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Tübingen

Böse Überraschung für Haushalte mit Wärmepumpe: Plötzlich müssen sie Tausende Euro Zusatzgebühren bezahlen

Eigentümer in Tübingen, die ihre Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt haben, wurden böse überrascht. Sie müssen endgültig vom Gasnetz abgetrennt werden; dafür fallen Zusatzkosten in Höhe von 3.332 Euro an.

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Haushalte die auf Wärmepumpen setzten, müssen mit zusätzlichen Kosten rechnen (IMAGO/Jochen Tack)

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Ein Schreiben der Stadtwerke Tübingen sorgt unter Anwohnern für Empörung. Auf Haushalte, die zu einer Wärmepumpe gewechselt sind, sollen nun weitere Kosten zukommen. Eine Eigentümerin, die erst vor Kurzem ihre Gasheizung durch eine Wärmepumpe ausgetauscht hatte, erhielt ein Schreiben des lokalen Netzbetreibers, der eine Zahlung von 3.332 Euro verlangte, um den Haushalt endgültig vom Gasnetz abtrennen zu lassen. Für viele Bürger sind die Kosten unerwartet und kurzfristig aufgetaucht. Darüber berichteten die Stuttgarter Nachrichten.

Den Betroffenen liegt eine Frist von vier Jahren vor. Innerhalb dieser Zeit dürfen sie den Gasanschluss noch stillgelegt behalten, ohne ihn sofort kostenpflichtig abtrennen zu lassen. Die Stadtwerke sprechen von einer „Bedenkzeit“. Sobald diese abgelaufen ist, sollen Kunden die dauerhafte Abtrennung beauftragen. Für viele Haushalte würden somit Zusatzkosten entstehen, mit denen sie nicht gerechnet haben.

Die Stadtwerke begründen die Zusatzkosten mit dem entstandenen Aufwand für Betrieb, Sicherheit und die regelmäßigen Kontrollen. „Während der vier Jahre sind aus Sicherheitsgründen regelmäßige Kontrollen verpflichtend“, erklärte eine Sprecherin der Stadtwerke. Hinzu kommt das Verursacherprinzip, nach dem der Kunde für die entstandenen Kosten zur Abtrennung vom Netz aufkommen muss. „Die Herstellung oder Trennung eines Gas-Hausanschlusses verursacht einen nicht unerheblichen Aufwand“, rechtfertigte die Sprecherin. Die Kosten seien deshalb an den Anschlussnehmer weitergereicht worden.

Ein Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg birgt jedoch Hoffnung für die Betroffenen. Das Gericht entschied am 5. Dezember 2025, dass Entgelte für die Trennung eines Anschlusses an das Gasnetz unzulässig sein können. Das Gericht stellte somit grundsätzlich infrage, ob Netzbetreiber von Kunden Gebühren für die Stilllegung oder Trennung eines Gasanschlusses verlangen dürfen, wenn dafür keine klare gesetzliche Grundlage besteht.

Deutschlandweit zeigt sich ein uneinheitliches Bild für Hauseigentümer. Laut einer Recherche des SWR erstreckt sich die Spanne der Zusatzkosten von „gratis“ bis zu 8.000 Euro, abhängig vom Netzbetreiber und der genauen Maßnahme. Auch von Pauschalen von rund 100 bis 2.300 Euro ist die Rede, trotz des Urteils aus Oldenburg. Ähnliche Fälle gibt es auch in anderen deutschen Städten. In Weiden rechneten die Stadtwerke mit Abtrennungskosten von rund 1.200 Euro. Viele Kunden blieben deshalb am Netz angeschlossen. Das Dokument beschreibt jedoch zusätzliche jährliche Aufwände für die Prüfung und Wartung nicht genutzter Anschlüsse. Betroffene müssten sich somit entweder für eine Einmalzahlung bei der Abtrennung oder für laufende Kosten bei inaktivem Anschluss entscheiden.

rs

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96 Kommentare

  • Um im „Club der Willigen Weltretter“ zu sein muss man die Kosten nicht scheuen….

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    • Wirklich schlimm ist der physische Rückbau der Gasnetze.
      Wozu?
      Die Rohre stören in der Erde Niemanden und falls sich heraus stellen sollte, dass es GANZ ohne Gas eben doch nicht geht, steht man dumm da.
      (Verbrenneraus – keine Verbrenneraus – doch Verbrenneraus – ??? _ …)

      Aber erstmal vernichten:
      ob AKW’s oder Kohlekraftwerke, überall ist sofortiger Rückbau angesagt.

      Wäre es wirklich so katastrophal, wenn einige(!) ältere Häuschen keinen Energielevel A++++++ SuperdeLuxe haben?
      Viele zum Verkauf stehende Häuser wurden unverkäuflich, weil Keiner weiß, wie die energetische Sanierung zu wuppen ist.
      Weder finanziell noch baulich!

      • Durch aktives Sperren einer möglichen Umkehr schafft man Fakten. Wenn schon der Weg in den Untergang eingeschlagen wird, dann aber unumkehrbar.

    • Es ist unfassbar, was der Schwahkopf, Vollversager und Kinderbuchschreiberling Habek für GIGANTISCHE und hunderte Milliarden teuren Verwüstungen der Energielandschaft herbeigeführt hat.
      Es macht mich immer wieder FASSUNGSLOS, und es ist mit einem gesunden Menschenverstand eigentlich nicht auszuhalten, das Psychopathenwerk dieses „Grünen“!

  • Früher hätte man solche Meldungen als Gag oder Fake-News belächelt,
    heutzutage kommen jeden Tag mehrere davon und die stimmen tatsächlich 🙈

    109
    • Meines Erachtens sind die Leitungen bis in das Haus Eigentum des Netzbetreibers?

  • Es würde biliger ein Gasherd zu kaufen…

    • ‚einEN Gasherd‘

      Es lebe der Akkusativ.

      • Es geht um den Fakt und Flüchtigkeitsfehler passieren- Nobody is perfekt.

        • Im Prinzip würde ich zustimmen. Allerdings ist die falsche Verwendung des Nominativs statt des korrekten Akkusativs ein mittlerweile so häufig auftretender Fehler, dass ich an Flüchtigkeitsfehler nicht mehr glauben mag.

          3
      • Es würde bilLiger SEIN, einen Gasherd zu kaufen…..

        • Möglicherweise wäre Auswandern noch günstiger?

          5
        • Was ist ein Gasherd?

          -1
      • 💩 DÖP DÖ DÖ DÖP!

  • Das Geschäft mit Co2 und Klimawandel läuft hervorragend und der Bürger ist mal wieder der Dumme.

    131
    • Richtig, es ist so einfach und simpel.
      Ein Geschäftsmodell dass Detschland ruiniert und zur Verarmung führt.

      • Das ist kein Geschäftsstelle das ist Betrug.

        • Sollte natürlich Geschäftsmodell heißen

          8
    • Dabei ist es nicht erwiesen, dass CO₂ für die Klimaerwärmung verantwortlich ist. Das wurde einfach von Habeck laut seiner eigenen Statistik festgelegt.
      CO₂ ist ein sehr gut wasserlösliches Gas (siehe Wikipedia) und wird bei jedem Regen aus der Luft ausgewaschen. Es reagiert mit den im Erdreich enthaltenen Mineralien zu Carbonaten. Seit hunderten Jahren, haben wir einen leicht schwankenden Anteil von ca. 400 ppm in der Luft und dieser ist auch für jeden Lungenatmer lebensnotwendig, da es die Atmung anregt.

    • Dummheit muss bestraft werden. Und falls nötig, mehrmals. Wenn z.B. bei der nöchsten Chaoswahl wieder der politisch grüne Block, also alles Linke inkl. CDU, gewählt wird.

  • Nur weil ich keine Gasheizung habe musd ich doch nicht automatisch den Gasanschluss demontieren. Ich beziehe nur kein Gas mehr.

    • Offenbar schon, irgendwer muss doch das Zerstören des Gasnetzes bezahlen und da kommen die ehemaligen Kunden gerade recht.

    • Wenn Sie ihren Fernseher herauswerfen, müssen Sie auch nicht Ihre Sat-Schüssel demontieren.

      • Pst …. keine schlafenden Hunde wecken …. Feinstaub-Äther-Gefahr …

    • Sie haben einen Gasanschluß, auf den fällt normalerweise eine Grundgebühr an… egal ob sie ihn nutzen oder nicht.

    • Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet aber ich kann mir vorstellen, daß die Gasleitung zurück gebaut wird um Unfâlle zu vermeiden. Das Gas ist ja nicht weg,es ist eben noch da( und nicht wo anders)

    • Könnte man meinen. Schieber zu und fertig.
      Bin jetzt kein Gaskunde, aber soweit ich weiß, muss der Anschluss regelmäßig geprüft und abgenommen werden.

  • Wärmepumpen zum Heizen mögen in einzelnen Fällen Sinn machen. Dieser Sinn hört aber spätestens dann auf, wenn der Strom mit Gas erzeugt wird. Gesetze, welche mehr oder weniger die Wärmepumpe vorschreiben, gehören in den Mülleimer.
    Berlin hat einmal mehr gezeigt, dass Wärmepumpen auch keinen Stresstest beim Stromausfall bestehen. Auch wenn sich die Hersteller bemühten sehr schnell zu reparieren. bleiben die hohen Reperaturkosten bei den Haushalten.

    Die Menschen jedoch Wärmepumpen bauen lassen und bei der Anmeldung nicht darauf hinweisen, dass sie dann für den Rückbau des Gasanschlusses zahlen müssen, ist wirklich der höchste Gipfel der Unverfrorenheit.

    • Keine Heizung besteht den Stresstest bei Stromausfall, alle benötigen Strom zum Betrieb der Steuerung, der Zündeinheit, der Pumpen…..
      Außer der gute alte Kamin- oder Küchenofen.

  • Darf man sich klammheimlich freuen. 😉

    • Nicht nur klammheimlich.

    • Jaaaa. Ausdrücklich erwünscht!

  • Nun man bezahlt für den Anschluss als Eigentümer, somit auch fürs abklemmen. Macht schon irgendwie Sinn.

    • Seit einiger Zeit in unserer Gegend bis in das Haus kostenlos für den Kunden/Abnehmer.

    • Die Frage ist, wurden die Kosten für den Abbau vor dem Vertragsabschluss arglistig von den Stadtwerken verschwiegen? Dann könnte es eng werden für die Stadtwerke.

  • Fällt das jetzt angesichts von WP-Kosten von 50.000 – 100.000 Teuronen wirklich noch großartig ins Gewicht? Dafür kann man sich aber so richtig in moralischer Überlegenheit sonnen.

  • Verrückten Umweltschutz muss man sich leisten können😁. Hamburg, ich freu mich darauf😁.

  • „Das Gericht entschied am 5. Dezember 2025, dass Entgelte für die Trennung eines Anschlusses an das Gasnetz unzulässig sein können“

    „Können“, aber nicht müssen🤷‍♂️

    • Das gilt nicht nur fürs Gasnetz. Wenn ein Schornstein wegen Auszug stillgelegt werden soll, verlangt der Schornsteinfeger, daß der Schornsteinanschluß des Kessels „fachgerecht“ abgetrennt und die Öffnung im Schornstein ebenso fachgerecht verschlossen werden muß. Natürlich auf Kosten des Kunden. Ähnlich ist es mit dem Strom-und Wasserzähler, diese werden kostenpflichtig ausgebaut und sollte ein neuer Besitzer da sein, werden diese kostenpflichtig wieder eingebaut. Hab ich alles selbst life und in Farbe erlebt. Aber unsere ach so moralisch Guten, die sich eine Wärmepumpe haben aufschwatzen lassen, haben geglaubt…

  • Isch schmeiß misch wesch. 😂👍

  • Nein, doch, ohhhh.
    Mehr kann ich nicht dazu schreiben.

  • Zitat: „Mit einer effizienten Heizungspumpe fallen die Heizkosten viel niedriger aus, als mit Gasheizungen“. Also nicht empört sein, Hausbesitzer. Nach etwa 3-4 Jahren sind dann die 3.300 € durch sparen wieder ausgeglichen sofern keine weiteren Kosten wie Wartung, Reparatur und sonstiges anfallen. Außerdem fragt mal in der Gemeinde an, ob die euch ein Zertifikat „CO2 freier Vorbildhaushalt“ ausstellen. Das dann schön einrahmen und an die Wand hängen. Falls Besuch kommt.

    • Ich befürchte, dass man die Haushalte ob mit oder ohne Wärmepumpe noch viele weitere solcher Abzockmechanismen aufs Auge drücken wird.

      • Wie bei den Pelletheizungen:
        Keiner wollte Pellets, also wurden die Pelletkessel billiger verkauft.
        Erstaunlicherweise stiegen dann die Pelletpreise …

    • Stimmt diese Angabe zu den HeizKOSTEN?

      Wenn ich mit 1 kWh Strom ca. 4 kWh Wärme produzieren kann, spare ich damit 4 kWh Gas ein. Das ergibt definitiv eine ENERGIEeinsparung!

      Aber wie sieht es mit der KOSTENeinsparung aus, wenn doch eine kWh Strom 4mal so teuer ist wie 1 kWh Gas?

      Und machen wir uns doch Nichts vor:
      der Strompreis wird steigen, je mehr davon nachgefragt wird.

    • 1000€ Heizkosten pro Jahr sparen und 150.000€ investieren. Ich beglückwünsche Sie zu einem guten Deal.
      Rational denkende Menschen würden diesen allerdings nicht machen.

  • Man lernt nur durch Schmerzen. Egal, ob physisch oder psychisch.

  • Erst muss man mit dem stillgelegten Auto 4 Jahre lang zum TÜV, anschließend die Verschrottung selbst zahlen. Die 3 Akten-Ordner mit der Dokumentation müssen 10 Jahre aufbewahrt werden. 2 Mal im Jahr wird diese Dokumentation auf Vollständigkeit überprüft. Für alle amtlichen Vorgänge ist die Mehrwertsteuer fällig. …

  • Hat das Rechercheteam von Apollo bei den Stadtwerken Tübingen angefragt, um welchen Betrag sich die Stilllegungskosten minimieren würden, wenn die Betroffenen nicht die vierjährige Frist abwarten, ihren Anschluss unmittelbar nach Bekanntwerden stilllegen lassen und somit Kosten für vierjährig auflaufenden Betrieb, Sicherheit und regelmäßigen Kontrollen nicht anfielen?
    Die Rückbaukosten für die gesamte Hausanschlussleitung auf privatem Grundstück trägt der Anschlussnehmer. Diese Kosten variieren stark je nach Netzbetreiber.
    Tübingen will bis 2030 klimaneutral sein und braucht zur Umsetzung Kapital. Was läge da näher als die Unterstützenden der Tübinger quasi Klimainitiative zur Deckung der anfallenden Kosten heranzuziehen. Der Tübinger OB ist Ex-Grüner, die stärkste Fraktion im Gemeinderat sind AL/Grüne mit dreizehn Mitgliedern. Eine sog. Klimaliste hat 2 Mitglieder.

  • Das erinnert mich an die Kündigungsgebühren für Mobilfunkanschlüsse in den 2000er Jahren oder an die Kündigungsgebühren beim Beenden seines Fitnessstudiovertrages…
    Das war alles illegal.

  • Wer Greta und Luisa folgt hat einen gewissen Preis zu bezahlen wenn man mit dazugehören will 😉

  • Tja, wer wissen will was ein perfekter Sturm ist… er ist da, er ist wirklich da und sie haben auch wirklich alles dafür getan damit es so kommt.

  • Die härteste Schule ist das Leben selbst.
    Mein Mitleid hält sich in Grenzen, sie wollten diese Grüne Folklore, jetzt müssen sie eben mit den Folgen dieser Entscheidung leben.

    • Nicht „sie“ müssen damit leben, sondern wir ALLE !!!

  • Wer diese Technik verbaut hat, ohne Kenntniss über den miserablen Wirkungsgrad zu haben, hat nun das Nachsehen. 1kW/h Strom für ca. 2,5kW/h Wärme.
    Das können selbst veraltete Klimaanlagen wesentlich besser.
    Der Rückbau der Gasanschlüsse eh klar. Die Kostenumlegung auf den Verbraucher, politisches Gedankengut.

  • Tja, dann hätten sich die Eigentümer dieser Haushalte halt besser informieren müssen.

  • Weiter die CO2 Einheitsparteien wählen. Merz hat’s doch gesagt es wird teuer teuer und nochmal teuer

  • 👍 Läuft! Find ich klasse. Endlich kommt bei euch der grüne Wahnsinn an! Ihr habt es euch redlich verdient, ihr Ländle-Käpsele! 🤣🤣🤣🤣

    • Richtig, wer Grün wählt, sollte mit voller Wucht das Ergebnis diese Grünen erhalten.

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