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Auswertung

Über 5.000 Kontrollen in Berliner Waffenverbotszonen: Knapp 150 Messer beschlagnahmt und dennoch weitere Angriffe

In den drei Waffenverbotszonen am Kottbusser Tor, am Görlitzer Park und am Leopoldplatz wurden im ersten Jahr über 5.000 Kontrollen durchgeführt und rund 150 Messer beschlagnahmt. Dennoch kam es in den Verbotszonen zu weiteren Messerangriffen.

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Auch in Waffenverbotszonen kommt es immer wieder zu Messerangriffen. (Symbolbild) (IMAGO/Anadolu Agency)

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Seit dem 15. Februar 2025 gibt es drei Messerverbotszonen in Berlin. Eine Auswertung des ersten Jahres zeigt laut der Deutschen Presse-Agentur, dass es in den drei Zonen am Leopoldplatz, am Görlitzer Park und am Kottbusser Tor insgesamt 5.220 Kontrollen von Mitte Februar bis Ende Januar gab. Dabei wurden 149 Messer beschlagnahmt. Die Polizei spricht von einem Erfolg – auch wenn es in den Verbotszonen weitere Angriffe mit Messern und teilweise auch mit Schusswaffen gab.

Am häufigsten wurden Menschen am Leopoldplatz kontrolliert, nämlich 3.366 Mal. Dabei wurden bis zum 2. Februar 110 Messer sichergestellt. Trotzdem kam es allein an dem Ort zu 19 weiteren Angriffen mit dem Tatmittel Messer, und dreimal wurden auch Schusswaffen eingesetzt. Um den Görlitzer Park herum gab es sogar 29 Angriffe mit Messern, und im Gebiet um das Kottbusser Tor herum waren es 28 Messerangriffe.

Trotz dieser Zahlen zieht die Berliner Polizei eine positive Bilanz: „Gezielte Kontroll- und insbesondere Durchsuchungsmaßnahmen von Personen entfalten eine deutlich höhere abschreckende Wirkung als eine reine Streifentätigkeit oder Präsenz, da sie aktives polizeiliches Handeln und unmittelbare Rechtsdurchsetzung sichtbar machen.” Es wurden auch 269 Verfahren wegen Verstoßes gegen die neuen Vorschriften eingeleitet.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht hingegen von einem „Placebo”. Das Problem würde durch Waffenverbotszonen nicht gelöst werden, auch wenn die Einsatzkräfte vor Ort gute Arbeit machten. Ein Vergleich mit den Zahlen im Vorjahreszeitraum zeige aber, dass die Zahl der Messerattacken zurückgegangen sei. Innensenatorin Iris Spranger hatte die Einrichtung der Waffenverbotszonen als Teil eines Gesamtkonzepts bezeichnet. „Sie stützen die Sicherheit gezielt dort, wo es erforderlich ist.”

Seit Juli 2025 gilt auch ein Waffenverbot im Berliner Nahverkehr. Messer dürfen seitdem nicht mehr in Bussen, U-Bahnen und S-Bahnen sowie in Trams mitgeführt werden. Auch in Bahnhöfen dürfen sie nicht mehr getragen werden. Unter das Verbot fallen auch Schreckschuss- und Signalwaffen sowie Pfefferspray. Scheren fallen allerdings nicht darunter. Laut der B.Z. kam es zu einem Anstieg bei Angriffen mit Scheren – möglicherweise, weil diese nicht unter das Verbot fallen (mehr dazu hier).

mra

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20 Kommentare

  • Der rosa Elephant, der rosa Elephant, der macht halt was er kann….

    • der rosa Elephant steht in Berlin in der Tennishalle

  • „Das Problem würde durch Waffenverbotszonen nicht gelöst werden“! Gut erkannt Jungs, denn nicht die Waffen sind das Problem!

  • Also 4850 ältere Damen kontrolliert?

    • Oma ihr klein Messer beschlagnahmt.

    • Der Oma ihr klein Messer beschlagnahmt.

  • Ein Verbot ist nur so sinnvoll wie die Fähigkeit es auch durchzusetzen. Eine Verbotszone für Kleinmaterial, das man in der Tasche mitführen kann, macht keinen Sinn, wenn man nicht alle Taschen kontrolliert.

  • Wenn ich mir dieses Foto dieser Klassenfahrt der Polizeischule (erstes Schuljahr) anschaue, wird mir einiges klarer.

  • Warum diese diskriminierenden Kontrollen auf Messer?
    Man könnte doch das verpflichtende Tragen einer stichfesten Weste für Alle vorschreiben.

  • Es wäre doch interessant zu erfahren welcher Nationalität die Messerträger/innen (würg) angehörten.

    • Deutsch, weiß, mit Enkel unterwegs?
      Das Taschenmesser mit Schere und Nagelknipser liegt jetzt gut verwahrt in der Asservatenkammer.
      Puh, Deutschland ist endlich wieder sicher!

  • Ach was. Alles gelogen. Isch schwör.

  • Als Frau fahre ich sowieso schon lange nicht mehr mit der Bahn. Ich liebe mein Auto (schöner alter Diesel!). Sollte ich aber doch wieder Bahn fahren müssen…. nur mit Tierabwehrspray in der Tasche! Ich hänge am Leben.

    • Bekommen Sie dann beim z.B. Umsteigen im Frankfurter/Main Hbf, bei einer etwaigen Taschenkontrolle abgenommen, und dürfen noch Strafe zahlen.
      Falls Sie nicht (als Frau eher wahrscheinlich), auf einen verständnisvollen Beamten treffen, der mal ein Auge zu drückt.

    • Ich würde Haar- oder Raumspray einstecken. Das ist nicht illegal.
      Aber wenn man das ins Gesicht bekommt, ist das sicherlich auch nicht angenehm und brennt in Augen, Mund und Nase.

  • „Innensenatorin Iris Spranger hatte die Einrichtung der Waffenverbotszonen als Teil eines Gesamtkonzepts bezeichnet. „Sie stützen die Sicherheit gezielt dort, wo es erforderlich ist.”

    Noch blöder als diese Senatorin kann man echt nicht sein. Es ist ja ach so schwer, sich ein neues Messer zuzulegen, wenn ich etwas mit einem Messer plane.
    Natürlich ist das ganze ein Placebo für die Dummen unter uns und bewirkt nur, dass man über diese dämlichen Entscheidungen einer irgendetwas Verbotszone nur noch lachen oder weinen Kann.
    Wenn man die Sicherheit erhöhen will, muss ich diese messerstechende Kultur aus diesem Land entfernen…und genau das ist nicht gewollt. Darum verteilt man bewusst Placebos und verschweigt wenn möglich diese ganzen Auswüchse der Gewalt.

  • Wie wäre es mit einer Waffenpflichtzone, wo sich das Gesindel ohne Kontrolle hemmungslos austoben kann? Grenze würden durch Friedhof sichtbar gemacht.

  • Tja, wenn man den Ommas ihr Obstschälmesser abnimmt, dass dann die „Sicherheit“ gegenüber messerstechenden Afghanen, messerstechenden Syrern etc. nicht zunimmt, das hätte man sich denken können. Das Volk wird weiterhin verar…. und merkt es noch immer kaum.

  • Und wieder – kognitiv dissonanter Verbalmus aus Mordor.
    Da helfen wohl nur noch Kontrollverbotszonen …

  • Gibt’s eigentlich auch schon Schusswaffenverbotszonen?

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