16
    • Nun, verehrter Marvin, die Apollos mögen ja – vielleicht – „gescheiterte[n] Schülerblogger“ sein; aber sie haben etwas auf die Beine gestellt, das Sie allem Anscheine nach nicht vorweisen können.

      Und falls ich damit irren sollte – wovon ich vor der Hand indes nicht ausgehe, würde ich doch freundlicherweise um Bekanntgabe des von Ihnen verantworteten Nachrichten-Blogs bitten.

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