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Präsidentschaftswahl

„Brasilien nicht den Rücken gekehrt“: Bolsonaro äußert sich nach seiner Flucht in die USA

Der bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien unterlegene Oppositionskandidat Flávio Bolsonaro hat sich nach der Flucht aus Brasilien in die USA erstmals zu Wort gemeldet. Er beklagte dabei eine linke Vereinnahmung der Institutionen.

Von

IMAGO/Xinhua

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Nach seiner Flucht aus Brasilien hat sich der gescheiterte Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro erneut zu Wort gemeldet. Der Politiker begründete seine Flucht ins selbstgewählte Exil in den USA mit dem Verfolgungsdruck gegen ihn, gab dabei aber seine Sache mitnichten auf: „Um die rechtlichen Schritte werden sich die Anwälte kümmern, wohl wissend, dass in Brasilien alles unter Kontrolle dieser Kräfte steht.“ Die Institutionen seien vollständig politisch vereinnahmt.

„Menschen, gegen die eigentlich Verfahren laufen und Ermittlungen geführt werden müssten, werden von ihresgleichen geschützt“, so Bolsonaro. In seinen Augen handelte es sich bei seinem Schritt nicht um eine persönlich motivierte Flucht, sondern um einen Dienst an Brasilien. „Ich habe Brasilien nicht den Rücken gekehrt, sondern bin für Brasilien gegangen“, so der Kandidat. Bolsonaro war nach der Wahlniederlage ins Visier der linksgeführten Regierung geraten, die die bereits zuvor erhobenen Geldwäsche-Vorwürfe für Repressionen nutzen wollte.

Bei der Wahl am vergangenen Sonntag war es zu einer dubiosen Verlängerung der Wahl auf Anordnung eines mit dem linken Präsidenten Lula befreundeten Richters gekommen. Auswertungen zeigen, dass die Wahlverlängerung jedoch nur einen marginalen Einfluss auf das Wahlergebnis gehabt hatte – nur knapp über 30.000 Stimmen wurden nach der eigentlichen Schließung der Wahllokale abgegeben. Bolsonaro hatte seine Wahlniederlage am vergangenen Sonntag dennoch zunächst nicht anerkannt.

Verbale Unterstützung erfuhr Bolsonaro hingegen aus Washington: US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Wahlen als manipuliert, der MAGA-Vordenker Steve Bannon ging einen Schritt weiter und forderte gar den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Brasilien. Vor der Wahl hatte Bolsonaro politische Unterstützung in der US-Regierung genossen; insbesondere im Außenministerium von Marco Rubio soll es Fürsprecher gegeben haben.

Handfeste Unterstützung bei der Durchsetzung seines Anspruchs auf die Präsidentschaft dürfte Bolsonaro allerdings nicht erhalten: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, plant die Trump-Regierung offenbar nicht, ihn über die Erteilung von Einreisevisa hinaus weiter zu unterstützen. Dies könne sich allerdings noch ändern.

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7 Kommentare

  • Ich denke immer, dass v.a. China, Russland und der Iran sich diese westlichen Selbstzerfleischungen genüsslich anschauen. Lula ist ja einer der ihren.

    • VdL, Sanchez, Macron, Europäische Grüne , Sozialisten und Sozialdemokraten, Lula ist einer von UNS!

      • Aber sie teilen den Kuchen unter sich auf und lassen EUCH nur Krümel übrig.
        Das war bei den Genossen schon immer so.

  • Nun, es wird nicht alles wahr sein, was über Flavio geschrieben wurde. Aber, wenn auch nur ein Bruchteil davon stimmt, ist er auch kein „Musterknabe“.

    Trotzdem wird sich Brasilien aller Voraussicht nach weiter in Richtung eines sozialistischen Shitholes entwickeln.

  • Einmal mehr verbreitet AN nur die halbe Wahrheit.. beide Parteien wollten eine Verlängerung der Wahlen und nicht nur das die Partei Lulas.

  • Wäre doch besser in Argentinien aufgehoben. USA?, wahrscheinlich mit Geldsummen und Sicherheit angelockt. Lula ist der ideale Partner für die imperialistische US-Kabale, der einen Feuchten für seine Landsleute übrig hat. Hat seine Misanthropie beim grossen Schnupfen gezeigt. Seine Wiederwahl ist fishy.

  • Lula und Bolsonaro in einen Sack gesteckt und feste drauf gekloppt – trifft immer den Richtigen!

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