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ÖRR-Komikerin Bosetti erklärt Juden, die die AfD wählen, für „wahnsinnig geworden“

In ihrer Late-Night-Show auf 3sat meint Moderatorin Sarah Bosetti, dass Homosexuelle in der Kirche, Juden in der AfD, und Afroamerikaner, die Trump wählen, „wahnsinnig geworden“ sind.

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„Homosexuelle in der katholischen Kirche“, „Jüd:innen in der AfD“ und „Schwarze, die Donald Trump wählen“, seien „wahnsinnig geworden“. Das erklärt die Moderatorin und selbsternannte Komikerin Sarah Bosetti in der neusten Ausgabe ihrer Late-Night-Show Bosetti Late Night auf 3sat. Dass Personen, unabhängig von ihrer Ethnie, Religion und Sexualität, eine andere politische Meinung als Bosetti haben können, ist für die Moderatorin wohl nicht vorstellbar.

„Ernsthafte Systemkritik“ sei ein unbeliebtes Hobby. Selbst diejenigen, „die vom System benachteiligt werden“ würden das System nicht ernsthaft genug kritisieren, meint Bosetti. Dass es die von ihr heraufbeschworene Unterdrückung vielleicht gar nicht gibt und daher Menschen, die laut Bosetti unterdrückt seien, vielleicht eine andere Realität erleben, kann sie offenbar nicht in Betracht ziehen.

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Bosetti, die sich als Stimme gegen Unterdrückung präsentiert, scheint nicht zu akzeptieren, dass die von ihr als unterdrückt angesehenen Gruppen eigene, abweichende Ansichten vertreten könnten. Sie schließt damit aus, dass ihre eigene Perspektive auf Unterdrückung vielleicht nicht die einzig mögliche ist.

Dass Homosexuelle in der Kirche bleiben, Juden die AfD unterstützen oder Afroamerikaner für Trump stimmen, ist ein Ausdruck ihrer individuellen Autonomie und der komplexen Natur politischer und persönlicher Identität. Bosetti dagegen sieht anscheinend alle Mitglieder einer Minderheit als homogene Gruppe, die politisch einheitlich denken sollen.

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